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Lindauer Seminar zeigt Lösungen für die Kanalnetze von morgen

29. Juni 2026 um 14:00

Auch 2026 wurde das Lindauer Seminar seinem Ruf als eine der bedeutendsten Fachveranstaltungen im Bereich Kanalmanagement gerecht. Mehr als 670 Teilnehmende aus Wissenschaft, Kommunen, Ingenieurbüros und Unternehmen nutzten die Veranstaltung, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für die Siedlungsentwässerung zu diskutieren. Ergänzt wurde das Fachprogramm durch eine Fachausstellung mit über 90 Unternehmen aus den Bereichen Reinigung, Inspektion und Sanierung.

Klimawandel, Investitionsdruck und Cybersicherheit

Zum Auftakt des Seminars standen die großen Herausforderungen der Branche im Mittelpunkt. Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann blickte auf die Entwicklung der Siedlungsentwässerung in den vergangenen Jahrzehnten zurück und spannte den Bogen von ersten optischen Inspektionsverfahren bis hin zu heutigen Anwendungen der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Erneuerung der alternden Kanalnetze weiterhin erhebliche Investitionen erfordert und die Anforderungen der Klimaanpassung die überwiegend gebührenfinanzierte Siedlungsentwässerung zunehmend unter wirtschaftlichen Druck setzen.

Wie stark Kommunen bereits heute gefordert sind, zeigte Dr.-Ing. Suzanne Mösel anhand verschiedener Beispiele zur klimaresilienten Stadtentwicklung. Maßnahmen wie Flächenentsiegelung, dezentrale Versickerung, Retentionsflächen und blau-grüne Infrastruktur seien wichtige Bausteine, stießen jedoch häufig an finanzielle, personelle und gesellschaftliche Grenzen. Die Anpassung an den Klimawandel erfordere vielerorts einen grundlegenden Umbau bestehender Strukturen.

Neben den Auswirkungen des Klimawandels rückte auch die Sicherheit kritischer Infrastrukturen in den Fokus. Moritz Samrock verdeutlichte, dass Cyberangriffe längst zu einem realen Risiko für Versorgungs- und Kommunikationssysteme geworden sind. Gleichzeitig betonte er, dass Resilienz und Schutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren deutlich verbessert wurden und kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen.

Kommunale Praxis zwischen Sanierung und Fachkräftemangel

Die Herausforderungen im kommunalen Alltag standen im Mittelpunkt weiterer Vorträge. Anne Lang berichtete über die Auswirkungen steigender Grundwasserstände auf Abwasseranlagen und die daraus resultierenden betrieblichen Belastungen. Um die Leistungsfähigkeit der Netze langfristig zu sichern, wurden umfangreiche Maßnahmen zur Abdichtung von Schächten und Leitungen umgesetzt. Neue Wege bei der Umsetzung großer Infrastrukturprojekte stellte Dr.-Ing. Christian Falk von der Stadtentwässerung Dortmund vor. Im Fokus stand das Modell des Totalunternehmers, bei dem Planung, Bau und weitere Leistungen gebündelt vergeben werden. Vor dem Hintergrund knapper personeller Ressourcen könne dieses Vorgehen die Projektabwicklung beschleunigen und Kommunen deutlich entlasten.

Aktuelle Erkenntnisse aus dem KomNetAbwasser präsentierte Christian Bone vom IKT. Neben dem Erfahrungsaustausch zwischen Netzbetreibern wurden neue technische Entwicklungen vorgestellt, darunter der Einsatz von Drohnen für die Inspektion von Abwasseranlagen.

Digitalisierung verändert das Kanalmanagement

Einen breiten Raum nahm die Digitalisierung ein. Nora Blase zeigte anhand von Open-Source-Lösungen wie QGIS und QKan, welche Möglichkeiten insbesondere kleinen und mittleren Netzbetreibern für Datenverwaltung, Zustandsbewertung und Sanierungsplanung zur Verfügung stehen.

Mit digitalen Werkzeugen für die Steuerung komplexer Infrastrukturprojekte beschäftigte sich Carl Philipp Friedinger. Sein Ansatz eines „Digitalen Projektrisiko-Zwillings“ soll helfen, Kosten, Termine und Risiken transparenter darzustellen und frühzeitig zu bewerten.

Prof. Florian Winter widmete sich der zunehmenden Bedeutung von Building Information Modeling (BIM) in der Siedlungsentwässerung. Ergänzend stellte Maximilian Erb Praxisbeispiele für die digitale Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Ingenieurbüros und Dienstleistern vor. Moderne WebGIS-Anwendungen ermöglichen dabei einen effizienteren Datenaustausch und unterstützen die Planung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen.

KI eröffnet neue Möglichkeiten

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Potenzialen der Künstlichen Intelligenz. Phillip Grimm präsentierte neue Ansätze zur Analyse und Lokalisierung von Fremdwasser in Kanalnetzen. Mithilfe vorhandener Messdaten und Machine-Learning-Verfahren können Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen gezielter geplant werden. Auch bei der Kanalinspektion und Zustandsbewertung gewinnt KI zunehmend an Bedeutung. Roman Streubel zeigte aktuelle Entwicklungen bei bildbasierten Inspektionsverfahren und der Erstellung digitaler Punktwolken. Kai Gantenbrinker berichtete aus der Praxis über KI-gestützte Zustandsbewertungen, die bereits heute Effizienzsteigerungen ermöglichen, jedoch weiterhin eine fachliche Nachbewertung erfordern.

Dass mit der Nutzung von KI auch neue Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit verbunden sind, machte Moritz Samrock in einem weiteren Vortrag deutlich. Neben technischen Schwachstellen rückten dabei insbesondere organisatorische Sicherheitsmaßnahmen und der verantwortungsvolle Umgang mit Daten in den Vordergrund.

Nachhaltigkeit und Zukunftsthemen der Branche

Nachhaltigkeitsaspekte spielten ebenfalls eine wichtige Rolle. Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres stellte Methoden zur Bilanzierung von CO₂-Emissionen in der Kanalinstandhaltung vor und zeigte auf, welche Potenziale insbesondere grabenlose Verfahren zur Emissionsreduzierung bieten können.

Mit der Abwasserwärmenutzung beschäftigte sich Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer. Vorgestellt wurden unterschiedliche technische Lösungen sowie die Anforderungen an Betrieb, Überwachung und Inspektion entsprechender Systeme.

Einen Blick auf die Zukunft des Berufsfeldes warf Dr. Linda Schlusemann. Sie erläuterte die Weiterentwicklung des Berufsbildes vom RKI zum Umwelttechnologen beziehungsweise zur Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und moderne Ausbildungsformate spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.

Effiziente Strategien für Betrieb und Werterhalt

Zum Abschluss standen Fragen der Instandhaltung und Betriebsoptimierung im Mittelpunkt. Arno Bauer stellte zustandsorientierte Inspektionsstrategien vor, die eine wirtschaftlichere Überwachung von Kanalnetzen ermöglichen. Ergänzend zeigte Jörg Otterbach anhand verschiedener Praxisbeispiele die Potenziale von Value Engineering für komplexe Infrastrukturprojekte auf.

Michael Mahr verdeutlichte die Bedeutung langfristiger Sanierungskonzepte für kommunale Entwässerungssysteme. Strategische Planungen können helfen, Investitionen gezielter einzusetzen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Jan Döring stellte schließlich digitale Schacht-Zoom-Kameras als ressourcenschonende Alternative zur klassischen TV-Inspektion vor.

Abschied von Prof. Max Dohmann

Mit der 38. Veranstaltung endete zugleich die langjährige Tätigkeit von Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann als wissenschaftlicher Leiter des Lindauer Seminars. Über Jahrzehnte prägte er die fachliche Ausrichtung der Veranstaltung und trug maßgeblich dazu bei, das Seminar zu einer der wichtigsten Plattformen für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Bereich der Siedlungsentwässerung zu entwickeln.

Fazit

Die Beiträge des Lindauer Seminars 2026 machten deutlich, dass die Branche vor vielfältigen Herausforderungen steht. Gleichzeitig wurden zahlreiche praxisnahe Lösungen vorgestellt – von digitalen Werkzeugen und KI-Anwendungen über nachhaltige Infrastrukturstrategien bis hin zu neuen Ansätzen für Betrieb, Sanierung und Klimaanpassung. Damit bot die Veranstaltung erneut wertvolle Impulse für Netzbetreiber, Kommunen, Ingenieurbüros und Dienstleister.


Quelle: JT_elektronik GmbH

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Grundfos stärkt Wasseraufbereitung

29. Juni 2026 um 13:15

 

Angesichts der weltweit wachsenden Herausforderungen im Bereich Wasser gewinnt eine zuverlässige, nachhaltige und effiziente Wasseraufbereitung für die Getränkeindustrie zunehmend an Bedeutung. Mit der Übernahme des deutschen Unternehmens EUWA baut Grundfos seine Kompetenzen in diesem Bereich weiter aus und richtet den Fokus verstärkt auf Lösungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie.

Fokus auf Wasseraufbereitung für die Getränkeindustrie

EUWA ist auf Wasseraufbereitungslösungen für die Getränkeindustrie spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, konstruiert und liefert Anlagen für Brauereien sowie Hersteller von Erfrischungsgetränken in mehr als 110 Ländern und zählt dabei einige der weltweit größten Getränkehersteller zu seinen Kunden.

Das Unternehmen gilt als Technologieführer im Bereich der Wasseraufbereitung für die Herstellung von Bier und Erfrischungsgetränken. Mit fundiertem Prozess-Know-how sowie flexiblen, effizienten und maßgeschneiderten Lösungen trägt EUWA dazu bei, den Verbrauch von Wasser, Chemikalien und Energie zu reduzieren.

Tom Finke, Head of Water Treatment bei Grundfos, sagt zur Übernahme: „EUWA setzt ebenso wie Grundfos auf starke Werte und einen klaren Fokus auf Nachhaltigkeit. Die fundierten Prozesskenntnisse und die einzigartige Technologie von EUWA, darunter auch die hygienischen Designs für die Getränkeindustrie, stärken unsere Fähigkeit, die komplexen Herausforderungen unserer Kunden zu adressieren. Die Übernahme ist ein logischer Schritt im Rahmen des weiteren Ausbaus unseres Wasseraufbereitungsgeschäfts und Ausdruck unserer Ambition, die Getränkeindustrie künftig noch besser zu bedienen.“

Die Übernahme von EUWA ist Teil einer Reihe von Investitionen, mit denen das dänische Unternehmen seine Kompetenzen im Bereich Wasseraufbereitung weiter ausbauen möchte.

Reibungsloser Übergang geplant

Auch Michael Eumann, Geschäftsführer von EUWA, begrüßt den Schritt: „Ich bin sehr stolz darauf, dass das Erbe und die Lösungen von Euwa – geprägt von starken Werten und engen Kundenbeziehungen – künftig noch mehr Kunden weltweit erreichen werden. Dass Grundfos den Wert dessen erkennt, was wir aufgebaut haben, gibt mir großes Vertrauen, dass Euwa auch in Zukunft weiter wachsen und unsere Kunden bestmöglich bedienen wird. Ich freue mich darauf, die weitere Entwicklung des Unternehmens zu verfolgen.“

EUWA wird mit sofortiger Wirkung Teil von Grundfos. Der Fokus liegt nun auf einem reibungslosen Übergang. Gleichzeitig will das Unternehmen den stabilen Betrieb für Kunden, Partner und Mitarbeitende sicherstellen.


