❌

Normale Ansicht

Received today — 20. Oktober 2026

7. Mülheimer Wasseranalytisches Seminar bringt rund 200 Fachleute zum Austausch zusammen

20. Oktober 2026 um 12:53

Das siebte Mülheimer Wasseranalytische Seminar (MWAS) am 16. und 17. September war erneut ein großer Erfolg. Knapp 200 Fachleute aus der Analytik tauschten sich an zwei Tagen über aktuelle Themen und Forschungsergebnisse aus. Die Stadthalle Mülheim bot dafür wieder den passenden Rahmen. Die Kombination aus Fachvorträgen, Posterausstellung und Fachmesse, die das MWAS seit seiner Gründung prägt, wurde von den Teilnehmenden geschätzt.

PFAS, Massenspektrometrie und Digitalisierung im Fokus

Mit 16 Fachvorträgen und wissenschaftlichen Postern widmete sich die Veranstaltung aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen in der Wasseranalytik. Zu den zentralen Themen gehörten der Einsatz hochauflösender Massenspektrometrie (HRMS), insbesondere zur Untersuchung von Transformationsprodukten, sowie die Analyse und Bewertung perfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS).

Weitere Vorträge beschäftigten sich mit der Bewertung analytischer Befunde im Grundwasser und der Dimensionierung von Infektionsbarrieren. Erstmals stand zudem eine eigene Session zur digitalen Transformation und Automatisierung auf dem Programm. Diese stieß auf große Resonanz und spiegelte sich auch in den Produkten und Unternehmen der begleitenden Fachausstellung wider.

Quelle: IWW Zentrum Wasser

Mülheim Water Award zum zehnten Mal verliehen

Ein weiterer Programmpunkt war die Verleihung des Mülheim Water Awards am Konferenzabend, die bereits zum zehnten Mal stattfand. Ausgezeichnet wurde eine Gruppe der GCI GmbH und der Berliner Wasserbetriebe für die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Rohrpassivsammlern im Wasser- und Abwassermonitoring.

Die drei Preisträger Jörg-Helge Hein, Tobias Hensel und Frederik Zietzschmann stellten ihren Ansatz am zweiten Konferenztag gemeinsam vor. Im weiteren Verlauf des Seminars wurde die Entwicklung intensiv diskutiert.

Wissenschaftlicher Nachwuchs erhält Posterpreise

Der von SHIMADZU gestiftete Preis für die besten wissenschaftlichen Poster ging an Nachwuchswissenschaftler der Hochschule Niederrhein in Krefeld (HNR) und der Instrumentellen Analytischen Chemie der Universität Duisburg-Essen (IAC UDE). Dr. Melanie Voigt (HNR) präsentierte Ergebnisse zur Untersuchung der Transformation von Venlafaxin durch elektrochemische Oxidation in einer μ-Durchflusszelle mit anschließender HRMS-Analyse.

Daniel Höhn (IAC UDE) stellte in seinem Poster ein Verfahren zur schnellen Datenprozessierung in der Non-Target-Analyse mittels HRMS vor, das ohne nutzerspezifische Parameter auskommt.


Quelle: IWW Zentrum Wasser

The post 7. Mülheimer Wasseranalytisches Seminar bringt rund 200 Fachleute zum Austausch zusammen appeared first on gwf-wasser.de.

Received yesterday — 19. Oktober 2026

Münchner Runde 2026: Kanalsanierung zwischen Investitionsdruck und Klimaanpassung

19. Oktober 2026 um 09:27

Die 23. Münchner Runde, das Expertenforum für Kanalsanierung, brachte am 15. Oktober 2026 in Fürstenfeldbruck Fachleute aus Wasserwirtschaft, Kommunen, Forschung und Industrie zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zukunftsfähigkeit der Kanalnetze, innovative Sanierungstechnologien und die Anpassung der Wasserinfrastruktur an den Klimawandel.

Klimawandel erhöht den Handlungsdruck

Bereits zur Eröffnung betonte Prof. Dr.-Ing. F. Wolfgang Günthert, dass Klimaanpassung zunehmend zu einer kommunalen Kernaufgabe werde. Wie dringend der Handlungsbedarf ist, verdeutlichte Regina Paas vom Bundesumweltministerium (BMUKN). Nach ihren Angaben meldeten im Sommer 2026 rund 70 % der Wasserversorger extreme Verbrauchsspitzen. 16 % erreichten oder überschritten zeitweise ihre Belastungsgrenze.

Ein grundlegendes Problem sei die geringe öffentliche Wahrnehmung wasserwirtschaftlicher Infrastruktur. Paas charakterisierte diese mit den Worten „Unsichtbar, unauffällig, unverstanden“. Während Leitungen und Kanäle unter der Erde verborgen bleiben, werde auch der Nutzen vorsorgender Investitionen häufig unterschätzt.

Milliardenbedarf für die Kanalsanierung

Welche finanziellen Herausforderungen auf die Kommunen zukommen, verdeutlichten Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf. Rund 20 % der öffentlichen Kanalisation in Bayern sind sanierungsbedürftig. Der Investitionsbedarf wird auf acht bis neun Milliarden Euro geschätzt. Vorgestellt wurden auch die Fördermöglichkeiten im Rahmen der RZWas 2025.

Dass technische Innovationen zur wirtschaftlichen Sanierung beitragen können, zeigten Martin Orschekowski von der Stadtentwässerung Homburg und Roman Debes von Kanaltechnik DF-ING. Angesichts steigender Kosten für die offene Bauweise gewinnen grabenlose Sanierungsverfahren an Bedeutung. Entscheidend sei dabei, „Haupt- und Seitenkanal als ein System“ zu betrachten.

Auch Druckleitungen benötigen mehr Aufmerksamkeit. Karin Sprengard von AWA-Ammersee verwies auf den hohen Wartungsbedarf und mögliche Energieeinsparungen von bis zu 20 % durch optimierte Be- und Entlüftung.

Regenwasser zurückhalten statt ableiten

Die kommunale Klimaanpassung beginnt bereits bei der Stadtplanung. Victoria von Minnigerode von der Rödl GmbH plädierte dafür, Starkregenvorsorge, Hochwassergefahrenkarten und blau-grüne Infrastruktur stärker in die Bauleitplanung einzubinden.

Wie sich Niederschlagswasser dezentral bewirtschaften lässt, zeigte Max Husemann von Optigrün. Sein Ansatz: „Wasser muss gar nicht erst abwasserwirksam werden.“ Retentionsdächer mit integrierten Wasserspeichern können Niederschläge zurückhalten und durch Verdunstung zur Kühlung urbaner Räume beitragen.

Digitalisierung und KI optimieren den Netzbetrieb

Auch die datenbasierte Bewirtschaftung bestehender Kanalnetze spielte eine wichtige Rolle. Annabella Reinke von Pluvion erläuterte, wie sich Fremdwassereinträge durch die Kombination von Messdaten, Netzkenntnis und Vor-Ort-Untersuchungen gezielt lokalisieren lassen. Ihre Handlungsempfehlung: „Erfassen, eingrenzen, verifizieren, handeln.“

Welche Potenziale künstliche Intelligenz bietet, demonstrierten Prof. Günter Müller-Czygan von der Hochschule Hof und Robert Köllner von den Stadtwerken Jena anhand des Projekts InSchuKA4.0. Das System verbindet historische Betriebsdaten, Wetterprognosen und Echtzeitmessungen, um Abwasserströme vorausschauend zu steuern. Ziel ist es, vorhandene Rückhaltekapazitäten effizienter zu nutzen und Gewässerbelastungen zu reduzieren.

Fazit: Bestehende Infrastruktur intelligent weiterentwickeln

Die Münchner Runde 2026 machte deutlich: Die Zukunft der Kanalsanierung liegt nicht allein im Neubau und der Instandsetzung. Entscheidend wird sein, bestehende Netze systematisch zu modernisieren, Regenwasser dezentral zu bewirtschaften und digitale Technologien stärker in den Betrieb einzubinden. Dafür brauchen Kommunen langfristige Investitionsstrategien, qualifiziertes Personal und geeignete Förderinstrumente.

Weitere Informationen: www.muenchner-runde.de

The post Münchner Runde 2026: Kanalsanierung zwischen Investitionsdruck und Klimaanpassung appeared first on gwf-wasser.de.

Ecomondo 2026 stellt Wasserwirtschaft und Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt

19. Oktober 2026 um 07:00

Die 29. Ausgabe der Ecomondo findet vom 3. bis 6. November 2026 im Messezentrum Rimini statt. Die internationale Fachmesse der Italian Exhibition Group (IEG) bietet ein umfangreiches wissenschaftliches und institutionelles Konferenzprogramm.

Mehr als 70 Veranstaltungen, Konferenzen und Workshops werden vom internationalen technisch-wissenschaftlichen Komitee unter Vorsitz von Professor Fabio Fava gemeinsam mit europäischen und internationalen Partnerorganisationen organisiert. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen der Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und ökologischen Transformation.

Wasserwirtschaft und nachhaltige Ressourcennutzung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wasserkreislauf und der sogenannten Blue Economy. Zahlreiche Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Regeneration mariner Ökosysteme sowie der nachhaltigen, effizienten und sicheren Nutzung von Wasserressourcen. Zu den zentralen Themen gehören die Anpassung von Küstenregionen an den Klimawandel, der Umgang mit neu auftretenden Schadstoffen sowie die Weiterentwicklung einer klimaneutralen Wasserwirtschaft.

Weitere Veranstaltungen befassen sich mit naturbasierten Lösungen zur Wiederherstellung des Wasserkreislaufs, dem Gewässerschutz und dem Erhalt der Biodiversität. Auch die effiziente Wassernutzung in Industrie und Landwirtschaft sowie die Kreislaufführung von Wasser stehen auf dem Programm. Ein weiterer Schwerpunkt sind zukunftsfähige Wasserinfrastrukturen mit intelligenten Netzen, Digitalisierung und Sicherheitslösungen. An der Gestaltung des Programms beteiligen sich unter anderem die Region Emilia-Romagna, die italienische Regulierungsbehörde ARERA, die Po-Flussgebietsbehörde, CNR-IRSA, UTILITALIA sowie mehrere italienische Universitäten.

