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Ältere BeiträgeKassenärztliche Bundesvereinigung: PraxisNachrichten

KBV: Der Bundestag sollte sich ein Beispiel am Bundesrat nehmen

Unmittelbar vor der ersten Lesung des Spargesetzes im Bundestag appelliert der KBV-Vorstand an die Abgeordneten, die in der Länderkammer im Vorfeld geäußerte Kritik am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ernst zu nehmen. Ohne notwendige Korrekturen am Gesetzentwurf seien die Folgen für die ambulante Versorgung kaum absehbar.

Sonderlinsen bei Kataraktoperationen: Privatrechnung für Mehraufwand nicht mehr möglich

Für den Mehraufwand bei der Implantation einer Sonderlinse auf Wunsch des Patienten dürfen Augenärzte für bestimmte Leistungen keine Privatrechnung mehr ausstellen. Dies betrifft den Eingriff sowie die postoperative Überwachung und Behandlung. Das hat der Erweiterte Bewertungsausschuss am Dienstag gegen die Stimmen der KBV entschieden. Die Anpassung im EBM gilt ab 1. Juli.

Forschungsteam der Charité befragt Praxen zum Nutzen der ePA – Teilnahme bis 30. Juni möglich

Wie Praxen die elektronische Patientenakte im Alltag nutzen und welche Hürden es in der ambulanten Versorgung gibt, will ein Forschungsteam der Berliner Charité herausfinden. Teil der Studie ist eine Online-Befragung von Hausärzten und Medizinischen Fachangestellten, die aktuell läuft. Eine Teilnahme ist bis zum 30. Juni möglich.

Übergangslösung für Hybrid-DRG: Zuschläge für Eingriffe bei Kindern in den EBM aufgenommen

Hybrid-DRG sind auch wieder für Kinder-OPs möglich. Aufgrund der späten gesetzlichen Änderung ist eine Anpassung der sektorengleichen Fallpauschalen allerdings erst 2027 möglich. Als schnelle Übergangslösung haben die Vertragspartner im Bewertungsausschuss jetzt befristete Zuschläge in Höhe von 60 Prozent in den EBM aufgenommen. Sie können rückwirkend ab 16. April abgerechnet werden.

Patienten mit Kurzdarmsyndrom und Skelettsystemfehlbildungen können in der ASV behandelt werden

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung hat ihr Behandlungsspektrum erweitert. Ab sofort können auch Patienten mit Kurzdarmsyndrom sowie Patienten mit einer angeborenen Skelettsystemfehlbildung in dem interdisziplinären Versorgungsbereich betreut werden. Ärzte können jetzt ASV-Teams bilden.

Personelle Veränderungen im Team: Tipps für die IT-Sicherheit

Eine Kollegin geht in Ruhestand, ein Kollege startet seinen ersten Arbeitstag: Bei personellen Veränderungen im Praxisteam ist immer auch an die IT Sicherheit zu denken, damit sensible Patientendaten lückenlos geschützt sind und Arbeitsabläufe weiter funktionieren. Worauf Praxen achten können, zeigt der zwölfte Teil unserer Serie.

Hofmeister: „Das Spargesetz trifft alle“ – Entbudgetierung wird durch die Hintertür abgeräumt

Mit eindringlichen Worten kritisiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die ambulante Versorgung. Das Gesetz betreffe neben den Fachärzten auch die Haus- und Kinderärzte sowie die Psychotherapeuten. Zudem untergrabe es das Vertrauen der Ärzteschaft in die Politik und konterkariere weitere wichtige Vorhaben im Gesundheitswesen wie die primärärztliche Versorgung.

Hofmeister: Der Aufwand für die Teil-AU ist vollkommen unleistbar

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat das Bundeskabinett als weitere Neuerung auch eine Teil-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschlossen. Erklärtes Ziel ist es dabei, dass der Arzt im Einvernehmen mit dem Patienten dessen Arbeitsunfähigkeit stufenweise einordnet. Doch der damit verbundene Aufwand für Ärztinnen und Ärzte wäre alles andere als angemessen, kritisiert der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Stephan Hofmeister.

Gemeinsame Klarstellung zur Abrechnung anästhesiologischer Leistungen

Können Ärzte anästhesiologische Leistungen über den EBM abrechnen, wenn im Abschnitt 2 des AOP-Kataloges nicht ausdrücklich auf eine solche Leistung bei einem Eingriff hingewiesen wird? Zu dieser Frage haben der GKV-Spitzenverband, die KBV und die Deutsche Krankenhausgesellschaft jetzt eine gemeinsame Klarstellung veröffentlicht.

„Das schädigt die vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung“ – Steiner kritisiert geplanten Krankenkassen-Zugriff auf Patientendaten

Mit deutlichen Worten kritisiert KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner die Schwachstellen des geplanten Gesundheits-Digitalgesetzes der Bundesregierung. Erweiterte Zugriffsrechte der Krankenkassen auf Daten aus elektronischen Patientenakten seien völlig inakzeptabel und hätten keinen nachgewiesenen Nutzen. Gleichwohl enthalte der Referentenentwurf unter anderem mit der Verbesserung der Betriebsstabilität der Telematikinfrastruktur auch positive Aspekte.

KBV: Klageweg wegen Psychotherapie-Vergütung beschritten

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hatte Anfang März gegen die Stimmen der Ärzteseite eine Absenkung der Honorare für Psychotherapeuten um 4,5 Prozent beschlossen. Dagegen hatte die KBV Klage beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Derzeit prüfe zudem das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.
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