Quelle: Grundfos /EUWA

 

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Städte gegen Hitze wappnen

29. Juni 2026 um 07:17

Neue Hitzerekorde werden in immer kürzeren Abständen gemessen, gleichzeitig nehmen Starkregen- und Hagelereignisse zu. Für Städte entstehen dadurch erhebliche Herausforderungen. Dach- und Fassadenbegrünungen gelten als wirksame und nachhaltige Maßnahme, um den Folgen dieser Entwicklungen zu begegnen. Begrünte Dächer können große Mengen Niederschlagswasser aufnehmen und zurückhalten. Zudem schützen Dach- und Fassadenbegrünungen Gebäude vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgen durch Verdunstung für eine natürliche Kühlung. Damit tragen sie zur Klimaanpassung und zur Verbesserung der Lebensqualität in Städten bei.

Bereits 2018 belegte eine deutschlandweite Studie der Gesundheitsökonomen Karlsson und Ziebarth die negativen Auswirkungen von Hitzetagen auf die Gesundheit. Grundlage waren bundesweite Gesundheits- und Wetterdaten über einen Zeitraum von zehn Jahren. Demnach stieg während Hitzeereignissen die Sterblichkeit um rund 12 %, die Zahl der Krankenhauseinweisungen um etwa 6 %. Die gesundheitsbezogenen Kosten wurden auf bis zu 5 Mio. € pro 10 Millionen Einwohner und heißem Tag (über 30 °C) geschätzt.

Gebäudegrün als Baustein der Klimaanpassung

Die zunehmenden Temperaturrekorde und Extremwetterereignisse verdeutlichen nach Ansicht des Bundesverbands GebäudeGrün e.V. (BuGG), wie wichtig die Anpassung von Städten an die Folgen des Klimawandels ist. Die Vermeidung von Hitzestress und Überflutungen werde zu einer zentralen Aufgabe der Stadtentwicklung.

Im Mittelpunkt steht dabei eine wassersensible Planung mit Gründächern, die dazu beitragen können, Überschwemmungen vorzubeugen. Gleichzeitig übernehmen Pflanzen auf Dächern und an Fassaden wichtige Funktionen bei der Hitzeanpassung. Durch Verschattung und Verdunstung kühlen sie Gebäude und ihr Umfeld und wirken damit dem städtischen Hitzeinseleffekt entgegen. Der Fachverband verweist in diesem Zusammenhang auf verschiedene Fakten und Studien zu den positiven Wirkungen von Gebäudegrün.

Kühlende Wirkung im urbanen Raum

Mehrere Studien belegen die positiven Effekte von Dach- und Fassadenbegrünungen auf das Stadtklima. Eine Modellanalyse des Deutschen Wetterdienstes und des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG) für die Stadt Essen zeigt, dass Bereiche mit einem sehr hohen Anteil begrünter Dachflächen von einer Abkühlung um bis zu 0,7 Kelvin profitieren. Auch Fassadenbegrünungen können einen spürbaren Beitrag zur Temperaturreduzierung leisten. Laut einer Studie von BOKU und TU Wien entspricht die Transpirationsleistung und Sauerstoffproduktion von 850 m² Fassadenbegrünung der Leistung von 45 Klimakühlgeräten mit acht Stunden Betriebsdauer und einer Leistung von jeweils 3.000 Watt.

Eine Untersuchung der TU Berlin kommt zu dem Ergebnis, dass eine flächendeckende Fassadenbegrünung die sommerliche Wärmebelastung insbesondere in stark versiegelten Bereichen mit geringer Luftzirkulation um bis zu 52 % reduzieren kann. Eine internationale Analyse mehrerer europäischer Städte zeigt zudem, dass vertikale Begrünungen die lokale Lufttemperatur je nach Standort, Begrünungsdichte und Bewässerung um bis zu 5 °C senken können.

Rückhalt von Regenwasser bei Starkregen

Neben den klimatischen Vorteilen leisten Gründächer auch einen wichtigen Beitrag zum Regenwassermanagement. Insbesondere Retentionsgründächer speichern Niederschlagswasser in einer speziellen Dränschicht und geben es zeitverzögert wieder ab. Dadurch können bei Starkregenereignissen große Wassermengen zurückgehalten und die Kanalisation entlastet werden. Dies verringert den Bedarf an größeren Rohrdimensionierungen und zusätzlichen Regenwasserrückhaltebecken. Gleichzeitig steht ein Teil des gespeicherten Wassers den Pflanzen zur Verfügung.

Bei einer höheren extensiven Dachbegrünung mit einer Substrathöhe von 16 cm liegt der Spitzenabflussbeiwert Cs bei 0,3. Das bedeutet, dass rund 70 % eines Starkregens nicht unmittelbar abgeleitet werden und somit die Kanalisation entlasten.

Längere Lebensdauer der Dachabdichtung

Nach einer gemeinsamen Umfrage des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG) und des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks unter Dachdeckerbetrieben profitieren Dachabdichtungen unter Gründächern von einer längeren Lebensdauer. In rund 55 % der Fälle beträgt die Zeit bis zur ersten größeren Reparatur mehr als 20 Jahre. Bei Solargründächern liegt dieser Anteil bei etwa 45 %.

Bei ungeschützten Dachabdichtungen fällt die Lebensdauer dagegen kürzer aus. Hier liegt sie in etwa 35 % der Fälle zwischen 16 und 20 Jahren, während nur rund 25 % der Dachabdichtungen eine Lebensdauer von mehr als 20 Jahren erreichen. Bei nicht begrünten Dachabdichtungen mit PV-Anlage beträgt dieser Anteil etwa 15 %, weitere rund 25 % erreichen eine Lebensdauer zwischen 16 und 20 Jahren.

Die vielen Vorteile von Dach- und Fassadenbegrünungen sind in der BuGG-Fachinformation „Positive Wirkungen von Gebäudebegrünungen“ übersichtlich zusammengefasst. Die Broschüre ist kostenfrei auf der
Webseite des BuGG erhältlich.

Mehr Informationen

Quelle: Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG)

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Schwammstadt-Projekt am Steinbach erhält infra.green.award 2026

26. Juni 2026 um 12:21

Der Bundesfachverband Betonkanalsysteme e.V. (FBS) hat auf der IFAT 2026 in München zum zweiten Mal den infra.green.award verliehen. Die Auszeichnung ging an die Zink Ingenieure aus Lauf für das Projekt „Wie der Steinbach zum Vorbild wird – eine innovative Kombination aus Hochwasserschutz, naturraumgerechter Gewässerentwicklung und intelligenter Nutzung von Betonfertigteilen im Sinne des Schwammstadtkonzepts.“

Mit dem infra.green.award zeichnet der FBS innovative Projekte, Ideen und Konzepte aus, die Betonbauteile für eine nachhaltige und ressourcenschonende Regenwassernutzung einsetzen. Ziel ist es, zukunftsweisende Ansätze für eine klimaangepasste Infrastruktur sichtbar zu machen und deren Umsetzung zu fördern. Teilnahmeberechtigt sind öffentliche Netzbetreiber und Ingenieurbüros, die mit ihren Projekten im Regenwassermanagement zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Hochwasserschutz am Steinbach neu gedacht

Das ausgezeichnete Projekt wurde am Steinbach im Raum Baden-Baden/Bühl umgesetzt. Dort wurde auf einer Länge von rund 340 Metern eine hydraulische Engstelle im Bereich der Sportschule Steinbach beseitigt. Gleichzeitig wurden instabile Böschungen gesichert, um den Gewässerabschnitt gegen ein 100-jährliches Hochwasser zu wappnen und die ökologische Durchgängigkeit zu verbessern.

Grundlage der Maßnahme sind großformatige Betonfertigteile in U-Form. Entwickelt wurde die Lösung gemeinsam vom Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl, dem Ingenieurbüro Zink Ingenieure, dem Betonwerk Beton Müller aus Achern und dem Bauunternehmen Josef Welle GmbH. Die individuell gefertigten U-Profile sorgen für einen sicheren Wasserabfluss bei hohen Wasserständen, erhöhen die Standsicherheit der Ufer und reduzieren den Flächenbedarf sowie Eingriffe in die vorhandene Infrastruktur.

Naturnahe Gestaltung des Gewässers

Neben dem technischen Hochwasserschutz spielte auch die ökologische Aufwertung des Baches eine wichtige Rolle. Der Boden des bisherigen Bachbetts wurde als Substrat im neuen Gewässerprofil wiederverwendet, um die natürlichen Lebensraumbedingungen zu erhalten.

Ergänzend wurden Natursteine als sogenannte Störsteine in den Fließweg eingebaut. Sie schaffen unterschiedliche Strömungsverhältnisse, verhindern die Auswaschung von Substrat und unterstützen die natürliche Entwicklung des Gewässers.

„Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel für interdisziplinäre Zusammenarbeit“, betont Johannes Sackmann, Mitglied der Geschäftsführung von Zink Ingenieure. „Zweckverband, Planer, Betonwerk und Bauunternehmen haben von Beginn an gemeinsam nach der besten Lösung gesucht und gezeigt, wie sich technischer Hochwasserschutz und ökologische Aufwertung erfolgreich vereinen lassen.“

Auszeichnung für klimaangepasste Infrastruktur

Die Investitionssumme des Projekts liegt bei rund 4,9 Millionen Euro. Gefördert wird die Maßnahme durch das Land Baden-Württemberg. Für den Zweckverband Hochwasserschutz Raum Baden-Baden/Bühl stellt das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Verbandsgebiet dar und gilt zugleich als Beispiel für eine moderne Wasserwirtschaft.

„Für mich sind immer die direkt betroffenen Anwohner wichtig – und auch die sind hier in Steinbach sehr zufrieden“, unterstreicht Viviane Walzok, Geschäftsführerin des Zweckverbandes.

Auch Joachim Strack, Geschäftsführer von Beton Müller, hebt die Bedeutung des Projekts hervor: „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie man die Stärken des mineralischen Baustoffs Beton nutzen kann, um Hochwasserschutz und Umweltbelange miteinander zu verbinden. Beton wird hier nicht als Gegensatz zur Natur verstanden, sondern als konstruktiver Möglichmacher für mehr Sicherheit, ökologische Vielfalt und Klimaanpassung.“

Mit der Auszeichnung des Projekts „Wie der Steinbach zum Vorbild wird“ unterstreicht der infra.green.award 2026 die Bedeutung innovativer Betonanwendungen für eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung und eine klimaresiliente Infrastruktur.

