Lese-Ansicht

Neue Leitungen für den Teltower Damm

Die Berliner Wasserbetriebe modernisieren zwischen September 2026 und April 2031 die Ver- und Entsorgungsleitungen im Teltower Damm zwischen der Leo-Baeck-Straße und dem ehemaligen Friedhof Schönow. Auf einer Strecke von knapp zwei Kilometern erfolgen die Arbeiten in sechs Bauabschnitten. In dieser Woche beginnt die Einrichtung der Baustelle, der eigentliche Baubeginn ist für den 27. Juli 2026 vorgesehen.

Im Zuge des Projekts werden rund 3.800 m Abwasserdruckleitungen mit einem Innendurchmesser von einem Meter, etwa 820 m Trinkwasserleitungen sowie rund 250 m Regenwasserkanal erneuert. Darüber hinaus nutzt die NBB die Baumaßnahme, um Gasleitungen auszutauschen. Um die Auswirkungen auf Anwohnende und Verkehr möglichst gering zu halten, werden die Arbeiten bis April 2031 räumlich und zeitlich gestaffelt von Nord nach Süd durchgeführt.

Verkehrskonzept mit Umleitungen

Das Verkehrskonzept wurde gemeinsam mit der Senatsverkehrsverwaltung, dem Bezirk und der BVG abgestimmt. Während aller Bauphasen bleibt die Fahrt auf dem Teltower Damm in Richtung Süd nach Nord – teilweise auf verschwenkter Fahrbahn – möglich. In der Gegenrichtung wird der Individualverkehr weiträumig über die Mühlenstraße, die Seehofstraße, den Dahlemer Weg und die Goerzallee umgeleitet. Für die Buslinien der BVG gelten kleinräumige Umleitungen.

Im Vorfeld wurden auf der Busumleitungsstrecke über die Leo-Baeck-Straße, Leuchtenburgstraße und den Nieritzweg bereits Fahrbahnen saniert sowie Mittelinseln zurückgebaut. Nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe wird dort das Tempolimit inzwischen häufiger überschritten. Deshalb sollen zusätzliche Hinweisschilder auf die geltende Höchstgeschwindigkeit aufmerksam machen.

Start im Bereich Leo-Baeck- bis Laehrstraße

Der erste Bauabschnitt umfasst rund 400 m und erstreckt sich zwischen der Leo-Baeck-Straße und der Laehrstraße. Die Arbeiten in diesem Abschnitt sind von September 2026 bis August 2027 geplant. Bereits im Juli wird dort eine provisorische Trinkwasserleitung auf dem östlichen Gehweg verlegt, um die Versorgung während der Bauzeit sicherzustellen. Auf eine Verlegung im Erdreich wird verzichtet, damit die Baumwurzeln geschont werden. Zwölf Brücken gewährleisten weiterhin die Zufahrt zu den Grundstücken.

Da für die Erneuerung der verschiedenen Leitungen jeweils Arbeitsflächen, Interimsleitungen und Verkehrsraum benötigt werden, erfolgen die Arbeiten in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten. Zunächst wird auf der östlichen Fahrbahnseite gearbeitet, anschließend auf der westlichen und abschließend erneut auf der östlichen Seite. Der Verkehr wird entsprechend am jeweiligen Baufeld vorbeigeführt beziehungsweise in Gegenrichtung umgeleitet.

Die Erreichbarkeit für Ver- und Entsorgungsfahrzeuge sowie für Einsatz- und Rettungskräfte bleibt während der gesamten Bauzeit gewährleistet.


Quelle: Berliner Wasserbetriebe

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Weber-Ingenieure GmbH baut Umweltgeschäft aus

Weber-Ingenieure GmbH mit Hauptsitz in Pforzheim hat die Delta Umwelttechnik GmbH mit Sitz in Düsseldorf vollständig übernommen. Mit dem Erwerb erweitert das Ingenieurunternehmen sein Leistungsportfolio im Bereich der Umwelt- und Ingenieurdienstleistungen. Delta Umwelttechnik wird künftig als eigenständiges Tochterunternehmen innerhalb der Unternehmensgruppe geführt.

Mit der Übernahme verfolgt Weber-Ingenieure das Ziel, die Kompetenzen beider Unternehmen zu bündeln und das Angebot an Planungs-, Beratungs- und Ingenieurleistungen auszubauen. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe gestärkt werden.

„Mit der Übernahme der Delta Umwelttechnik verfolgen wir einen langfristigen, auf Wachstum ausgerichteten Ansatz, der unser bestehendes Produktportfolio sinnvoll ergänzt und stärkt“, erläutert Dr. Christian Mauer, Geschäftsführer der Weber-Ingenieure GmbH. „Besonders wichtig ist uns dabei, dass Delta Umwelttechnik auch künftig ihren etablierten Kundenstamm in der gewohnten Qualität betreuen kann. Gleichzeitig wollen wir die Potenziale einer engeren Zusammenarbeit nutzen, um dauerhaft eine starke und wettbewerbsfähige Einheit im Markt der Ingenieurbüros zu schaffen.“

Eigenständigkeit bleibt erhalten

Für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitende der Delta Umwelttechnik soll sich durch die Übernahme zunächst nichts ändern. Das Unternehmen bleibt als eigenständige Gesellschaft bestehen. Auch die bestehende Organisationsstruktur, die personelle Besetzung und die Unternehmenskultur sollen unverändert fortgeführt werden. Personelle Veränderungen sind nach Unternehmensangaben nicht vorgesehen.

Marco Becker bleibt Geschäftsführer der Delta Umwelttechnik GmbH. Zusätzlich wird künftig auch Dr. Christian Mauer in die Geschäftsführung berufen. Die bisherigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bleiben weiterhin für Kunden und Geschäftspartner zuständig.

Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe

Nach Angaben von Weber-Ingenieure eröffnet der Zusammenschluss den Mitarbeitenden der Delta Umwelttechnik zusätzliche Möglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe. Dazu gehören unter anderem:

  • die Beibehaltung einer mittelständisch geprägten und familiengeführten Unternehmenskultur,
  • der fachliche Austausch über standortübergreifende Kompetenzgruppen,
  • die Zusammenarbeit bei Angebotsverfahren und Referenzanfragen,
  • die gegenseitige Unterstützung bei Kapazitätsengpässen und hoher Auslastung,
  • gemeinsame Maßnahmen zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung.

Darüber hinaus verfolgt Weber-Ingenieure das Ziel, die Zusammenarbeit der Unternehmen innerhalb der Gruppe weiter auszubauen und vorhandene Kompetenzen stärker miteinander zu vernetzen.

„Der Erfolg einer solchen Übernahme hängt entscheidend von den Menschen ab. Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine Kommunikation, die von Wertschätzung, Vertrauen und Transparenz geprägt ist“, betont Jan Weber, Geschäftsführer der Weber-Ingenieure GmbH. „Ein wichtiges Signal ist für uns, dass funktionierende Strukturen erhalten bleiben und gezielt gefördert werden. Genau diesen Weg werden wir gemeinsam mit Delta Umwelttechnik gehen.“

Auch Marco Becker begrüßt den Zusammenschluss: „Die Partnerschaft mit WEBER-Ingenieure eröffnet unserem Unternehmen, unseren Mitarbeitenden und unseren Kunden eine langfristige Perspektive weiterer Zusammenarbeit. Gleichzeitig bleiben die Verlässlichkeit, die persönliche Betreuung und die Identität von Delta Umwelttechnik erhalten. Das schafft eine ausgezeichnete Grundlage für die gemeinsame Zukunft.“

Mit der Übernahme erweitert Weber-Ingenieure seine Präsenz auf dem deutschen Markt und stärkt nach eigenen Angaben seine Position im Bereich der Infrastruktur-, Umwelt- und Entwicklungsprojekte.


Quelle: Weber-Ingenieure GmbH

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Pluvion erweitert Seed-Finanzierung

Die Pluvion GmbH hat ihr Second Closing erfolgreich abgeschlossen und erweitert ihre Seed-Finanzierungsrunde um die Investoren TWIP Impact Ventures und BadenCampus Invest. Mit dem zusätzlichen Kapital will das Freiburger Water-Tech-Unternehmen die internationale Skalierung seiner KI-Plattform WATER+ vorantreiben und eine White-Label-Lösung für Ingenieurbüros entwickeln.

Die Pluvion GmbH, Anbieter KI-gestützter Softwarelösungen für die Wasserwirtschaft, hat den erfolgreichen Abschluss ihres Second Closings bekannt gegeben. Mit TWIP Impact Ventures und BadenCampus Invest gewinnt das Freiburger Unternehmen zwei weitere Investoren. Das zusätzliche Investment im mittleren sechsstelligen Bereich ergänzt die Ende 2025 von Enpulse Ventures angeführte Seed-Finanzierungsrunde und soll die nächste Wachstumsphase des Unternehmens unterstützen.

Seit dem Einstieg von Enpulse Ventures Ende 2025 hat Pluvion seine KI-Plattform WATER+ weiterentwickelt. Nach Unternehmensangaben wird die Lösung inzwischen von kommunalen Netzbetreibern genutzt und über ein wachsendes Partnernetzwerk in mehreren europäischen Märkten angeboten. Die zusätzlichen Mittel sollen insbesondere in die Entwicklung einer White-Label-Plattform für Ingenieurbüros sowie in die internationale Expansion fließen.

White-Label-Plattform ergänzt bestehendes Geschäftsmodell

Ein Teil des Kapitals wird für die Entwicklung einer eigenständigen White-Label-Plattform für Ingenieurbüros eingesetzt. Bislang setzt Pluvion vor allem auf Partnerschaften mit Softwareanbietern, Sensorherstellern und Systemintegratoren. Mit der neuen Plattform erweitert das Unternehmen diesen Ansatz um einen zusätzlichen Vertriebsweg.

Ingenieurbüros übernehmen bei der Planung, Bewertung und Umsetzung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen eine wichtige Rolle. Gleichzeitig verfügen viele Unternehmen nicht über eigene digitale Plattformen oder Entwicklungskapazitäten, um KI-Anwendungen selbst bereitzustellen. Die geplante White-Label-Plattform soll Ingenieurbüros ermöglichen, die Analysefunktionen von WATER+ in ihren Projekten einzusetzen und ihren Auftraggebern unter eigener Marke anzubieten. Parallel dazu bleibt das bestehende API-First-Modell erhalten, sodass Technologiepartner die Software weiterhin direkt in ihre Systeme integrieren können.

Digitalisierung der Wasserwirtschaft unterstützen

Kommunale Betreiber stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Alternde Kanalnetze, häufigere Starkregenereignisse, steigende Betriebskosten und begrenzte personelle Ressourcen erschweren den Betrieb und die langfristige Planung. Gleichzeitig fehlen häufig belastbare Datengrundlagen, um Investitionen gezielt zu priorisieren.

