Lese-Ansicht

KBV unterstützt Maßnahmen des BMG zum Bürokratieabbau und fordert weitere Entlastungen

Die vom Bundesgesundheitsministerium vorgestellten Maßnahmen für einen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen gehen der KBV nicht weit genug. „Die Maßnahmen sind richtig und längst überfällig. Sie reichen aber nicht aus, um den über Jahrzehnte angewachsenen Bürokratieberg in den Praxen abzubauen“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner in einem Gespräch mit den PraxisNachrichten.

Bei Cannabis-Erstverordnung immer ein Fertigarzneimittel – KBV bewertet gesetzliche Regelung neu

Bei der Erstverordnung von cannabishaltigen Arzneimitteln ist immer erst ein Fertigarzneimittel zu verordnen – auch außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebietes. Zu diesem Ergebnis kommt die KBV nach einer rechtlichen Neubewertung. Sie legt die gesetzliche Regelung damit jetzt anders aus als aktuell der GKV-Spitzenverband. Vom Bundesgesundheitsministerium wird eine Klarstellung erwartet.

G-BA entscheidet sich gegen Erweiterung der Darmkrebsfrüherkennung bei erhöhtem familiärem Risiko

Für Versicherte mit einem erhöhten familiär bedingten Risiko auf Darmkrebs wird es vorerst keine zusätzliche Früherkennungsuntersuchung geben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss heute gegen die Stimmen der KBV entschieden. Der bereits bestehende Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen auf Darmkrebs bleibt von dieser Entscheidung unberührt.

Mehr Befugnisse für Nachrichtendienste dürfen verfassungsrechtlich geschütztes Patientengeheimnis nicht gefährden

Ärzte und Psychotherapeuten sind von nachrichtendienstlicher Überwachung auszunehmen und in den Kreis der absolut geschützten Berufsgruppen aufzunehmen. Das fordert die KBV angesichts von Plänen der Bundesregierung, die Nachrichtendienste im Kampf gegen Bedrohungen mit mehr Befugnissen auszustatten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedet.

GKV-Spitzenverband verhindert wohnortnahe Versorgung schwer depressiver Patienten

Die Anwendung des Antidepressivums Spravato® ist weiterhin nur in psychiatrischen Praxen erlaubt. Eine von der KBV vorgeschlagene Ausweitung auf Praxen von Hausärzten und anderen Fachärzten mit dem Ziel, den schwer kranken Patienten eine wohnortnahe Behandlung zu ermöglichen, hat der GKV-Spitzenverband am Mittwoch im Bewertungsausschuss abgelehnt.

Spargesetz tritt in Kraft: Das sind die Auswirkungen für Praxen

Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz mit seinen verheerenden Auswirkungen für Praxen ist heute in Kraft getreten. Allein im nächsten Jahr sollen im ambulanten Bereich rund drei Milliarden Euro eingespart werden. Was das für Ärzte und Psychotherapeuten bedeutet und welche neuen Belastungen auf sie zukommen, hat die KBV in einer PraxisInfo zusammengefasst. Eine Sparliste zeigt zudem, was künftig alles nicht mehr bezahlt wird.

Steiner stellt KBV-Konzept vor: eÜberweisung muss einfach und effizient funktionieren

Überweisungen sollen künftig elektronisch erfolgen und die Patientensteuerung unterstützen. Wie das im Praxisalltag funktionieren kann, zeigt das Konzept der KBV. Kernelement ist dabei ein Versorgungsfachdienst in der Telematikinfrastruktur, der einen schnellen Austausch von medizinischen und administrativen Informationen zwischen Praxen ermöglicht.
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