Weitere Informationen

Quelle: Bundesfachverband Betonkanalsysteme e.V. (FBS)

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Interview mit Christian Funke, Matthias Funke und Dr. Tobias Westhues: „Nachhaltigkeit bedeutet für uns intelligente Materialentscheidungen“

26. Juni 2026 um 08:49

Seit mehr als 30 Jahren zählt das HS®-Kanalrohrsystem zu den prägenden Lösungen von Funke Kunststoffe im Kanalbau. Was einst den Grundstein für den Wandel vom klassischen Rohrhersteller zum Systemanbieter legte, steht heute zugleich für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit. Mit den neuen Produktreihen Funke Pipe2Pipe® und Funke Plant2Pipe® entwickelt das Unternehmen diesen Ansatz konsequent weiter und setzt verstärkt auf Ressourcenschonung, CO₂-Reduktion und die Schließung von Wertstoffkreisläufen.

Im Interview sprechen Christian Funke, kaufmännischer Geschäftsführer, Matthias Funke, technischer Geschäftsführer, und Dr. Tobias Westhues, Team Produktmanagement/-entwicklung, über die Entwicklung des HS®-Kanalrohrsystems, den Stellenwert nachhaltiger Systemlösungen und die Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Infrastruktur.

Inwiefern beeinflusst der Anspruch auf Generationengerechtigkeit die Entwicklung langlebiger und nachhaltiger Rohrsysteme sowie Ihre langfristige Unternehmensstrategie?

Christian Funke: „Generationengerechtigkeit verstehen wir als einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das beginnt in der Produktion. Wir stellen unsere Produkte so her, dass sie qualitativ hochwertig, langlebig und funktional sind, aber ohne Rohstoffe zu verschwenden. Gleichzeitig achten wir darauf, anfallende Reststoffe oder Ausschuss konsequent in Kreisläufen weiter zu nutzen und damit Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.Darüber hinaus spielt die Gestaltung unserer Lieferketten eine wesentliche Rolle. Wir setzen bewusst auf kurze, möglichst regionale Beschaffungswege und auf europäische Lieferanten, wo immer das sinnvoll und möglich ist. Das reduziert nicht nur Emissionen, sondern sorgt auch für Transparenz, Rechtssicherheit und Stabilität in der Wertschöpfung. Gerade im Einkauf zeigt sich immer wieder, wie viele Vorprodukte tatsächlich regional verfügbar sind – oft mehr, als man zunächst erwartet.“

Matthias Funke: „Darüber hinaus ist uns noch ein weiterer Aspekt in diesem Zusammenhang wichtig. Nachhaltiges und generationengerechtes Handeln ist bei uns kein Top-down-Thema. Dieser Ansatz wird von unseren Mitarbeitenden einerseits mitgetragen, andererseits aber auch im Arbeitsalltag immer wieder konstruktiv hinterfragt. Dieses gemeinsame Bewusstsein, Ressourcen, Prozesse und Entscheidungen kritisch zu prüfen, verstehen wir als wesentlichen Bestandteil unserer Unternehmenskultur – und als unseren Beitrag zu einer verantwortungsvollen Zukunftsgestaltung über Generationen hinweg.“

Aber bleibt man konkurrenzfähig, wenn man auf regionale Produkte zurückgreift?

Christian Funke: „Ja, man kann auch mit regionalen Produkten konkurrenzfähig bleiben, allerdings nicht ohne Abwägung. Die Frage nach regionaler Beschaffung ist immer eine Frage der Stückzahlen und der Gesamtbetrachtung. Bei kleineren und mittleren Volumina stellt sich sehr konkret die Frage, ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, Materialien über große Distanzen – etwa aus Asien – zu beziehen, wenn vergleichbare Produkte regional oder zumindest europäisch verfügbar sind. Transportwege verursachen Kosten, binden Zeit und erhöhen Risiken in der Lieferkette. Ab einem bestimmten Volumen können sich globale Beschaffungsmodelle zwar preislich rechnen, sie zahlen jedoch nicht auf Nachhaltigkeitsaspekte ein.“

Matthias Funke: „Und natürlich stehen wir als größeres Unternehmen grundsätzlich immer unter Preisdruck. Dies gilt für den Einkauf genauso wie für den Verkauf und für die Produktion. Gleichzeitig ist es unsere unternehmerische Verantwortung, diese Zielkonflikte bewusst zu steuern. Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und eine verlässliche Rohstoffverfügbarkeit müssen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden.“

Das HS®-Kanalrohrsystem ist eine wesentliche Säule der Funke Entwicklungsarbeit. Wie würden Sie den besonderen USP dieses Produktes beschreiben?

Matthias Funke: „Der besondere USP des HS®-Kanalrohrsystems liegt in der einzigartigen Verbindung aus einer konsequenten Innovationsorientierung, technischer Zuverlässigkeit und umfassender Systemkompetenz – und das bereits seit über 30 Jahren. Seit seiner Markteinführung prägt das HS®-System den modernen Kanalbau durch wandverstärkte Vollwandrohre aus PVC-U nach DIN EN 1401-1 mit erhöhten Ringsteifigkeiten von SN 12 und SN 16. Es deckt alle Anwendungen von der Grundstücksentwässerung bis zur Erschließung großer Neubaugebiete ab und bietet Lösungen für Nennweiten von DN/OD 110 bis 800. Montagefreundliche, dichte Verbindungstechniken, klare Systemlogik und die farbliche Trennung von Schmutz- und Regenwasser sorgen für hohe Sicherheit und Effizienz auf der Baustelle. Entscheidend ist jedoch der ganzheitliche Systemgedanke. Ein kontinuierlich wachsendes Sortiment rund um Rohre, Schächte und Anschlüsse bietet Planern und Anwendern abgestimmte Komplettlösungen. Ergänzt wird dies durch eine klare Nachhaltigkeitsstrategie, CO₂-reduzierte Produktlinien und den verantwortungsvollen Einsatz von Rezyklaten. Damit steht das HS®-Kanalrohrsystem für zukunftssichere Qualität im Tiefbau.“

Kann man das HS®-Kanalrohrsystem vor diesem Hintergrund als Keimzelle des unternehmerischen Erfolges von Funke werten?

Christian Funke: „Ja, mit der Einführung des HS®-Kanalrohrsystems hat sich vieles grundlegend geändert. Die maßgeblichen unternehmerischen Leitgedanken waren zwar bereits vorhanden, doch mit dem Aufbau des Standorts Hamm und der Inbetriebnahme der ersten Extrusionslinien um das Jahr 2000 wurden diese erstmals in eine industrielle Struktur überführt. Davor – von den frühen 1960er-Jahren bis in die 1990er hinein – war das Unternehmen konsequent auf die Massenproduktion von Kunststoffrohren ausgerichtet. Der Fokus lag auf Effizienz, Stückzahlen und Standardprodukten. Diese industrielle Basis war wichtig, stieß jedoch mit zunehmender Marktdifferenzierung an ihre Grenzen. Der entscheidende Paradigmenwechsel bestand sodann darin, den reinen Mengenansatz zu verlassen und Flexibilität sowie Systemdenken in den Mittelpunkt zu stellen. Wir begannen, den Markt ganzheitlicher zu betrachten und uns gezielt mit den realen Einbausituationen auseinanderzusetzen.“

Matthias Funke: „Das HS®-Kanalrohrsystem zahlte somit von Beginn an auf diese veränderte Marktansprache ein. Es vereinte industrielle Effizienz mit technischer Systematik und klar definierten Qualitätsstandards. Damit entstand nicht nur ein erfolgreiches Produkt, sondern zugleich die Grundlage für hohe Prozesssicherheit, wirtschaftliche Fertigung und einen konsequent umgesetzten Systemgedanken. Die dann folgende Erweiterung des Portfolios – etwa durch Hausanschlussleitungen und passende Übergangslösungen zum Sammler – markierte für uns dann endgültig den Wandel vom reinen Rohrproduzenten zum Lösungsanbieter. Auch in weiteren Bereichen wie beispielsweise Regenwasserbewirtschaftung oder Baumversorgung. Dieser Perspektivwechsel hat maßgeblich zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit und zur positiven Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen.“

Gab es schwierige Phasen und Herausforderungen, die es zu meistern galt?

Christian Funke: „Ja, die gab es durchaus. Entscheidend ist jedoch, dass wir daraus gelernt haben. Ein prägnantes Beispiel ist das Thema Formteile. In der Anfangsphase wurden Formteile zunächst lediglich farblich an das System angepasst, technisch entsprachen sie jedoch noch dünnwandigen Ausführungen. Die Folge waren Reklamationen durch gebrochene oder gerissene Bauteile. Diese Rückmeldungen aus der Praxis waren ein wichtiger Wendepunkt. Anfang der 2000er-Jahre wurde daraufhin mit der vollständigen Umstellung des Formteilprogramms auf SDR 34 eine konsequente Entscheidung getroffen. Das war ein erheblicher Investitionsaufwand – sowohl in Werkzeuge als auch in Prozesse – den in dieser Konsequenz kein anderer Marktteilnehmer gegangen ist. Diese Entscheidung wurde vom Markt wahrgenommen und langfristig honoriert. Auch wenn sich der Erfolg nicht isoliert in Stückzahlen messen lässt, sind wir überzeugt, dass die höhere Systemqualität ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Etablierung des HS®-Kanalrohrsystems war. Dass zahlreiche Kommunen und Auftraggeber diesen Weg seit mehr als zwei Jahrzehnten mit uns gemeinsam gehen, verstehen wir als klare Bestätigung dieses Lernprozesses und als Ausdruck nachhaltigen Vertrauens.“

Das Produkt HS®-Kanalrohrsystem steht auch beispielhaft für den Umgang mit dem wichtigen Thema Nachhaltigkeit. Was versteht man bei Funke Kunststoffe darunter?

Dr. Tobias Westhues: „Nachhaltigkeit verstehen wir bei Funke ganzheitlich und faktenbasiert. Ausgangspunkt war eine detaillierte Analyse des Produktfußabdrucks unseres HS®-Kanalrohrsystems. Dabei haben wir uns bewusst auf die Lebenszyklusphasen A1 bis A3 („cradle to gate“) konzentriert – also bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt unser Werk verlässt. Diese Analyse hat sehr deutlich gezeigt, dass rund 90 Prozent des CO₂-Fußabdrucks eines Rohres auf den eingesetzten Werkstoff zurückzuführen sind. Wenn man also wirklich eine relevante Reduktion erreichen will, muss man beim Material ansetzen.

Parallel dazu haben wir auch unseren Unternehmensfußabdruck betrachtet. Hier besteht eine direkte Verbindung: Je mehr Kunststoffprodukte wir herstellen und verkaufen, desto größer ist zwangsläufig auch der Impact auf Unternehmensebene. Die Reduktion des Materialfußabdrucks wirkt sich somit doppelt positiv aus, also auf das einzelne Produkt ebenso wie auf den gesamten Unternehmensfußabdruck. Diese Synergie war für uns ein wichtiger Treiber. Vor diesem Hintergrund war unser Anspruch, das etablierte HS®-Kanalrohrsystem weiterhin in der bekannten Qualität anzubieten und gleichzeitig nachhaltigere Alternativen für Kunden zu schaffen, die bereits heute bewusstere Entscheidungen treffen möchten. Daraus sind zwei ergänzende Ansätze entstanden.“

Würden Sie uns diese nachhaltigeren Alternativen einmal näher erläutern?