Internationale Zusammenarbeit für mehr Wasserresilienz

Die Ecomondo 2026 legt besonderen Wert auf die internationale Zusammenarbeit im Mittelmeerraum und mit afrikanischen Ländern. Eine Veranstaltung zur Wasserresilienz innerhalb und außerhalb Europas beschäftigt sich mit euro-mediterraner Kooperation, Innovationen und internationaler Zusammenarbeit. Beteiligt sind unter anderem Water Europe, das Imperial College London und weitere wissenschaftliche Einrichtungen.

Weitere Diskussionen widmen sich der Verschmutzung des Mittelmeers durch Öl, nachhaltigen Materialien sowie Strategien zur Verbesserung der Wasserresilienz im Mittelmeerraum. Dabei werden auch Ansätze im Zusammenhang mit dem europäischen Ocean Pact behandelt. Das sechste Africa Green Growth Forum thematisiert unter anderem die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen und Privatwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung Afrikas. Im Fokus stehen Wasser und Landwirtschaft als Grundlage widerstandsfähiger Wertschöpfungsketten.

Kreislaufwirtschaft und Recycling im Fokus

Neben der Wasserwirtschaft behandelt das Konferenzprogramm zentrale Herausforderungen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Diskutiert werden unter anderem das Recycling von Elektroaltgeräten und Batterien, die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe sowie Maßnahmen zur Verringerung der europäischen Importabhängigkeit. Weitere Schwerpunkte bilden die Kreislaufführung von Kunststoffen, nachhaltige Verpackungen und das sogenannte Urban Mining, also die Rückgewinnung von Rohstoffen aus bestehenden Gebäuden und Infrastrukturen.

Auch die europäische Textilindustrie steht im Mittelpunkt mehrerer Veranstaltungen. Themen sind Wiederverwendung, Reparatur, Ökodesign, erweiterte Herstellerverantwortung und digitale Produktpässe. Darüber hinaus beschäftigt sich das Programm mit nachhaltiger Stadtentwicklung, Bodengesundheit, regenerativer Bioökonomie, Bioenergie sowie der Vermeidung und Verwertung von Abfällen.

EU-Regulierung und Finanzierung der Transformation

Ein weiterer Themenblock widmet sich den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen der ökologischen Transformation. Auf dem Programm stehen unter anderem der europäische Circular Economy Act, die Regulierung von Wasserdienstleistungen, neue Anforderungen an die Abfallwirtschaft sowie die Umsetzung der europäischen Industrieemissionsrichtlinie.

Auch Finanzierungsfragen spielen eine Rolle. Diskutiert werden ESG-Risikomanagement, nachhaltige Investitionsmodelle und Finanzierungsmöglichkeiten für Innovationen, unter anderem in der Wasserwirtschaft und Bioökonomie. Zu den Höhepunkten gehören die 15. „States General of the Green Economy“, die am 3. und 4. November stattfinden. Die Veranstaltung wird von der Foundation for Sustainable Development gemeinsam mit dem italienischen Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit organisiert.

Weitere Programmpunkte sind das Forum on Responsible Communication und der ESG CEO Summit. Ergänzt wird das Konferenzprogramm durch wissenschaftliche Beiträge, Praxisbeispiele und Diskussionen über die Skalierung innovativer Umwelttechnologien.

Zum Programm

Quelle: Ecomondo /Smartitaly

 

The post Ecomondo 2026 stellt Wasserwirtschaft und Kreislaufwirtschaft in den Mittelpunkt appeared first on gwf-wasser.de.

Received before yesterday

Tiefengeothermie auf Wachstumskurs mit steigender Wärmeproduktion

16. Oktober 2026 um 10:02

Erstmals hat das Praxisforum Tiefengeothermie in diesem Jahr die Betreiberdaten hydrothermaler Geothermieanlagen aus ganz Deutschland abgefragt. Damit richtet das Branchenevent seinen Blick über Bayern hinaus. Von 33 angefragten Betreibern reichten 21 ihre Daten für das Betriebsjahr 2025 ein. Insgesamt produzierten die bayerischen Geothermieanlagen 3,4 Terawattstunden Wärme. Auf ganz Deutschland hochgerechnet ergibt sich eine Wärmemenge von 3,8 Terawattstunden.

„Heute versorgen die deutschen Geothermieanlagen zusammengenommen eine Großstadt wie Frankfurt oder Köln“, erklärt Dr. Jochen Schneider, Veranstalter des Praxisforums.

Die Roadmap Tiefengeothermie des IEG sehe ein Marktpotenzial von 300 Terawattstunden vor, was einem Viertel des deutschen Wärmebedarfs entspreche. Angesichts der aktuellen Dynamik hält Schneider dieses Potenzial für realistisch. Für die Auswertung wurden unter anderem Betriebsstunden, Wärmeproduktion und -verkauf, Stromproduktion, Anlagenverfügbarkeit, Revisionsarbeiten und Schäden sowie der Stromverbrauch zur Wärmeerzeugung untersucht. Weitere Kriterien waren Förder- und Injektionstemperaturen sowie die Förderrate.

Unterhaching und Dürrnhaar für ihre Anlagenleistung ausgezeichnet

Den Preis für das „Goldene Heizwerk“ erhielt die Geothermieanlage Unterhaching. Mit 185.000 Megawattstunden produzierte sie im Betriebsjahr 2025 die höchste Wärmemenge eines reinen Heizwerks. Die Anlage steht zugleich beispielhaft für die Umstellung von einer kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung auf einen vollständig wärmeorientierten Betrieb. Parallel dazu wird das Fernwärmenetz weiter ausgebaut.

Das „Goldene Kraftwerk“ ging an die Geothermieanlage der Stadtwerke München in Dürrnhaar. Trotz ähnlicher geologischer Bedingungen wie in Unterhaching kann die Anlage durch ihre ganzjährige Stromproduktion mehr Wärme aus der Tiefe fördern. Mit über 35.000 Megawattstunden erzeugtem Strom und einer Auslastung von 80 Prozent erzielte das Kraftwerk eine besonders hohe Leistung. Laudator Wolfgang Geisinger überreichte die Auszeichnungen an Franz Barenth von der Geothermie Unterhaching Produktions GmbH & Co.KG und Stefan Birle von den Stadtwerken München.

Ehrenpreis würdigt Engagement für die Geothermie in NRW

Der Ehrenpreis des Praxisforums Tiefengeothermie ging in diesem Jahr an Dr. Ulrich Pahlke vom Geologischen Dienst NRW (GD NRW). Ausgezeichnet wurde sein langjähriges Engagement für die Geologie und insbesondere die Tiefengeothermie. Pahlke war insgesamt 42 Jahre im Dienst, davon zehn Jahre als Direktor des Geologischen Dienstes NRW. In dieser Funktion gelang es ihm, ein interregionales EU-Projekt zur Tiefengeothermie nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Dadurch wurde die Landesregierung verstärkt auf das Potenzial der hydrothermalen Geothermie aufmerksam.

In der Folge erhielt der GD NRW den Auftrag, ein umfangreiches Explorations- und Bohrprogramm umzusetzen. Dieses wurde ab 2024 mit dem Masterplan verstetigt. Die gewonnenen Untergrunddaten ermöglichen Kommunen und Stadtwerken, eigene Geothermieprojekte zu entwickeln.

„Sie sind maßgeblich für die Entwicklungen verantwortlich, die Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren bezüglich der Geothermie erreicht hat“, würdigte Laudator Hubertus Prinz zu Hohenlohe-Langenburg den Preisträger.

Christian-Hecht-Preis geht an Nachwuchswissenschaftlerin der TU München

Mit dem Christian-Hecht-Preis wurde die Doktorandin Valerie Ernst von der TU München ausgezeichnet. Der Preis erinnert an den 2017 verstorbenen Wissenschaftler und Geothermie-Vordenker Christian Hecht und würdigt herausragende Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Ernst überzeugte mit ihrer Forschungsarbeit zur „Verknüpfung von Transmissibilität und hydraulisch aktiven Zonen im tiefengeothermischen Reservoir in Bayern“.

„Mit Ihrer Arbeit haben Sie eine wissenschaftliche Lücke geschlossen und einen wichtigen Baustein für die Wärmewende geliefert“, betonte Laudator Dr. Christian Pletl von den Stadtwerken München. Diese stifteten auch das Preisgeld.

Praxisforum verzeichnet neuen Teilnehmerrekord

Die wachsende Bedeutung der Tiefengeothermie zeigte sich auch bei den Besucherzahlen. Mit mehr als 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem In- und Ausland übertraf das Praxisforum seinen bisherigen Rekord aus dem Vorjahr.

„Die Tiefengeothermie ist kein Nischenthema mehr, die Branche wächst und der Bedarf am Austausch aus der Praxis ist größer denn je“, erklärte Schneider.

Im Mittelpunkt des Kongresstages am 15. Oktober standen unter anderem neue Entwicklungen bei Fernwärmenetzen, Optimierungsmöglichkeiten beim Bohren, aktuelle Rahmenbedingungen der Projektplanung und Fördermöglichkeiten. Darüber hinaus wurden Fortschritte verschiedener Geothermieprojekte vorgestellt. Bereits am 14. Oktober hatte ein Workshoptag zum Betrieb von Geothermieanlagen stattgefunden.

Weitere Bohrungen sollen Fernwärmeversorgung ausbauen

Den Abschluss des Praxisforums bildet am 16. Oktober die Exkursion GeoTHOUR® zu zwei bestehenden Geothermieprojekten in der Region. Besucht werden die Anlage in Pullach sowie das interkommunale Projekt der AFK in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim. Beide Betreiber planen beziehungsweise realisieren weitere Dubletten, um der steigenden Nachfrage nach Fernwärmeanschlüssen in ihren Kommunen gerecht zu werden. Die Projekte verdeutlichen die aktuelle Ausbaudynamik der Tiefengeothermie.

