Lese-Ansicht

Erst Schmerz, dann Alzheimer – neue Erkennt­nisse zur Krank­heits­last in Deutschland

Wie viele Lebensjahre gehen in der Bevölkerung durch Krankheiten, gesundheitliche Ein­schränkungen und Todesfälle verloren? Das Robert Koch-Institut stellt im Rahmen der nationalen Krankheits­laststudie neue Daten bereit. Erstmals können auch Trends über mehrere Jahre dargestellt werden (2017 bis 2022). Zudem wurde die Krankheits­last, neben bereits vorhandenen Betrachtungen zum Beispiel zu kardio­vaskulären Erkrankungen, Krebs oder Verkehrs­unfällen, für weitere Krankheiten berechnet, darunter Asthma, Arthrose und Parkinson.

Mülheimer Wasseranalytisches Seminar 2026: Aktuelle Entwicklungen der Wasseranalytik im Fokus

Die Wasseranalytik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue analytische Verfahren und technische Innovationen erweitern die Möglichkeiten zur Erfassung eines immer größeren Stoffspektrums. Gleichzeitig steigt der Bedarf, bestehende Verfahren leistungsfähiger und ressourcenschonender zu gestalten. Das gilt unter anderem für die Analytik von poly- und perfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sowie von Pflanzenschutzmittel-Metaboliten. Auch Miniaturisierung und Automatisierung spielen dabei eine zunehmende Rolle.

Das zweitägige Programm deckt ein breites Spektrum der modernen Wasseranalytik ab. Zu den Schwerpunkten gehören Probenahme und Probenvorbereitung, Chromatographie und Massenspektrometrie, Spurenstoffe wie PFAS und PMT, relevante und nicht relevante Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln sowie Datenprozessierung und -analyse. Weitere Themen sind neue Techniken und Green Analytical Chemistry sowie molekularbiologische Methoden in der Wasseranalytik.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Wasseranalytik und Digitalisierung. Auf der Tagung werden unter anderem Ansätze zur digitalen Transformation im Chemikalienmanagement, zur Digitalisierung der Trinkwasserdaten-Berichterstattung und zu einheitlichen Schnittstellen und Datenformaten für Labore vorgestellt. Weitere Sessions befassen sich mit der Analytik, Toxizität und Bewertung von Stoffen sowie mit PFAS im Wasserkreislauf.

Fachausstellung und Präsentationen

Begleitet wird das Seminar von einer Fachausstellung mit Workshops, Firmenvorträgen, Demonstrationen sowie Geräte- und Produktpräsentationen. Darüber hinaus bietet eine Posterausstellung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, aktuelle Projekte und Forschungsvorhaben vorzustellen. Die besten Poster werden von einer Kommission ausgezeichnet; der Posterpreis ist mit insgesamt 600 Euro dotiert.

Verleihung des 10. Mülheimer Water Award

Am Abend des ersten Veranstaltungstages steht zudem die Verleihung des 10. Mülheim Water Award auf dem Programm. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis würdigt praxisorientierte Forschung und Entwicklung sowie die Implementierung innovativer Konzepte in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Konferenz-Dinners statt.

Mit dem MWAS 2026 bringt das IWW Hersteller, Anwenderinnen und Anwender sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Die Veranstaltung bietet damit ein Forum für den fachlichen Austausch über aktuelle analytische Verfahren, technologische Innovationen und die zukünftigen Anforderungen an die Wasseranalytik.

Veranstaltungsort: Stadthalle Mülheim an der Ruhr, Theodor-Heuss-Platz 1, 45479 Mülheim an der Ruhr
Termin: 16. und 17. September 2026

The post Mülheimer Wasseranalytisches Seminar 2026: Aktuelle Entwicklungen der Wasseranalytik im Fokus appeared first on gwf-wasser.de.

MEORGA MSR-Spezialmesse in Ludwigshafen

Hier zeigen ca. 150  Fachfirmen (darunter die Marktführer der Branche) ihr Leistungsspektrum, Geräte und Systeme, Engineering- und Serviceleistungen sowie neue Trends im Bereich der Automatisierung. Darüber hinaus können sich die Besucher in praxisnahen Fachvorträgen umfassend über den aktuellen Stand der MSR-Technik informieren.

