Lese-Ansicht

Übergangslösung für Hybrid-DRG: Zuschläge für Eingriffe bei Kindern in den EBM aufgenommen

Hybrid-DRG sind auch wieder für Kinder-OPs möglich. Aufgrund der späten gesetzlichen Änderung ist eine Anpassung der sektorengleichen Fallpauschalen allerdings erst 2027 möglich. Als schnelle Übergangslösung haben die Vertragspartner im Bewertungsausschuss jetzt befristete Zuschläge in Höhe von 60 Prozent in den EBM aufgenommen. Sie können rückwirkend ab 16. April abgerechnet werden.

Hofmeister: „Das Spargesetz trifft alle“ – Entbudgetierung wird durch die Hintertür abgeräumt

Mit eindringlichen Worten kritisiert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister, die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die ambulante Versorgung. Das Gesetz betreffe neben den Fachärzten auch die Haus- und Kinderärzte sowie die Psychotherapeuten. Zudem untergrabe es das Vertrauen der Ärzteschaft in die Politik und konterkariere weitere wichtige Vorhaben im Gesundheitswesen wie die primärärztliche Versorgung.

Hofmeister: Der Aufwand für die Teil-AU ist vollkommen unleistbar

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat das Bundeskabinett als weitere Neuerung auch eine Teil-Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschlossen. Erklärtes Ziel ist es dabei, dass der Arzt im Einvernehmen mit dem Patienten dessen Arbeitsunfähigkeit stufenweise einordnet. Doch der damit verbundene Aufwand für Ärztinnen und Ärzte wäre alles andere als angemessen, kritisiert der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. Stephan Hofmeister.

„Das schädigt die vertrauensvolle Arzt-Patient-Beziehung“ – Steiner kritisiert geplanten Krankenkassen-Zugriff auf Patientendaten

Mit deutlichen Worten kritisiert KBV-Vorstandsmitglied Dr. Sibylle Steiner die Schwachstellen des geplanten Gesundheits-Digitalgesetzes der Bundesregierung. Erweiterte Zugriffsrechte der Krankenkassen auf Daten aus elektronischen Patientenakten seien völlig inakzeptabel und hätten keinen nachgewiesenen Nutzen. Gleichwohl enthalte der Referentenentwurf unter anderem mit der Verbesserung der Betriebsstabilität der Telematikinfrastruktur auch positive Aspekte.

KBV: Klageweg wegen Psychotherapie-Vergütung beschritten

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hatte Anfang März gegen die Stimmen der Ärzteseite eine Absenkung der Honorare für Psychotherapeuten um 4,5 Prozent beschlossen. Dagegen hatte die KBV Klage beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg eingereicht. Derzeit prüfe zudem das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen.

Einnahmenorientiertes Leistungsangebot: Wie viele Behandlungsfälle Praxen künftig noch bezahlt bekommen

Um rund 2,7 Milliarden Euro will die Bundesregierung die Gelder für den ambulanten Bereich im nächsten Jahr kürzen. Wie sich das auf die Patientenversorgung auswirkt, hat die KBV gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen berechnet. In der Broschüre „Einnahmenorientiertes Leistungsangebot“ ist für alle Fachgruppen dargestellt, wie viele Behandlungsfälle die Praxen künftig noch bezahlt bekommen.

Digitalisierung als Chance und Herausforderung – Übertragung per Livestream

Um den Austausch über die Digitalisierung in Praxen zu fördern und Orientierung bei diesem komplexen Thema zu geben, lädt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung gemeinsam mit vier Kassenärztlichen Vereinigungen für den 20. Mai zu einer hybriden Tagung ein. Unter dem Motto „Starke Strukturen, smarte Lösungen: Digitalisierung in der ambulanten Versorgung“ sollen Möglichkeiten aufgezeigt und Herausforderungen diskutiert werden. Anmeldeschluss ist der 18. Mai.

KBV-Vorstand: „Keine Leistung ohne Vergütung“ – Rund 46 Millionen Behandlungsfälle könnten nächstes Jahr entfallen

Die Ärzte und Psychotherapeuten werden infolge des von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Spargesetzes ihr Leistungsangebot anpassen müssen. Das sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen heute auf der Vertreterversammlung in Hannover. „Wenn die Maßgabe ist, die gesetzliche Krankenversicherung gibt nur noch das Geld aus, das zuvor eingenommen wurde, dann gilt das auch für die Praxen“, betonte er. Im Umkehrschluss heiße das: „Keine Leistung ohne Vergütung!“

Einsparungen in Milliardenhöhe – VV-Mitglieder beraten über die weitere Entwicklung der ambulanten Versorgung

Die von der Bundesregierung beschlossenen Sparmaßnahmen für das Gesundheitswesen werden am Montag die Sitzung der KBV-Vertreterversammlung in Hannover bestimmen. Es geht um die unmittelbaren Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes für die Praxen und die Patientenversorgung. Die Sitzung ist öffentlich und wird ab 10 Uhr per Livestream übertragen.

Zi-Versorgungsatlas: Steigende Kosten durch zunehmende Multimorbidität

Bereits im mittleren Lebensalter sind fast 45 Prozent der Männer und Frauen in Deutschland von mindestens zwei chronischen Erkrankungen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt dieser Anteil kontinuierlich an. Eine aktuelle Studie kommt vor diesem Hintergrund zu dem Schluss, dass die Anforderungen an die ambulante Versorgung und damit auch die Kosten in Zukunft weiter steigen dürften.

LaborKompakt: Neue Ausgabe zum Thema Borreliose-Diagnostik veröffentlicht

Über die Diagnostik der frühen Lyme-Borreliose nach einem Zeckenstich informiert eine neue „LaborKompakt“-Ausgabe der KBV. Sie bietet Praxen auf zwei Seiten einen Überblick zu Symptomen, empfohlenen Testverfahren und Besonderheiten bei der Diagnosestellung. Ein Ablaufschema zur Labordiagnostik verdeutlicht das empfohlene Vorgehen bei begründetem klinischen Verdacht auf eine Borrelien-Infektion.
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