Nach Angaben des Unternehmens analysiert die SaaS-Plattform WATER+ kontinuierlich Messdaten aus Kanalnetzen und unterstützt Betreiber dabei, Fremdwassereinträge, Überlastungen und Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen datenbasiert zu priorisieren.

Stimmen zum Second Closing

„Uns hat insbesondere die Skalierungsstrategie von Pluvion überzeugt. Das Unternehmen adressiert nicht nur Betreiber kritischer Wasserinfrastrukturen, sondern baut mit der neuen White-Label-Plattform einen zusätzlichen Zugang zu Ingenieurbüros auf. Diese Multiplikatoren begleiten Investitionsentscheidungen häufig über viele Jahre hinweg und besitzen erheblichen Einfluss auf die Digitalisierung der Wasserwirtschaft. Wir sehen hier das Potenzial für ein hochskalierbares Plattformmodell mit messbarer ökologischer Wirkung.“– Martin Siehler, TWIP Impact Ventures

„Pluvion verbindet technologische Exzellenz mit einem tiefen Verständnis für die Herausforderungen kommunaler Infrastrukturen. Besonders beeindruckt hat uns die klare Go-to-Market-Strategie über Partner und Ingenieurbüros. Baden-Württemberg verfügt über eine starke Wasserwirtschaft, zahlreiche Ingenieurbüros und innovative Kommunen. Wir freuen uns darauf, Pluvion beim weiteren Marktausbau zu unterstützen und unser Netzwerk gezielt einzubringen.“ – Thomas Scheuerle, BadenCampus Invest

„Mit TWIP Impact Ventures und BadenCampus Invest gewinnen wir nicht nur Kapital, sondern zwei Partner mit komplementären Stärken. Gemeinsam wollen wir den nächsten Entwicklungsschritt gehen und WATER+ für eine deutlich größere Nutzergruppe zugänglich machen. Unsere API-Strategie bleibt ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells. Mit der neuen White-Label-Plattform schaffen wir zusätzlich einen direkten Zugang zu Ingenieurbüros, die vielerorts die Digitalisierung der Wasserwirtschaft aktiv gestalten und entscheidend beeinflussen. Dadurch können wir unsere Technologie deutlich schneller und breiter in den Markt bringen.“– Phillip Grimm, Gründer und CEO der Pluvion GmbH


Quelle: Pluvion GmbH

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Tauchmotorpumpen halten Berliner Großbaustelle trocken

Beim Neubau eines rund 30 Meter tiefen Regenüberlaufbeckens in Berlin spielt die Baustellenentwässerung eine zentrale Rolle. Während der gesamten Bauzeit müssen Grund-, Schichten- und Oberflächenwasser kontinuierlich abgeführt werden, um den Baufortschritt sicherzustellen. Für diese Aufgabe setzt der ausführende Baupartner auf Tauchmotorpumpen der LH-Serie von Tsurumi, geliefert und betreut von Biergans aus Duisburg.

Das Bauwerk entsteht hinter dem Abwasserpumpwerk Berlin IV an der Chausseestraße und ist das größte Einzelprojekt im Stauraumprogramm der Berliner Wasserbetriebe. Mit einem Speichervolumen von 16.750 m³ – rund 17 Millionen Litern – soll das unterirdische Becken künftig Mischwasser bei Starkregen zwischenspeichern und so die Kanalisation sowie die Spree entlasten. Es bildet den Abschluss eines Programms, mit dem in Berlin insgesamt mehr als 300.000 m³ zusätzliche Stauraumkapazität geschaffen werden.

Zuverlässige Wasserhaltung während der Bauphase

Seit Beginn der Bauarbeiten übernehmen Tsurumi-Tauchmotorpumpen der Serie LH-W die Wasserhaltung in den Pumpensümpfen. Zunächst kam das Modell LH23.0W zum Einsatz. Mit zunehmender Bautiefe und veränderten hydraulischen Anforderungen wurde die Anlage durch die leistungsstärkere LH25.5W ergänzt. Nach Angaben von Tsurumi arbeiten die Aggregate inzwischen seit rund 18 Monaten nahezu verschleiß- und wartungsfrei.

Beide Modelle gehören zu den kleineren Vertretern der Serie. Das leistungsstärkste Modell fördert bis zu 2.000 l/min und erreicht eine maximale Förderhöhe von 216 Metern. Die Pumpen wurden speziell für anspruchsvolle Wasserhaltungsaufgaben mit hohen Förderhöhen entwickelt. Verschleißfeste Werkstoffe, doppelte Gleitringdichtungen im Ölbad und eine robuste Graugusskonstruktion gewährleisten auch unter rauen Baustellenbedingungen einen zuverlässigen Dauerbetrieb.

„Eine dauerhaft funktionierende Wasserhaltung ist die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Bauablauf. Gerade bei tiefen Baugruben müssen sich Planer und Bauunternehmen jederzeit auf die eingesetzte Technik verlassen können. Dass unsere LH-W hier über viele Monate ausfallsicher arbeitet, bestätigt ihre Auslegung für anspruchsvolle Baustelleneinsätze“, unterstreicht Daniel Weippert, Geschäftsführer von Tsurumi-Europe in Düsseldorf.

Weitere Pumpentechnik für die Inbetriebnahme

Mit der Fertigstellung des Bauwerks beginnt bereits die nächste Projektphase. Die bevorstehende Testflutung und anschließende Entleerung des Regenüberlaufbeckens erfolgt ebenfalls mit Pumpentechnik von Tsurumi. Dafür stehen bereits zwei Schlammpumpen des Typs GPN622 mit Schutzkäfigen bereit. Dank integriertem Rührwerk eignen sie sich besonders für stark sand- und schlammhaltige Medien.


Quelle: Tsurumi Pressestelle

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Was ein Gartenpool für die Trinkwasserversorgung bedeutet

Ein durchschnittlicher Aufstellpool mit 3,66 Metern Durchmesser fasst rund 6.500 Liter Wasser. Das entspricht mehr als dem 52-fachen des durchschnittlichen täglichen Trinkwassergebrauchs einer Person in Deutschland. Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Trinkwassergebrauch pro Person und Tag bei 123 Litern. Seit 1990 ist dieser Wert um rund 16 Prozent gesunken – damals waren es noch durchschnittlich 147 Liter pro Person und Tag.

Hitzetage lassen den Wasserbedarf steigen

An heißen Sommertagen kann die Trinkwassernachfrage jedoch deutlich zunehmen. Bei großer Hitze steigt der Bedarf der Haushalte um bis zu 60 Prozent. Gärten werden bewässert, häufiger geduscht und immer mehr private Pools mit mehreren Tausend Litern Wasser befüllt.

„Der häufigste Grund für technische Engpässe in der Trinkwasserversorgung war in den vergangenen Sommern nicht Wassermangel, sondern, dass an heißen Sommertagen zu viel Wasser auf einmal angefordert wird“, erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Das kann die Systeme überfordern, deren Pumpleistung, Aufbereitungs- oder Leitungs- und Hochbehälterkapazitäten auf einen niedrigeren Bedarf zugeschnitten sind. Können diese Systeme nicht mehr genügend Wasser pro Zeiteinheit weiterleiten, müssen Gemeinden kurzfristig Gartenbewässerung und Poolbefüllungen untersagen. Das gibt den Speichern Zeit, sich wieder zu füllen und die Trinkwasserversorgung zu sichern. Denn die hat absolute Priorität.“

Nach Angaben des BDEW sind die Kapazitäten in den allermeisten Regionen auch während Hitzeperioden ausreichend. Dennoch könne es sinnvoll sein, das Versorgungssystem zu entlasten – etwa indem Gärten nicht während der Mittagshitze bewässert oder Swimmingpools nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend befüllt werden.

Klimawandel erhöht den Anpassungsdruck

„Der Klimawandel schreitet voran und seine Folgen machen sich immer deutlicher bemerkbar. Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, mit den Trinkwasserressourcen sorgsam umzugehen. Dies ist auch eine Herausforderung für die Wasserversorgung. Zwar haben wir in Deutschland grundsätzlich ausreichend Wasserressourcen, um den menschlichen Bedarf mit Trinkwasser zu decken, aber diese Ressourcen sind in Deutschland ungleichmäßig verteilt. Der Klimawandel macht eine stärkere Anpassung der Verhaltensweisen und Infrastrukturen erforderlich“, sagt Weyand.

„Um die Versorgung auch künftig sicherzustellen, sind unter anderem weitere Investitionen in die Wasserinfrastruktur, den Ausbau regionaler Verbundsysteme sowie ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit Wasser erforderlich. Deshalb muss die Wasserwirtschaft von den Infrastrukturfördermitteln des Bundes profitieren. Wir müssen heute die richtigen Investitionsentscheidungen treffen, um auch morgen eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung gewährleisten zu können.“

Die Ausgabe 7/8 der gwf Wasser/Abwasser stellt das Thema Trinkwasser in den Mittelpunkt und beleuchtet unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserversorgung. Sie erscheint am 21.08.2026.


Quelle: bdew

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Wie Moore Wasser in der Landschaft halten

Moore erfüllen wichtige Funktionen für Klima, Wasserhaushalt und Artenvielfalt – vorausgesetzt, sie sind nass. Doch die Wiedervernässung scheitert in der Praxis häufig an langwierigen Genehmigungsverfahren, unterschiedlichen Vorgaben der Behörden oder komplizierten Eigentumsverhältnissen. Um die Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen zu erleichtern, hat das DBU Naturerbe im Modellprojekt „NaturErbeKlima“ einen Handlungsleitfaden für Naturschutzgebiete veröffentlicht.

Wiedervernässung als Beitrag zum Klimaschutz

Hitze, Dürre und Starkregen zeigen bereits heute, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt sich deshalb seit Langem dafür ein, die Wiedervernässung von Mooren, Auen und anderen Feuchtlebensräumen voranzutreiben. Solche Ökosysteme können klimaschädliche Kohlenstoffdioxid-Emissionen reduzieren, Wasser zurückhalten und dadurch sowohl den Hochwasserschutz verbessern als auch Schäden für Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen verringern. Der nun veröffentlichte Leitfaden des DBU Naturerbes soll die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen auf Naturschutzflächen unterstützen.

Coverbild Leitfaden zur Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen auf Naturschutzflächen / Quelle: DBU

Moore erfüllen mehrere wichtige Funktionen

Ursprünglich bedeckten Moore in Deutschland rund 1,8 Millionen Hektar. Heute sind infolge der Entwässerung für die landwirtschaftliche Nutzung mehr als 90 Prozent dieser Flächen trockengelegt.

Die Folgen sind erheblich: „Bundesweit verursachen die trockenen Moore sieben Prozent der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen“, sagt Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe.