Auf den Ständen sind die jeweiligen regionalen Ansprechpartner vertreten, welche den größten Wert auf das lösungsorientierte Fachgespräch in einer professionellen und serviceorientierten Messeatmosphäre legen. Dabei werden nicht nur neue Kundenkontakte aufgebaut, sondern auch bestehende gepflegt.

Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheidungsträger, die in ihren Unternehmen für die Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich sind. Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die Besucher kostenlos und sollen ihnen Informationen und interessante Gespräche ohne Hektik und Zeitdruck ermöglichen.

Zur Anmeldung

The post MEORGA MSR-Spezialmesse in Ludwigshafen appeared first on gwf-wasser.de.

Künstliche Intelligenz soll Pflanzen vor Trockenstress schützen

In diesem Hitzesommer wurden in Deutschland vielerorts nicht nur Temperaturrekorde erreicht. Aufgrund anhaltender Wasserknappheit galten regional auch Bewässerungsverbote. Trockene Gärten und Grünflächen sowie Ernteausfälle in der Landwirtschaft zeigen, wie wichtig ein effizienter Umgang mit der Ressource Wasser wird.

Wie lässt sich Wasser einsparen und gleichzeitig eine ausreichende Versorgung von Nutzpflanzen gewährleisten? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forschungsprojekt der Universität Osnabrück. Mithilfe KI-gestützter Überwachung wollen die Forschenden untersuchen, wie sich Trockenstress bei Pflanzen zuverlässig erkennen lässt und wie darauf aufbauend ein intelligentes Wassermanagement umgesetzt werden kann.

Menschliche und künstliche Intelligenz verbinden

„Wir sehen Pflanzen beim Sterben zu“, bringt Piper Powell ihre Forschungsarbeit auf den Punkt und lacht.

Eigentlich hat die 28-Jährige mit Botanik wenig am Hut: Sie ist Informatikerin und Teil des HybrInt-Teams. HybrInt ist ein gemeinsames Projekt der Universität Osnabrück und der Universität Hannover und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur mit rund drei Millionen Euro gefördert. Unterstützt wird das Projekt zudem durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück. Dazu gehört unter anderem ein Gärtnermeister, der sich um die Versorgung der Versuchspflanzen kümmert.

Ziel von HybrInt ist es, KI-Methoden zu entwickeln, die Stärken menschlicher Intelligenz wie Kreativität und Intuition mit den Fähigkeiten maschineller Systeme, beispielsweise bei der Verarbeitung großer Datenmengen, verbinden. Das intelligente Wassermanagement bildet dabei eines der Teilprojekte.

Roboter ADA sammelt Daten über Pflanzen

Eine zentrale Rolle übernimmt der „Agricultural Data Acquisition Robot“, kurz ADA. Der Roboter wurde 2025 von einem Team der Universität Osnabrück und des DFKI entwickelt und kommt in einem Folientunnel auf dem Gut Arenshorst in der Gemeinde Bohmte zum Einsatz. Ausgestattet mit RGB-, Hyperspektral-, Tiefen- und Wärmebildkameras kann das tischmontierte System Tausende Bilder pro Stunde aufnehmen. Bei einem einzigen Versuch können auf diese Weise automatisch Datenmengen im Terabyte-Bereich entstehen.

Aktuell erfasst ADA die Pflanzen zunächst während ihres Wachstums und anschließend während einer gezielt herbeigeführten Trockenstressphase.

„Wir lassen die Pflanzen kontrolliert austrocknen und nehmen sie dabei auf“, erläutert Prof. Dr. Martin Atzmüller, Professor am Institut für Informatik der Uni Osnabrück und Leiter des Forschungsbereichs Kooperative und Autonome Systeme am DFKI.

Die gewonnenen Daten dienen dazu, neue Modelle zu trainieren, die den aktuellen Zustand einer Pflanze möglichst zuverlässig erkennen können.

„Das Ziel ist es, Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo und wann sie am meisten gebraucht werden“, so Atzmüller.

Wenn vertrocknete Pflanzen wieder zum Leben erwachen

Wie schwierig es sein kann, den tatsächlichen Zustand einer Pflanze einzuschätzen, zeigte sich auch während der Versuche.

„Wir hatten dabei auch schon den einen oder anderen Zombie-Moment“, sagt Piper Powell.

