Fünf häufige Fehler bei der Wasserhaltung auf Baustellen
Wenn Baugruben volllaufen, Schläuche einfrieren oder Pumpen durch Schlamm verstopfen, entstehen auf Baustellen schnell hohe Kosten. Besonders im Herbst und Winter treffen starke Niederschläge, niedrige Temperaturen und schwierige Bodenverhältnisse aufeinander. Eine zuverlässige Wasserhaltung ist deshalb entscheidend, um den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten. Der Pumpenhersteller Tsurumi erläutert fünf häufige Fehler, die Bauunternehmen während der kalten Jahreszeit vermeiden sollten.
1. Pumpenleistung nicht ausreichend dimensioniert
Bereits bei der Auswahl der Pumpe können Fehler entstehen. Wird die Förderleistung ausschließlich anhand der durchschnittlich anfallenden Wassermenge bemessen, reicht sie bei starken Niederschlägen möglicherweise nicht mehr aus. Neben der maximalen Fördermenge müssen auch die tatsächlich erforderliche Förderhöhe sowie Druckverluste in Schläuchen und Leitungen berücksichtigt werden. Denn bei Kreiselpumpen nimmt die verfügbare Fördermenge mit steigender Förderhöhe in der Regel ab.
Tsurumi empfiehlt daher, die Wasserhaltung auf mögliche Belastungsspitzen auszulegen und bei Bedarf zusätzliche Reservekapazitäten einzuplanen.
2. Feststoffe im Baustellenwasser unterschätzt
Baustellenwasser enthält häufig Sand, Schlamm und andere abrasive Partikel. Besonders nach starken Regenfällen können diese die eingesetzten Pumpen erheblich beanspruchen. Ungeeignete Technik erhöht das Risiko von Verschleiß und Betriebsausfällen. Für solche Einsatzbedingungen bietet Tsurumi unter anderem die Pumpenbaureihe KTZ an. Sie verfügt über robuste, verschleißbeständige Komponenten sowie eine doppelte Gleitringdichtung im Ölbad.
Auch die Positionierung der Pumpe spielt eine wichtige Rolle. Sie sollte möglichst so aufgestellt werden, dass nicht unnötig große Mengen abgesetzter Feststoffe angesaugt werden. Ein entsprechend angelegter Pumpensumpf kann dabei helfen.
3. Frostschutz bei Schläuchen und Leitungen vernachlässigt
Bei niedrigen Temperaturen können nicht nur Pumpen, sondern auch Schläuche, Rohrleitungen und Armaturen Probleme verursachen. Bleibt Wasser darin stehen, kann es bei Frost gefrieren. Dadurch drohen blockierte Leitungen und Schäden an Bauteilen. Besonders gefährdet sind Anlagen, die nur zeitweise betrieben werden. Nicht benötigte Leitungen sollten deshalb entleert und frostgefährdete Abschnitte entsprechend geschützt werden.
Auch bei vollständig eingetauchten Pumpen muss sichergestellt sein, dass das geförderte Wasser jederzeit ungehindert abfließen kann. Beim Einsatz von Rückschlagklappen und Rückschlagventilen ist besondere Vorsicht geboten.
4. Unnötige Laufzeiten erhöhen den Energieverbrauch
Nicht jede Entwässerungsaufgabe erfordert einen durchgehenden Pumpenbetrieb. Läuft eine Pumpe auch bei niedrigem Wasserstand weiter, verbraucht sie unnötig Energie. Unter ungünstigen Betriebsbedingungen kann dies zudem die Technik belasten. Automatische Steuerungen können den Betrieb bedarfsgerecht regeln. Die Pumpen der Tsurumi-KTVE-Serie verfügen beispielsweise über eine integrierte Elektrodensteuerung. Diese erfasst den Wasserstand und schaltet die Pumpe entsprechend ein oder aus. Auf diese Weise lassen sich unnötige Laufzeiten reduzieren.
5. Wartung und Kontrollen zu spät durchgeführt
Kleine technische Mängel können insbesondere im Winter erhebliche Auswirkungen auf den Baustellenbetrieb haben. Verstopfte Ansaugöffnungen, beschädigte Stromkabel, verschlissene Laufräder oder undichte Schlauchverbindungen beeinträchtigen die Betriebssicherheit. Regelmäßige Sicht- und Funktionskontrollen sind daher wichtig. Dazu gehört auch die Überprüfung elektrischer Anschlüsse und Schutzeinrichtungen durch entsprechend qualifiziertes Personal.
Tsurumi rät dazu, die vorgeschriebenen Wartungsintervalle und Herstellervorgaben einzuhalten. Besonders stark beanspruchte Anlagen sollten darüber hinaus häufiger kontrolliert werden.
Rechtzeitige Vorbereitung verhindert Baustillstände
Eine zuverlässige Baustellenentwässerung hängt nicht allein von der Leistung der eingesetzten Pumpen ab. Ebenso entscheidend sind die passende Auswahl der Technik, eine fachgerechte Installation und die regelmäßige Überwachung während des Betriebs.
Tsurumi bietet hierfür verschiedene Schmutzwasserpumpen für unterschiedliche Einsatzbedingungen an. Wer seine Wasserhaltung frühzeitig auf die Anforderungen der kalten Jahreszeit vorbereitet, kann das Risiko ungeplanter Ausfälle reduzieren und Verzögerungen im Bauablauf vermeiden.
Quelle: Tsurumi Pressestelle
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