Dabei handele es sich um wertvolle Ökosysteme: „Nasse Moore sind zugleich Kohlenstoffsenken, Wasserspeicher und Garant für Lebensvielfalt“, so Belting.

Der im Modellprojekt „NaturErbeKlima“ entwickelte Leitfaden solle die Wiederherstellung eines natürlichen Wasserhaushalts auf Naturschutzflächen erleichtern. Er richte sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure im Naturschutz, die Maßnahmen des natürlichen Klimaschutzes in ihr Flächenmanagement integrieren möchten. Erfahrungen aus dem Projekt zeigten, dass alle, die erstmals mit einer Moorschutzplanung befasst seien, unweigerlich auf Herausforderungen stießen, sagte Dr. Charlotte Seifert, Projektkoordinatorin im DBU Naturerbe. Der Leitfaden zeige auf, wie sich diese meistern ließen.

Herausforderungen bei Planung und Genehmigung

Bei der Wiedervernässung spielen häufig komplexe Zuständigkeiten und rechtliche Vorgaben eine Rolle.

„Das Durchlaufen von Genehmigungsverfahren und die Klärung von Eigentumsverhältnissen gehören zu den größten Herausforderungen bei den Planungen“, sagt Lukas Stoot, Projektkoordinator im DBU Naturerbe.

Der Leitfaden biete hierfür Orientierung und eine strukturierte Übersicht.

Auch die Abstimmung mit den zuständigen Behörden sei entscheidend. Stoot nennt als Beispiel die Wasserrahmenrichtlinie: „Eine Rolle bei Wiedervernässungen spielt etwa die Wasserrahmenrichtlinie, die besagt, dass Fließgewässer für Fische und andere Lebewesen durchgängig sein müssen.“

Gleichzeitig erfordere eine Moorwiedervernässung oft das Verschließen wasserabführender Gräben. „Um Wasser in der Landschaft zu halten, müssen wasserabführende Gräben verschlossen werden. Herausfordernd wird es dann, wenn diese als Fließgewässer eingestuft wurden und somit laut Richtlinie durchgängig bleiben müssen.“ Zuständig seien dafür – je nach Bundesland – kommunale, regionale oder Landeswasserbehörden.

Trotz solcher Zielkonflikte überwögen nach Angaben von Stoot häufig die gemeinsamen Vorteile. Auf den meisten Flächen ergäben sich Synergien. Voraussetzung seien eine integrierte wasserwirtschaftliche Planung und eine sorgfältige fachliche Abwägung, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu erhöhen.

Modellprojekt liefert Erfahrungen für die Praxis

Eine erfolgreiche Wiedervernässung komme nicht nur der Natur zugute, sondern auch den Menschen.

„Intakte und wiedervernässte Moore helfen nicht nur, klimabedingte Extremereignisse abzumildern, sondern stabilisieren auch die Wasserverfügbarkeit ganzer Regionen“, sagt Seifert. Das gelinge, indem sie Wasser speichern, Verdunstungskühlung fördern sowie als natürliche Puffer gegenüber Hochwasser und Dürre wirken.

Die Machbarkeitsstudie „NaturErbeKlima“ startete vor zwei Jahren. Als eines der ersten Modellprojekte im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) wird sie bis September durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit rund 2,2 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

„Wir haben auf 15 ausgewählten DBU-Naturerbeflächen in sieben Bundesländern im Sinne des natürlichen Klimaschutzes Maßnahmen geplant“, sagt Seifert.

Zum DBU Naturerbe gehören 66 Flächen des Nationalen Naturerbes mit insgesamt 70.000 Hektar in zehn Bundesländern. Im Mittelpunkt standen insbesondere Vernässungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen von Mooren, Feuchtlebensräumen und Auen. Darüber hinaus umfassten die Planungen die Entwicklung von Wald und Wildnis sowie ein praxisorientiertes Monitoringkonzept.

Auf der rund 9.600 Hektar großen DBU-Naturerbefläche Ueckermünder Heide in Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt. „Mit über 100 gesetzten Grabenplomben, etwa 15 verschlossenen Durchlassrohren und der Verfüllung eines Grabenabschnitts auf über 100 Meter wird das Wasser nicht mehr abgeleitet, sondern in der Fläche gehalten“, sagt Seifert. Weitere Arbeiten sollen dort noch folgen. Die Erfahrungen aus dem Modellprojekt flossen in den jetzt veröffentlichten Handlungsleitfaden ein.


Quelle: Wie Moore wieder nass werden

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GEOMAR startet Ostsee-Expeditionen zur Erforschung von Seegras und Phytoplankton

17Mit dem Forschungssegler Malizia Explorer hat heute die erste von insgesamt drei Kurz-Expeditionen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel begonnen. Bis zum 24. Juli untersuchen die Forschungsteams Seegraswiesen und Phytoplankton in der westlichen Ostsee. Die wissenschaftlichen Fahrten sollen neue Erkenntnisse über den Zustand des Meeresökosystems und seine Bedeutung für den Klimaschutz liefern.

Die Ostsee übernimmt wichtige Funktionen für Klima und Küstenregionen: Sie bindet Kohlendioxid (CO₂), produziert Sauerstoff und dient zahlreichen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum. Gleichzeitig steht das Binnenmeer unter erheblichem Druck. Überdüngung, steigende Wassertemperaturen, Algenblüten sowie sauerstoffarme Zonen beeinträchtigen das Ökosystem zunehmend. Mit einer Erwärmung von rund 0,6 °C pro Jahrzehnt zählt die Ostsee zu den weltweit am stärksten vom Menschen veränderten Meeresgebieten.

Seegraswiesen als Kohlenstoffspeicher

Der erste und dritte Fahrtabschnitt führen die Forschenden an die Küste Süddänemarks sowie in die Mecklenburger Bucht. Dort erfassen sie den Zustand und die Ausdehnung von Seegraswiesen und entnehmen Sedimentkerne, um deren Fähigkeit zur langfristigen Kohlenstoffspeicherung zu untersuchen. Die Arbeiten sind Teil der Projekte ZOBLUC und SeaStore II. Seegraswiesen gelten als Hotspots der Biodiversität. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, speichern Kohlenstoff im Sediment und schützen Küsten vor Erosion, indem sie Wellen abbremsen und den Meeresboden stabilisieren.

„In Schleswig-Holstein haben wir schon viele Seegraswiesen mit unserem Forschungskutter Littorina beprobt. Nun haben wir die Möglichkeit, mit der Malizia Explorer umweltfreundlich weiter entfernte Wiesen in Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark zu bereisen“, sagt Jana Silva Willim, Doctoral Researcher in der Forschungsgruppe „Marine Evolutionsökologie“ und verantwortlich für die Fahrtabschnitte zur Seegrasforschung.

Die Malizia Explorer wurde speziell für wissenschaftliche Einsätze umgebaut. Sie verfügt unter anderem über Probenlager, ein Beiboot und einen Bordkran für Forschungsgeräte. Dank ihres geringen Tiefgangs eignet sie sich besonders für Arbeiten in küstennahen Bereichen. Das GEOMAR ist seit dem Stapellauf des Schiffes im Jahr 2025 wissenschaftlicher Partner des Forschungsschiffes und arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit dem Team Malizia zusammen.

„Um festzustellen, wie viel Kohlenstoff im Sediment unter der Seegraswiese steckt, nehmen wir Sedimentkerne. Das bedeutet, dass wir ungefähr sechs Zentimeter breite Metallrohre in den Meeresboden einschlagen, das Sediment herausziehen und dann analysieren, wie viel Kohlenstoff darin steckt“, sagt Jana Silva Willim. „Außerdem wollen wir auch feststellen, wie es insgesamt um die Seegraswiesen beschaffen ist. Wir untersuchen zum Beispiel, aus wie vielen Individuen so eine Seegraswiese eigentlich besteht, dafür nehmen wir genetische Proben.“

Phytoplankton als Indikator für den Zustand der Ostsee

Der zweite Fahrtabschnitt führt entlang der schleswig-holsteinischen Küste bis in den Kleinen Belt vor Dänemark. Dort steht das Phytoplankton im Mittelpunkt der Untersuchungen. Die Forschenden analysieren die Artenzusammensetzung und Aktivität der Mikroalgen, um deren Beitrag zur Kohlenstoffaufnahme sowie ihre Eignung als Indikator für den ökologischen Zustand der Ostsee besser zu verstehen. Die Untersuchungen liefern Daten für die Projekte RECOVER und KIMMCO.

„Auf unserer Expedition mit der Malizia Explorer steht die Erforschung von Phytoplankton im Fokus. Phytoplankton bindet sehr viel CO2, es ist für 40 Prozent der weltweiten CO2-Aufnahme durch Photosynthese verantwortlich. Gleichzeitig reagiert Phytoplankton sehr sensibel gegenüber Umweltverhältnissen wie Temperatur, Licht und Nährstoffe. Wir können also aus Phytoplankton auch den Zustand der Ostsee ablesen. Deshalb ist es so wichtig, die verschiedenen Arten des Phytoplanktons besser zu verstehen und zu kategorisieren. Da wir eine große Datengrundlage benötigen, hilft uns dabei der Einsatz von KI“, sagt Prof. Dr. Anja Engel, Leiterin des Forschungsbereichs Marine Biogeochemie am GEOMAR und verantwortlich für den zweiten Fahrtabschnitt.

Daten für den Schutz der Ostsee

Mit den drei Expeditionen wollen die Forschenden den ökologischen Zustand der Ostsee genauer erfassen und Veränderungen besser nachvollziehen. Die gewonnenen Daten sollen dazu beitragen, den Einfluss des Klimawandels auf das Meeresökosystem besser zu verstehen und wissenschaftliche Grundlagen für künftige Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen zu schaffen. Im Projekt RECOVER fließen die Ergebnisse unter anderem in die Entwicklung eines digitalen Zwillings der südwestlichen Ostsee ein, mit dem sich Klimaszenarien simulieren und verschiedene Managementmaßnahmen bewerten lassen.

Mehr Informationen


Quelle: Ostsee-Expeditionen mit Malizia Explorer gestartet

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Wie Klimamuster die Widerstandskraft von Korallenriffen beeinflussen

Warum überstehen manche Korallenriffe marine Hitzewellen besser als andere? Eine in Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigt, dass dafür nicht nur lokale ozeanographische Bedingungen verantwortlich sind. Entscheidend sind auch großräumige Klimamuster, die ganze Ozeanbecken beeinflussen. Forschende um Erstautorin Dr. Hana Camelia sowie Dr. Thomas Felis vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen kombinierten langjährige ozeanographische Messreihen mit chemischen Analysen von Korallenskeletten. Dadurch konnten sie nachweisen, wie großräumige Klimaschwankungen die natürliche Kühlung beeinflussen, die Korallenriffe während mariner Hitzewellen schützen kann.