„Die Menschen möchten unabhängig von hohen Preisen für fossile Energien sein“, sagt Schneider.

Die Tiefengeothermie biete eine zuverlässige, preisstabile und klimafreundliche Wärmeversorgung.

Weitere Informationen

Quelle: Praxisforum Tiefengeothermie

The post Tiefengeothermie auf Wachstumskurs mit steigender Wärmeproduktion appeared first on gwf-wasser.de.

Erfolgreiche Kanalsanierung im Fokus zweier Fachtagungen in Kassel

14. Oktober 2026 um 13:33

Am 8. und 9. September 2026 diskutierten Fachleute beim 24. Deutschen Schlauchlinertag und 15. Deutschen Reparaturtag in Kassel über die Voraussetzungen für eine dauerhaft erfolgreiche Kanalsanierung. Im Mittelpunkt standen Praxisbeispiele, neue Verfahren und aktuelle technische Entwicklungen. 264 Teilnehmer besuchten den 24. Deutschen Schlauchlinertag, 164 den 15. Deutschen Reparaturtag. Beide Veranstaltungen beschäftigten sich mit der Frage, welche Faktoren von der Planung über die Ausführung und Qualitätssicherung bis zum späteren Betrieb entscheidend sind, damit Sanierungsmaßnahmen langfristig erfolgreich bleiben.

„Uns interessiert nicht nur, dass eine Sanierung funktioniert hat. Spannend ist, warum sie funktioniert hat. Welche Grundlagen lagen vor, welche Entscheidungen wurden getroffen und was lässt sich daraus für zukünftige Projekte mitnehmen?“, betonte Dr.-Ing. Igor Borovsky, Vorsitzender der Technischen Akademie Hannover e. V. und Geschäftsführer des Verbandes zertifizierter Sanierungs-Berater für Entwässerungssysteme e. V.

Diese praxisorientierte Herangehensweise prägte beide Veranstaltungstage. Den Schlauchlinertag moderierte Dipl.-Ing. Univ. Alexander Jung von der ISAS GmbH, durch den Reparaturtag führte Dipl.-Ing. Michael Hippe, Vorstandsvorsitzender des Verbandes zertifizierter Sanierungs-Berater für Entwässerungssysteme e. V. (VSB).

Dr.-Ing. Igor Borovsky, Vorsitzender der Technischen Akademie Hannover e. V. und Geschäftsführer des VSB (r.), Dipl.-Ing. Univ. Alexander Jung von der ISAS GmbH (m.) sowie Dipl.-Ing. Michael Hippe, Vorstandsvorsitzender des VSB, (r.) führten durch das Programm. Jung moderierte den Schlauchlinertag, Hippe moderierte den Reparaturtag und Borovsky eröffnete beide Veranstaltungen. Quelle: TAH

Langjährige Erfahrungen als Grundlage erfolgreicher Sanierungen

Zum Auftakt des Schlauchlinertages blickte Dipl.-Ing. Frank Werner Grauvogel von den Technischen Betrieben Solingen auf rund 30 Jahre Sanierungspraxis zurück. Bereits 1996 stellte Solingen 20 Millionen Euro für eine langfristige Kanalsanierungsstrategie bereit. Seither wurden rund 75 Kilometer Schlauchliner eingebaut. Zwar konnte der ursprünglich auf 20 Jahre angelegte Zeitplan nicht vollständig eingehalten werden, die Strategie wurde jedoch konsequent fortgesetzt.

Mit zunehmender Erfahrung stiegen auch die Qualitätsanforderungen. Neben mechanischen Materialprüfungen kamen Wasserdichtheitskontrollen, baubegleitende Qualitätssicherung und DSC-Prüfungen hinzu. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen kontinuierlich in neue Ausschreibungen ein. „Unsere Anforderungen sind mit den Erfahrungen gewachsen. Was wir aus der Ausführung, aus Prüfungen oder Nachträgen gelernt haben, haben wir in die nächsten Ausschreibungen übernommen“, betonte Grauvogel den Lernprozess.

Sorgfältige Planung entscheidet über die Lebensdauer

Welche Bedeutung die Planung für eine langlebige Sanierung hat, erläuterte Dipl.-Ing. (FH) Markus Vogel, Beratender Ingenieur. Entscheidend sei, welche Leistung der Netzbetreiber über die vorgesehene Nutzungsdauer von der sanierten Anlage erwarte. Dazu gehörten unter anderem Dichtheit, Standsicherheit, Betriebssicherheit und chemische Resistenz. Für Schlauchliner setzte Vogel eine Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren an. Sämtliche Anforderungen müssten deshalb bereits vor der Vergabe eindeutig festgelegt werden.

Auch Dipl.-Ing. Roland Wacker, Sachverständiger für Instandhaltung und Sanierung von Entwässerungsnetzen, unterstrich die Bedeutung belastbarer Planungsgrundlagen. Für die Schlauchlinerstatik müssten Altrohrzustand, Imperfektionen und Belastungen genau ermittelt werden. Regelstatiktabellen seien nur innerhalb bestimmter Randbedingungen anwendbar. Bei Altrohrzustand III oder überschrittenen Grenzwerten sei eine Einzelstatik erforderlich.

Qualitätssicherung muss den gesamten Einbau berücksichtigen

Dass Materialprüfungen allein keine ausreichende Qualitätssicherung gewährleisten, verdeutlichte Markus Vogel anhand von Auswertungen aus mehr als 7.500 Linerinstallationen. Dabei zeigten sich Abweichungen unter anderem bei Temperaturen, Drücken, Ziehgeschwindigkeiten und Leuchtmitteln. „Materialkennwerte sind kein Prozessnachweis“, brachte Vogel die Problematik auf den Punkt. Entscheidend sei deshalb auch der systematische Abgleich der aufgezeichneten Prozessdaten mit den Herstellerangaben.

Michelle Peeck, B.Sc., von der Siebert + Knipschild GmbH erläuterte die Weiterentwicklung von Materialkennwerten. Glasfasern und optimierte Laminataufbauten ermöglichen höhere E-Modulwerte und Biegespannungen bei geringeren Wanddicken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Qualitätssicherung. Am Beispiel des Reststyrolgehalts zeigte Peeck, wie wichtig eindeutige Bezugsgrößen für die Bewertung von Messergebnissen sind.

Auch die Normung entwickelt sich weiter. Dr. John Gumbel von JG Pipeline Consultancy Ltd und Wim Elzink, Leiter der zuständigen internationalen Arbeitsgruppe, stellten die Neuordnung der bisherigen Schlauchlinernormen vor. Mit der DIN EN ISO 11300-2 werden Anforderungen künftig werkstoffbezogen zusammengeführt. Die Norm enthält unter anderem neue Definitionen, eine detailliertere Klassifizierung der Harze und präzisere Vorgaben für mechanische Kurzzeitkennwerte.

Unterschiedliche Kanalprofile stellen besondere Anforderungen

Welche Herausforderungen große Kanalprofile mit sich bringen, erläuterte Tobias Gierok von der Fischer Teamplan Ingenieurbüro GmbH. Bereits bei der Planung müssten unter anderem Zugänglichkeit, Platzbedarf, Abflusslenkung, Verkehrsführung und Anschlüsse berücksichtigt werden. Ein anspruchsvolles Praxisbeispiel präsentierte Dipl.-Ing. (FH) Torsten Seiler von der Stadtentwässerung Dresden. Bei der Sanierung des Dükers Flügelweg DN 2000 wurde eine tragende Linerwanddicke von 42 Millimetern nachgewiesen. Das rund 210 Tonnen schwere System wurde bei etwa einem Meter Wasserstand eingebaut, während ein paralleles Rohr die Abwasserhaltung übernahm.

Auch kleinere Dimensionen erfordern sorgfältige Vorbereitung. Dipl.-Ing. (FH) Dirk Mumm vom Eigenbetrieb Abwasser der Stadt Rheda-Wiedenbrück berichtete über Versuche aus den Jahren 2025 und 2026, Anschlussliner vom Hauptkanal aus einzubauen. Das Verfahren kann den Zugang über den Übergabeschacht vermeiden, ist jedoch an bestimmte technische Voraussetzungen gebunden. Dipl.-Ing. (FH) Steffen Hommel von IRS Sachsen widmete sich dem Einbau von Schlauchlinern in Trinkwasserleitungen ab DN 600. Hier kommen zusätzliche hygienische Anforderungen sowie Belastungen durch Innen- und Außendruck hinzu.

Langlebigkeit und Nachhaltigkeit gehören zusammen

Die Qualität einer Sanierung zeigt sich auch im späteren Betrieb. Dr.-Ing. Susanne Leddig-Bahls, Technische Leiterin der IQS Engineering AG, erläuterte die Anforderungen an die Hochdruckspülung renovierter Abwasserkanäle. Reinigungsziel, Verschmutzung, Rohrwerkstoff und Zustand bestimmen die geeigneten Spülparameter. Ihr Grundsatz: „Reinigung mit so wenig Druck wie möglich – nur so viel wie nötig.“

Dipl.-Ing. Marco Schlüter vom IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur vertiefte das Thema am Reparaturtag. Er zeigte, dass die Beanspruchung von Reparaturstellen nicht allein von Druck und Durchfluss abhängt. Auch Düsentyp, Strahlgeometrie, Abstand und Anschlüsse beeinflussen die Belastung. Die Bedeutung langlebiger Sanierungen für den Klimaschutz beleuchtete Prof. Dr. Jörg Sebastian. Er stellte den Arbeitsstand einer VSB-Empfehlung zur CO₂-Bilanzierung von Sanierungsprodukten und -verfahren vor. Für aussagekräftige Vergleiche seien einheitliche Bezugsgrößen und klar definierte Systemgrenzen erforderlich.