Dr. Tobias Westhues: „Ja selbstverständlich. Hier geht es um unsere beiden noch klimafreundlicheren Produktreihen Funke Pipe2Pipe® und Funke Plant2Pipe®. Bei Funke Plant2Pipe® mit bio-attributed PVC-U handelt es sich um eine sogenannte Drop-in-Lösung: Die chemische Struktur und die Verarbeitung des Kunststoffs bleiben identisch, jedoch wird der fossile Kohlenstoff durch biogenen Kohlenstoff aus nachwachsenden Rohstoffen ersetzt. Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass kein neuer fossiler Kohlenstoff in den Kreislauf eingebracht wird. Dadurch lässt sich der CO₂-Fußabdruck des Produkts deutlich reduzieren, ohne Kompromisse bei Qualität, Normerfüllung oder Verarbeitung einzugehen. Darüber hinaus treiben wir mit Funke Pipe2Pipe® gezielt die Kreislaufwirtschaft voran. Hier setzen wir einen deutlich erhöhten Rezyklatanteil ein, um Rückläufer und Altmaterial wieder in den Wertstoffkreislauf zu integrieren. Während die geltende Norm DIN EN 1401 einen Rezyklatanteil von bis zu 20 Prozent vorsieht, gehen wir bewusst darüber hinaus und erreichen einen Anteil von rund 50 Prozent. Das liegt außerhalb der Norm, ist aber aus unserer Sicht notwendig, um echte Fortschritte zu erzielen. Entscheidend ist: Dieser erhöhte Rezyklatanteil hat keinerlei negativen Einfluss auf die Rohrqualität. Die Produkte unterliegen denselben strengen Prüf- und Überwachungsprozessen wie alle anderen HS®-Rohre und erfüllen die geforderten mechanischen Kennwerte vollständig.“

Wie wird das vom Markt aufgenommen?

Dr. Tobias Westhues: „Der Markt reagiert auf das Thema Nachhaltigkeit grundsätzlich positiv. Natürlich gibt es nach wie vor Vorbehalte gegenüber Rezyklaten, die häufig mit einer vermeintlich geringeren Qualität gleichgesetzt werden. Diese Sichtweise halten wir für überholt. Rohstoffe sind endlich, und ohne eine konsequente Rückführung in den Kreislauf wird nachhaltiges Wirtschaften langfristig nicht möglich sein. Gerade langlebige Produkte wie Kunststoffrohre eignen sich hervorragend für das werkstoffliche Recycling, da sie aus einem homogenen Material bestehen, gut aufbereitet und erneut verarbeitet werden können. Im Gegensatz zu komplexen Mehrschichtmaterialien – etwa aus dem Verpackungsbereich – ist hier eine hochwertige Wiederverwertung sehr gut realisierbar. Nachhaltigkeit bedeutet für uns daher nicht Verzicht, sondern intelligente Materialentscheidungen, die ökologische Verantwortung mit technischer Leistungsfähigkeit und langfristiger Versorgungssicherheit verbinden.“

Die technische Betrachtung ist ein Aspekt. Aber wie sieht es mit der wirtschaftlichen Einordnung solcher Systemlösungen aus?

Christian Funke: „Das ist leider genau der Punkt. Zwar bekennen sich viele Marktteilnehmer, ob Kommunen, Ingenieurbüros oder private Akteure, zu nachhaltigen Lösungen. Dieses Bekenntnis stößt jedoch auch sehr schnell an seine Grenzen, sobald Nachhaltigkeit mit höheren Kosten verbunden ist. Gerade in unserem Segment ist die Ausgangslage anspruchsvoll: Unsere Rohre sind in der Beschaffung nicht die günstigsten, gleichwohl aber mit Blick auf den Werkstoff, die Qualität und die Lebensdauer nach unserer Einschätzung äußerst langlebig und damit wirtschaftlich. Wenn wir nun aber noch zusätzlich nachhaltige Konzepte wie Funke Pipe2Pipe® oder Funke Plant2Pipe® umsetzen, erhöht sich der Preis initial nochmals gegenüber einem klassischen HS®-Rohr. An diesem Punkt erleben wir dann häufig, dass Kunden abspringen. Das zeigt sehr deutlich die Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Nachhaltigkeit und der tatsächlichen Zahlungsbereitschaft. Solange keine verbindlichen gesetzlichen Vorgaben existieren, bleibt das System stark preisgetrieben. In Ausschreibungen entscheidet am Ende häufig der niedrigste Preis, selbst wenn dafür Produkte mit einem deutlich schlechteren ökologischen Fußabdruck gewählt werden. Das ist kein individuelles Fehlverhalten, sondern systemimmanent.“

Wie kann man diese offenkundig nicht mehr zeitgemäße Systemlogik aufbrechen?

Matthias Funke: „Was aus unserer Sicht fehlt, sind klare regulatorische Rahmenbedingungen. Kommunen und öffentliche Auftraggeber müssten stärker verpflichtet werden, nachhaltige Lösungen zu berücksichtigen – auch wenn diese initial teurer sind. Darüber hinaus wäre eine angepasste Bewertungslogik sinnvoll: Der Nachhaltigkeitsaspekt sollte wie eine Art Gutschrift behandelt werden. Produkte mit einem schlechteren CO₂-Fußabdruck „erkaufen“ sich heute ihren günstigeren Preis durch eine höhere Umweltbelastung. Umgekehrt müssen Produkte mit geringerer Umweltwirkung, aber höheren Kosten, in der Gesamtbewertung kompensiert werden. Nur wenn Nachhaltigkeit verbindlich bewertet und wirtschaftlich ausgeglichen wird, kann sich der Markt dauerhaft in Richtung nachhaltigerer Produkte bewegen – weg von reinen Lippenbekenntnissen hin zu echten Entscheidungen.“


Quelle: Funke Kunststoffe GmbH

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Baden-Württemberg stärkt Hochwasserschutz und Klimaanpassung

25. Juni 2026 um 13:41

Das Frühjahr 2026 hat in Baden-Württemberg Rekorde gebrochen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) waren die Monate Januar bis Mai nicht nur außergewöhnlich mild, sondern auch außergewöhnlich trocken. Mit nur knapp der Hälfte der üblichen Niederschlagsmenge fiel deutlich weniger Regen als in einem durchschnittlichen Frühjahr.

Klimawandel erhöht Risiko von Starkregen und Hochwasser

Gleichzeitig prognostizieren aktuelle Klimamodelle neben längeren Trockenphasen auch intensivere Niederschlagsereignisse. Demnach könnten Extremniederschläge, die Hochwasser und Starkregenschäden verursachen, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts etwa zwei- bis dreimal häufiger auftreten als noch gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Über die Vorbereitungen des Landes auf diese Entwicklungen informierte Umweltministerin Thekla Walker am 9. Juni das Kabinett.

„Der Klimawandel ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern nicht erst seit der aktuellen Niedrigwassersituation am Bodensee oder der Sturzflut von Braunsbach vor ziemlich genau zehn Jahren schonungslose Realität. Die Folgen solcher Ereignisse können verheerend sein: Schäden in Millionenhöhe, menschliches Leid und starke Beeinträchtigungen der Umwelt. Als Landesregierung haben wir das Wassermanagement fest im Blick und sind aktiv. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, dass der Hochwasserschutz Vorrang haben muss, insbesondere dort, wo Leib und Leben in Gefahr sind und große Sach- und Vermögensschäden drohen“, so Ministerpräsident Cem Özdemir im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats.

Investitionen in Prävention und Infrastruktur

Umweltministerin Thekla Walker betonte die Bedeutung einer vorausschauenden Anpassung an die Folgen der Erderwärmung: „Wir wollen die Anpassung an die nicht mehr zu vermeidende Erderwärmung nutzen, um die Lebensqualität zu verbessern. Mehr Grün und Wasser in den Orten erhöht diese genauso wie die Renaturierung von Gewässern und die Schaffung von Auenlandschaften für den Hochwasserschutz. Um Schäden für Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten, investieren wir daher in Infrastruktur und Prävention.“

Ein Schwerpunkt der Landesstrategie liegt auf der Trinkwasserversorgung. Auf Grundlage des Masterplans Wasserversorgung soll eine Strategie für die Wasserversorgung 2050 entwickelt und schrittweise umgesetzt werden. Für Maßnahmen der Wasserversorgung stellt das Land im Jahr 2026 rund 88 Millionen Euro bereit. Zudem wurde im Koalitionsvertrag das Ziel festgeschrieben, dass künftig jede Kommune ihren Wasserbedarf im Krisenfall vollständig über eine alternative Wasserversorgung decken kann.

Investitionen in Hochwasser- und Starkregenvorsorge

Für Hochwasserschutzmaßnahmen an den Landesgewässern plant Baden-Württemberg jährlich rund 80 Millionen Euro ein. Darüber hinaus standen in der aktuellen Förderperiode etwa 70 Millionen Euro für kommunale Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung. Weitere 32 Millionen Euro wurden bislang bereitgestellt, damit Kommunen Konzepte für das Starkregenrisikomanagement entwickeln können. Mehr als die Hälfte der Städte und Gemeinden im Land verfügt bereits über ein entsprechendes Konzept oder arbeitet derzeit daran.

Hochwasservorhersage mit digitalen Technologien

Die Hochwasservorhersage-Zentrale (HVZ) der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) stellt im Ereignisfall viertelstündlich aktuelle Messwerte und stündlich aktualisierte Hochwasservorhersagen für 120 Vorhersagepegel bereit. Grundlage sind die Daten von mehr als 300 Pegeln. Künftig sollen neue Ansätze im Bereich der Künstlichen Intelligenz genutzt werden, um auf Basis von Hochwassergefahrenkarten die voraussichtlichen Überflutungsflächen – insbesondere in Siedlungsgebieten – vorherzusagen. Ergänzend bietet die HVZ eine Hochwasserwarnkarte für Flusseinzugsgebiete und Flussabschnitte an, sodass auch Kommunen ohne Landespegel oder an kleineren Gewässern frühzeitig gewarnt werden können.

Informationen zu Dürre- und Niedrigwasserrisiken

Seit Januar 2024 unterstützt das Niedrigwasser-Informationszentrum (NIZ) der LUBW Kommunen bei der Einschätzung von Dürre- und Niedrigwasserrisiken. Dafür stellt es aktuelle Daten zu Abflussmengen, Wassertemperaturen, Grundwasserständen, Niederschlägen und Lufttemperaturen bereit. Die Informationen ermöglichen es Stadt- und Landkreisen, die jeweilige Situation frühzeitig zu bewerten und erforderliche Maßnahmen, etwa Einschränkungen des Gemeingebrauchs an Oberflächengewässern, rechtzeitig vorzubereiten.

Förderung von Schwammstadt-Maßnahmen

Seit 2025 können Kommunen zudem Mittel aus dem Förderprogramm KLIMOPASS beantragen. Damit lassen sich Maßnahmen der Landesstrategie Urbanes Wasserressourcenmanagement umsetzen. Dazu gehören beispielsweise Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelungen, Tiefbeete, Baumpflanzungen und Baumerhaltungsmaßnahmen in Verbindung mit Bewässerungsanlagen, Regenwasserzuleitungen oder Zisternen.