Die Doktorandin und ihre Kollegen Amos Smith und Isaak Ihorst hatten bereits völlig vertrocknet wirkenden Zuckerrüben-Pflänzchen wieder Wasser gegeben – mit überraschendem Ergebnis: Die Pflanzen erholten sich. Powell zufolge sei es daher gar nicht so leicht festzustellen, wann eine Pflanze tatsächlich abgestorben sei – zumindest bei Zuckerrüben.

Offene Daten für ein intelligentes Wassermanagement

Ergänzt werden die von ADA erhobenen Informationen durch sogenannte Ground-Truth-Daten zum Trockenstress. Dazu zählen unter anderem Messungen des Wassergehalts in den Blättern, die anhand der Blattdicke und des relativen Wassergehalts bestimmt werden. Zusätzlich dokumentieren die Forschenden den Gesundheitszustand der Pflanzen sowie einen möglichen Schädlingsbefall.

Die gesammelten Daten werden anschließend über OsnaData, die Forschungsdatenbank der Universität Osnabrück, öffentlich bereitgestellt.

„Indem wir die Daten offen zugänglich machen, schaffen wir eine wertvolle Grundlage für weitere wissenschaftliche Arbeiten“, so Prof. Dr. Joachim Hertzberg von der Uni Osnabrück.

Damit sollen die Forschungsergebnisse nicht nur innerhalb des HybrInt-Projekts genutzt werden, sondern auch weiteren wissenschaftlichen Arbeiten zugutekommen und langfristig die Entwicklung eines intelligenten und ressourcenschonenden Wassermanagements unterstützen.


Quelle: HybrInt-Projekt: Mit KI gegen den Trockenstress

The post Künstliche Intelligenz soll Pflanzen vor Trockenstress schützen appeared first on gwf-wasser.de.

Ukrainische Fachkräfte erneut zu Gast beim OOWV

Erneut hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) Fachkolleginnen und Fachkollegen aus der Ukraine zu einer Hospitation begrüßt. Drei Teilnehmende des OOWV-Partners Chernihivvodokanal aus Chernihiv und zwei Teilnehmende des Unternehmens Miskvodokanal aus Sumy nutzten den Aufenthalt, um ihr Wissen in den Bereichen Kanalsanierung und Abwasser zu vertiefen. Begleitet und fachlich betreut wurde die Gruppe von den OOWV-Mitarbeitern Marc Meierholz, Mario Marotzki und Juri Wunder.

Schlauchlinersanierung direkt auf der Baustelle

Zum Auftakt besuchte die Gruppe ein Großprojekt, bei dem sie eine Schlauchlinersanierung live vor Ort verfolgen konnte. Projektleiter Jan-Niklas Girod stellte das Projekt vor und gab den Gästen einen praxisnahen Einblick in den Ablauf der Sanierungsmaßnahme. Bei diesem Verfahren erhalten sowohl Kanalhaltungen als auch Schächte eine neue Innenauskleidung aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), ohne dass umfangreiche Erdarbeiten notwendig sind. Dazu wird ein mit Harz imprägnierter, glasfaserverstärkter Kunststoffschlauch in den bestehenden Kanal eingebracht und anschließend ausgehärtet. Auf diese Weise entsteht innerhalb des bestehenden Kanals eine neue und dauerhafte Rohrinnenwand.

Wie wichtig solche Verfahren für die ukrainischen Gäste sind, machte einer der Teilnehmenden im Gespräch deutlich: „Dies ist besonders interessant, da wir zwar auf Rohrbrüche stoßen, unsere technischen Möglichkeiten jedoch eine vollständige Erneuerung des Systems nicht möglich machen.“

Die Rohrbrüche müssten dennoch repariert werden. Dabei erschweren unter anderem ein dichtes Netz benachbarter Versorgungsleitungen, große Verlegetiefen und die Bedingungen in einem dicht bebauten städtischen Umfeld die Arbeiten.

Praktische Schulung mit Geopolymermörtel

Ein weiterer Programmpunkt war eine Anwenderschulung für Geopolymermörtel durch die Scholten GmbH. Nach einer theoretischen Einführung in den Räumlichkeiten der Betriebsstelle Elsfleth ging es zur Firma Tiesler-Bau. Dort konnten die ukrainischen Gäste auf dem Betriebshof selbst an einem Teststück arbeiten und lernen, wie der Mörtel fachgerecht aufgetragen und verarbeitet wird.