Anhand eines Rechenbeispiels verdeutlichte Sebastian, dass der CO₂-Ausstoß je Meter und Nutzungsjahr mit zunehmender Lebensdauer sinkt. „Der stärkste Hebel ist die erreichte Nutzungsdauer. Qualität ist Klimaschutz.“ In der anschließenden Podiumsdiskussion ging es darum, welche Rolle ökologische Kennwerte künftig bei Planung, Ausschreibung und Vergabe spielen können.

Strategische Reparaturplanung für den langfristigen Netzerhalt

Am 15. Deutschen Reparaturtag stand die Reparatur als Bestandteil einer nachhaltigen Netzbewirtschaftung im Mittelpunkt. Florian Frambach, M.Eng., von hanseWasser Bremen erläuterte die systematische Vorgehensweise seines Unternehmens. Von rund 2.300 Kilometern Kanalnetz werden jährlich 230 Kilometer mittels TV-Inspektion untersucht. Die Ergebnisse werden bewertet und bilden die Grundlage für die Entscheidung zwischen Reparatur, Renovierung und Erneuerung.

Dr.-Ing. Mark Kopietz von der SBKS GmbH stellte anschließend das Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) vor. Die Prüfungen richten sich nach dem jeweiligen Anwendungsbereich und umfassen unter anderem Materialeigenschaften, Haftung, Chemikalienbeständigkeit, Abrieb und Hochdruckspülfestigkeit.

Flexible Lösungen bei akuten Kanalschäden

Wie sich kurzfristige Eingriffe mit planbaren Reparaturen verbinden lassen, zeigte Dipl.-Ing. (FH) Bianca Burger von den Göttinger Entsorgungsbetrieben. Bei Wurzeleinwuchs wird bei Bedarf zunächst die Betriebssicherheit wiederhergestellt. Weitergehende Reparaturen werden anschließend über einen Rahmenauftrag gebündelt und in zwei planbaren Einsätzen jährlich durchgeführt.

Sarah Beck-Wieneke, B. Eng., von der IWA Ingenieurgesellschaft erläuterte die besonderen Herausforderungen bei Reparaturen unter Grundwassereinfluss. Entscheidend sei nicht nur, eindringendes Wasser zu stoppen, sondern auch mögliche Folgeschäden wie Hohlräume oder den Verlust der Bettungszone zu berücksichtigen. Edelstahlmanschetten und Injektionstechniken bieten unterschiedliche Möglichkeiten, haben jedoch jeweils technische Einsatzgrenzen.

Ein außergewöhnliches Sanierungsprojekt stellten Anja Kröhan von den Berliner Wasserbetrieben und Anja Janßen von Umwelttechnik Franz Janßen vor. Am Düker Popitzweg machten starke Infiltration, Bodeneintrag und ein sichtbarer Hohlraum eine sofortige Reparatur erforderlich. Erschwerend kamen unter anderem 45-Grad-Bögen, eine benachbarte U-Bahn-Linie und die historische Siemensbahn hinzu. Da die vorhandene Technik für die mehr als drei Meter lange Schadstelle nicht ausreichte, wurde ein 3,5 Meter langer Packer als Sonderanfertigung entwickelt. Die erfolgreiche Reparatur bildete die Grundlage für die anschließende umfassende Sanierungsplanung.

Materialwahl, Ausführung und Arbeitssicherheit im Blick

Weitere Vorträge beschäftigten sich mit speziellen Anforderungen einzelner Reparaturverfahren. Markus Vogel erläuterte die Risiken beim Kurzlinereinbau. Besonders wichtig seien sorgfältige Vorarbeiten, darunter Reinigung, Klebeflächenvorbereitung und Grundwasservorabdichtung.

Markus Dohmann vom Tiefbauamt Backnang stellte verschiedene Möglichkeiten zur Sanierung von Schachtgerinnen vor. Neben der Materialwahl seien eine hydraulisch geeignete Gestaltung, die Eignung für Betrieb und Unterhaltung sowie die fachgerechte Verarbeitung entscheidend.

Gerry Wehrle richtete den Blick auf die Arbeitssicherheit bei Reparaturen in begehbaren Kanälen. Gefährdungen durch Gase, Sauerstoffmangel, Wasserkräfte und eingeschränkte Bewegungsfreiheit müssten bereits in der Planung berücksichtigt werden. Eine fundierte Gefährdungsbeurteilung, schriftliche Freigaben und klare Zuständigkeiten seien vor Arbeitsbeginn unerlässlich.

Aussagekräftige Dokumentation statt unnötiger Bürokratie

Zum Abschluss rückten Abnahme, Dokumentation und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Dipl.-Ing. Roland Wacker betonte, dass nicht die Menge der Unterlagen, sondern deren Aussagekraft entscheidend sei. Prüfungen und Nachweise sollten verfahrensabhängig und bereits vertraglich festgelegt werden. Eine Risikoanalyse könne helfen, besonders kritische Arbeitsschritte gezielt zu kontrollieren.

Hendrik Klar, M.Eng., von der ISAS GmbH beschäftigte sich mit den Anforderungen an ein erfolgreiches Projektmanagement. Sein Grundsatz „Fordern, was bewertbar ist – umsetzen, was leistbar ist“ verdeutlichte die Bedeutung realistischer Anforderungen, frühzeitiger Abstimmungen und einer funktionierenden Kommunikation zwischen Auftraggebern, Ingenieurbüros und ausführenden Unternehmen.

Auch die abschließende Podiumsdiskussion griff das Thema Dokumentation auf. Unterschiedliche Vorgaben und unvollständige Ausgangsunterlagen verursachen zusätzlichen Aufwand. Diskutiert wurden deshalb einheitlichere Strukturen und verlässliche Grundlagen, die bereits zu Projektbeginn vorliegen sollten.

Erfolgreiche Sanierung erfordert das Zusammenspiel aller Beteiligten

Zum Abschluss zog Michael Hippe ein positives Fazit: „Die beiden Tage haben sehr deutlich gezeigt, wie viele Faktoren über den Erfolg einer Sanierungsmaßnahme entscheiden. Das beginnt bei belastbaren Planungsgrundlagen und der richtigen Verfahrenswahl, reicht über Material, Vorarbeiten und Ausführung bis zu Qualitätssicherung, Dokumentation und Betrieb. Besonders zielführend war es, dass wir viele Fragen in diesem Jahr noch enger auf Basis realer Projekte diskutiert haben und die Erfahrungen von Netzbetreibern, Planern, Ausführenden und Herstellern übereinanderlegen konnten“.

Die beiden Veranstaltungstage lieferten damit zahlreiche praxisorientierte Impulse für die Planung, Umsetzung und langfristige Qualitätssicherung von Kanalsanierungsmaßnahmen.

Zur Anmeldung

Quelle: Thomas Martin Kommunikation

The post Erfolgreiche Kanalsanierung im Fokus zweier Fachtagungen in Kassel appeared first on gwf-wasser.de.

Ecomondo 2026: Wasserwirtschaft und resiliente Infrastrukturen

07. Oktober 2026 um 08:00

Vom 3. bis 6. November 2026 findet die Ecomondo imRimini Expo Centre zum 29. Mal statt. Auf mehr als 167.000 m² Ausstellungsfläche werden über 1.800 Aussteller erwartet. Ergänzt wird die Ausstellung durch mehr als 200 Veranstaltungen mit über 1.000 Expertinnen und Experten. Die Messe versteht sich als Plattform für Technologien, Dienstleistungen und industrielle Lösungen rund um ökologische Transformation und Kreislaufwirtschaft. Für die Wasserbranche ist insbesondere der Bereich „Water Cycle & Blue Economy“ relevant.

Lösungen für den gesamten Wasserkreislauf

Die Daten für die diesjährige Ecomondo in Italien. (Quelle: © Ecomondo)

Der Wasserbereich in Halle B8 deckt die gesamte Wertschöpfungskette des integrierten Wasserkreislaufs ab. Gezeigt werden Lösungen für Trinkwasser- und Abwasserbehandlung, Schlammbehandlung, Versorgungs- und Kanalnetze sowie Monitoring und Infrastrukturmanagement. Hinzu kommen Systeme zum digitalen Monitoring und Steuerung von Wasserinfrastrukturen sowie Technologien für mehr Effizienz, Resilienz und Wasserwiederverwendung.

Ein eigener Trenchless District rückt grabenlose Technologien für unterirdische Infrastrukturen in den Mittelpunkt. Für Betreiber von Wasser- und Abwassernetzen stehen damit Verfahren für Bau, Sanierung und Instandhaltung von Leitungen im Fokus. Der Blue Economy District bündelt zudem Technologien und Projekte aus den Bereichen Küste, Meer  und maritime Kreislaufwirtschaft.

Wasserresilienz und Digitalisierung

Auch das Konferenzprogramm setzt wasserwirtschaftliche Schwerpunkte. Dazu zählen wasserresiliente Infrastrukturen für Klimaanpassung und Versorgungssicherheit sowie eine höhere Wassereffizienz in Industrie und Landwirtschaft. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Umweltmonitoring und Big Data werden als Werkzeuge für ein effizienteres Management von Wasserressourcen und klimabedingten Risiken behandelt.

Am 4. November beschäftigt sich ein Programmpunkt unter anderem mit Governance, Regulierung und Finanzierung der Wasserversorgung vor dem Hintergrund des Klimawandels. Natürlich wird auch die europäische Water Resilience Strategy thematisiert.

Neue EU-Vorgaben im Blick

Für Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen bietet die Messe auch einen Überblick über regulatorische Entwicklungen. Im Konferenzprogramm werden unter anderem die novellierte EU-Kommunalabwasserrichtlinie und die europäische Trinkwasserrichtlinie aufgegriffen. Diskutiert werden Anforderungen an Umsetzung, Finanzierung und Governance im Wassersektor. Die Ecomondo richtet sich damit an Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen, Technologieanbieter, Ingenieur- und Planungsunternehmen sowie Forschung, Verwaltung und Politik.

Weitere Informationen zum Programm, Ausstellern und Tickets finden sich hier.