Pilotregionen für mehr Wasserrückhalt

Um den Wasserrückhalt in der Fläche zu stärken, sollen künftig Pilotregionen eingerichtet werden. Ziel ist es, die natürlichen Speicherfähigkeiten der Landschaft zu verbessern. In einer Modellregion im Kraichgau wird derzeit untersucht, wie Wasser durch eine angepasste Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen besser in der Landschaft gehalten werden kann.


Quelle: Land rüstet sich für Extremwasserereignisse: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

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Wenn Feuchttücher Pumpwerke lahmlegen

24. Juni 2026 um 07:54

Unappetitliche Klumpen haften an einer Pumpe, die mit einem Spülfahrzeug aus einem Schmutzwasserschacht gezogen wird. Verfilzte Stränge hängen von dem Aggregat herab. Das Bild bot sich jüngst bei einer Pumpwerksreinigung der Kläranlage Sandkrug im Landkreis Oldenburg.

Für Sergei Schmidt, Fachkraft für Abwassertechnik beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV), ist die Ursache der Störung offensichtlich: „Kein Wunder, dass die Schmutzwasserpumpe nicht mehr reibungslos läuft“.

Verstopfungen belasten Pumpwerke und Personal

Solche Einsätze gehören für das Team der Kläranlage inzwischen zum Alltag. Regelmäßig müssen Pumpen gereinigt und Störungen in der Abwasserentsorgung beseitigt werden. Hauptverursacher sind dabei Unrat sowie reißfeste Feucht- und Hygienetücher, die über die Toilette entsorgt werden und sich in den Pumpen festsetzen.

„Verstopfungen durch Feuchttücher und andere Störstoffe verursachen einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand“, beobachtet Richard Rademacher, Anlagenkoordinator der Kläranlage Sandkrug in der Gemeinde Hatten.

Unterstützt von spezialisierten Unternehmen wie der Hilker GmbH aus Friesoythe müssen manche Pumpwerke inzwischen alle drei Monate statt wie früher halbjährlich gereinigt werden. In einigen Bereichen des OOWV-Verbandsgebiets sind sogar Reinigungsintervalle von nur sechs Wochen erforderlich. Die Folgen sind erheblich.

„Zum Teil ist das Pumpwerk so voll mit Unrat, dass ein Herausziehen der Pumpe nicht möglich ist“, beschreibt der Anlagenkoordinator die Auswirkungen.

Selbst wenn die Pumpen noch funktionieren, steigt der Energieverbrauch und der Verschleiß nimmt deutlich zu, sodass ein früherer Austausch erforderlich wird. Das Problem betrifft nicht nur die Kläranlage Sandkrug, sondern erschwert den Betrieb von Kläranlagen im gesamten Verbandsgebiet.

Die unsachgemäße Entsorgung von Feuchttüchern und anderen Abfällen hat zudem finanzielle Folgen für die Allgemeinheit. Kommt es zu Verstopfungen oder gar Ausfällen von Pumpwerken, entstehen zusätzliche Kosten. Ein Beispiel dafür war ein Rückstau im Herbst 2025 in Hatten.

Feuchttücher gehören nicht in die Toilette

„Das Beseitigen der zähen Stränge in den Pumpen verursacht unnötige Kosten, die am Ende von allen Verbraucherinnen und Verbrauchern mit den Abwassergebühren zu tragen sind“, erklärt der für den Landkreis Oldenburg zuständige OOWV-Regionalleiter Hubertus Weißer.

Bereits zwei zusätzliche Reinigungen pro Jahr an einem einzelnen Pumpwerk verursachen inklusive Fahrzeugeinsatz, Personalaufwand, Entsorgungskosten und Pumpenverschleiß einen soliden vierstelligen Betrag. Allein die Kläranlage Sandkrug betreut 30 Netzpumpwerke sowie 174 Kleinpumpwerke. Aus Sicht des OOWV ließe sich das Problem leicht vermeiden. Feucht- und Hygienetücher, die nicht aus Papier bestehen, gehören ebenso wie feuchtes Toilettenpapier aus Polyester-Viskose-Gemischen oder kunstharzgebundenen Fasern in den Hausmüll.

Regionalleiter Hubertus Weißer bekräftigt, dass es sich bei den Feucht- und Hygienetüchern um Abfall handele – auch wenn die Verpackungen teilweise einen anderen Eindruck vermittelten. Da sich die Materialien im Wasser nicht oder nur sehr langsam auflösten, verstopften sie Rohre und Pumpen. Zusammen mit anderen Hygieneartikeln, Haaren und Fetten entstünden dabei nahezu unlösbare Verbindungen, die oft nur mit Zangen oder Sägen entfernt werden könnten.

Während Verstopfungen auf Privatgrundstücken direkt von Eigentümern oder Mietern bezahlt werden müssten, würden Schäden im öffentlichen Kanalnetz über die Abwassergebühren finanziert. Für eine stärkere Beteiligung der Hersteller an diesen Kosten hat sich kürzlich der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer ausgesprochen. Im Gespräch mit NDR Niedersachsen erklärte er, man solle prüfen, die Verursacher über Abgaben an den Kosten zu beteiligen. Zudem seien aus seiner Sicht deutlichere Hinweise auf den Verpackungen zur richtigen Entsorgung sinnvoll. Bund und EU sollten entsprechende Regelungen vorantreiben.

„Jeder Anreiz dafür, weniger oder wenigstens ökologisch abbaubare Feuchttücher zu verwenden, ist uns willkommen“, bekräftigt OOWV-Regionalleiter Hubertus Weißer.


Quelle: OOWV-Pressestelle

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Vier Jahre hwsErft: Hochwasserschutz in der Erft-Region nimmt Gestalt an

23. Juni 2026 um 14:00

Nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 gründeten der Erftverband sowie Kreise und Kommunen im Erft-Einzugsgebiet die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft). Ziel ist es, den Hochwasserschutz in der Region gemeinsam und langfristig zu stärken. Vier Jahre später gehören der Kooperation drei Kreise, 18 Kommunen sowie der Erftverband als Projektleitung an.

Auf einer Pressekonferenz am Zülpicher Wassersportsee zogen die Beteiligten im Beisein von Staatssekretär Viktor Haase aus dem Umweltministerium eine positive Bilanz. Neben der Besichtigung der ersten interkommunalen Baumaßnahme, die vom Land mit rund 2,7 Mio. Euro gefördert wird, standen die nächsten Schritte im Mittelpunkt. Dazu zählen die weitere Planung von Hochwasserrückhaltebecken sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit im Rahmen des Regionalpakts für Hochwasserschutz Erft.

Bürgerbeteiligung und Informationsangebote ausgebaut

Mehr als 100 Workshops haben bislang die Aktivitäten im lokalen und interkommunalen Hochwasserschutz begleitet. Bürger*innen konnten dabei eigene Vorschläge einbringen, die von Fachbüros ausgewertet und in das Kartensystem „WebGIS“ übernommen wurden. In den meisten Kommunen sind die Workshop-Reihen inzwischen abgeschlossen.

Parallel dazu wurde das Informationsangebot erweitert. Neben einem Flyer zur Kooperation entstanden zwei Erklärfilme, die über die Website und den YouTube-Kanal des Erftverbandes abrufbar sind. Sie erläutern unter anderem die Unterschiede zwischen Starkregen und Hochwasser sowie das Zusammenspiel von natürlicher Gewässerentwicklung und technischen Schutzmaßnahmen. Ergänzend bieten interaktive Infografiken auf der Website einen Überblick über Aufgaben, Maßnahmenansätze und die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit. Für die Kommunikation in den sozialen Medien wurden Steckbriefe zu den geplanten Hochwasserrückhaltebecken erstellt. Die Kurzvideos zu Baustellen-Updates erreichen nach Angaben der Kooperation bis zu 37.000 Impressionen.

Zahlreiche Hochwasserschutzprojekte in Arbeit

Zur Umsetzung weiterer Hochwasserrückhaltebecken steht der Erftverband in engem Austausch mit den kommunalen Planungsträgern und der Bezirksregierung Köln. Ziel ist es, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Aktuell werden folgende interkommunale Hochwasserschutzmaßnahmen bearbeitet:

  • HRB Kommerner Mühlensee – in Umsetzung
  • HRB Schwerfen – in Planung
  • HRB Möschemer Mühle – in Planung
  • HRB Schweinheim – in Planung
  • Hochwasserabschlag in den Zülpicher Wassersportsee – in Umsetzung
  • HRB Flerzheim – im Grunderwerb
  • HRB Vussem – in Planung
  • HRB Liblar – in Vorbereitung
  • Ausbau des HRB Garsdorf (Bestandsbecken) – in Vorbereitung
  • Gewässerausbau Schweinheim – in Planung
  • Gewässerausbau Hohenholzer Graben – in Planung
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 20 Glesch – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 10 Grevenbroicher Bend – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 6–9 Erftaue Kapellen – in Planung

 

Ergänzend zu den interkommunalen Maßnahmen arbeiten die meisten Kommunen derzeit an der Finalisierung ihrer Hochwasserschutzkonzepte. Die Maßnahmen werden in definierten GIS-Projekten erfasst, an den Erftverband übergeben und dort qualitätsgesichert. Das Konzept der Stadt Euskirchen wurde bereits vom beauftragten Ingenieurbüro übergeben, das Konzept der Stadt Bad Münstereifel Ende Juni im Rat beschlossen.

Parallel dazu erstellt der Erftverband die erste Fassung des Interkommunalen Hochwasserschutzkonzeptes. Es bündelt die interkommunal wirksamen Maßnahmen sowie die Maßnahmensteckbriefe der beteiligten Kommunen.

Vernetzung von Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz

Neben den baulichen Maßnahmen arbeitet der Erftverband daran, die Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz zu stärken. Im Rahmen des EU-HORIZON-Innovation-Actions-Projekts DIRECTED wurden Akteure des Katastrophenschutzes der Landkreise, des LANUK und der Bezirksregierung Köln in Diskussionen und Planspiele eingebunden. Die Erfahrungen zeigen, dass sich der Informationsaustausch während einer Hochwasserlage deutlich verbessern lässt.

Dafür wurde auch das Hochwasserinformationssystem HOWIS weiterentwickelt. Ergänzend wurde ein Online-Meeting zur gemeinsamen Lageeinschätzung eingeführt. Es wird bei entsprechender HOWIS-Bereitschaftsstufe einberufen und ermöglicht die gemeinsame Interpretation von Daten sowie den Austausch von Informationen in Echtzeit. Die Vereinbarung zur gemeinsamen Lageeinschätzung wurde während der Pressekonferenz am 17. Juni von den Landkreisen des Erft-Einzugsgebietes und dem Erftverband unterzeichnet. Seit dem Hochwasserereignis an der Swist im Mai 2025 wurde das Format bereits dreimal erfolgreich eingesetzt.

