Lese-Ansicht

Dresdner Abwassertagung 2026 setzt Impulse

Die Dresdner Abwassertagung (DAT) hat sich auch 2026 eindrucksvoll als eines der wichtigsten Branchentreffen der deutschen Wasser- und Abwasserwirtschaft bestätigt. Mit einem neuen Teilnehmerrekord, hochaktuellen fachpolitischen Debatten und einem vielfältigen Begleitprogramm setzte die Tagung in Dresden deutliche Akzente für die kommenden Jahre.

Rund 925 Fach- und Führungskräfte aus Kommunen, Ministerien, Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros sowie der Industrie kamen am 21. und 22. April im Internationalen Congress Center Dresden zusammen. Bereits zum Auftakt standen zwei zentrale Themen der Branche in den beiden Praxisforen im Mittelpunkt – die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) mit besonderem Fokus auf neuen Grenzwerten bei der Nährstoffelimination sowie Sicherheit und Resilienz in der Wasserwirtschaft, was angesichts von zunehmenden Bedrohungen im digitalen wie physischen Raum immer mehr Bedeutung gewinnt und mit dem KRITIS-Dachgesetz und NIS2-Umsetzungsgesetz bereits gesetzlich adressiert wurde.

KARL und vierte Reinigungsstufe im Fokus

Besonders die Umsetzung von KARL war ein zentrales Schwerpunktthema der Fachtagung. Hierbei war insbesondere die vierte Reinigungsstufe Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen. Hierbei ging es um die Frage nach Priorisierungen beim Ausbau, um Auftragsstaus zu vermeiden, um die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung, um Bürokratieabbau durch standardisierte Genehmigungsverfahren bei der begrenzten Technologieauswahl und vieles mehr.

All dies sei „Aufgabe der Politik, geeignete Lösungen zu finden. Dies kann aber nur gemeinsam mit den Betreibern sowie den Anlagen- und Komponentenherstellern gelingen. Zudem braucht es eine konstruktive Beteiligung der Verursacherindustrien.“, so Gunda Röstel (Vizepräsidentin Wasser/Abwasser BDEW, kaufm. Geschäftsführerin Stadtentwässerung Dresden GmbH).

Praxis, Exkursion und Fachausstellung

Praxisnah zeigte sich die DAT auch abseits der Vortragsräume. Große Resonanz fand die Exkursion zur Stadtentwässerung Dresden, bei der unter anderem das Potenzial der Klärschlammbehandlung und der Energiegewinnung vorgestellt wurde. Die markanten Faultürme an der Autobahn A4 stehen dabei sinnbildlich für moderne, ressourcenschonende Abwasserbehandlung.

Ein fester Bestandteil der Dresdner Abwassertagung ist zudem die begleitende Fachausstellung. Über 100 Unternehmen präsentierten ihre Produkte und Lösungen – von innovativer Verfahrenstechnik bis zu digitalen Anwendungen. Die Eröffnung der Ausstellung setzte auch 2026 bewusst auf einen ungewöhnlichen Akzent: Ein Showauftritt des Fußballjongleurs Sebastian Landauer verband Unterhaltung mit dem Gedanken an Präzision, Technik und Training.

Blick in die Zukunft der Wasserwirtschaft

Den inhaltlichen Abschluss der Tagung bildete ein Blick über den technischen Tellerrand hinaus. Zukunftsforscher und Autor Erik Händeler stellte in seinem Abschlussvortrag den Menschen in den Mittelpunkt technologischer Entwicklung und machte deutlich, dass nachhaltiger Fortschritt nicht allein durch Technik, sondern durch Zusammenarbeit, Wissen und Vertrauen entsteht.

Die Veranstalter zeigten sich hochzufrieden mit Verlauf und Resonanz der Tagung. Die steigenden Teilnehmerzahlen und die positive Rückmeldung der Aussteller unterstreichen die Bedeutung der DAT als zentrale Dialogplattform der Branche – nicht nur für den fachlichen Austausch, sondern auch für die kontinuierliche Zusammenarbeit im Alltag.