Quelle: Ecomondo

The post Ecomondo 2026: Wasserwirtschaft und resiliente Infrastrukturen appeared first on gwf-wasser.de.

DVGW-Kongress: EU-Vorgaben für Trinkwassermaterialien

06. Oktober 2026 um 08:00

Ab dem 31. Dezember 2026 müssen europaweite Anforderungen an Materialien und Werkstoffe mit Trinkwasserkontakt eingehalten werden. Mit dem Übergang von den bisherigen nationalen UBA-Bewertungsgrundlagen zu einem harmonisierten EU-System aus Positivlisten, Zertifizierung, Kennzeichnung und Konformitätsbewertung ändert sich nicht nur die Bewertung einzelner Werkstoffe, sondern das regulatorische Umfeld für die gesamte Wasserwirtschaft in Europa. Betroffen sind Wasserversorger, Hersteller, Planer, Installateure, Tiefbauer, Zertifizierungsstellen, Aufsichtsbehörden und Verbraucher gleichermaßen – auch wenn unter bestimmten Umständen nationale Bewertungsgrundlagen noch bis längstens 2032 gelten. Die Veranstaltung am 17. November ordnet die komplexen europäischen Regelungen ein und gibt Orientierung zu offenen Fragen rund um Rechtssicherheit, Beschaffung und Materialauswahl – von den Auswirkungen auf Wasserversorgungsunternehmen über den Umgang mit Bestandsprodukten bis zu Bleigrenzwerten bei metallenen Werkstoffen.

Themen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die konkreten Auswirkungen des neuen EU-Rechtsrahmens auf Wasserversorgungsunternehmen. Diskutiert wird unter anderem welche bisherigen nationalen Regelungen durch die europäischen Vorgaben ersetzt werden und welche Handlungspflichten Betreiber bereits heute treffen. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie Wasserversorger künftig rechtssicher nachweisen können, dass eingesetzte Produkte den Anforderungen entsprechen, welche Produkte noch beschafft und verbaut werden können und wie mit Bestandsprodukten umzugehen ist. Ob bestimmte Materialien künftig nur noch eingeschränkt verfügbar sein werden, steht auch im Fokus des Kongress.

Zielgruppe

  • Führungskräfte von Wasserversorgungsunternehmen
  • Betriebsleitung Wasser
  • Netz- und Assetmanager
  • Ingenieur- und Planungsbüros
  • Tiefbau- und Rohrleitungsbauunternehmen
  • Hersteller von Produkten mit Trinkwasserkontakt
  • Zertifizierungs- und Prüforganisationen
  • Installationsunternehmen

 

Weitere Informationen zum Programm und Tickets gibt’s hier: DVGW Kongress.


Quelle: DVGW

The post DVGW-Kongress: EU-Vorgaben für Trinkwassermaterialien appeared first on gwf-wasser.de.

DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers

05. Oktober 2026 um 08:00

Mit steigenden Durchschnittstemperaturen und häufigeren Hitzewellen gewinnt ein Thema in der Wasserversorgung zunehmend an Gewicht: die Temperatur des Trinkwassers im Verteilnetz. Die Veranstaltung liefert einen fundierten Überblick über den aktuellen Erkenntnisstand zur Temperaturentwicklung im Netz und ordnet die zentralen Ursachen erhöhter Trinkwassertemperaturen ein. Im Zentrum stehen dabei die Ergebnisse des zweiteiligen DVGW-Projekts „Wassertemperaturen“, das sowohl die Entstehung erhöhter Temperaturen als auch mögliche Gegenmaßnahmen untersucht hat. Darüber hinaus wird eigeordnet, wie sich steigende Temperaturen mikrobiologisch im Trinkwasserverteilnetz auswirken – einschließlich der Rolle von Aeromonaden. Praxisberichte beteiligter Wasserversorgungsunternehmen runden die wissenschaftlichen Erkenntnisse ab. Für die Teilnehmenden ergeben sich daraus konkrete Entscheidungshilfen für Monitoring, Betrieb und die Bewertung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen.

Themen

  • Block I: Einführung und fachliche Einordnung
  • Block II: Mikrobielle Auswirkungen erhöhter Wassertemperaturen
  • Block III: Praxiserfahrungen und Maßnahmen von Wasserversorgungsunternehmen
  • Block IV: Ausblick & Wirtschaftlichkeit

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an leitende und verantwortliche Mitarbeitende sowie Entscheider der Wasserversorgung aus den Bereichen Betriebsführung, Netzüberwachung und Asset Management sowie Wasserqualität und Hygiene. Weiterhin richtet sich das Angebot an Personen aus TGA-Planung, Ingenieurwesen, Sachverständigung, Untersuchungsstellen und Gesundheitsämtern.

Programm

Das Programm enthält sieben informative Vorträge, unter anderem von Dr. Andreas Korth und Susanne Kaiser, der Geschäftsführerin der Stadtwerke Erfurt.

Weitere Informationen sowie das Tagesprogramm finden sich hier. 


Quelle: DVGW

The post DVGW-Kongress online: Die Wärme unseres Trinkwassers appeared first on gwf-wasser.de.

Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz

01. Oktober 2026 um 09:22

Die Wasserwirtschaft steht nach Einschätzung des DVGW vor wachsenden Anforderungen durch den Klimawandel und zunehmende Belastungen der Wasserressourcen. Auf dem DVGW-Kongress 2026 in Bonn stellte der Verband deshalb die Resilienz der Wasserversorgung, Investitionen in die Infrastruktur und einen stärkeren vorsorgenden Gewässerschutz in den Mittelpunkt seiner wasserfachlichen Positionen.

Wasserwirtschaft muss sich schneller an Klimafolgen anpassen

Hitzeperioden und länger anhaltende Trockenphasen haben die Wasserversorgung nach Angaben des DVGW auch im Sommer 2026 regional belastet. Die öffentliche Trinkwasserversorgung sei trotz dieser Bedingungen stabil geblieben. Der Verband sieht darin jedoch keinen Grund, auf weitere Anpassungsmaßnahmen zu verzichten. Vielmehr müssten Versorgungsstrukturen frühzeitig auf veränderte klimatische Bedingungen vorbereitet werden.

„Die Menschen in Deutschland konnten sich auch in diesem außergewöhnlichen Sommer jederzeit auf die Trinkwasserversorgung verlassen. Das ist eine enorme Leistung der Wasserversorgungsunternehmen. Gleichzeitig wäre es jedoch ein Fehler, die zunehmenden Herausforderungen zu unterschätzen. Die Folgen des Klimawandels kommen in der Wasserwirtschaft längst an. Deshalb müssen wir heute die Voraussetzungen schaffen, damit die Versorgung auch in Zukunft sicher bleibt“, sagt Dr. Wolf Merkel.

Als Handlungsfelder nennt der DVGW unter anderem zusätzliche Wassergewinnungsanlagen und Speicherkapazitäten, regionale Verbundsysteme sowie moderne Aufbereitungstechnologien. Ein wesentliches Problem seien die langen Planungs- und Genehmigungszeiträume solcher Infrastrukturmaßnahmen. Der Klimaresilienz-Index Wasser 2026 des Verbandes untersucht, wie Wasserversorgungsunternehmen gegenüber Klimafolgen aufgestellt sind und an welchen Stellen weiterer Anpassungsbedarf besteht.

Resilienz erfordert langfristige Infrastrukturplanung

Für Wasserversorgungsunternehmen gewinnt damit die langfristige Planung von Ressourcen und Anlagen an Bedeutung. Neue Gewinnungsstandorte, Speicher oder Verbundsysteme lassen sich häufig nicht kurzfristig realisieren. Zwischen Planung, Genehmigung und Inbetriebnahme können nach Darstellung des DVGW viele Jahre liegen. Anpassungsmaßnahmen müssen deshalb beginnen, bevor regionale Engpässe auftreten.

Zur technischen Resilienz gehört zudem, Versorgungssysteme so auszulegen, dass Ausfälle einzelner Ressourcen oder Anlagen möglichst kompensiert werden können. Zusätzliche Gewinnungsmöglichkeiten, Speicher und Verbünde zwischen Versorgungssystemen können dazu beitragen, die betriebliche Flexibilität bei Trockenheit oder anderen außergewöhnlichen Belastungen zu erhöhen.

Gewässerschutz beginnt an der Eintragsquelle

Neben der verfügbaren Wassermenge rückt die Qualität der Trinkwasserressourcen stärker in den Fokus. Der DVGW verweist insbesondere auf Belastungen durch Nitrat sowie auf PFAS und Trifluoressigsäure (TFA). Der Verband setzt dabei auf einen vorsorgenden Ansatz: Stoffeinträge sollen möglichst an ihrer Entstehungsquelle reduziert werden, bevor sie Grund- oder Oberflächengewässer erreichen.

Für die Wasserversorgung ist dieser Ansatz auch aus aufbereitungstechnischer Sicht relevant. Steigende Rohwasserbelastungen können zusätzliche Verfahrensschritte und höhere technische sowie finanzielle Aufwendungen erforderlich machen. Ein konsequenter Ressourcenschutz soll deshalb dazu beitragen, den Aufwand für die Trinkwasseraufbereitung langfristig zu begrenzen.

Versorgungssicherheit als Aufgabe des Gesamtsystems

Aus Sicht der Wasserwirtschaft geht Resilienz damit über einzelne Anlagen oder kurzfristige Maßnahmen hinaus. Wassergewinnung, Aufbereitung, Speicherung, Verteilung und Ressourcenschutz müssen gemeinsam betrachtet werden. Gleichzeitig gewinnen regionale Kooperationen und langfristig ausgelegte Infrastrukturstrategien an Bedeutung.

Der DVGW Kongress 2026 stellt Klimaresilienz und den Schutz der Trinkwasserressourcen als zentrale Handlungsfelder des Wassersektors heraus. Der Verband hatte bereits im Vorfeld des Kongresses die Anpassung der Wasserversorgung an Klimafolgen sowie Themen wie PFAS und Nitrat als Schwerpunkte benannt.