 

Regionalpakt soll Zusammenarbeit langfristig sichern

Im Rahmen des EFRE-Projekts Rivercast baut der Erftverband außerdem sein Pegel- und Sensornetzwerk weiter aus. Gleichzeitig wird HOWIS technisch weiterentwickelt und um zusätzliche Mess- und Vorhersagedaten ergänzt. Das System soll künftig auch die Daten kommunaler Frühwarnsysteme integrieren. Darüber hinaus treibt das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) die Gründung des Regionalpakts für Hochwasserschutz Erft voran. Der Pakt baut auf den Strukturen und Zielen der hwsErft auf und soll die Zusammenarbeit langfristig sichern sowie auf das gesamte Einzugsgebiet der Erft ausweiten.

Staatssekretär Haase betont: „Der Pakt bringt alle Beteiligten zusammen, damit wir Hochwasserschutz für ganze Flussgebiete denken und planen können. Das Ziel ist, den bestmöglichen Schutz für die Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erreichen.“

Zusätzlich ist vorgesehen, die Kommunen durch den Einsatz von Koordinator*innen stärker bei der Umsetzung ihrer Hochwasserschutzmaßnahmen zu unterstützen.

Aktuelle Informationen, Baustellen‑Updates und Einblicke in laufende Hochwasserschutzprojekte veröffentlicht der Erftverband regelmäßig auf seinen Social‑Media‑Kanälen. Unter dem Hashtag #hwsErft finden sich zudem weitere Beiträge zu kommunalen Maßnahmen im Erft-Einzugsgebiet.

Mehr Informationen

Quelle: Erftverband

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Neue Funklösung für die Durchflussmessung

23. Juni 2026 um 12:52

Nivus hat mit „Wireless Transit Time“ ein neues System zur Durchflussmessung in Flüssen und Oberflächengewässern vorgestellt. Die Lösung verzichtet auf eine Kabelverbindung durch das Gewässer, die bei herkömmlichen Laufzeitmesssystemen häufig mit hohem Installationsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die Technologie eine „drahtlose Datenübertragung, ohne dass Kabel quer durch den Fluss verlegt werden müssen“.

Funkverbindung ersetzt Kabelquerung

Während klassische Systeme häufig Kabelkanäle oder Brückenüberführungen benötigen, setzt das neue Verfahren auf eine synchronisierte Funkverbindung zwischen den beiden Ufern. Die Standardverkabelung auf jeder Uferseite bleibt dabei bestehen. Dadurch können Messstellen stärker nach hydraulischen Anforderungen ausgewählt werden und sind weniger von vorhandener Infrastruktur abhängig.

Einsatz auch an schwer zugänglichen Gewässern

Das System entspricht der Norm ISO 6416 und unterstützt bis zu 32 Messpfade für die Durchflussmessung in Echtzeit. Nach Angaben von NIVUS eignet sich die Technologie auch für breite, abgelegene oder geschützte Gewässerabschnitte, bei denen die Installation konventioneller Systeme nur eingeschränkt möglich ist.

Mögliche Anwendungsbereiche sind unter anderem der Hochwasserschutz, das Bewässerungsmanagement, die Überwachung von Wasserstraßen, die Steuerung von Wasserentnahmen sowie ökologische Monitoringaufgaben.

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RegenwasserTage 2026 bringen Fachwelt in Leipzig zusammen

22. Juni 2026 um 13:00

Am 23. und 24. Juni 2026 finden an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) die RegenwasserTage 2026 statt. Die von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) veranstaltete Tagung gilt als wichtigste Fachveranstaltung Deutschlands zu Regenwasserbehandlung, Schwammstadt-Konzepten und wasserbewusster Stadtentwicklung.

Aktuelle Herausforderungen im Fokus

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Fragen zur Anpassung von Städten an die Folgen des Klimawandels. Fachleute aus Wissenschaft, Kommunen, Planungsbüros, Unternehmen und Verbänden diskutieren unter anderem neue Anforderungen im Gewässerschutz, Strategien zur Starkregenvorsorge sowie Konzepte für eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung.

Begleitet wird die Tagung von einer Fachausstellung mit Unternehmen und Institutionen der Wasserwirtschaft. Darüber hinaus präsentieren Expertinnen und Experten aktuelle Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele aus den Bereichen Stadtentwässerung, Klimaanpassung und urbanes Regenwassermanagement.

Informationen

Datum: 23. und 24. Juni 2026

Ort: HTWK Leipzig
Karl-Liebknecht-Straße 132 / NI 001
04277 Leipzig

Mehr Informationen

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Für die Tonne: 20 Meter Tiefe Regentonne als neue Reserve für Berlins Starkregen

22. Juni 2026 um 06:06

Mitten in Berlin entsteht ein Bauwerk, das in seiner Dimension kaum jemand sehen wird – dessen Wirkung jedoch Millionen Menschen zugutekommen soll. Direkt neben dem Bundesnachrichtendienst an der Chausseestraße bauen die Berliner Wasserbetriebe einen unterirdischen Regenwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 16.750 Kubikmetern. Das entspricht dem Inhalt von sechs Olympiaschwimmbecken.

Rund 20 Meter unter der Erdoberfläche wächst damit eine der größten Anlagen ihrer Art in der Hauptstadt. Ende 2026 soll der Speicher in Betrieb gehen und künftig eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Starkregenereignissen übernehmen. Denn wenn innerhalb kurzer Zeit mehr Niederschlag fällt, als Kanalisation und Klärwerke aufnehmen können, drohen Mischwasserentlastungen in die Gewässer.

Der Aufsichtsrat der Berliner Wasserbetriebe besichtigt das Regenüberlaufbecken

Puffer für extreme Niederschläge

Der neue Speicher dient als unterirdische Reserve für genau solche Situationen. Bei Starkregen wird das mit Regen vermischte Abwasser zunächst zwischengespeichert, anstatt direkt in die Spree zu gelangen. Erst nach dem Niederschlagsereignis wird das Wasser kontrolliert in Richtung Klärwerk abgeführt und dort gereinigt.

Besonders bemerkenswert: Der Speicher kann innerhalb von nur 30 Minuten vollständig gefüllt werden. Damit schafft die Anlage zusätzlichen Raum im Kanalsystem und entlastet die bestehende Infrastruktur in einem dicht bebauten Innenstadtbereich.

Mit verbesserter Infrastruktur Richtung Schwammstadt

Der Bau ist Teil einer langfristigen Strategie zur Anpassung Berlins an die Folgen des Klimawandels. Häufigere Starkregenereignisse stellen viele Städte vor die Herausforderung, große Wassermengen kurzfristig aufzunehmen und gleichzeitig Gewässer vor Verschmutzungen zu schützen.

Ähnlich wie der bereits realisierte Speicher unter dem Mauerpark soll die neue Anlage dazu beitragen, die Kanalisation widerstandsfähiger zu machen und die Wasserqualität der Spree zu verbessern. Die größte „Regentonne“ Berlins zeigt damit, wie moderne Wasserinfrastruktur zunehmend unsichtbar im Untergrund entsteht – und dort eine entscheidende Funktion für den Schutz der Stadt übernimmt.

Hier geben die Berliner Wasserbetriebe einen Einblick über den Bauprozess der Regentonne.


Quelle: Berliner Morgenpost

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EPR-Aufschub schafft Investitionsunsicherheit

19. Juni 2026 um 12:27

Das Europäische Parlament diskutiert derzeit Entschließungsanträge zur Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), insbesondere zur Umsetzung der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR – Extended Producer Responsibility). Einige der Anträge enthalten ein „Stop-the-Clock“-Verfahren für EPR sowie die Forderung nach einer neuen Studie zu den Auswirkungen der Richtlinie auf den Pharmasektor.

Hierzu erklärt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser:

Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser

„Die Diskussion im Europäischen Parlament über ein mögliches ‚Stop-the-Clock‘-Verfahren bei der Erweiterten Herstellerverantwortung oder eine neue Folgenabschätzung geht in die falsche Richtung. Ein Aussetzen der Herstellerverantwortung, ohne gleichzeitig die Einführung der vierten Reinigungsstufe auf den Prüfstand zu stellen, würde zu immenser Investitionsunsicherheit für die Wasserwirtschaft führen.

Die von der Pharmaindustrie vorgelegten Berechnungen überschätzen die Kosten der Erweiterten Herstellerverantwortung um nahezu 80 Prozent. Zentrale Vorgaben der Richtlinie werden dabei nicht korrekt berücksichtigt, etwa die höheren Schwellenwerte für verpflichtende Ausbaumaßnahmen, der risikobasierte Ansatz oder die Tatsache, dass in Deutschland lediglich 80 Prozent der Kosten über die Erweiterte Herstellerverantwortung gedeckt werden.

Vor diesem Hintergrund besteht kein Bedarf für eine erneute Studie oder eine Verzögerung der Richtlinie. Vielmehr sollten sich jetzt alle Beteiligten auf eine zügige, rechtssichere und kosteneffiziente Umsetzung der Richtlinie in ihrer jetzigen Form konzentrieren. Der BDEW steht jederzeit bereit, seine Expertise einzubringen und mit allen Akteuren, dem Europäischen Parlament, der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten zu kooperieren.“

Zur Analyse

Hintergrund

Die Hinweise der Pharmaindustrie vor Kostensteigerungen und Versorgungsrisiken stützen sich auf industrieeigene Analysen. Eine BDEW-Prüfung dieser Berechnungen, insbesondere jener von „Medicines for Europe“, identifiziert jedoch deutliche methodische Schwächen und Abweichungen von den Richtlinienvorgaben, was zu einer erheblichen Überschätzung der tatsächlichen Kosten der Erweiterten Herstellerverantwortung führt.


Quelle: BDEW

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Frühjahr 2026: Trockener April, nasser Mai

19. Juni 2026 um 09:50

Das Frühjahr 2026 war im Einzugsgebiet der Ruhr mit 95 Prozent des langjährigen Niederschlagsmittels nur leicht zu trocken. Ausschlaggebend dafür war vor allem der sehr niederschlagsreiche Mai: Mit 111 Millimetern fielen fast 150 Prozent der für diesen Monat üblichen Niederschlagsmenge. Während der März mit 89 Prozent des langjährigen Mittels etwas trockener als gewöhnlich ausfiel, erreichte der April lediglich 46 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge.

Weniger Zuschusstage als üblich

Der nasse Mai wirkte sich auch auf die Wasserbewirtschaftung aus. Zur Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabflüsse am Pegel Villigst mussten die Talsperren des Ruhrverbands im Frühjahr 2026 lediglich an zwölf Tagen Wasser zuschießen. Damit lag die Zahl der zuschusspflichtigen Tage rund 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein noch deutlicherer Unterschied: Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren am Pegel Villigst insgesamt 48 zuschusspflichtige Tage registriert worden – viermal so viele wie in diesem Frühjahr.

Auch die Temperaturen lagen in allen drei Frühlingsmonaten über den jeweiligen langjährigen Referenzwerten. Der März war um 1,8 Grad wärmer als üblich, der April um 0,5 Grad und der Mai um 0,8 Grad. Insgesamt ergibt sich für das Frühjahr 2026 eine Temperaturabweichung von 1,1 Grad gegenüber dem Referenzzeitraum. Damit zählt es zu den acht wärmsten Frühjahren im Ruhreinzugsgebiet seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.

