Lese-Ansicht

Beregnungsexperiment im Donaumoos: dem Torf auf der Spur

Geleitet wird das Projekt von Dr. Peter Fischer vom Fachgebiet für Bodengeographie und Bodenerosion in Kooperation mit dem Donaumoos-Team. Ziel ist es, die Hydrologie landwirtschaftlich genutzter Moorstandorte besser zu verstehen – also wie trockengelegte Torfböden Wasser aufnehmen, speichern und weiterleiten.

„Es geht also um deutlich mehr als nur die Frage, ist Wasser da oder nicht“, betont Fischer.

Ein Beregnungsexperiment auf Torf sei dabei ein Novum. Torf ist ein organischer Boden, der zu mindestens 30 Prozent aus zersetzten Pflanzenresten besteht. Moore seien nicht nur „ein toller, artenreicher Lebensraum“, sondern auch „ein wichtiger Speicher für Kohlenstoff und Wasser“, so Fischer.

Wichtige Schwammfunktion der Moore

Tatsächlich gehören Moore zu den bedeutendsten Kohlenstoffspeichern der Erde, da unter nassen Bedingungen kaum Zersetzung stattfindet. In Deutschland jedoch sind rund 95 Prozent der Moore trockengelegt worden. Dadurch wird nicht nur CO₂ freigesetzt, auch zentrale Eigenschaften gehen verloren: Intakter Torfboden wirkt wie ein Schwamm, der Wasser speichert und verzögert abgibt – und so auch zum Hochwasserschutz beiträgt. Genau diese Funktionen untersucht das KU-Projekt.

„Bislang ist nur wenig darüber bekannt, wie sich heutige Landnutzungspraktiken, Bodenverdichtungen und unterschiedliche Vegetationsbedeckungen auf dieses Verhalten und das Potential, Hochwasserentstehung abzuschwächen, auswirken“, erklärt Fischer.

Für seinen Feldversuch nutzt Fischer zwei Grünland- und zwei Ackerflächen aus dem Flächeninventar des Donaumoos-Zweckverbandes in den Gemeinden Königsmoos und Langenmosen. Mit einer mobilen Anlage („Rainmaker“) simuliert er Starkregen auf kleinen Flächen. So wird es drei zeitlich getrennte Beregnungskampagnen geben, um unterschiedliche Anfangswassergehalte, Grundwasserstände und Bodenbedeckungen im Experiment abbilden zu können. Anhand dessen lässt sich bestimmen, wie viel Wasser versickert oder stehen bleibt.

„Im Kern geht es um das Schicksal des Wassers“,  fasst Peter Fischer das Forschungsprojekt zusammen.

Transparente Wissenschaftskommunikation als Schlüssel

Angesichts zunehmender Extremwetter liefert das Projekt wichtige Erkenntnisse. Langfristig soll es helfen, Moorböden besser im Spannungsfeld von Landwirtschaft, Klimaschutz und Wasserhaushalt zu bewerten. Fischer setzt dabei bewusst auf Transparenz und Austausch: Gemeinsam mit Prof. Dr. Jan Hiller sind öffentliche Vorführungen und Bildungsangebote geplant.

Ein zentrales Anliegen ist es, Vorbehalte gegenüber der Wiedervernässung abzubauen.

„Aktuell sorgen sich viele Ortsansässige, die Wiedervernässung erhöhe die Hochwassergefahr – tatsächlich ist das Gegenteil der Fall und das möchte ich empirisch zeigen und nachvollziehbar machen. Viele sagen, wenn die Badewanne voll ist, dann kann sie kein Wasser mehr aufnehmen, aber das Donaumoos ist eben keine Badewanne.“


Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Peter Fischer
Peter.Fischer@ku.de


Quelle: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

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Wie Forschung Wissen schafft – Das RKI erleben, Gesund­heit verstehen: Schul­klassen aus Berlin, Branden­burg und Sachsen im RKI

Im April öffnet das Robert Koch-Institut in Berlin-Wedding erstmals seine Türen für Schul­klassen. Unter dem Motto „Wie Forschung Wissen schafft – Das RKI erleben, Gesund­heit verstehen“ kommen am 23. April und am 28. April sechs beziehungs­weise sieben Klassen aus Berlin, Branden­burg und Sachsen zu einem interaktiven Tag rund um die Gesund­heits­forschung.