Untersucht wurde ein Korallenriff in der Andamanensee im nordöstlichen Indischen Ozean. Dort gelangt regelmäßig kühles Wasser aus tieferen Meeresschichten in flache Riffbereiche. Verantwortlich dafür sind interne Wellen und eine schwankende Thermokline – die Grenzschicht zwischen warmem Oberflächen- und kühlerem Tiefenwasser. Diese Prozesse können Hitzestress deutlich verringern. Die Studie zeigt jedoch, dass ihre Schutzwirkung keineswegs konstant ist, sondern stark von großräumigen Klimaschwankungen im tropischen Indopazifik abhängt.

Korallen liefern Einblicke in vergangene Umweltbedingungen

Um die natürliche Kühlung über längere Zeiträume zu untersuchen, verglich das internationale Forschungsteam Temperaturmessungen aus tieferen Wasserschichten mit geochemischen Analysen von Korallenskeletten. Korallen dienen dabei als natürliche Umweltarchive, da sie während ihres Wachstums kontinuierlich Informationen über die Bedingungen des umgebenden Meerwassers speichern. Mithilfe des Strontium-Calcium-Verhältnisses (Sr/Ca) im Korallenskelett rekonstruierten die Forschenden frühere Wassertemperaturen. Ergänzend lieferten Kohlenstoffisotope Hinweise darauf, wie Korallen ihren Stoffwechsel unter Hitzestress anpassten. Zusammen ermöglichen diese Proxydaten detaillierte Einblicke in die zeitliche Dynamik der Abkühlungsphasen und die biologischen Reaktionen der Korallen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der Einfluss zweier bedeutender Klimaphänomene: der El Niño-Südlichen Oszillation (ENSO) und des Indischen-Ozean-Dipols (IOD). Beide verändern Windmuster und die Lage der Thermokline und beeinflussen dadurch, wie effizient kühles Tiefenwasser in flache Riffbereiche gelangt.

Besonders starke Abkühlung beobachteten die Forschenden während des außergewöhnlichen El-Niño-Ereignisses 1997/1998, das zeitgleich mit einem ausgeprägten positiven Indischen-Ozean-Dipol auftrat. In dieser Phase hob sich die Thermokline ungewöhnlich stark an, sodass interne Wellen vermehrt kühles Wasser in Richtung Riff transportierten. Obwohl dieses Ereignis weltweit eine der schwersten Korallenbleichen verursachte, verringerte die natürliche Kühlung den Hitzestress am untersuchten Standort deutlich.

Quelle: Adobestock/ 338263893

Flexible Reaktion auf Hitzestress

Die chemischen Signaturen der Korallenskelette zeigen außerdem, dass Korallen ihre Ernährungsstrategie an veränderte Umweltbedingungen anpassen können. Normalerweise beziehen riffbildende Korallen den Großteil ihrer Energie aus der Symbiose mit einzelligen Algen. Während Bleiche-Ereignissen kann diese Lebensgemeinschaft jedoch gestört werden.

Die Kohlenstoffisotopen-Analysen weisen darauf hin, dass die Korallen während vieler Bleiche-Phasen verstärkt heterotroph wurden und zusätzliche Nahrungspartikel aus dem Wasser aufnahmen. Während des Ereignisses von 1998 war dieser Effekt jedoch deutlich schwächer ausgeprägt. Das deutet darauf hin, dass die außergewöhnlich starke natürliche Kühlung den Korallen half, ihre übliche Ernährungsweise weitgehend beizubehalten.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Korallenrefugien keine dauerhaft geschützten Rückzugsräume sind. Ihre Schutzwirkung hängt vielmehr vom jeweiligen Zustand des großräumigen Klimasystems ab. Da sich ozeanisch-atmosphärische Zirkulationsmuster über Jahre und Jahrzehnte verändern, schwankt auch die Wirksamkeit dieser natürlich gekühlten Riffe. Ein besseres Verständnis dieser Dynamik kann helfen vorherzusagen, welche Korallenriffe zukünftige marine Hitzewellen besonders gut überstehen. Gleichzeitig liefert die Studie wichtige Grundlagen für den Schutz und das Management von Riffsystemen, die unter künftigen Klimabedingungen als natürliche Refugien dienen könnten.

Dynamische Schutzräume statt dauerhafter Rückzugsorte

Die Studie zeigt, dass natürlich gekühlte Korallenriffe keinen dauerhaften Schutz vor den Folgen des Klimawandels bieten. Vielmehr verändert sich ihre Schutzfunktion mit der natürlichen Klimavariabilität der Tropen. Durch die Kombination von Korallen-Geochemie und langjährigen ozeanographischen Beobachtungen wird deutlich, wie Prozesse auf der Ebene ganzer Ozeanbecken das Schicksal einzelner Korallenriffe beeinflussen.

Angesichts immer häufiger auftretender mariner Hitzewellen wird es zunehmend wichtiger zu verstehen, wann und wo diese natürlichen Kühlmechanismen Korallenriffe wirksam schützen können.


Quelle: Tropical climate modes control strength and distribution of thermal stress mitigation in a coral reef refugia | Scientific Reports

 

 

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Intelligente Steuerung für die Küstenentwässerung

Funktionierende Entwässerungssysteme sind für den Schutz von Siedlungen, Verkehrswegen und landwirtschaftlichen Flächen in Küstenregionen unverzichtbar. Gleichzeitig erhöhen der Klimawandel, steigende Energiepreise und der wachsende Wasserbedarf der Industrie den Druck auf das bestehende Wassermanagement. Im Verbundprojekt „ForeCoast“ entwickelt die Technische Universität Braunschweig deshalb ein intelligentes Wasser- und Energiemanagementsystem, das Hochwasserschutz, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit miteinander verbindet. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Vorhaben mit rund 1,5 Millionen Euro.

Kern des Projekts ist ein neues Steuerungsmodell für Siele und Schöpfwerke, die das Deichhinterland entwässern. Es verknüpft hydrometeorologische Vorhersagen, Wasserbedarfsprognosen sowie Informationen über die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, Strompreise und Netzbedingungen. So soll der Entwässerungsbetrieb künftig vorausschauend und datenbasiert gesteuert werden – unter Berücksichtigung ökologischer und wirtschaftlicher Anforderungen.

„Wir wollen aus komplexen Daten konkrete, umsetzbare Entscheidungen für den Betrieb von Schöpfwerken ableiten – in Echtzeit und über verschiedene Planungshorizonte hinweg“, sagt Projektleiter Professor Kai Schröter vom Leichtweiß-Institut für Wasserbau der TU Braunschweig.

Küstenniederungen stehen vor neuen Herausforderungen

Rund 12.000 Quadratkilometer Land an der deutschen Nordseeküste liegen weniger als 2,5 Meter über Normalhöhennull. Diese Flächen besitzen große Bedeutung für Wirtschaft, Industrie und Landwirtschaft und sind auf eine zuverlässige Entwässerung angewiesen. Allein in Niedersachsen und Schleswig-Holstein übernehmen mehr als 860 Siele und Schöpfwerke diese Aufgabe und verbrauchen dafür jährlich rund 80 Gigawattstunden Strom.

Bislang basiert der Betrieb der Anlagen überwiegend auf lokaler Erfahrung sowie der Einschätzung von Wetter- und Gezeitenprognosen. Mit steigenden Meeresspiegeln, häufigeren Starkregenereignissen sowie veränderten Tide- und Sturmflutverhältnissen wächst jedoch der Bedarf an Pumpenergie. Gleichzeitig gewinnt Wasser aus Oberflächengewässern zunehmend an Bedeutung, etwa für die Wasserstoff- und Batterieproduktion.

Hier setzt „ForeCoast“ an: Erstmals werden Wasser- und Energiesektor in einem integrierten Steuerungssystem systematisch miteinander verbunden. Wissenschaftliche Modellierung, energiewirtschaftliche Analysen und praktische Betriebserfahrung fließen dabei zusammen.

Gemeinsam entwickeln die Technische Universität Braunschweig, die Leuphana Universität Lüneburg, die Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, NAECO Blue sowie der Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen ein System, das wasser- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen simuliert, Unsicherheiten bewertet, Entwässerungsanlagen optimiert steuert, Speicherpotenziale und künftige Wasserbedarfe berücksichtigt und unter realen Bedingungen erprobt.

Datenbasierte Entscheidungen für den Betrieb

Grundlage des Systems sind unter anderem Verfahren des maschinellen Lernens, prozessbasierte Simulationen sowie Optimierungsmethoden unter Unsicherheit. Dadurch soll der Entwässerungsbetrieb künftig flexibler und vorausschauender gesteuert werden.

Das System unterstützt unter anderem:

  • die dynamische Anpassung von Pumplaufzeiten an Strompreise und die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien,
  • die Senkung der Energiekosten,
  • einen netzdienlichen Betrieb zur Stabilisierung des Stromnetzes,
  • die Einhaltung der Zielwasserstände und den Hochwasserschutz sowie
  • die bedarfsgerechte Wasserbereitstellung für Landwirtschaft und Industrie.

Ergänzend bewertet ein integriertes Risikomanagement unterschiedliche Handlungsoptionen und schafft belastbare Entscheidungsgrundlagen für Betreiber und Behörden.

Erprobung an zwei Pilotstandorten

Die Praxistauglichkeit des Systems wird an zwei Standorten demonstriert: in Brunsbüttel-Süd in Schleswig-Holstein, einem wichtigen Industrie- und Wasserstoffstandort, sowie am Siel und Schöpfwerk Knock in Niedersachsen, das eines der größten Entwässerungsgebiete des Bundeslandes versorgt.

Mit seinem Ansatz trägt „ForeCoast“ dazu bei, die Wechselwirkungen zwischen Wasser- und Energiesystemen besser zu verstehen und Lösungen für eine klimaangepasste und nachhaltige Infrastrukturentwicklung zu entwickeln. Damit unterstützt das Projekt zugleich die Ziele der Hightech Agenda Deutschland und der Nationalen Wasserstrategie.


Quelle: Neue Wege für die Entwässerung von Küstenregionen

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Bundesweites Informationssystem bündelt Niedrigwasserdaten

Mit dem Niedrigwasser-Informationssystem NIWIS steht seit dem 15. Juli 2026 erstmals ein bundesweites Informationsangebot zur aktuellen Niedrigwassersituation in Deutschland zur Verfügung. Betrieben wird das System von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Ziel ist es, eine einheitliche und vergleichbare Datengrundlage für Bundes- und Landesbehörden, Wirtschaft, Wissenschaft sowie die Öffentlichkeit bereitzustellen.

NIWIS bündelt und visualisiert Messdaten zu Wasserständen, Abflüssen, Grundwasserständen, Quellschüttungen und Niederschlagsverhältnissen. Durch die Kombination räumlicher Analysen und zeitlicher Auswertungen lassen sich Niedrigwasserereignisse schnell überregional bewerten. Interaktive Karten, statistische Kennwerte und historische Vergleiche erleichtern die Einordnung der aktuellen Lage.