Talsperren mit höheren Reserven als im Vorjahr

Zu Beginn des Frühjahrs am 1. März lag der Gesamtfüllstand der Talsperren nahezu exakt auf dem langjährigen Mittel und wich lediglich um 0,3 Prozent nach unten ab. Bis zum 31. Mai stieg der Füllstand auf einen Wert von gut zwei Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Insgesamt sind damit fast 30 Millionen Kubikmeter mehr Wasser in den Talsperren gespeichert als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dennoch bleibt eine sorgfältige Bewirtschaftung der Speicher erforderlich. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse müssen die Talsperren sowohl auf längere Trockenphasen mit hoher Zuschusspflicht als auch auf Starkregenereignisse vorbereitet sein. Dazu gehört auch, vorsorglich ausreichend Freiraum in den Talsperren vorzuhalten, um mögliche Hochwasserspitzen abmildern zu können.


Quelle: Ruhrverband

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ACO und Enregis bündeln Kompetenzen

19. Juni 2026 um 07:28

Am 31.05.2026 fand der Zusammenschluss der Enregis Climate Group mit der ACO Gruppe statt. Damit vereinen sich die Schwammstadt-Technologien in der „Green City Family“.

Enregis, vor 18 Jahren als Start-up gegründet, steht für ganzheitliches Regenwassermanagement und setzt seit Beginn Maßstäbe mit einem für seine Zeit außergewöhnlich innovativen Produkt-, Service- und Vertriebsansatz – konsequent ausgerichtet auf Rückhaltung und Versickerung. Als Spezialist für die Schwammstadt in der DACH-Region entwickelt das Unternehmen Systemlösungen, die Regenwasser nachhaltig managen – und als Ressource wieder nutzbar machen.

Ganzheitliche Lösungen für klimaresiliente Städte

Die Konzepte verbinden Flächenentsiegelung, Flächenbegrünung und durchdachte Baumstandortkonzepte zu einem nachhaltigen Gesamtansatz. Ziel ist es, Wasser natürlich zu speichern, Biodiversität zu fördern und urbanen Raum klimaresilient zu gestalten. Oberflächenentwässerung, leistungsfähige Baumstandorte und hochleistungsfähige Substratfiltersysteme werden bei Enregis intelligent miteinander verknüpft. So entstehen integrierte Lösungen – funktional, langlebig und ökologisch wirksam.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz schafft Enregis, wie die ACO Gruppe auch, die Grundlage für zukunftsfähige Städte und lebenswerte Freiräume in der Schwammstadt.

Andreas P. Amft, Geschäftsführer Enregis GmbH: „Die Partnerschaft mit ACO ist für uns ein konsequenter Schritt, um das Thema Schwammstadt ganzheitlich und praxisnah weiterzuentwickeln. Unsere Kompetenzen in Regenwasser-Behandlung, Rückhaltung, Versickerung, Begrünung und Substrattechnik ergänzen sich ideal mit dem Systemansatz von ACO. Gemeinsam können wir nachhaltige, leistungsfähige Gesamtlösungen bieten.“

Gemeinsame Stärke für nachhaltiges Regenwassermanagement

Zwei Unternehmen vereinen ihre Kompetenzen und ihre Leidenschaft für ein zukunftsfähiges Regenwassermanagement. ACO und Enregis eint ein starkes Werteverständnis – insbesondere der gemeinsame Anspruch, Wasser ganzheitlich und nachhaltig zu denken. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Geschäftsaktivitäten stehen höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Serviceleistungen. Gleichzeitig bilden die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Enregis eine tragende Säule der Zusammenarbeit: Sie bringen umfassendes Know-how und langjährige Erfahrung ein. Innerhalb der ACO Gruppe können sie auf die bewährten Werte eines Familienunternehmens bauen – getragen von Verantwortung, Verlässlichkeit und nachhaltigem Handeln.

Alexander Airich, Geschäftsführer ACO GmbH:„Mit Enregis verbindet uns der gemeinsame Anspruch, Wasser ganzheitlich und nachhaltig zu denken. Mit dem Zusammenschluss bündeln wir unsere Stärken entlang des gesamten Regenwassermanagements. Gemeinsam schaffen wir integrierte Lösungen für klimaresiliente Städte und die Schwammstadt der Zukunft.“


Quelle:ACO GmbH

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Mehr Leistung aus Wasserkraft: Avacon Natur eröffnet modernisierte Anlage an der Rappbodetalsperre

18. Juni 2026 um 08:03

An der Veranstaltung nahm unter anderem Sachsen-Anhalts Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt, Prof. Dr. Armin Willingmann, teil. Er würdigte das Projekt in seinem Grußwort und informierte sich bei einem Rundgang über die technische

Rappbodetalsperre (Quelle: Marc Stantien, Avacon)

Umsetzung der Modernisierung.

Die Rappbodetalsperre ist Deutschlands höchste Trinkwassertalsperre und erfüllt seit Jahrzehnten zentrale Aufgaben für die Region – von der Trinkwasserversorgung über den Hochwasserschutz bis hin zur Wasserbewirtschaftung. Mit der Modernisierung und Erweiterung des Wasserkraftwerks wurde die bestehende Infrastruktur gezielt weiterentwickelt, um zusätzliche Potenziale für die erneuerbare Energieerzeugung zu erschließen.

Im Zuge der Maßnahme wurden neben der Installation einer zweiten Turbine auch die Steuerungs- und Netztechnik umfassend erneuert. Teile der bestehenden Anlagen waren seit mehr als sechs Jahrzehnten in Betrieb. Darüber hinaus erfolgten Modernisierungen an der Netzinfrastruktur sowie langfristigen Sicherung der Bauwerksstruktur. Nach dem Baustart Anfang 2025 konnte die technische Inbetriebnahme bereits im März 2026 erfolgen.

Mit Modernisierung zur Energiewende

Mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 9,6 Gigawattstunden kann das Wasserkraftwerk künftig rechnerisch etwa 2.700 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen. Die Investitionssumme für das Projekt beträgt rund drei Millionen Euro.

„Die Modernisierung zeigt, welches Potenzial in bestehender Infrastruktur steckt. Für die Energiewende bedeutet das: Wir bauen nicht nur neu, sondern nutzen vorhandene Systeme intelligenter. Projekte wie an der Rappbodetalsperre leisten genau diesen Beitrag; sie verbinden Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und erneuerbare Erzeugung und machen die Energiewende im System wirksam“, sagte Rainer Schmittdiel, Technikvorstand der Avacon AG.

Angela Kröger, Geschäftsführerin der Avacon Natur GmbH, betonte die besondere Bedeutung des Standorts: „Die Rappbodetalsperre gilt als Jahrhundertprojekt der Wasserwirtschaft und ist ein zentraler Baustein der Trinkwasserversorgung in Sachsen-Anhalt. Mit dem Einbau der zweiten Turbine haben wir die bestehende Infrastruktur gezielt weiterentwickelt und die energetische Nutzung des vorhandenen Wasserdrucks deutlich gesteigert. Das Ergebnis zeigt, wie sich wasserwirtschaftliche Aufgaben und erneuerbare Stromerzeugung effizient und nachhaltig miteinander verbinden lassen. “

Das Wasserkraftwerk wird von Avacon Natur in Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt (TSB) und Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz (FEO) betrieben. Die erfolgreiche Umsetzung der Modernisierung unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements. Gemeinsam leisten die Partner einen Beitrag dazu, vorhandene Infrastruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln und die Energiewende in Sachsen-Anhalt praktisch weiter voranzubringen.


Quelle: Avacon

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Lisa Junghans übernimmt Leitung der Berliner Regenwasseragentur

16. Juni 2026 um 07:19

Die 39-jährige studierte Geografin hat sich bei ihren beiden vorhergehenden Stationen am Kompetenzzentrum Wasser Berlin sowie bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit vor allem mit den Themen Klimaanpassung und Smart City beschäftigt. Ehrenamtlich war sie beim BaumEntscheid Berlin e. V. tätig, der das Ende 2025 vom Abgeordnetenhaus beschlossene Berliner Klimaanpassungsgesetz erarbeitet und verhandelt hat.

„Neues entsteht überall in Berlin schwammstadtgerecht, hier hat die Stadt schon viel erreicht“, sagt Lisa Junghans. „Aber gerade für den blau-grünen Umbau des öffentlichen Raumes und des großen Gebäudebestandes braucht es einen Akteur, der umfassend berät, vermittelt und stetig für das Thema wirbt. Die Regenwasseragentur beherrscht diese Aufgabe und will sie weiter ausbauen.“

Das Land Berlin und die Berliner Wasserbetriebe danken Grit Rudas und Hanna Meyer, die seit Ende 2024 die Regenwasseragentur gemeinsam kommissarisch geleitet, ausgebaut und weiter profiliert haben, herzlich für ihren Einsatz.

Die Regenwasseragentur

Die Berliner Regenwasseragentur ist 2018 als gemeinsame Initiative des Landes Berlin und der Berliner Wasserbetriebe gegründet worden. Sie sensibilisiert für die Notwendigkeit der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung, informiert über und berät zu Fragen der Planung, Finanzierung und Umsetzung, vernetzt und organisiert Weiterbildungs- und Dialogangebote. Ihre Services richten sich an Verwaltungen, Wohnungsunternehmen, Immobilieneigentümer:innen, Planer:innen und Bürger:innen in Berlin.

Das inklusive zweier Werkstudent:innen elfköpfige Team der Regenwasseragentur hat allein im vergangenen Jahr 325 Fachberatungen sowie 110 Vorträge und Führungen durchgeführt und 25 größere Planungsprozesse fachlich begleitet, insbesondere zu den Themen Abkopplung, Wasser für das Stadtgrün und grundstücksübergreifende Lösungen für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung. Ihre beispiellos umfangreiche Website mit konkreten Umsetzungsbeispielen, Tools, Anbietern und Fördermöglichkeiten ist 2025 mehr als 142.000 Mal besucht worden.


Quelle: Berliner Wasserbetriebe

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Das aktuelle Spülstudie zur Fußball-Weltmeisterschaft

15. Juni 2026 um 09:34

Fußball ist deshalb so spannend, weil niemand weiß, wie das Spiel ausgeht. Ähnlich ist es bei der Spülanalyse der Berliner Wasserbetriebe, die anhand der Wassergebrauchskurve Berlins zeigt, wann die Fußballfans der Hauptstadt massenweise den Fernseher verlassen, um zur Toilette zu gehen. Deshalb fiebern die Wasserbetriebe zur WM genauso mit wie der Rest von Fußball-Deutschland – den Blick fest auf den Fernseher und die Hand an der Pumpe (beziehungsweise am Computer, der sie steuert). So sorgen wird dafür gesorgt, dass es bei den Berliner:innen läuft, wenn auf dem Spielfeld gerade Pause ist.