Dank gebühre dabei den beiden beteiligten Firmen sowie den Kolleginnen und Kollegen der Betriebsstelle Elsfleth für die Unterstützung, sagt Lena Sophie Sept, die für den OOWV die Projektleitung übernommen hat.Ergänzt wurde das Programm durch den Besuch einer Baustelle in Lemwerder. Bei der dortigen Tiefbaumaßnahme konnte die Delegation erleben, wie im Baustellenalltag mit Treibsand umgegangen wird. Eine Herausforderung, mit der auch die ukrainischen Partner immer wieder konfrontiert sind.

Abwassertechnik und praktische Anwendungen

Zum Abschluss der Hospitationswoche rückte das Thema Abwasser in den Mittelpunkt. Auf dem Programm standen Besuche der Kläranlage Brake einschließlich der neuen Brauchwasseranlage sowie der Kläranlage Sandstedt.

Zusätzlich demonstrierte die Stadt.Land.Grün GmbH, eine hundertprozentige Tochter des OOWV, den Einsatz eines Spülanhängers mit unterschiedlichen Düsen sowie einer Schiebekamera. Ein vergleichbarer Spülanhänger wurde bereits erfolgreich für die ukrainischen Partner beschafft. Auch die Anschaffung einer entsprechenden Kamera ist zeitnah vorgesehen. Die Gäste hatten somit bereits während ihres Aufenthalts die Möglichkeit, das Gerät und seinen Einsatz kennenzulernen.

Aus Fachkollegen werden vertraute Partner

Die gesamte Hospitationswoche war von einer geradezu familiären Atmosphäre geprägt. Wie eng die Beteiligten inzwischen miteinander verbunden sind, zeigte sich am Ende des Besuchs: Statt mit einem Handschlag verabschiedeten sich die Teilnehmenden mit einer herzlichen Umarmung.

Der Dolmetscher brachte die Entwicklung der Partnerschaft auf den Punkt: „Beim zweiten Mal umarmt man sich.”

Für November 2026 ist bereits eine weitere Hospitation geplant. Dann wollen beide Seiten den Austausch zu den Themen Kurzlinersanierung und Installation von Sonden auf der Kläranlage vertiefen.

Solidarpartnerschaft seit Beginn des Ukraine-Krieges

Die ersten Kontakte zwischen den Wasserversorgern der ukrainischen Städte Sumy und Chernihiv und dem OOWV entstanden bereits kurz nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Februar 2022. Daraus entwickelte sich eine Solidarpartnerschaft, die bis heute fortgeführt wird.

In der ersten Phase stand vor allem die technische Unterstützung im Mittelpunkt, sagt Projektleiterin Lena Sophie Sept. Unter anderem wurden ein Saugfahrzeug sowie Analysegeräte für den Trinkwasserbereich in die Ukraine geliefert. Inzwischen liegt der Schwerpunkt der Partnerschaft verstärkt auf dem Austausch von Fachwissen.


Quelle: OOWV

The post Ukrainische Fachkräfte erneut zu Gast beim OOWV appeared first on gwf-wasser.de.

Ein Eimer Wasser voller Arten

Till-Hendrik Macher und Robin Schütz, damals beide Doktoranden in der Biologie der Universität Duisburg-Essen, fuhren ein Jahr lang alle zwei Wochen zur renaturierten Lippemündung bei Wesel und filtrierten je zwei Wasserproben – 26 Termine, 52 Proben. Darin konnten sie in Summe 1.072 Arten nachweisen:

  • 40 Fisch- und Neunaugenarten,
  • 41 Vogel- und 26 Säugetierarten,
  • 425 aquatische,
  • 350 terrestrische Wirbellose und
  • 190 Arten von Kieselalgen

Zum Vergleich: Für denselben Ort sind in der globalen Biodiversitätsdatenbank GBIF insgesamt 1.029 Arten registriert, die in über 130 Jahren zusammengetragen wurden.