Von der Reaktion zur langfristigen Vorsorge

Für die deutsche Wasserwirtschaft verschiebt sich der Schwerpunkt zunehmend von der Reaktion auf einzelne Belastungssituationen hin zu einer langfristigen Vorsorge. Zusätzliche Ressourcen, robuste Infrastrukturen, regionale Verbünde und der Schutz der Rohwasserqualität bilden dabei zusammen die Grundlage für eine resiliente Trinkwasserversorgung.

Weitere Informationen gibt es unter www.dvgw.de.

The post Wasserwirtschaft unter Anpassungsdruck: DVGW fordert mehr Resilienz appeared first on gwf-wasser.de.

23. DVGW Forum Wasseraufbereitung

24. September 2026 um 14:00

Am 12. November 2026 findet im Aquatorium auf dem Wasserwerksgelände der RWW in Mülheim an der Ruhr das 23. DVGW Forum Wasseraufbereitung statt. Unter dem Titel „Grüne Aufbereitungsstoffe, Konzentration auf Membranen, neue Regeln und ein Blick in die Zukunft“ informiert die Veranstaltung über aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse in der Wasseraufbereitung und angrenzenden Fachgebieten.

Veranstaltet wird das Forum vom DIN-DVGW-Gemeinschaftsarbeitsausschuss „Wasseraufbereitungsverfahren“ des DVGW im Wechsel mit dem TZW in Karlsruhe und dem IWW Zentrum Wasser in Mülheim an der Ruhr. Das Programm gliedert sich in vier Sessions, die aktuelle Forschungsprojekte, neue Regelwerke und zukünftige Herausforderungen der Branche aufgreifen.

Von Membrankonzentraten bis zu neuen DVGW-Regelwerken

Die erste Session richtet den Blick auf Antiscalants und Membrankonzentrate. Vorgestellt werden unter anderem Erkenntnisse zur Wirkung, Toxizität und Regulierung von Antiscalants in der Trinkwasseraufbereitung. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der biologischen Nitratentfernung aus Konzentraten sowie mit der PFAS-Entfernung mittels Schaumfraktionierung.

Anschließend stehen neue Regelwerke im Mittelpunkt. Thematisiert werden das neue DVGW-Arbeitsblatt W 236 zu Nanofiltration und Niederdruckumkehrosmose in der zentralen Trinkwasseraufbereitung, das DVGW-Merkblatt W 245 zu Verfahren zur Entfärbung sowie das DVGW-Arbeitsblatt W 249 zur Entfernung relevanter Schwermetalle in der zentralen Wasseraufbereitung.

EU-Anforderungen, PFAS und zukünftige Herausforderungen

Am Nachmittag erweitert das Forum den Blick auf aktuelle Entwicklungen über die eigentlichen Aufbereitungsverfahren hinaus. Auf dem Programm stehen unter anderem neue EU-Anforderungen an Materialien und Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser, Desinfektionsprodukte bei der Chlorung sowie aktuelle EU-Themen. Die abschließende Session widmet sich Zukunftsfragen der Wasseraufbereitung. Dabei geht es unter anderem um die Bereitstellung zweier Wasserqualitäten aus einer Aufbereitungsanlage, um Zielkonflikte bei der PFAS-Entfernung sowie um mikrobiologische Veränderungen während der Aufbereitung und Verteilung.

Das DVGW Forum Wasseraufbereitung richtet sich an technische und kaufmännische Führungskräfte, Ingenieure und Anlagenbetreiber aus der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie an Vertreter von Kommunen, Industrie, Behörden, Planungsbüros und Wissenschaft. Auch Studierende und Nachwuchskräfte aus wasserbezogenen Studien- und Berufsfeldern gehören zur Zielgruppe.

Mehr Informationen

 

 


Quelle: DVGW

The post 23. DVGW Forum Wasseraufbereitung appeared first on gwf-wasser.de.

21. Bayerische Wassertage: Wasserversorgung im Klimawandel im Fokus

21. September 2026 um 12:00

Eine sichere Wasserversorgung rückt angesichts des fortschreitenden Klimawandels zunehmend in den Fokus. Längere Trockenperioden und Extremwetterereignisse stellen Wasserversorger, Kommunen und Behörden vor neue Herausforderungen. Mit den damit verbundenen Fragestellungen beschäftigen sich die 21. Bayerischen Wassertage am 11. und 12. November 2026 im Bayerischen Landesamt für Umwelt in Augsburg.

Nach einem Überblick über aktuelle Entwicklungen im Wasserrecht richtet der Fachkongress den Blick insbesondere auf die Frage, wie die Wasser- und Trinkwasserversorgung künftig sichergestellt werden kann.

Wasserwiederverwendung und resiliente Versorgung

Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Konzepten und Technologien zur Wasseraufbereitung und Wasserwiederverwendung. Thematisiert wird unter anderem, wie weit die Forschung bei der Aufbereitung von Wasser für Bewässerungszwecke oder sogar bis hin zu Lebensmittelqualität fortgeschritten ist. Die TU München stellt dazu ein Pilotprojekt vor, bei dem aus Kläranlagenablaufwasser Nutzwasser mit nahezu Trinkwasserqualität erzeugt wird.

Weitere Themen des Kongresses sind geschlossene Wasserkreisläufe, Sicherheit und Resilienz in der Wasserversorgung sowie Oberflächenwasserqualität und Gewässerökologie. Auch der umweltfreundliche Betrieb von Kläranlagen, Schwammregionen für einen zukunftsfähigen Wasserhaushalt und der Umgang mit Starkregen, Sturzfluten und Hochwasserereignissen stehen auf dem Programm.

Austausch zu aktuellen Fragen der Wasserwirtschaft

Die Bayerischen Wassertage richten sich unter anderem an Betreiber genehmigungspflichtiger Anlagen, kommunale Träger der Wasserver- und Abwasserentsorgung, Behörden sowie Planungs- und Gutachterbüros. Neben den Fachvorträgen begleitet eine Fachausstellung im Foyer des Bayerischen Landesamtes für Umwelt den zweitägigen Kongress.

Zum Abendprogramm gehört eine Exkursion zum Historischen Wasserwerk am Hochablass. Das Wasserwerk versorgte Augsburg fast 130 Jahre lang mit Trinkwasser aus dem Stadtwald und ist Teil des UNESCO-Welterbes Wassersystem Augsburg. Der Förderverein KUMAS e. V. veranstaltet die Bayerischen Wassertage gemeinsam mit Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH, HPC AG, MVV Industriepark Gersthofen GmbH, IHK-Schwaben, den Stadtwerken Augsburg sowie dem Bayerischen Landesamt für Umwelt. Die Veranstaltung findet 2026 zum 21. Mal statt.

Weitere Informationen

Quelle: KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V

The post 21. Bayerische Wassertage: Wasserversorgung im Klimawandel im Fokus appeared first on gwf-wasser.de.

Praxisforum Tiefengeothermie 2026 bringt die Branche zusammen

16. September 2026 um 13:54

Vom 14. bis 16. Oktober 2026 findet das Praxisforum Tiefengeothermie statt. Die Veranstaltung bringt Fachleute aus Planung, Betrieb, Industrie, Wissenschaft, Politik und dem Investitionsumfeld zusammen und bietet Raum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen der Tiefengeothermie.

Branchentreffen seit 2013

Das Praxisforum wurde 2013 zunächst unter dem Namen „Praxisforum Geothermie Bayern“ ins Leben gerufen. Seitdem hat sich die Veranstaltung zu einem regelmäßigen Treffpunkt der Geothermiebranche im deutschsprachigen Raum entwickelt. Im Mittelpunkt steht der praxisorientierte Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren. Gleichzeitig beschäftigt sich das Forum mit der weiteren Entwicklung und dem Ausbau der Tiefengeothermie in Deutschland.

Fachvorträge zu aktuellen Themen

Das Programm umfasst Fachvorträge von Experten aus der Geothermiebranche, die aktuelle Themen und Entwicklungen aufgreifen. Dabei sollen sowohl praktische Erfahrungen als auch neue Ansätze und Fragestellungen rund um die Nutzung der Tiefengeothermie diskutiert werden.

Ergänzt wird das Veranstaltungsprogramm durch die „GeoTHOUR®“. Im Rahmen der Exkursion werden Geothermie-Projekte in Bayern besucht und Einblicke in die praktische Anwendung der Technologie gegeben.

Mehr Informationen

The post Praxisforum Tiefengeothermie 2026 bringt die Branche zusammen appeared first on gwf-wasser.de.

Mülheimer Wasseranalytisches Seminar 2026: Aktuelle Entwicklungen der Wasseranalytik im Fokus

14. September 2026 um 15:19

Die Wasseranalytik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neue analytische Verfahren und technische Innovationen erweitern die Möglichkeiten zur Erfassung eines immer größeren Stoffspektrums. Gleichzeitig steigt der Bedarf, bestehende Verfahren leistungsfähiger und ressourcenschonender zu gestalten. Das gilt unter anderem für die Analytik von poly- und perfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) sowie von Pflanzenschutzmittel-Metaboliten. Auch Miniaturisierung und Automatisierung spielen dabei eine zunehmende Rolle.

Das zweitägige Programm deckt ein breites Spektrum der modernen Wasseranalytik ab. Zu den Schwerpunkten gehören Probenahme und Probenvorbereitung, Chromatographie und Massenspektrometrie, Spurenstoffe wie PFAS und PMT, relevante und nicht relevante Metaboliten von Pflanzenschutzmitteln sowie Datenprozessierung und -analyse. Weitere Themen sind neue Techniken und Green Analytical Chemistry sowie molekularbiologische Methoden in der Wasseranalytik.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Wasseranalytik und Digitalisierung. Auf der Tagung werden unter anderem Ansätze zur digitalen Transformation im Chemikalienmanagement, zur Digitalisierung der Trinkwasserdaten-Berichterstattung und zu einheitlichen Schnittstellen und Datenformaten für Labore vorgestellt. Weitere Sessions befassen sich mit der Analytik, Toxizität und Bewertung von Stoffen sowie mit PFAS im Wasserkreislauf.