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert erhält den Bundesverdienstorden

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Günthert prägt unsere Gewässer und Umwelt seit Jahrzehnten nachhaltig durch sein unermüdliches Engagement und seine tiefgreifende Fachkenntnis. Wie Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber in der Laudatio betonte:

„Mit Ihrem Netzwerk zwischen Kommunen, Verbänden und politischen Entscheidungsträgern haben Sie komplexe, oft „ungeliebte“ wasserwirtschaftliche Maßnahmen erfolgreich vermittelt – von der Sanierung von Abwasserkanälen über Benchmarking-Prozesse bis hin zur Einführung von Starkregengefahrenkarten.“

Ein zentraler Fokus von Prof. Güntherts Lebenswerks liegt in der nachhaltigen Wasserwirtschaft und im Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Als Lehrstuhlinhaber an der Universität der Bundeswehr München hat er Generationen junger Ingenieurinnen und Ingenieure sowohl Fachwissen vermittelt als auch Verantwortungsbewusstsein nahegebracht. Er engagiert sich zudem seit vielen Jahren in führenden Fachgremien auf nationaler und europäischer Ebene.

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Presseeinladung zum 75. Wissenschaftlichen Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vom 20. bis 23. April in Wuppertal

Berlin, 15.04.2026
Pressemitteilung als PDF

Der 75. Wissenschaftliche Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) steht bevor: Vom 20. bis 23. April 2026 lädt der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) in die historische Stadthalle Wuppertal ein.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind zu den Veranstaltungen des Treffens herzlich eingeladen. Nach Absprache besteht auch die Möglichkeit, mit dem BVÖGD-Vorsitzende Dr. Peter Schäfer oder der DGÖG-Vorsitzenden Dr. Susanne Pruskil Interviews zu führen.
Besonders interessant: Zur Eröffnungsveranstaltung am Dienstag, 21. April, werden hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Selbstverwaltung erwartet, darunter der der Nordrhein-Westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl Josef Laumann.
Den Eröffnungsvortrag wird der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, halten.

Anmeldung und Programm: https://www.bvoegd-kongress.de/

Die Eröffnungsveranstaltung findet statt am Di 21.4.2026, 10.30 Uhr, Großer Saal

Presseakkreditierung zum Kongress unter der E-Mail „veranstaltungen@congress-compact.de“

BGBl. 2026 I Nr. 97

Gesetz zur Begrenzung der Risiken durch Investmentfonds und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/927 im Hinblick auf Übertragungsvereinbarungen, Liquiditätsrisikomanagement, die aufsichtliche Berichterstattung, die Erbringung von Verwahr- und Hinterlegungsdienstleistungen und die Kreditvergabe durch alternative Investmentfonds sowie zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/2994 im Hinblick auf die Behandlung des Konzentrationsrisikos, das aus Risikopositionen gegenüber zentralen Gegenparteien erwächst, und des Ausfallrisikos bei zentral geclearten Derivategeschäften und zur Änderung weiterer Vorschriften vom 09. April 2026

BGBl. 2026 I Nr. 91

Zweite Verordnung zur Änderung der Hundertsechsundsechzigsten Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung (Festlegung von Flugverfahren für An- und Abflüge nach Sichtflugregeln zum und vom Flughafen Hamburg) vom 10. September 2025

BGBl. 2026 I Nr. 89

Dritte Verordnung zur Änderung der Zweihundertsiebzehnten Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung (Festlegung von Flugverfahren für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln zum und vom Flughafen Hannover) vom 10. September 2025

BGBl. 2026 I Nr. 88

Verordnung über den automatisierten Abruf von Daten der Träger der Leistungen nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch durch die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zur Prüfung des Anspruchs auf Kindergeld vom 27. März 2026
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