Die nächste Dresdner Abwassertagung ist bereits terminiert: Sie findet am 20. und 21. April 2027 erneut in Dresden statt.

The post Dresdner Abwassertagung 2026 setzt Impulse appeared first on gwf-wasser.de.

Laufend Spenden sammeln: #Run4Water 2025

Gemeinsam mit lokalen Partnern in Afrika, Asien und Lateinamerika schafft die Organisation an Schulen und in ländlichen Gemeinden einen sicheren Zugang zu sauberem Wasser. Sie bauen Zisternen, bohren Brunnen, fassen Quellen und nutzen solarbetriebene Pumpen, um sauberes Wasser dorthin zu leiten, wo es gebraucht wird.

So zum Beispiel in Uganda. Dort hat fast die Hälfte der Menschen keinen Zugang zu Leitungswasser. Wasser verschlingt ein Viertel des täglichen Einkommens – dabei lebt rund drei Viertel der Bevölkerung von weniger als drei Euro am Tag. Ein 20-Liter-Kanister Trinkwasser kostet mehr als ein Euro. Über 80 Prozent der Bewohner*innen von Uganda besitzen keine eigenen Sanitäranlagen und zahlen oft für die Benutzung einer Toilette. Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation SUUBI Community Projects setzen Ingenieure Ohne Grenzen zahlreiche Projekte an ländlichen Schulen um: Sie bauen Brunnen und Wasserauffangsysteme, um einen sicheren Zugang zu Wasser zu schaffen. Außerdem errichten sie gemeinsam Sanitäranlagen, welche das Grundwasser vor verunreinigtem Abwasser schützt.

Weitere Infos hier

Machen Sie mit beim #Run4Water! Laufen Sie mit, stellen Sie ein Lauf-Team in Ihrem Unternehmen auf oder spenden Sie für eine der Laufgruppen! 

Anleitung für Läufer*innen und Lauf-Teams

  • Laufen Sie vom 1. bis zum 31. Mai so viele Kilometer wie möglich!
  • Laufen Sie überall, wo Sie wollen – auch im Ausland.
  • Suchen Sie sich Privatpersonen und Unternehmen, die für Sie – bzw. für Ihr Lauf-Team – pro gelaufenen Kilometer spenden. Oder spenden Sie selbst.
  • Dokumentieren Sie selbst Ihre Läufe auf Ihrer präferierten App oder in einer Tabelle. Teilen Sie die Kilometerzahl am Ende des Monats mit Ihren Spender*innen, damit diese es über das Online-Spendenformular (siehe unten) spenden können.
  • Teilen Sie außerdem ihre Erfolge und Selfies vom Laufen über Instagram. Ingenieure ohne Grenzen e.V teilt Beiträge und Stories, die mit #Run4Water und @ingenieure_ohne_grenzen_e.v getaggt sind, in ihrer Insta-Story, um noch mehr Menschen zu ermutigen, mitzumachen.
  • Wenn Sie bei LinkedIn oder Facebook ein Profil besitzen, berichten Sie auch dort von Ihrer Teilnahme und taggen Sie diese Berichte mit #Run4Water.

Bei Fragen gerne an fr@ingenieure-ohne-grenzen.org wenden.

Zur Organisation

Zur Organisation:

Ingenieure ohne Grenzen e.V unterstützen – gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen – Menschen im Globalen Süden dort, wo technische Zusammenarbeit nötig und möglich ist. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf dem Aufbau einer Grundversorgung mit Wasser, Strom und Sanitäranlagen sowie dem Auf- und Ausbau von Bildungseinrichtungen.

Außerdem leisten sie im Inland Bildungsarbeit in den Bereichen MINT, Globales Lernen und Integration.


Quelle: Ingenieure ohne Grenzen e.V.