Ergänzung bestehender Landesangebote

Das System ergänzt bestehende Informationsangebote der Bundesländer und macht Messdaten erstmals auf Bundesebene sichtbar. Regionale Portale bleiben weiterhin relevant, da sie detailliertere Informationen mit höherer räumlicher Auflösung liefern.

Zusätzlich stellt NIWIS Hintergrundinformationen zum Thema Niedrigwasser bereit und trägt dazu bei, hydrologische Daten und wissenschaftliche Analysen verständlich aufzubereiten.

 

Die Startseite fasst die aktuelle Niedrigwassersituation kompakt zusammen. Quelle: NIWIS

Steigender Bedarf durch Klimaveränderungen

Veränderungen der globalen Zirkulationsmuster erhöhen in Mitteleuropa die Wahrscheinlichkeit von langanhaltenden Trocken- und Niedrigwasserphasen. Diese Entwicklungen stellen Wasserwirtschaft, Schifffahrt, Landwirtschaft, Ökologie und Trinkwasserversorgung vor zunehmende Herausforderungen.

Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an verlässlichen, einheitlich bewerteten und tagesaktuellen Informationen zum Wasserdargebot. NIWIS schafft hierfür eine zentrale Wissensbasis und erleichtert die Entscheidungsfindung für unterschiedliche Akteure.

Für die Schifffahrt und die Bundeswasserstraßen bietet das System ein belastbares Lagebild sowie eine vergleichbare Bewertung der Niedrigwassersituation über verschiedene Gewässer hinweg. Damit dient NIWIS auch als fachliche Grundlage für Management- und Kommunikationsprozesse.

Entwicklung im Verbund von Bund und Ländern

Das Informationssystem wurde in Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesbehörden innerhalb der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) entwickelt. Es ist Teil der Nationalen Wasserstrategie des BMUKN.

Mit NIWIS übernimmt die BfG eine zentrale Rolle als nationales Datenzentrum „Wasser“ und bringt ihre Expertise im Datenmanagement sowie in der wissenschaftlichen Analyse ein. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern ermöglicht eine übergreifende Bereitstellung von Informationen zum Niedrigwassermanagement.

Ausbau und zukünftige Erweiterungen

Dank des modularen Aufbaus kann das System kontinuierlich weiterentwickelt werden. Geplant ist die Integration zusätzlicher Parameter, Modelldaten sowie eine geografische Erweiterung über Deutschland hinaus. Auch Rückmeldungen der Nutzenden sollen in zukünftige Anpassungen einfließen.

Die Datengrundlage umfasst derzeit Messwerte aus rund 350 Messstellen an Oberflächengewässern sowie etwa 200 Grundwassermessstellen. Ergänzt werden diese durch hydrometeorologische Daten des Deutschen Wetterdienstes.

Mit NIWIS steht damit erstmals eine zentrale Plattform zur Verfügung, die umfassende und vergleichbare Informationen zur Niedrigwassersituation in Deutschland bereitstellt und den Umgang mit Wasserknappheit unterstützt.

Zu NIWIS

Quelle: BfG – Aktuelles – Niedrigwasser-Informationssystem NIWIS gestartet

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Extremhitze bringt Flüsse an ihre Belastungsgrenze

 

Die Hitzewelle im Juni 2026 zählt zu den außergewöhnlichsten Wetterereignissen, die Europa bislang erlebt hat. In zahlreichen Ländern wurden neue Temperaturrekorde gemessen, vielerorts sanken die Temperaturen selbst in den Nachtstunden kaum ab. Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat die Ursachen der langanhaltenden Hitze sowie deren Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Energieversorgung, Infrastruktur und Gesundheit untersucht.

Rekordhitze mit weitreichenden Folgen

„Die Hitzewelle hat nicht nur Rekorde gebrochen – sie tat dies zeitgleich über einen ungewöhnlich großen Teil Europas hinweg“, sagt Professor Michael Kunz vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT, einer der Autoren des Berichts und Sprecher des CEDIM. „Allein in Deutschland wurden an 252 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) neue Allzeitrekorde der Tageshöchsttemperaturen verzeichnet. Europaweit zeigt unsere Analyse, dass die räumliche Ausdehnung der Juni-Hitzewelle alles übertrifft, was seit Beginn der Wetteraufzeichnung in den Datensätzen beobachtet wurde.“

Neben den außergewöhnlich hohen Tageswerten seien vor allem die warmen Nächte bemerkenswert gewesen, die Mensch und Umwelt kaum Zeit zur Erholung ließen.

„Die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung waren erheblich. Das Robert Koch-Institut geht von bis zu 5 200 Sterbefällen aus“, so Kunz.

Flüsse und Ökosysteme unter Druck

Die Hitze wirkte sich nicht nur auf die Lufttemperaturen aus, sondern auch auf die Gewässer. Steigende Wassertemperaturen, sinkende Sauerstoffgehalte und früh einsetzendes Niedrigwasser belasteten Flüsse und ihre Ökosysteme erheblich. Regional kam es zu Fischsterben, zugleich verschärften sich die Einschränkungen für Schifffahrt sowie die Nutzung der Flüsse als Kühlwasserquelle.

„Im Bereich der Obermosel sank der Sauerstoffgehalt zeitweise auf nur noch 2,6 Milligramm pro Liter; vorher lag er bei rund sechs Milligramm pro Liter. Gleichzeitig überschritten Rhein und Mosel eine Wassertemperatur von über 28 Grad“, sagt der Experte. „Solche Entwicklungen gefährden Ökosysteme, beeinträchtigen die Schifffahrt und schränken die Nutzung der Flüsse als Kühlwasserquelle für Industrie und Energiewirtschaft ein.“

Wechselwirkungen erhöhen das Risiko

Aus Sicht der Forschenden sind vor allem die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Folgen der Hitze entscheidend. Während die Photovoltaik von der intensiven Sonneneinstrahlung profitierte, ging die Windstromerzeugung gleichzeitig deutlich zurück. Treffen diese Entwicklungen auf Niedrigwasser und hohe Kühlwassertemperaturen, können mehrere kritische Infrastrukturen gleichzeitig unter Druck geraten.

„Hitze erzeugt Kaskadeneffekte. Während die Photovoltaikproduktion in Deutschland im Untersuchungszeitraum vom 13. bis 29. Juni um rund 31 Prozent zunahm, ging die Windstromerzeugung gleichzeitig um fast 29 Prozent zurück“, erklärt Kunz. „Kommen diese Veränderungen mit niedrigen Flusspegeln und hohen Kühlwassertemperaturen zusammen, die den Betrieb thermischer Kraftwerke einschränken können, geraten mehrere Versorgungssysteme gleichzeitig unter Druck.“

Aus den gemeinsam mit dem CEDIM-Team erarbeiteten Ergebnissen zieht Kunz ein klares Fazit: „Genau diese Wechselwirkungen werden künftig entscheidend sein. Anhaltende Hitze ist ein Systemrisiko für Europa.“

Fünf Tipps für heiße Tage

  • Ausreichend trinken – regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke trinken, auch ohne Durstgefühl.
  • Hitze meiden – körperliche Anstrengungen möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Wohnräume kühl halten – tagsüber Fenster geschlossen halten und verschatten, nachts lüften.
  • Körper kühlen – lauwarme Duschen, feuchte Tücher oder kühle Fußbäder helfen, die Körpertemperatur zu senken.
  • Besonders gefährdete Menschen im Blick behalten – ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke benötigen bei Hitze oft zusätzliche Unterstützung.

 

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Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main wählt neuen Vorstand

Auf der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM) im Juni haben die Mitglieder den Vorstand für die neue Amtsperiode gewählt. Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin der Hessenwasser GmbH & Co. KG, wurde als Vorsitzende des WRM-Vorstands im Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Joachim Arnold, Vorstand der Oberhessischen Versorgungsbetriebe AG, und Armin Kromer, Geschäftsführer und Verbandsdirektor des Wasserbeschaffungsverbands Riedgruppe-Ost, als stellvertretende Vorsitzende. Neu in den Vorstand wurde Gerrit Kania, Geschäftsführer des Zweckverbands Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO), gewählt.

Mit der Geschäftsführung und Leitung der WRM-Geschäftsstelle am Standort der Hessenwasser in Dornheim wurde erneut Nadja Dohmen, Abteilungsleiterin Kunden- und Bezugsmanagement bei Hessenwasser, betraut. Die Geschäftsstelle verantwortet das operative Geschäft der Arbeitsgemeinschaft und koordiniert die laufende fachliche sowie organisatorische Arbeit der WRM.

Dank für das Vertrauen und neues Vorstandsmitglied

Jreisat bedankte sich bei den Mitgliedern der WRM für das erneute Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit: „Die Wahl ist ein starkes Zeichen für den gemeinsamen Willen, die Wasserversorgung in der Rhein-Main-Region fachlich fundiert, partnerschaftlich und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Mein Dank gilt allen Mitgliedern, die sich mit hoher Expertise und großem Verantwortungsbewusstsein in die Arbeit der WRM einbringen“, so Jreisat.

Zugleich begrüßte sie Gerrit Kania als neues Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Gerrit Kania im WRM-Vorstand. Mit ihm wird die langjährige und bewährte Einbindung des ZWO in die Arbeit der WRM in neuer personeller Besetzung fortgeführt“, sagte Jreisat.

Leitungsverbund und Versorgungssicherheit im Fokus

Ein zentrales Vorhaben der kommenden Amtsperiode ist die Fortschreibung der Leitungsverbundstudie. Dabei sollen die Leistungsfähigkeit und die Weiterentwicklung des regionalen Verbundsystems erneut umfassend untersucht werden. Ziel ist es, die Wasserversorgung in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main weiter zu stärken, an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen und die Versorgungssicherheit langfristig zu sichern.

Mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen betonte Jreisat: „Klimawandel, längere Trockenphasen, steigende Anforderungen an die Infrastruktur und die dynamische Entwicklung der Region machen deutlich: Eine sichere Trinkwasserversorgung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die WRM bietet dafür den fachlichen Rahmen, um über kommunale und institutionelle Grenzen hinweg tragfähige Lösungen zu entwickeln“.


Quelle: Arbeitsgemeinschaft Wasserversorgung Rhein-Main (WRM)

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Mit moderner Technik für sauberes Trinkwasser

Mit der Inbetriebnahme der Weitergehenden Aufbereitungsanlage (WAA) im Wasserwerk Halingen hat die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) die Modernisierung ihrer Trinkwasseraufbereitung abgeschlossen. Zehn Jahre nach der ersten Anlage im Wasserwerk Echthausen verfügen nun alle fünf Wasserwerke des Unternehmens über zusätzliche technische Aufbereitungsstufen, die das bewährte naturnahe Verfahren ergänzen und die Trinkwasserversorgung langfristig absichern.