Fachausstellung und Präsentationen

Begleitet wird das Seminar von einer Fachausstellung mit Workshops, Firmenvorträgen, Demonstrationen sowie Geräte- und Produktpräsentationen. Darüber hinaus bietet eine Posterausstellung Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit, aktuelle Projekte und Forschungsvorhaben vorzustellen. Die besten Poster werden von einer Kommission ausgezeichnet; der Posterpreis ist mit insgesamt 600 Euro dotiert.

Verleihung des 10. Mülheimer Water Award

Am Abend des ersten Veranstaltungstages steht zudem die Verleihung des 10. Mülheim Water Award auf dem Programm. Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis würdigt praxisorientierte Forschung und Entwicklung sowie die Implementierung innovativer Konzepte in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Konferenz-Dinners statt.

Mit dem MWAS 2026 bringt das IWW Hersteller, Anwenderinnen und Anwender sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. Die Veranstaltung bietet damit ein Forum für den fachlichen Austausch über aktuelle analytische Verfahren, technologische Innovationen und die zukünftigen Anforderungen an die Wasseranalytik.

Veranstaltungsort: Stadthalle Mülheim an der Ruhr, Theodor-Heuss-Platz 1, 45479 Mülheim an der Ruhr
Termin: 16. und 17. September 2026

The post Mülheimer Wasseranalytisches Seminar 2026: Aktuelle Entwicklungen der Wasseranalytik im Fokus appeared first on gwf-wasser.de.

MEORGA MSR-Spezialmesse in Ludwigshafen

11. September 2026 um 15:07

Hier zeigen ca. 150  Fachfirmen (darunter die Marktführer der Branche) ihr Leistungsspektrum, Geräte und Systeme, Engineering- und Serviceleistungen sowie neue Trends im Bereich der Automatisierung. Darüber hinaus können sich die Besucher in praxisnahen Fachvorträgen umfassend über den aktuellen Stand der MSR-Technik informieren.

Auf den Ständen sind die jeweiligen regionalen Ansprechpartner vertreten, welche den größten Wert auf das lösungsorientierte Fachgespräch in einer professionellen und serviceorientierten Messeatmosphäre legen. Dabei werden nicht nur neue Kundenkontakte aufgebaut, sondern auch bestehende gepflegt.

Die Messe wendet sich an Fachleute und Entscheidungsträger, die in ihren Unternehmen für die Optimierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich sind. Der Eintritt zur Messe und die Teilnahme an den Fachvorträgen sind für die Besucher kostenlos und sollen ihnen Informationen und interessante Gespräche ohne Hektik und Zeitdruck ermöglichen.

Zur Anmeldung

The post MEORGA MSR-Spezialmesse in Ludwigshafen appeared first on gwf-wasser.de.

Kölner Kolloquium 2026 nimmt Kanalsysteme und Abwasserinfrastruktur in den Blick

03. September 2026 um 12:58

Aktuelle Anforderungen an Kanalsysteme und die Abwasserinfrastruktur stehen am 14. und 15. September 2026 beim 24. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium auf dem Programm. Die zweitägige Fachveranstaltung im Maternushaus in Köln verbindet Themen aus Kanalisationstechnik und Abwasserreinigung und wird von einer Fachausstellung begleitet.

Kanalsysteme zwischen Stadtentwicklung und Niederschlagswasser

Der erste Veranstaltungstag widmet sich der wassersensiblen Stadtentwicklung, der Öffentlichkeitswirksamkeit und dem dezentralen Niederschlagswassermanagement. Damit greift das Kolloquium Fragestellungen auf, die für Planung und Betrieb kommunaler Entwässerungsinfrastruktur zunehmend zusammen betrachtet werden müssen.

Die Veranstaltung beschäftigt sich bereits seit mehr als 20 Jahren mit Fragestellungen der Kanalisationstechnik. Zu den behandelten Themen gehören Bau, Betrieb, Zustandserfassung, Instandhaltung und Sanierung von Kanälen sowie Fremdwasser und rechtliche Rahmenbedingungen. Seit 2008 umfasst das Programm zusätzlich Fragen zu Technik, Betrieb und Unterhaltung von Abwasserreinigungsanlagen.

Kanalplanung, Kanalbau und digitale Instrumente

Am zweiten Veranstaltungstag stehen Infrastrukturbewirtschaftung und digitale Instrumente ebenso auf der Agenda wie Kanalplanung, Kanalbau und Kanalbetrieb. Weitere Themenblöcke befassen sich mit Abwasserreinigung, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie Klärschlamm.

Damit deckt das Programm verschiedene Phasen der kommunalen Abwasserinfrastruktur ab – von der Planung und Bewirtschaftung der Kanalnetze bis zur Behandlung des Abwassers und des anfallenden Klärschlamms. Für Fachleute aus Rohrleitungsbau, Planung und Netzbetrieb bietet insbesondere die Verbindung von baulichen und betrieblichen Themen Anknüpfungspunkte.

Fachausstellung begleitet das Kolloquium

Begleitet wird das 24. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium von einer Fachausstellung. Anmeldeschluss für Teilnehmer:innen ist Freitag, 11. September 2026. Die Veranstaltung ist gemäß Fort- und Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer-Bau NRW anerkannt.

Zum Kolloquium

The post Kölner Kolloquium 2026 nimmt Kanalsysteme und Abwasserinfrastruktur in den Blick appeared first on gwf-wasser.de.

Kommunalheldinnen 2026 für herausragendes Engagement ausgezeichnet

07. September 2026 um 08:00

Mit dem Preis „Die Kommunalheldin“ hat das ZFK Frauennetzwerk am 3. September 2026 zum zweiten Mal Frauen ausgezeichnet, die sich mit besonderen Leistungen in der Kommunalwirtschaft engagieren. Die Preisverleihung fand bei der Stadtwerke Lübeck Gruppe statt. Unterstützt wird die Auszeichnung von Gelsenwasser, Freibaden Consulting und der VKU-Initiative Kommunal Kann.

Aus den zahlreichen Einreichungen wählte die Jury in diesem Jahr drei Preisträgerinnen aus: Alina Kosmützky von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB Köln), Josefin Büttner von Stromnetz Berlin und Julia Dreindl von den Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB).

Neue Konzepte für das Regenwassermanagement

Alina Kosmützky ist Projektleiterin für Erschließungen und Klimafolgenanpassung bei den StEB Köln. Bei der Planung des neuen Kölner Stadtteils „Kreuzfeld“ setzt sie auf dezentrale und innovative Konzepte für das Regenwassermanagement.

Als nächsten Schritt beschäftigt sie sich mit der getrennten Erfassung und Wiederverwendung von Stoffströmen im Abwasser. Ziel ist es, Ressourcen nachhaltig im Kreislauf zu führen. „Neuartige Sanitärsysteme zeigen, wie wir dem Klimawandel aktiv begegnen können“, erklärt Kosmützky.

Stromversorgung für 100.000 Haushalte wiederhergestellt

Josefin Büttner ist Fachgebietsleiterin Kabel & Leitungen Hochspannung bei Stromnetz Berlin. Nach einem Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz koordinierte sie über sieben Tage hinweg durchgehend die Störungsbearbeitung. Dabei gelang es, die Stromversorgung für 100.000 Haushalte mitten im Winter wiederherzustellen.

„Mich motiviert die Gewissheit, mit unserer Arbeit jeden Tag einen direkten Beitrag zur Versorgungssicherheit und Lebensqualität der Berlinerinnen und Berliner zu leisten“, sagt Büttner.

Hochspannungsarbeiten ohne externe Dienstleister

Julia Dreindl arbeitet als Netzanlagentechnikerin bei den Innsbrucker Kommunalbetrieben und ist höchstwahrscheinlich die einzige zertifizierte 110-kV-Monteurin Österreichs. Durch ihr fachliches Engagement können die IKB Kabelarbeiten im Hochspannungsnetz vollständig ohne externe Dienstleister durchführen. Das ermöglicht insbesondere bei Störungen schnelle Reaktionszeiten.

„Es motiviert mich, Verantwortung zu übernehmen – für die Menschen, die auf eine sichere Energieversorgung angewiesen sind, ebenso wie für die Infrastruktur von morgen“, erklärt Dreindl.

Mit dem Preis will das ZFK Frauennetzwerk die Leistungen von Frauen in der Kommunalwirtschaft stärker sichtbar machen. „Das ZFK Frauennetzwerk macht mit dem Preis ‚Die Kommunalheldin‘ die Frauen sichtbar, die unsere Branche täglich prägen. Ich bin stolz, dass wir ihnen als ZFK eine Bühne für ihre herausragende Arbeit bieten dürfen“, sagt Carsten Wagner, Geschäftsführer der ZFK.


Quelle: ZFK

The post Kommunalheldinnen 2026 für herausragendes Engagement ausgezeichnet appeared first on gwf-wasser.de.

Aktionswoche für mehr Grün in Städten

31. August 2026 um 12:21

Vom 14. bis 20. September 2026 steht bundesweit eine Woche lang die Begrünung und Entsiegelung im Mittelpunkt. Die Aktionswoche Gebäudegrün lädt auch in diesem Jahr wieder zum Mitmachen ein. Initiator der Image- und Aufklärungskampagne ist der Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG), der die verschiedenen Aktionen sammelt und auf einer interaktiven Karte veröffentlicht.

Begrünung bundesweit voranbringen

Während der Aktionswoche finden in ganz Deutschland Veranstaltungen in Präsenz, online und in hybrider Form statt. Ziel ist es, die Themen Begrünung und Entsiegelung an möglichst vielen Orten aufzugreifen und weiter voranzubringen. Im Fokus stehen dabei der Informations- und Wissenstransfer, der Abbau von Vorbehalten und die Motivation, selbst Begrünungsmaßnahmen umzusetzen.