The post Laufend Spenden sammeln: #Run4Water 2025 appeared first on gwf-wasser.de.

Beratungsangebot der VdS für KRITIS-Betreiber

Der neue VdS-Leistungsbaukasten KRITIS verbindet jahrzehntelanges Know-how in ganzheitlichen Sicherheitsfragen mit neuen KRITIS-Anforderungen: Einen zentralen Schwerpunkt bilden dabei Unternehmen aus dem Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft – von kommunalen Wasserwerken und Kläranlagen über regionale Versorgungsverbände bis hin zu Großpumpwerken und Trinkwasserspeichern.

Sicherheitsmanagement integrativ gedacht

Für Wasser- und Abwasserunternehmen ist die Sicherstellung einer kontinuierlichen Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung nicht nur wirtschaftliche Pflicht, sondern systemrelevante Verantwortung. Gleichzeitig erhöhen steigende Risiken – etwa durch Sabotage, extreme Wetterereignisse wie Dürren oder fortschreitende Digitalisierung die Verwundbarkeit der Infrastruktur. Regulatorische Vorgaben verschärfen die Anforderungen an das Sicherheitsmanagement zusätzlich. Genau hier setzt das VdS-Angebot an.

„Mit unserem integrativen Lösungsansatz unterstützen wir KRITIS-Betreiber dabei, ihre Schutzmaßnahmen ganzheitlich auszurichten – von der strukturierten GAP-Analyse bis zur prüffähigen Umsetzung von Sicherheitskonzepten,“ betont Sebastian Brose, Bereichsleiter Security & Geo bei VdS. „Darüber hinaus sorgen wir durch regelmäßige Kontrollen auch dafür, dass der Schutz nachhaltig wirksam bleibt und kontinuierlich an neue Risiken angepasst wird.“

Der KRITIS-Leistungsbaukasten

Der VdS Leistungsbaukasten. (Quelle: VdS)

Bereits von der Konzeption an berücksichtigt VdS alle relevanten Richtlinien, Normen und Standards, sodass gesetzliche Auflagen und Versicherungsbedingungen erfüllt und Investitionen effizient sowie zukunftssicher ausgerichtet werden können. Das Ergebnis sind belastbare Schutzkonzepte und Maßnahmen, die auch im Krisenfall greifen und dabei förder- und compliance-taugliche Nachweise liefern.

VdS unterstützt mit seinem Leistungsbaukasten KRITIS-Betreiber in allen Phasen des Sicherheitsprozesses – von der Standortanalyse bis zur abschließenden Zertifizierung. Seine modularen Bausteine führen Verantwortliche nach individuellem Bedarf von der Erst-bewertung über konkrete Schutzkonzepte bis zur abschließenden oder wiederkehrenden Prüfung inklusive Dokumentation, die Fördergebern, Behörden und Versicherern standhält. Darüber hinaus ermöglicht VdS erforderliche Schulungen und Qualifizierungen in allen relevanten Fachbereichen.


Quelle: VdS

The post Beratungsangebot der VdS für KRITIS-Betreiber appeared first on gwf-wasser.de.

„Wir müssen Wasser als strategisches Gut behandeln“

Frau Kommissarin Roswall, die IFAT München 2026 bringt politische Entscheidungsträger, Industrie und kommunale Wasserversorger zusammen. Welche Rolle spielen Plattformen wie diese bei der Förderung der europäischen Umwelt- und Wasserpolitik?

In der EU haben wir einige der höchsten Qualitätsstandards für die Wasseraufbereitung. Um diese Standards zu erreichen, sind viel Aufwand, Investitionen, Innovation und Entschlossenheit erforderlich. Das bedeutet, dass wir über Wasserversorger von Weltklasse verfügen. Dies hat dazu beigetragen, dass die Wasserwirtschaft in der EU sehr wettbewerbsfähig ist. Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird, da politische Maßnahmen dazu beitragen, Innovationen voranzutreiben. Alle an einen Tisch zu bringen, um zu lernen, sich inspirieren zu lassen und Veränderungen voranzutreiben, ist der Weg in die Zukunft, um die Wasserresilienz vor Ort zu stärken.

