Sozioökonomische Prädiktoren für ADHS: Eine epidemiologische Studie
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2890-1158
Das Auftreten einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und
ADHS-typischer Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen variiert in Abhängigkeit
von soziodemografischen und regionalen Faktoren. Ziel dieser Studie war es, die
Verteilung von auffälliger Hyperaktivität und die Zusammenhänge mit
soziodemografischen und regionalen Faktoren im Rahmen von
Schuleingangsuntersuchungen zu analysieren. Dazu wurden 2023/2024 in den
hessischen Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Fulda Querschnittsdaten, mittels
des Strengths and Difficulties Questionnaire (SDQ), erhoben (n=2832 Kinder;
Gesamtpopulation der beiden Landkreise: 465 088 [1]). Die Daten wurden
deskriptiv sowie bi- und multivariat analysiert, um soziodemografische und
regionale Prädiktoren für ein erhöhtes Hyperaktivitätslevel zu identifizieren.
7,2% der Kinder zeigten gemäß SDQ ein auffälliges Hyperaktivitätslevel;
männliches Geschlecht, ein niedriger subjektiver sozioökonomischer Status (SES)
und eine städtische Urbanität waren signifikant mit dem Auftreten ADHS-typischer
Symptomatik assoziiert.
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