DNA-Metabarcoding bildet Artenvielfalt und saisonale Muster ab

Bei der klassischen Methode werden Organismen einzeln mit Kescher, Pinzette, Lupe und Mikroskop bestimmt. Mittels DNA-Metabarcoding lassen sich Arten hingegen über ihre Erbinformationen identifizieren, die sich in den Proben nachweisen lassen.

„Wir haben mit zwei Litern Wasser pro Termin 1.072 Arten quer durch den Stammbaum des Lebens nachgewiesen – von Kieselalgen über Eintagsfliegen bis zum Biber“, sagt Till-Hendrik Macher, Erstautor der Studie, der inzwischen an der Universität Trier forscht. „Und wir konnten nachweisen, dass unsere Daten tatsächlich die Biologie der Lippe abbilden und nicht nur zufällig in den Fluss gespülte DNA ist“, ergänzt Robin Schütz, mittlerweile Wissenschaftler am Bundesamt für Naturschutz. „Denn Winterlaicher wie Quappe und Hecht zum Beispiel zeigten ihre DNA-Maxima im Winter, die Blässgans genau in ihrer Überwinterungszeit.“

Auch ökonomisch ist der Ansatz interessant, denn der Bedarf an solchen Daten wächst: Sowohl das globale Biodiversitätsrahmenwerk von Kunming-Montreal (GBF) als auch die nationalen und europäischen Berichtspflichten verlangen eine räumliche und zeitliche Datendichte, die mit klassischen Methoden kaum zu leisten ist.

Effizienz bei geringeren Kosten

Mit der Methode von Macher und Schütz kostete die Analyse aller 52 Proben rund 12.000 Euro. Eine vergleichbare klassische Erfassung derselben Organismengruppen über ein Jahr würde etwa 70.000 Euro kosten – rund das Sechsfache. Für die EU-Wasserrahmenrichtlinie werden derzeit pro Fluss im Schnitt 1,71 der vier biologischen Qualitätskomponenten (Fische, Wirbellose, Mikroalgen, Wasserpflanzen) untersucht, bei den wenigsten Gewässern alle vier.
Eine Kombination aus einer klassischen Erfassung mit drei Erhebungen, die auf Umwelt-DNA basieren, käme auf alle vier – bei etwa 115 Prozent des bisherigen Budgets.

„Die Rechnung zeigt, welches Potenzial in der Kombination der Methoden steckt“, sagt Florian Leese, Leiter der AG Aquatische Ökosystemforschung an der UDE. „Denn Biomasse und Individuenzahlen liefert die Umwelt-DNA nicht, sodass wir weiterhin auch andere Methoden brauchen, um ein vollständiges Bild zu bekommen.“

Die Untersuchungen entstanden im Rahmen der Projekte GeDNA und TrendDNA, gefördert vom Umweltbundesamt (FKZ 3719242040, Projektnummer 156318), in Kooperation mit Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).


Originalpublikation:
Macher T-H, Schütz R, Arle J, Beermann AJ, Haase P, Koschorreck J, Krehenwinkel H, Mora D, Sinclair JS, Zimmermann J, Leese F (2026): eDNA metabarcoding provides scalable and continuous biodiversity monitoring across the tree of life. Ecological Indicators 190, 115316. https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2026.115316

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Florian Leese, Aquatische Ökosystemforschung
florian.leese@uni-due.de


Quelle: Universität Duisburg-Essen

The post Ein Eimer Wasser voller Arten appeared first on gwf-wasser.de.

BGBl. 2026 I Nr. 256

Verordnung zur Änderung der Wertpapierinstituts-Prüfungsberichtsverordnung und der Schwarmfinanzierungsdienstleister-Prüfungsverordnung zur Berücksichtigung der Vorgaben der Verordnung (EU) 2022/2554 im Rahmen von Prüfungen vom 26. August 2026

BGBl. 2026 I Nr. 246

Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss mit der Bezeichnung Geprüfter Berufsspezialist für Informationstechnik und Marketing im Rechtswesen oder Geprüfte Berufsspezialistin für Informationstechnik und Marketing im Rechtswesen vom 24. August 2026

BGBl. 2026 I Nr. 241

Verordnung zur Ablösung der Zweihundertsechsundzwanzigsten Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung (Festlegung von Flugverfahren für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln zum und vom Verkehrslandeplatz Allendorf/Eder) vom 14. August 2026
❌