Europa gilt als weltweit führend im Bereich der Umwelttechnologien. Welche Innovationen aus dem Wassersektor interessieren Sie auf der IFAT am meisten?

Die Hälfte der 15 führenden Unternehmen im Wasserbereich hat ihren Sitz in der EU, und 40 % aller weltweiten Wasserpatente stammen aus Europa. Wir müssen Innovationen vorantreiben und die Einführung neuer technologischer Lösungen beschleunigen, um die Herausforderungen im Bereich Wasser zu bewältigen und wirklich widerstandsfähig zu werden. Europa hat dieses Potenzial, aber wir müssen es erschließen. Viele der wassersparenden Praktiken, die auf der IFAT vorgestellt werden, sind Teil der Chancen, die wir in Europa nutzen und ausbauen können.

Welche Botschaft möchten Sie hier in München an den europäischen Wassersektor richten?

Ich hoffe, die EU zu einer wassersparenden Wirtschaft zu machen, die Wasser bei jeder Gelegenheit schätzt, wiederverwendet und schützt. Dies ist entscheidend für unsere Wettbewerbsfähigkeit, Vorsorge und Widerstandsfähigkeit. Wir wollen die Wasserkrise zu einer Chance für die europäische Wasserwirtschaft machen, die bereits jetzt weltweit wettbewerbsfähig ist. Ohne eine sichere Wasserversorgung, wie sie in vielen Teilen Europas bereits fehlt, leiden unsere Volkswirtschaften und Gemeinden.

Die Europäische Kommission hat eine EU-Strategie zur Wasserresilienz vorgelegt. Was sind Ihrer Meinung nach die drei Hauptziele dieser Initiative?

Wir müssen unseren gestörten Wasserkreislauf wiederherstellen, eine wassersparende Wirtschaft und eine wettbewerbsfähige EU-Wasserwirtschaft aufbauen und den Zugang zu sauberem, erschwinglichem Wasser und sanitären Einrichtungen für alle gewährleisten. Wir legen den Schwerpunkt auf Maßnahmen zur effizienteren Wassernutzung, zur Modernisierung der Wasserinfrastruktur, zur Förderung von Innovation, zur Ausbildung von Arbeitskräften und zum Einsatz digitaler Instrumente, zur verstärkten Nutzung öffentlicher und privater Mittel und zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung. Das ist unser Instrumentarium zur Schaffung von Wasserresilienz.

Europa ist zunehmend von Dürren und starken Regenfällen betroffen. Wie kann eine europäische Strategie dazu beitragen, diese Extreme besser zu bewältigen?

Wasser steht unter enormem Druck, weil wir es zu lange als selbstverständlich angesehen haben. Wir alle brauchen Wasser, um zu gedeihen: Menschen, Landwirte, Unternehmen Europa ist anfällig für zunehmend extreme Wetterrisiken wie Überschwemmungen und Dürren, aber wir sind….

Lesen Sie das komplette Interview in der gwf Wasser/Abwasser 4-2026. Holen Sie sich Ihr Exemplar auf der IFAT am Fachpressestand oder in Halle B2, Stand 300. Wir freuen uns auf Sie!

The post „Wir müssen Wasser als strategisches Gut behandeln“ appeared first on gwf-wasser.de.

„Kinder stark machen“-Tour 2026 startet am 1. Mai in Recklinghausen

Bundesweite Mitmach-Initiative zur Suchtprävention eröffnet beim Kulturvolksfest auf dem Grünen Hügel

Recklinghausen/Köln, 28. April 2026. Die Initiative „Kinder stark machen“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geht wieder auf Tour: Ab Mai 2026 macht das interaktive „Erlebnisland“ Station auf Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland. Ziel ist es, Kinder zu stärken, damit sie im Jugendalter weniger suchtgefährdet sind. Schirmherr der Initiative ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr.  Hendrik Streeck. Los geht es am 1. Mai beim Kulturvolksfest in Recklinghausen.