Die Spülanalyse zeigt die Wassernutzung in Berlin vor, während und nach dem Spiel. Die Spannung eines Spiels und die emotionale Verbundenheit der Berliner:innen zu einer Mannschaft sind zwar Gefühle, die man schwer beschreiben kann – an der Spülkurve sind sie aber deutlich ablesbar. Während wichtiger WM-Spiele verzeichnen die BWB regelmäßig Spitzenwerte bei der Wasserabgabe: so verlassen die Werke kurz vor manchem Halbzeitpfiff rund 5.000 Liter pro Sekunde. Kurz danach kann sich der Bedarf locker verdoppeln – allerdings nur für wenige Minuten, bis die Spülkästen wieder voll sind.

Zur Spülanalyse

Übrigens: Wer beim Spülen die Spartaste drückt, braucht 70 Prozent weniger Wasser. Weitere Tipps für den Schutz des Wassers gibt es hier.


Quelle: Berliner Wasserbetriebe

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Wenn Gerüche zur Belastung werden

08. Juni 2026 um 08:00

Was viele zunächst als bloßes Ärgernis wahrnehmen, kann sich zu einem ernsthaften Problem für Lebensqualität, Gesundheit und Stadtentwicklung entwickeln. Zahlreiche Kommunen verzeichnen regelmäßig Beschwerden über Geruchsbelastungen, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten und während warmer Witterungsphasen.

„Gerüche sind die unterschätzte Form der Umweltverschmutzung“, sagt Christian Elmauer aus der Geschäftsführung der coalsi GmbH. „Sie wirken unmittelbar auf das Wohlbefinden und beeinträchtigen die Wahrnehmung des gesamten Umfelds.“

Ursachen unter der Erde

Ein wesentlicher Ursprung vieler Geruchsprobleme befindet sich in der Kanalisation. Dort entstehen durch biologische Prozesse Gase wie Schwefelwasserstoff. Diese sind nicht nur für den typischen Kanalgeruch verantwortlich, sondern greifen langfristig auch die Infrastruktur an. Korrosion und Schäden an Leitungen führen zu hohen Folgekosten für Städte und Gemeinden. Durch die Auswirkungen des Klimawandels verschärft sich die Situation zusätzlich. Steigende Temperaturen begünstigen die Geruchsbildung, während Starkregenereignisse die Systeme belasten und zu vermehrten Emissionen führen.

Obwohl die Relevanz des Themas zunimmt, wird es in der öffentlichen Diskussion bislang vergleichsweise selten aufgegriffen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Städte und Gemeinden, die Lebensqualität zu erhalten und Beschwerden ernst zu nehmen – insbesondere im Wettbewerb um Einwohner, Touristen und Unternehmen.

„Gerüche entscheiden mit darüber, wie wir Orte wahrnehmen, ob wir uns dort wohlfühlen“, sagt Elmauer.

Das Thema gehöre stärker auf die Agenda.

Grenzen herkömmlicher Lösungen

Die Bekämpfung von Gerüchen ist technisch anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick erscheint. Viele herkömmliche Systeme arbeiten mit losen Aktivkohleschüttungen und einfachen Geruchsverschlüssen. Diese Lösungen stoßen jedoch häufig an ihre Grenzen. Feuchtigkeit und Verschmutzungen können dazu führen, dass die Schüttungen versotten oder sich verdichten. Dadurch wird der Luftaustausch im Kanal erheblich beeinträchtigt oder sogar vollständig unterbunden. Hinzu kommt, dass der Austausch des Filtermaterials oftmals aufwendig ist. Die eingeschränkte Belüftung erhöht zugleich die Gefahr von Korrosionsschäden im Kanalsystem.

Moderne Filtersysteme setzen deshalb auf kompakte, strukturstabile Filtermatten mit aufgebrachter Aktivkohle. Durch ein modulares Siphon-System bleiben die Matten dauerhaft sauber und trocken, sodass die Aktivkohle ihre Wirkung ungehindert entfalten kann.

Auch bei langen Betriebszeiten besteht keine Gefahr von Verschluss oder Verdichtung. Der notwendige Luftaustausch im Kanal bleibt erhalten, wodurch die Belüftung des Systems sichergestellt und Korrosionsschäden wirksam vorgebeugt werden können.

Nachhaltige Lösungen für Infrastruktur und Umwelt

Die coalsi GmbH hat sich auf solche hybriden Filtersysteme spezialisiert. Das Unternehmen aus dem Münchner Umland entwickelt modulare Lösungen, die sich an die jeweilige Belastungssituation anpassen lassen – von punktuellen Anwendungen in der Kanalisation bis hin zu komplexeren Anforderungen in Prozessen und kommunaler Infrastruktur.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Wirtschaftlichkeit. Durch den gezielten Abbau korrosiver Gase können Schäden an Bauwerken und Leitungen verhindert werden (MIC-Korrosion). Dadurch verlängern sich Wartungsintervalle und die Kosten für Sanierung und Instandhaltung lassen sich reduzieren.

„Die Technologie ist heute so weit, dass sich Geruchsprobleme in vielen Fällen vollständig und nachhaltig lösen lassen“.

Die Herausforderung sei weniger die Technik als vielmehr, die Sache rechtzeitig anzupacken. Da sind sich wohl alle Experten einig: Um Städte und Arbeitsumgebungen langfristig lebenswert zu halten, muss das Thema Geruch stärker in den Fokus rücken – als Teil einer ganzheitlichen Betrachtung der Umweltqualität.


Quelle: Lösungen zum Thema Geruchsprobleme Kanal von COALSI

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Infrastruktur stärken, Zukunft sichern

02. Juni 2026 um 14:04

Die Berliner Wasserbetriebe haben ihre Investitionen im Jahr 2025 erneut gesteigert und damit einen neuen Höchstwert erreicht. Trotz weitgehend stabiler Wasserverkaufs- und Abwassermengen sowie unveränderter Gebühren lag die Investitionsquote bei über 40 % des Umsatzes. Mit den umfangreichen Investitionen reagiert Deutschlands größtes Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen auf die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums in der Hauptstadtregion sowie auf veränderte Umweltbedingungen.

Schwerpunkt auf Netzen und Anlagen

Insgesamt investierten die Berliner Wasserbetriebe 543,7 Mio. Euro aus eigenen Mitteln (2024: 539,1 Mio. Euro). Der größte Anteil entfiel mit 265,9 Mio. Euro (2024: 251,4 Mio. Euro) auf die Sanierung, Erneuerung und Erweiterung des rund 19.000 km langen Rohr- und Kanalnetzes.

Weitere 233,1 Mio. Euro (2024: 245,5 Mio. Euro) flossen in Klär-, Pump- und Wasserwerke. Innerhalb dieses Bereichs lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Kläranlagen, für den 184,9 Mio. Euro aufgewendet wurden. Neben Großprojekten wie der Erneuerung zentraler Trinkwasserleitungen in der Landsberger Allee und dem Austausch wichtiger Abwasserdruckleitungen zu den südlichen Klärwerken wurden die Investitionen in die Netzinfrastruktur über das gesamte Stadtgebiet verteilt in rund 1.000 Projekten umgesetzt.

Stabile Geschäftsentwicklung trotz Sondereffekt

Der Wasserverkauf stieg 2025 leicht auf 216,5 Mio. m³ (2024: 214,3 Mio. m³). Gleichzeitig verringerte sich die in den Klärwerken behandelte Abwassermenge auf 257,0 Mio. m³ (2024: 264,7 Mio. m³). Bei konstanten Gebühren erwirtschafteten die Berliner Wasserbetriebe einen Umsatz von 1.343,4 Mio. Euro und damit 36,8 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.

Das Jahresergebnis wurde jedoch maßgeblich von einem einmaligen Effekt beeinflusst. Die Berliner Wasserbetriebe schrieben 2025 einen sogenannten Goodwill aus der Zeit der Rekommunalisierung vollständig ab. Dadurch veränderte sich das Ergebnis von einem Gewinn in Höhe von 127,0 Mio. Euro im Jahr 2024 zu einem Fehlbetrag von -149,8 Mio. Euro. Ohne diesen Sondereffekt erreichte das operative EBIT erneut das Niveau der Vorjahre.

„Die Berliner Wasserbetriebe waren auch 2025 ein verlässlicher Garant für das Funktionieren der Hauptstadt“, sagt die Aufsichtsratsvorsitzende und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey. „Die Ver- und Entsorgung war zu jeder Zeit sicher – selbst unter schwierigen Bedingungen, wie den Angriffen auf die Strominfrastruktur im Herbst und Winter. Ein immenses Investitionsprogramm wurde bewältigt und – etwa bei den Not- und Zierbrunnen – sogar zusätzliche Aufgaben übernommen. Dafür sind wir dem Unternehmen und seiner Belegschaft sehr dankbar.“

Der Vorstandsvorsitzende, Frank Bruckmann, ergänzt: „Die Hauptstadtregion wächst, unsere Umwelt verändert sich, das stellt die Wasserbetriebe vor Herausforderungen. Denen stellen wir uns und machen jeden Tag unsere Infrastruktur robuster und die Stadt resilienter. Eine sichere Wasserversorgung und eine funktionierende Infrastruktur sind die Basis einer lebenswerten Stadt.“

Personalaufbau und internationale Fachkräfte

Um die anstehenden Aufgaben bewältigen zu können, stellten die Berliner Wasserbetriebe im Jahr 2025 insgesamt 296 neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der Beschäftigten stieg damit um 50 auf 4.886. Gleichzeitig sank das Durchschnittsalter der Belegschaft auf 46,4 Jahre.

Noch im laufenden Jahr soll zudem ein Qualifizierungs- und Integrationsprogramm starten, mit dem bis zu 40 internationale Fachkräfte auf Tätigkeiten bei den Berliner Wasserbetrieben vorbereitet werden. Im Fokus stehen dabei insbesondere Bereiche des Kerngeschäfts wie Elektrotechnik, Ingenieurwesen und die Instandhaltung des Rohrnetzes.


Quelle: Berliner Wasserbetriebe

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Elisabeth Jreisat erneut in den LDEW-Vorstand gewählt

29. Mai 2026 um 14:22

Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser, ist auf der aktuellen Mitgliederversammlung des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. (LDEW) in Fulda erneut in den Vorstand gewählt worden. Dem Gremium gehört Jreisat bereits seit vielen Jahren an.

Interessenvertretung der Energie- und Wasserwirtschaft

Der LDEW vertritt die Interessen von rund 270 Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft in Hessen und Rheinland-Pfalz gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Gemeinsam sichern die Unternehmen die regionale Infrastruktur, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Fokus auf Versorgungssicherheit und Infrastruktur

„Viele zentrale Rahmenbedingungen für die Energie- und Wasserwirtschaft werden aktuell auf europäischer, Bundes- und Landesebene neu verhandelt. Umso wichtiger ist es, die Perspektive unserer Branche in Hessen und Rheinland-Pfalz mit starker Stimme einzubringen““, erklärte Elisabeth Jreisat nach der Wahl. „Gerade bei Fragen der Versorgungssicherheit, der klimaresilienten Infrastruktur und einer langfristig tragfähigen Finanzierung braucht es praxistaugliche Lösungen. Ich freue mich, in den nächsten zwei Jahren auch im LDEW-Vorstand an der Ausgestaltung dieser Rahmenbedingungen in Hessen/Rheinland-Pfalz mitwirken zu dürfen.“


Quelle: Hessenwasser

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