„Mit der heutigen Inbetriebnahme der WAA Halingen haben wir das Ende unseres Modernisierungsmarathons erfolgreich abgeschlossen. Nun stellen fünf hochmoderne Wasserwerke die Trinkwasserversorgung im Netzverbund mit Gelsenwasser und DEW21 sicher“, sagt WWW-Geschäftsführer Bernd Heinz.

160 Millionen Euro für die Trinkwasserversorgung

Insgesamt investierten Wasserwerke Westfalen gemeinsam mit den Gesellschaftern DEW21 und Gelsenwasser rund 160 Millionen Euro in die Modernisierung der Wasserwerke. Rund 40 Millionen Euro entfielen auf den Standort Halingen. Ziel der Investitionen ist es, die Versorgung auch gegenüber heute noch unbekannten mikrobiologischen oder chemischen Belastungen zukunftssicher aufzustellen.

„Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel und gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für seinen Schutz. Durch diese Investition sind wir auf heute noch nicht bekannte, möglicherweise in Zukunft neu auftretende mikrobiologische oder chemische Belastungen vorbereitet“, erklärt Peter Flosbach, Geschäftsführer von DEW21.

Auch Dr. Dirk Waider, Vorstand von Gelsenwasser, hebt die Bedeutung der Investition hervor: „Die Ruhr ist die wichtigste Trinkwasserressource in NRW. Mit der Umsetzung der erweiterten Aufbereitung sichern wir die Trinkwasserqualität für die nächste Generation. Ich bin froh, dass diese große, komplexe Investition im geplanten Budget umgesetzt wurde.“

Naturnahe Aufbereitung durch moderne Verfahren ergänzt

Mit den neuen Anlagen setzt WWW die Vorgaben des Programms „Reine Ruhr“ des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums um. Die bestehende naturnahe Wasseraufbereitung wurde um zusätzliche technische Verfahrensschritte ergänzt. Dazu zählen die Ozonung, Flockung, Mehrschichtfiltration sowie die Adsorption an Kornaktivkohle. Dadurch können unter anderem Trübstoffe, organische Verbindungen, Pflanzenschutzmittel und Medikamentenrückstände noch effektiver entfernt werden.

Auch die Nachbehandlung wurde modernisiert. Die bisherige chemische Entsäuerung wurde durch ein rein physikalisches Verfahren ersetzt. Zudem erfolgt die Desinfektion heute mittels UV-Licht, wodurch auf Chlordioxid verzichtet werden kann.

Modernisierung im Jubiläumsjahr abgeschlossen

Der Abschluss des Projekts fällt in das 25. Jubiläumsjahr der Wasserwerke Westfalen GmbH. Seit der Gründung des Unternehmens wurden die ursprünglich acht Wasserwerke schrittweise auf fünf Standorte reduziert, um Synergien zu nutzen und die Trinkwasserversorgung wirtschaftlich sowie technisch weiterzuentwickeln. Mit der Fertigstellung der WAA Halingen ist dieser Modernisierungsprozess nun abgeschlossen.

„Mit der Zusammenlegung der Wasserwerke von DEW21 und Gelsenwasser im Jahr 2001 konnte eine Fokussierung bei den Standorten erfolgen und die neuen Aufbereitungsanlagen somit im Verbund kosten-, kompetenz- und prozessoptimiert umgesetzt werden – eine echte Erfolgsgeschichte“, berichtet WWW-Geschäftsführerin Friederike Konold-Rüsel.


Quelle: Wasserwerke Westfalen

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Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau

Der Bundesvorstand des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) hat auf seiner Frühjahrssitzung 2026 beschlossen, künftig den Deutschen Wasserbaupreis zu vergeben. Mit der Auszeichnung sollen herausragende Leistungen des wasserwirtschaftlichen Ingenieurwesens gewürdigt werden, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und technische Innovation im Wasserbau und in der Wasserwirtschaft vereinen. Gleichzeitig soll der Preis verdeutlichen, dass eine leistungsfähige wasserbauliche und wasserwirtschaftliche Infrastruktur ein unverzichtbarer Bestandteil der staatlichen Daseinsvorsorge ist.

Ingenieurleistungen sichtbar machen

Der Deutsche Wasserbaupreis ist undotiert. Er soll den gesellschaftlichen Wert von Ingenieurleistungen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau sowie Küsten- und Hochwasserschutz hervorheben und deren Bedeutung für Umwelt- und Klimaschutz stärker in den Fokus rücken. Künftig wird der Preis alle zwei Jahre vom BWK ausgelobt und im Rahmen der feierlichen Eröffnung des BWK-Bundeskongresses verliehen.

Teilnahme und Bewertung

Vorgeschlagen werden können Anlagen und Objekte der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur sowie des Hochwasser- und Küstenschutzes. Zugelassen sind Projekte aus den Bereichen Neubau, Instandsetzung, Sanierung, Erweiterung oder Ertüchtigung. Nach einer formalen Prüfung bewertet eine Jury die eingereichten Wettbewerbsunterlagen. Sie setzt sich aus den Mitgliedern des Ausschusses für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimawandel des BWK zusammen.

Bewerbungsberechtigt sind Planungsbüros, Bauunternehmen sowie Eigentümer oder Betreiber der Anlagen und Objekte. Bewerbungen von planenden Büros und ausführenden Unternehmen sind jedoch nur gemeinsam mit dem jeweiligen Eigentümer oder Betreiber zulässig.

Der Deutsche Wasserbaupreis wird erstmalig im Jahr 2027 vergeben. Er wird einer wasserwirtschaftlichen Anlage oder einem Objekt wasserwirtschaftlicher Infrastruktur verliehen und dem Eigentümer, Betreiber oder Unterhaltungspflichtigen übergeben. Teilnahmeberechtigt sind nur Anlagen oder Objekte, deren VOB-Abnahme zum Zeitpunkt des Endes der Bewerbungsfrist nicht länger als fünf Jahre zurück liegt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2027.

Weitere Informationen

Quelle: BWK-Presse

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Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern

 

Vom 21. bis 23. September 2026 findet in Kaiserslautern die 15. Ausgabe der Aqua Urbanica statt. Die Fachtagung steht unter dem Motto „verstehen, was ist“ und wird von der RPTU Kaiserslautern-Landau, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, in Kooperation mit der DWA veranstaltet.

Messdaten als Grundlage für neue Modellansätze

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie reale Messdaten künftig stärker für die Bemessung und Modellierung von Systemen der Stadtentwässerung genutzt werden können. Während bislang häufig theoretische Modelle oder Laborversuche die Grundlage bilden, ermöglichen Fortschritte in der Mess- und Datentechnik inzwischen eine kontinuierliche Erfassung von Abfluss- und Stofftransporten in realen Systemen. Die gewonnenen Daten bestätigen teilweise bestehende Modellansätze, machen aber ebenso deutlich, dass etablierte Prozessmodelle überprüft oder neu gedacht werden müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modellierung naturnaher Systeme der Regenwasserbewirtschaftung. Dabei gewinnen Prozesse wie die Wasseraufnahme und Verdunstung durch Pflanzen zunehmend an Bedeutung und sollen künftig stärker in stadthydrologischen Modellen berücksichtigt werden. Unter dem Leitthema „beobachten & modellieren, was ist“ widmet sich die Veranstaltung unter anderem den Themen Mischwasserüberläufe, Mikroverunreinigungen, Behandlung von Regenabflüssen, Monitoring von Entwässerungssystemen, blau-grüne Infrastrukturen, Wasserextreme sowie allgemeinen Fragestellungen der Wasserinfrastruktur.

Die Aqua Urbanica wird jährlich von sechs siedlungswasserwirtschaftlichen Schwesterinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit den Fachverbänden DWA, ÖWAV und VSA ausgerichtet. Sie versteht sich als Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Planung, Behörden, Betriebspraxis und Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Zur Anmeldung


Quelle: RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität

 

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BUND-Recherche zeigt Defizite beim Hochwasserschutz

 

Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal ist Deutschland nach Einschätzung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) noch immer nicht ausreichend auf zunehmende Wetterextreme vorbereitet. Eine neue Recherche zeigt, dass Flüssen weiterhin wichtige Überschwemmungsflächen verloren gehen und Investitionen überwiegend in technische Schutzmaßnahmen fließen.

Flüsse verlieren weiter Überschwemmungsflächen

Nach Angaben des BUND wurden viele natürliche Überflutungsflächen in den vergangenen Jahrzehnten durch Siedlungen und Straßen ersetzt. Bundesweit haben Flüsse bereits zwei Drittel ihres ursprünglichen Raums zum Ausufern verloren. In Nordrhein-Westfalen beträgt der Verlust 39 Prozent, in Rheinland-Pfalz 24 Prozent und in Bayern 46 Prozent.

Angesichts der Klimakrise könne dies gravierende Folgen haben. Mit steigenden Temperaturen im Nordatlantik und im Mittelmeer sei künftig häufiger mit Starkregenereignissen und damit verbundenen Hochwassern zu rechnen. Erstmals liefert die BUND-Recherche einen Gesamtüberblick über den Verlust von Überschwemmungsflächen an den 79 größten Flüssen Deutschlands sowie über die Investitionen der Bundesländer in den Hochwasserschutz. Zwischen 2014 und 2024 flossen demnach jährlich durchschnittlich rund 301 Millionen Euro in Deiche und andere technische Maßnahmen, während für Deichrückverlegungen lediglich rund sieben Millionen Euro bereitgestellt wurden.

Verena Graichen, BUND-Geschäftsführerin Politik: „Wir wissen fünf Jahre nach der Ahrtalflut, dass wir uns besser vor Hochwasser schützen müssen. Aber enge Bebauung, höhere Deiche und immer mehr Polder sind keine adäquate Antwort – mit ihnen können die Fluten während der Hochwasserphase zwar gemanagt werden, ein absoluter Hochwasserschutz ist aber technisch weder machbar noch wirtschaftlich sinnvoll. Hinzu kommt: In Zeiten zunehmender Wasserknappheit und Grundwasserstress lassen wir unser kostbares Wasser dann einfach wegspülen, anstatt es im Boden zu speichern. Was wir brauchen ist mehr Raum für die Flüsse, Geld für die Wiederherstellung von Auen, ein Stopp bei der Flächenversiegelung und Investitionen in ökologischen Hochwasserschutz.“

Hochwasserschutz-Investitionen

Versiegelung schwächt den natürlichen Wasserrückhalt

Nur etwa ein Prozent der heutigen Auen befindet sich laut BUND noch in einem nahezu natürlichen Zustand. Auf 43 Prozent der ehemaligen Auen wird Grünland genutzt, weitere 26 Prozent entfallen auf Ackerflächen. Rund sieben Prozent werden heute als Siedlungs-, Verkehrs- oder Gewerbeflächen genutzt und sind entsprechend stark versiegelt. Feuchtgebiete und nasse Wiesen machen weniger als drei Prozent der heute noch regelmäßig überflutbaren Auen aus.