Im „Erlebnisland“ können Kinder vielfältige Bewegungs- und Mitmachangebote ausprobieren – vom Klettergarten über den Vertrauensparcours bis zur Spielbühne. Im Spiel sammeln sie Erfolgserlebnisse, überwinden Herausforderungen und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie in andere. Gleichzeitig erhalten Eltern und Bezugspersonen Ideen, wie sie Kinder im Alltag unterstützen können – durch Anerkennung, Freiräume und eine aktive Begleitung ihrer Entwicklung.

Ein besonderes Highlight ist der Besuch von „Kinder stark machen“-Botschafterin und KiKA-Moderatorin Singa Gätgens, die Kinder zum Mitsingen und Tanzen einlädt.

Ergänzend bietet ein Beratungszelt fundierte Informationen rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern. Vor Ort ist zudem die Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest e.V. (DROB), die ihre regionalen Unterstützungsangebote vorstellen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Kinder, die früh ihre eigenen Stärken und Schwächen kennenlernen, können später leichter Nein zu Drogen wie Alkohol oder Tabak sagen. Genau hier setzt unsere Mitmach-Initiative an: Die Kinder erleben spielerisch Erfolge und lernen gleichzeitig, mit Rückschlägen umzugehen. Und Eltern erfahren, wie sie ihren Kindern solche ‚starkmachenden‘ Erlebnisse auch im Alltag ermöglichen können.“

Insgesamt besucht das „Kinder stark machen“-Erlebnisland in diesem Jahr 18 Städte bundesweit und lädt Familien zum Mitmachen ein. Weitere Informationen zur Initiative, zu allen Tour-Stationen 2026 sowie zu Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.kinderstarkmachen.de.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de


Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Bundesinnenministerium: Lebenserfahrung für den Bevölkerungsschutz aktivieren

Sonderpreis der Helfenden Hand 2026 für die Einbindung Ehrenamtlicher nach dem Berufsleben. Das Ausscheiden aus dem Beruf bedeutet für viele nicht nur den Start in einen langersehnten ruhigeren Lebensabschnitt. Es eröffnet auch Freiraum für ehrenamtliches Engagement. Der Bevölkerungsschutz bietet dafür interessante und für die Allgemeinheit hoch relevante Möglichkeiten.

Bisher unterschätzt: Flüsse als Treibhausgasquelle

Flüsse sind Lebensraum, Wasserquelle und prägen ganze Kulturräume. Entsprechend negativ sind die Folgen vor Ort, wenn Landwirtschaft und Industrie Flusssysteme belasten.

„Flüsse beeinflussen zudem maßgeblich das globale Klimasystem“, sagt Dr. Ralf Kiese vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMKIFU), dem Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen. „Wir beobachten zunehmend, dass Flüsse zu einer signifikanten Quelle für Treibhausgase werden.“

Ursache sind vor allem mikrobielle biogeochemische Prozesse: Gelangen organischer Kohlenstoff und Nährstoffe aus der Landwirtschaft oder aus Abwässern in Flüsse, werden sie dort in Kohlendioxid, Lachgas und Methan umgesetzt – Treibhausgase, die dann in der Atmosphäre ihre Wirkung entfalten.

Angelernte Modelle erweitern Datensatz

Um diese Entwicklungen erstmals weltweit zu quantifizieren, kombinierten die Forschenden Messdaten mit Satellitenbeobachtungen und Methoden des Maschinellen Lernens. Grundlage waren Messdaten zu Wasserparametern aus über 1 000 Flussstandorten. Diese verknüpften sie mit global verfügbaren Satelliteninformationen zu Vegetation, Strahlung und Topografie. Die Modelle lernten daraus, wie sich diese Umweltfaktoren auf Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und die Anreicherung von Treibhausgaskonzentrationen auswirken. Anschließend übertrugen die Forschenden diese Zusammenhänge auf mehr als 5 000 weitere Einzugsgebiete weltweit und rekonstruierten so erstmals konsistente Zeitreihen von 2002 bis 2022 – auch für Regionen ohne Messdaten.