Die Angebote richten sich unter anderem an Städte, Planende und Bauende sowie an die breite Bevölkerung. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik gehören zu den Zielgruppen. An der Umsetzung vor Ort beteiligen sich Verbände und deren Mitglieder, Kommunen, Naturschutzorganisationen und Unternehmen.

Exkursionen, Beratung und Aktionen vor Ort

Auch der BuGG und zahlreiche seiner Mitglieder beteiligen sich mit eigenen Angeboten. Mit dabei sind unter anderem die Naturdachwelten GmbH, die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft Hamburg, das Institut für Akustik und Bauphysik der Universität Stuttgart sowie die Städte Karlsruhe, Lübeck und Bonn.

Im Rahmen der BuGG-Exkursionsreihe „Stadt. Dach. Fassade. GebäudeGrün“ können Interessierte in München und Erfurt bereits umgesetzte Projekte der Dach- und Fassadenbegrünung besichtigen.

Klimaanpassung im Mittelpunkt

Während des Aktionszeitraums findet außerdem die Beratungswoche „GebäudeGrünHoch3“ des BuGG und der Stadt Freiburg im Breisgau statt. In Offenburg können sich Unternehmen kostenfrei über verschiedene Maßnahmen zur Klimaanpassung informieren. Unterstützt wird die Aktionswoche Gebäudegrün 2026 von den BuGG-Mitgliedern Carl Stahl ARC, Metz Gebäudebegrünung, Mobilane und Zinco.

Zur Aktionswebsite

Quelle: BuGG

The post Aktionswoche für mehr Grün in Städten appeared first on gwf-wasser.de.

Umwelt 2026: Drei Tage im Zeichen von Wasser, Schadstoffen und Gewässerschutz

04. August 2026 um 08:00

Die Wasserwirtschaft gehört zu den zentralen Themen der gemeinsamen Jahrestagung „Umwelt 2026“, die vom 2. bis 4. September 2026 an der Universität Duisburg-Essen stattfindet. Unter dem Leitthema „Zwischen Krise und Wandel: Schadstoffe, Gesundheit und Ökosysteme im Anthropozän“ diskutieren Fachleute aus Forschung, Behörden und Praxis aktuelle Entwicklungen der Umweltchemie und Ökotoxikologie mit besonderem Bezug zum Gewässerschutz und zur Wasserqualität.

Programmüberblick: Wasserwirtschaft an drei Tagen

Mittwoch, 2. September: Auftakt mit Wasserwirtschaft und Spurenstoffmonitoring

Der erste Veranstaltungstag beginnt mit dem Jungen Umweltforum und einem Rahmenprogramm. Für die Wasserbranche stehen insbesondere die Exkursion zur Kläranlage Bottrop sowie der Eröffnungsvortrag „Spurenstoffmonitoring als Grundlage einer zukunftsfähigen Wasserwirtschaft“ im Mittelpunkt. Anschließend startet das wissenschaftliche Programm mit einem Plenarvortrag über die Auswirkungen chemischer Stoffgemische auf Umwelt und Gesundheit.

Donnerstag, 3. September: PFAS, Schadstoffe und neue Monitoringmethoden

Der Donnerstag steht im Zeichen der wissenschaftlichen Fachsessions. Mehrere Vortragsblöcke widmen sich PFAS und behandeln Analytik, Umweltmonitoring, Summenparameter, Non-Target-Screening sowie Sanierungsansätze. Weitere Sessions befassen sich mit dem Verhalten und Verbleib von Schadstoffen in der Umwelt, Mikroplastik, Grundwasser, Gewässerqualität sowie neuen Methoden der Umweltchemie und Ökotoxikologie. Ergänzt wird das Programm durch Posterpräsentationen und die Verleihung wissenschaftlicher Preise.

Freitag, 4. September: Von Gewässermonitoring bis Risikobewertung

Am Abschlusstag rücken Fortschritte im biologischen und chemischen Monitoring sowie Spurenstoffe im Abwasser und urbanen Raum in den Mittelpunkt. Auf dem Programm stehen unter anderem Beiträge zu Grundwassermonitoring, Mischwasserüberläufen, Arzneimitteln im Wasserkreislauf, der Bewertung der vierten Reinigungsstufe kommunaler Kläranlagen sowie regulatorischen Fragestellungen der chemischen Risikobewertung. Den Abschluss bilden die Preisverleihung für die besten Vorträge und Poster sowie die Verabschiedung der Teilnehmenden.

Breites Spektrum wasserrelevanter Forschung

Über alle drei Veranstaltungstage hinweg spannt die Tagung den Bogen von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Anwendung in der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Im Fokus stehen unter anderem PFAS, Spurenstoffe, Mikroplastik, Gewässermonitoring, Non-Target-Analytik, Umwelt-DNA, Risikobewertung und neue analytische Verfahren. Damit bietet das Programm einen umfassenden Überblick über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen mit Bedeutung für Wasserversorger, Abwasserbetriebe, Behörden und Forschungseinrichtungen.

Zum Programm Zur Anmeldung

The post Umwelt 2026: Drei Tage im Zeichen von Wasser, Schadstoffen und Gewässerschutz appeared first on gwf-wasser.de.

Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau

10. Juli 2026 um 13:26

Der Bundesvorstand des Bundes der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau (BWK) hat auf seiner Frühjahrssitzung 2026 beschlossen, künftig den Deutschen Wasserbaupreis zu vergeben. Mit der Auszeichnung sollen herausragende Leistungen des wasserwirtschaftlichen Ingenieurwesens gewürdigt werden, die Nachhaltigkeit, Funktionalität und technische Innovation im Wasserbau und in der Wasserwirtschaft vereinen. Gleichzeitig soll der Preis verdeutlichen, dass eine leistungsfähige wasserbauliche und wasserwirtschaftliche Infrastruktur ein unverzichtbarer Bestandteil der staatlichen Daseinsvorsorge ist.

Ingenieurleistungen sichtbar machen

Der Deutsche Wasserbaupreis ist undotiert. Er soll den gesellschaftlichen Wert von Ingenieurleistungen in den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau sowie Küsten- und Hochwasserschutz hervorheben und deren Bedeutung für Umwelt- und Klimaschutz stärker in den Fokus rücken. Künftig wird der Preis alle zwei Jahre vom BWK ausgelobt und im Rahmen der feierlichen Eröffnung des BWK-Bundeskongresses verliehen.

Teilnahme und Bewertung

Vorgeschlagen werden können Anlagen und Objekte der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur sowie des Hochwasser- und Küstenschutzes. Zugelassen sind Projekte aus den Bereichen Neubau, Instandsetzung, Sanierung, Erweiterung oder Ertüchtigung. Nach einer formalen Prüfung bewertet eine Jury die eingereichten Wettbewerbsunterlagen. Sie setzt sich aus den Mitgliedern des Ausschusses für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimawandel des BWK zusammen.

Bewerbungsberechtigt sind Planungsbüros, Bauunternehmen sowie Eigentümer oder Betreiber der Anlagen und Objekte. Bewerbungen von planenden Büros und ausführenden Unternehmen sind jedoch nur gemeinsam mit dem jeweiligen Eigentümer oder Betreiber zulässig.

Der Deutsche Wasserbaupreis wird erstmalig im Jahr 2027 vergeben. Er wird einer wasserwirtschaftlichen Anlage oder einem Objekt wasserwirtschaftlicher Infrastruktur verliehen und dem Eigentümer, Betreiber oder Unterhaltungspflichtigen übergeben. Teilnahmeberechtigt sind nur Anlagen oder Objekte, deren VOB-Abnahme zum Zeitpunkt des Endes der Bewerbungsfrist nicht länger als fünf Jahre zurück liegt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai 2027.

Weitere Informationen

Quelle: BWK-Presse

The post Auszeichnung für herausragende Projekte im Wasserbau appeared first on gwf-wasser.de.

Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern

10. Juli 2026 um 07:16

 

Vom 21. bis 23. September 2026 findet in Kaiserslautern die 15. Ausgabe der Aqua Urbanica statt. Die Fachtagung steht unter dem Motto „verstehen, was ist“ und wird von der RPTU Kaiserslautern-Landau, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, in Kooperation mit der DWA veranstaltet.

Messdaten als Grundlage für neue Modellansätze

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie reale Messdaten künftig stärker für die Bemessung und Modellierung von Systemen der Stadtentwässerung genutzt werden können. Während bislang häufig theoretische Modelle oder Laborversuche die Grundlage bilden, ermöglichen Fortschritte in der Mess- und Datentechnik inzwischen eine kontinuierliche Erfassung von Abfluss- und Stofftransporten in realen Systemen. Die gewonnenen Daten bestätigen teilweise bestehende Modellansätze, machen aber ebenso deutlich, dass etablierte Prozessmodelle überprüft oder neu gedacht werden müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modellierung naturnaher Systeme der Regenwasserbewirtschaftung. Dabei gewinnen Prozesse wie die Wasseraufnahme und Verdunstung durch Pflanzen zunehmend an Bedeutung und sollen künftig stärker in stadthydrologischen Modellen berücksichtigt werden. Unter dem Leitthema „beobachten & modellieren, was ist“ widmet sich die Veranstaltung unter anderem den Themen Mischwasserüberläufe, Mikroverunreinigungen, Behandlung von Regenabflüssen, Monitoring von Entwässerungssystemen, blau-grüne Infrastrukturen, Wasserextreme sowie allgemeinen Fragestellungen der Wasserinfrastruktur.

Die Aqua Urbanica wird jährlich von sechs siedlungswasserwirtschaftlichen Schwesterinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam mit den Fachverbänden DWA, ÖWAV und VSA ausgerichtet. Sie versteht sich als Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Planung, Behörden, Betriebspraxis und Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

Zur Anmeldung


Quelle: RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität

 

The post Aqua Urbanica 2026 in Kaiserslautern appeared first on gwf-wasser.de.

❌