Zwar haben die heutigen Auen geringfügig an Fläche gewonnen, ihre Fähigkeit, Wasser zurückzuhalten, sei jedoch durch zunehmende Versiegelung gesunken. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat ermittelt, dass trotz Bebauungsverbotes in festgesetzten Überschwemmungsgebieten zwischen 2019 und 2023 der Anteil der bebauten Flächen in den rezenten Auen bundesweit um 2,75 km² (0,04 Prozent) zunahm. Das entspricht einer Fläche von rund 385 Fußballfeldern. Nach Einschätzung des BUND wurden die Fortschritte durch Deichrückverlegungen dadurch wieder aufgehoben.

Graichen: „In Deutschland wird zu viel Geld in die falschen Maßnahmen investiert. Bund, Länder und Kommunen sollten vermehrt auf ökologischen Hochwasserschutz setzen. Damit schützen wir uns am besten vor Starkregen und sorgen dafür, dass Wasser gespeichert wird, das uns in trockenen Sommern zur Verfügung steht.“

Wie wirkungsvoll Deichrückverlegungen sein können, zeigt nach Angaben des BUND das Beispiel Lenzen an der Elbe. Mit einer Fläche von 420 Hektar zählt die dortige Maßnahme zu den größten ihrer Art in Deutschland. Beim Elbe-Hochwasser 2013 sank der Wasserstand vor Ort dadurch um 50 Zentimeter. Gleichzeitig entstand eine wieder überflutbare Aue, die sowohl die biologische Vielfalt fördert als auch als Kohlenstoffspeicher dient.

BUND fordert mehr naturbasierte Lösungen

Die Recherche kommt zu dem Schluss, dass Bund, Länder und Kommunen weiterhin überwiegend in technischen Hochwasserschutz investieren, obwohl ökologischer Hochwasserschutz Hochwasserschäden mindern und gleichzeitig Natur und Umwelt stärken könne. Zudem seien zwei Drittel der ursprünglichen Altauen in Deutschland verloren gegangen, während die wenigen Erfolge durch Deichrückverlegungen durch neue Flächenversiegelungen wieder zunichtegemacht würden.

Der BUND fordert deshalb, dem ökologischen Hochwasserschutz Vorrang einzuräumen, die Neuversiegelung von Flächen auf null zu reduzieren, den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu senken und die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur stärker für die Verbesserung der Wasser- und Klimaresilienz zu nutzen.

Zur Studie


Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V.,

 

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Jubiläum für den Feuchtgebietsschutz

Moore speichern enorme Mengen Kohlenstoff, Feuchtgebiete schützen vor Hochwasser, sichern Wasser in Trockenzeiten und bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Dass diese Ökosysteme zu den wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise gehören, war die zentrale Botschaft der Festveranstaltung „50 Jahre Ramsar Konvention in Deutschland“. Dazu kamen am 29. Juni rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Naturschutz sowie Städten und Gemeinden im Inselhotel in Konstanz zusammen. Das Ramsar-Abkommen ist das einzige völkerrechtlich verbindliche Umweltabkommen weltweit, das sich dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten widmet.

Die im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN) sowie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) von der Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) organisierte Tagung zog Bilanz über fünf Jahrzehnte Ramsar-Arbeit in Deutschland und richtete zugleich den Blick auf künftige Herausforderungen.

Feuchtgebietsschutz als gemeinsame Aufgabe

Durch das Programm führte Moderator Christoph Tiemann. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im BMUKN, eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede zur zentralen Rolle intakter Feuchtgebiete für den globalen Klimaschutz.

Sie betonte, dass der Erhalt dieser Ökosysteme im Sinne der Ramsar-Leitlinien eine vordringliche internationale Verantwortung ist: „Angesichts der derzeitigen Hitzewelle und Trockenheit wird überdeutlich, wie wichtig Moore, Auen oder andere Feuchtgebiete für uns sind: Sie halten Wasser in der Landschaft, schützen also gegen Wasserknappheit und sie wirken abkühlend. Neben dieser für uns alle spürbaren Funktion sind sie noch viel mehr: sie sind wichtiger Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten, machen uns widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels und helfen gegen den Verlust biologischer Vielfalt. Sie sind wahre Alleskönner, auf die wir nicht verzichten können, und die wir deshalb schützen und stärken müssen“, so Rita Schwarzelühr-Sutter.

Daran anschließend rückte Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg, gesunde Ökosysteme auf regionaler Ebene in den Mittelpunkt.

„Feuchtgebiete spielen in vielerlei Hinsicht eine bedeutende Rolle. Sie bieten Schutz und Raum für zahlreiche heimische Tiere und Pflanzen, binden wirksam Kohlenstoff, dienen als natürliche Wasserspeicher und helfen, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Der Schutz von Feuchtgebieten, ihre nachhaltige Nutzung und Wiederherstellung ist daher in unser aller höchstem Interesse. Die Ramsar Konvention bietet hierfür einen stabilen internationalen Rahmen und ist von großer Bedeutung für Erhalt dieser einzigartigen Naturräume“, so Thekla Walker.

Der Konstanzer Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn begrüßte die Gäste in der Konzilsstadt und stellte unter dem Leitmotiv „global denken, lokal handeln“ kommunale Ansätze vor. Er hob hervor, wie wichtig es ist, Naturschutz, Naherholung, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung im Sinne des „Wise Use“-Prinzips, also der nachhaltigen Nutzung, der Ramsar Konvention miteinander in Einklang zu bringen. Zugleich würdigte er die Arbeit lokaler Naturschutzorganisationen.

Exkursion ins Ramsar-Gebiet Mindelsee 2 Quelle: GNF

Internationale Perspektiven und praktische Beispiele

Einen globalen Überblick über die Chancen weltweiter Abkommen auf lokaler Ebene gab Dr. Musonda Mumba, Generalsekretärin der internationalen Feuchtgebiets-Konvention. Sie zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Akteure vor Ort und appellierte daran, eine starke Brücke zur nächsten Generation zu schlagen, um der Jugend einen intakten Planeten zu hinterlassen. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Dr. Mumba eine offizielle Ramsar-Urkunde sowie die Ramsar-Flagge an das BMUKN, vertreten durch Rita Schwarzelühr-Sutter.

Wie die Instrumente der Konvention konkret angewendet werden, zeigten mehrere Praxisberichte. Dr. Kim Grützmacher, Leiterin des Fachgebiets Internationaler Naturschutz beim Bundesamt für Naturschutz (BfN), gab Einblicke in die bundesweite Umsetzung des Ramsar-Regelwerks. Dr. Raphael Rehm von der ARGE Schwäbisches Donaumoos e.V. präsentierte das Schwäbische Donaumoos als Modellregion für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung. Susanne Pimentel vom Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört stellte die grenzüberschreitende Ramsar-Zusammenarbeit am Oberrhein vor und machte damit die internationale Dimension direkt vor der Haustür sichtbar.

Innovative Ansätze für den urbanen Feuchtgebietsschutz präsentierten Udo Gattenlöhner, Geschäftsführer des Global Nature Fund, Marion Klose, Leiterin des Amts für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Konstanz, sowie Dr. Mathias Scholz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ. Im Mittelpunkt standen Zukunftsmodelle für eine nachhaltige städtische Entwicklung, darunter die Auszeichnung „Wetland City“ der Ramsar Konvention, sowie die Herausforderungen eines nachhaltigen städtischen Wassermanagements am Beispiel von Konstanz und der Renaturierung im Leipziger Auwald. Die Botschaft war eindeutig: Moderne Stadtentwicklung und wirksamer Naturschutz schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich.

Nationale und internationale Expertinnen und Experten, darunter Ann Christin Kornelsen, Gründerin der Mission to Marsh gGmbH, Elena Kmetova-Biro, Projektkoordinatorin LIFE WILDisland, der Ramsar-Jugendvertreter für Deutschland Moritz Röhlke sowie Dr. Mumba, diskutierten über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Mooren und Feuchtgebieten. Weitere Themen waren internationale Kooperationen im Rahmen der Konvention, die Beteiligung junger Menschen sowie politische und praktische Herausforderungen beim Schutz und bei der Wiederherstellung von Feuchtgebieten. Die Diskussion zeigte auch Perspektiven für Deutschland auf und verdeutlichte, welche Chancen eine stärkere Vernetzung von Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft bietet.

Zum Abschluss des Vormittages fand Rita Schwarzelühr-Sutter eindringliche Worte, die die Zukunftsrelevanz der Feuchtgebietsarbeit unterstrichen.

Exkursion ins Ramsar-Gebiet Wollmatinger Ried 2 . Quelle: Global Nature Fund

Ramsar-Gebiete als Orte gelebten Naturschutzes

Nach dem intensiven Vormittagsprogramm und einer Pause wechselten die Teilnehmenden bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad direkt in die Feuchtgebiete. Auf drei Exkursionsrouten erlebten sie Naturschutz im Feuchtgebiet internationaler Bedeutung „Bodensee: Wollmatinger Ried – Gierenmoos und Mindelsee“ aus nächster Nähe.

Die Führungen durch das Wollmatinger Ried, das größte und älteste Naturschutzgebiet am deutschen Bodenseeufer und Herzstück des dortigen Ramsar-Areals, wurden vom NABU-Bodenseezentrum geleitet. Der BUND Baden-Württemberg führte die Gruppe um den Mindelsee und zeigte, wie der Erhalt naturnaher Wälder und Niedermoore zur regionalen Biodiversität beiträgt und zugleich internationale Schutzstandards erfüllt. Die Exkursionen machten deutlich: Ramsar-Gebiete sind keine statischen Denkmäler, sondern vitale Zukunftsorte des globalen Klimaschutzes.

Die Jubiläumsveranstaltung veranschaulichte, dass Feuchtgebiete 50 Jahre nach dem Beitritt Deutschlands zur Ramsar-Konvention wichtiger denn je sind. Das gemeinschaftliche Engagement und die vielfältigen Beiträge machten den Tag zu einer Veranstaltung voller Begegnungen und starker Impulse für den bundesweiten Feuchtgebietsschutz.

 

 


Quelle: Global Nature Fund

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OOWV treibt Ausbau der Infrastruktur weiter voran

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat seine Investitionen in die Infrastruktur erneut erhöht. Im vergangenen Jahr flossen 107 Millionen Euro in die Wasserversorgung und weitere 58 Millionen Euro in die Abwasserbeseitigung. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am Dienstag beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies einer weiteren leichten Steigerung.

Klimawandel, steigender Wasserbedarf und höhere Anforderungen an die kritische Infrastruktur prägen die Arbeit des OOWV zunehmend.

„Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Netze, Anlagen und Werke konsequent weiterentwickeln und auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten“, sagte Verbandsvorsteher Sven Ambrosy. „Mit diesen Investitionen schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass die Menschen und Unternehmen im Nordwesten auch künftig auf eine sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung vertrauen können.“

OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht verwies auf die langfristige Entwicklung: „Die Investitionen in die Wasserversorgung haben sich seit 2018 nahezu verfünffacht. Das zeigt, wie konsequent wir den Ausbau und die Modernisierung unserer Infrastruktur in den vergangenen Jahren vorangetrieben haben.“

Anhaltend hoher Wasserbedarf

Wie notwendig dieser Kurs ist, zeigt der anhaltend hohe Wasserbedarf. Die Trinkwasserabgabe lag 2025 bei 84,8 Millionen Kubikmetern – 1,1 Millionen Kubikmeter mehr als im Vorjahr und 4,3 Millionen Kubikmeter mehr als 2023.

Zu den größten Projekten zählt der Neubau des Wasserwerks Marienhafe im Landkreis Aurich. Das moderne Wasserwerk befindet sich inzwischen auf der Zielgeraden und soll die Trinkwasserversorgung in der Region langfristig sichern sowie flexibler auf künftige Anforderungen reagieren. Ein weiteres Schlüsselprojekt ist die Wassertransportleitung von Sandelermöns im Landkreis Friesland nach Diekmannshausen in der Wesermarsch. Sie soll künftig zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Wassermengen innerhalb des Versorgungsnetzes zu verteilen und damit insbesondere in Trockenzeiten die Versorgungssicherheit weiter erhöhen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigte sich erst in der vergangenen Woche. Am 26. Juni gaben die 13 OOWV-Wasserwerke innerhalb von 24 Stunden 320.163 Kubikmeter Trinkwasser ab. An einem gewöhnlichen Tag liegt die Abgabemenge zwischen 220.000 und 230.000 Kubikmetern. Darüber hinaus zählt die Brauchwasseranlage Nordenham in der Wesermarsch zu den zentralen Bausteinen der Wasserstrategie des OOWV. Ziel ist es, Industrieunternehmen verstärkt mit Brauchwasser zu versorgen und so wertvolle Trinkwasserressourcen zu schonen. Weitere Investitionen flossen unter anderem in das Speicherpumpwerk Kneheim sowie in zahlreiche Projekte zur Modernisierung und Erneuerung der bestehenden Infrastruktur.

Kläranlagen werden modernisiert und erweitert

Auch im Bereich der Abwasserbeseitigung setzte der OOWV zahlreiche Ausbau- und Modernisierungsprojekte um. Auf der Kläranlage Oldenburg wurde die Modernisierung und Erweiterung der Schlammbehandlung fortgeführt. Gleichzeitig wird die energetische Eigenversorgung des Standorts ausgebaut. Mit einem neuen Faulturm und der Erneuerung weiterer technischer Anlagen schafft der Verband die Voraussetzungen, um den steigenden Anforderungen an die Abwasserreinigung und Klärschlammverwertung langfristig gerecht zu werden. Die Anlage übernimmt dabei eine zentrale Rolle für die Klärschlammbehandlung im Verbandsgebiet und bildet einen wichtigen Baustein für die künftige Klärschlammverwertung über die Monoverbrennungsanlage KENOW in Bremen, die der OOWV gemeinsam mit Partnern realisiert hat.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Kläranlagen Lindern im Landkreis Cloppenburg und Esens im Landkreis Wittmund. In Lindern wird die Abwasserreinigung umfassend modernisiert, um einen langfristig sicheren und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. In Esens erweitert der OOWV die Kapazität der Anlage, um dem regionalen Wachstum und den saisonal stark schwankenden Abwassermengen gerecht zu werden. Zusätzlich setzte der Verband weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Eigenversorgung seiner Anlagen um.

„Die Anforderungen an die Abwasserbeseitigung nehmen kontinuierlich zu – sei es durch neue gesetzliche Vorgaben, den Klimawandel oder steigende Erwartungen an den Gewässer- und Umweltschutz“, sagte OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. „Unsere Investitionen dienen deshalb nicht nur dem Erhalt bestehender Anlagen. Sie erhöhen die Entsorgungssicherheit, stärken die Resilienz unserer Infrastruktur und schaffen die Voraussetzungen dafür, auch künftig verlässlich handeln zu können.“

Die Verbandsversammlung entlastete Vorstand und Geschäftsführung einstimmig für das Wirtschaftsjahr 2025.

Zum OOWV


Quelle: OOWV

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Warum Meerestiere in Klimakrisen kleiner werden

Ob Muscheln, Krebse oder Fische: Meerestiere reagieren seit Hunderten Millionen Jahren auf Umweltkrisen häufig mit einer Abnahme ihrer Körpergröße. Das zeigt eine neue Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit den Universitäten Warschau und Lille. Demnach ist der sogenannte „Lilliput-Effekt“ insbesondere während starker globaler Erwärmungsphasen ausgeprägt. Die Forschenden sehen darin ein Warnsignal im Hinblick auf den heutigen Klimawandel. Ihren Ergebnissen zufolge könnte die aktuelle Erderwärmung ebenfalls dazu führen, dass Meerestiere künftig kleiner werden.

Für die Studie wertete das Forschungsteam fast 9.000 Größenänderungen aus fossilen, historischen und modernen Untersuchungen aus. Dadurch konnten Veränderungen der Körpergröße von Meerestieren über einen Zeitraum von rund 450 Millionen Jahren miteinander verglichen werden.

„Unsere Daten belegen, dass die Abnahme der Körpergröße eine allgemeine Reaktion von Meerestieren auf Umweltkrisen ist“, sagt Dr. Paulina Nätscher, frühere Wissenschaftlerin am Lehrstuhl für Paläoumwelt an der FAU und Erstautorin der Studie. „Wir beobachten dieses Phänomen in sehr unterschiedlichen Tiergruppen, von Zwergwuchs in einzelnen Arten bis hin zu einer Dominanz kleinerer Arten in ganzen Lebensgemeinschaften. Er ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Ökosysteme unter Stress stehen.“

Erwärmungsphasen zeigen besonders starke Veränderungen

Besonders deutlich fielen die Veränderungen während Phasen globaler Erwärmung aus.

„Bei allen Umweltkrisen, ob sie durch Erwärmung herbeigeführt wurden oder nicht, liegt ein Rückgang der Körpergröße in Lebensgemeinschaften vor“, erklärt ihr Kollege Dr. Kenneth De Baets von der Universität Warschau. „Besonders ist jedoch, dass Krisen mir starker Erwärmung zu deutlich stärkeren und wechselhafteren Veränderungen direkt innerhalb der Arten führen; also zu einer echten Verzwergung. Im Durchschnitt fallen diese Effekte etwa doppelt so stark bei Erwärmung aus, wie bei anderen Krisen.“

Auch der Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Körpergröße sei deutlich erkennbar, sagt Professor Wolfgang Kießling, Leiter des Lehrstuhls für Paläoumwelt an der FAU. Demnach nehme der Rückgang der Körpergröße mit steigenden Temperaturen zu. Die Erdgeschichte liefere damit ein deutliches Warnsignal für die Zukunft der Ozeane.

Langfristige Folgen für Meeresökosysteme

Den Ergebnissen zufolge ist der heute beobachtete Trend zu kleineren Fischen und wirbellosen Meerestieren kein kurzfristiges Phänomen, sondern Teil eines langfristigen Musters. Setzt sich die globale Erwärmung fort, könnten kleinere Körpergrößen in den Weltmeeren künftig häufiger auftreten – mit möglichen Auswirkungen auf Nahrungsketten und Fischerei.

Zur Studie

Originalpublikation: Unique fingerprint of marine ectotherm body size change during hyperthermal crises | PNAS

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OOWV zeichnet erfolgreiche Ausbildungsabsolventen aus

13 Nachwuchskräfte haben ihre Ausbildung beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern feierten sie am Dienstag im Wasser-Wald-Zentrum (WWZ) in Schortens ihren Ausbildungsabschluss. Der außerschulische Lernstandort des OOWV verdeutlicht die enge Verbindung von Wasser- und Waldschutz und zeigt zugleich die Bedeutung der Aufgaben, die die Nachwuchskräfte künftig übernehmen.

„Ausreichend sauberes Wasser ist lebenswichtig für jeden Einzelnen von uns und unentbehrlich für die Gesellschaft als Ganzes“, sagte Karsten Wünsche, OOWV-Bereichsleiter für Unternehmensentwicklung und Struktur. „Wer wie wir – und alle rund 1130 Mitarbeitenden des OOWV – in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung arbeitet, kann dies mit dem guten Gefühl tun, eine sinnvolle, ja unentbehrliche Aufgabe zu erfüllen.“

Auszeichnung für besondere Ausbildungsleistungen

Besonders erfolgreich verlief der Ausbildungsabschluss für drei Nachwuchskräfte: Chemielaborantin Teresa Klose, die im Trinkwasserlabor in Nethen ausgebildet wurde, verkürzte ihre Ausbildungszeit und schloss mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Ebenfalls ihre Ausbildung verkürzt hat Metallbauer Renke Gronau aus der Metallwerkstatt der Kläranlage Oldenburg, der zudem als Jahrgangsbester seines Ausbildungsberufs ausgezeichnet wurde. Florian Fitz, der im Wasserwerk Aurich ausgebildet wurde, erzielte ebenfalls den besten Abschluss seines Ausbildungsberufs und wurde darüber hinaus Landesbester im Beruf Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Auch die Industriekaufleute Janne Brandt und Bastian Schwiede schlossen ihre Ausbildung verkürzt ab.

„Auf solche gut qualifizierten Mitarbeitenden sind wir angewiesen“, betonte die für Personalmanagement zuständige Abteilungsleiterin Lisa Schuldei.

Um Fachkräfte langfristig an den Verband zu binden, bietet der OOWV neben einer Tätigkeit in der Daseinsvorsorge vielfältige Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an. Florian Fitz nutzt dieses Angebot unmittelbar nach seinem Ausbildungsabschluss und beginnt ein Duales Studium der Siedlungswasserwirtschaft beim OOWV.

Im aktuellen Abschlussjahrgang waren sieben kaufmännische und gewerbliche Ausbildungsberufe sowie ein dualer Studiengang vertreten. Im August starten zudem 13 neue Auszubildende beim OOWV. Das Ausbildungsangebot reicht von den dualen Studiengängen Wirtschaftsinformatik und Siedlungswasserwirtschaft über kaufmännische Berufe, Fachinformatik, Chemielabor, Metallbau bis hin zu Umwelttechnologen für Wasserversorgungstechnik oder Abwasserbewirtschaftung. Informationen zu den Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bietet der OOWV auf seinem Karriereportal


Quelle: OOWV

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