Die Auswertungen zeigen klare globale Trends: Flüsse erwärmen sich, verlieren Sauerstoff und sind zunehmend mit Treibhausgasen übersättigt.

„Im Mittel sinkt der Sauerstoffgehalt um 0,058 Milligramm pro Liter und Jahrzehnt – also deutlich schneller als in Seen und Ozeanen. Gleichzeitig steigen die Emissionen von Kohlend ioxid, Methan und Lachgas an“, sagt Dr. Ricky Mwanake vom IMKIFU, der die Berechnungen maßgeblich durchgeführt hat. „Insgesamt schätzen wir die zusätzlichen anthropogenen Emissionen aus Flüssen auf etwa 1,5 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalent im Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2022. Diese zusätzlichen Emissionen waren in den derzeitigen globalen Treibhausgasbudgets nicht berücksichtigt worden.“

Anstieg der Emissionen durch Landnutzung

Besonders dynamische Veränderungen zeigen sich in Regionen mit wachsender landwirtschaftlicher Nutzung und Urbanisierung. Dort treffen steigende Wassertemperaturen auf erhöhte Einträge von Nährstoffen und organischem Kohlenstoff. Durch beschleunigte mikrobielle Prozesse entstehen dabei Hotspots, in denen sich Belastungen gegenseitig verstärken und sich Treibhausgase im Gewässer anreichern. Dadurch können Flüsse zu besonders starken Emittenten von Treibhausgasen werden.

„Gelingt es, diese Stoffeinträge zu reduzieren und Flüsse besser zu schützen, lässt sich dieser Effekt umkehren“, sagt Mwanake. „Somit ist der Schutz von Flüssen immer auch aktiver Klimaschutz.“


Originalpublikation
Ricky Mwangada Mwanake, Elizabeth Gachibu Wangari, Ralf Kiese: Rising Global Riverine Deoxygenation Rates and GHG Emissions Driven by the Synergistic Effects of Warming and Anthropogenic Land Use Expansion, Global Change Biology, 2026 DOI: 10.1111/gcb.70828


Quelle: KIT

The post Bisher unterschätzt: Flüsse als Treibhausgasquelle appeared first on gwf-wasser.de.

BGBl. 2026 I Nr. 108

Verordnung zur Anpassung nationaler chemikalienrechtlicher Regelungen an das Unionsrecht durch Änderung der Chemikalien-Ozonschichtverordnung und durch Änderung der Chemikalien-Verbotsverordnung vom 21. April 2026

BGBl. 2026 I Nr. 103

Achtzehnte Verordnung zur Änderung der Zweihundertzweiundzwanzigsten Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung (Festlegung von Flugverfahren für An- und Abflüge nach Instrumentenflugregeln zum und vom Flughafen Bremen) vom 13. April 2026

BGBl. 2026 I Nr. 97

Gesetz zur Begrenzung der Risiken durch Investmentfonds und zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/927 im Hinblick auf Übertragungsvereinbarungen, Liquiditätsrisikomanagement, die aufsichtliche Berichterstattung, die Erbringung von Verwahr- und Hinterlegungsdienstleistungen und die Kreditvergabe durch alternative Investmentfonds sowie zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/2994 im Hinblick auf die Behandlung des Konzentrationsrisikos, das aus Risikopositionen gegenüber zentralen Gegenparteien erwächst, und des Ausfallrisikos bei zentral geclearten Derivategeschäften und zur Änderung weiterer Vorschriften vom 09. April 2026
❌