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Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand

Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland

Köln/Berlin, 3. September 2026. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol ist gestiegen – das zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit heute veröffentlicht. Besonders auffällig: Im Vergleich zur vorherigen Befragung in 2023 konsumierten weniger junge Frauen Alkohol, auch beim Rauschtrinken gab es bei ihnen einen signifikanten Rückgang. Bei Jugendlichen und jungen Männern blieb das Rauschtrinken aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Ausgewählte Daten der Drogenaffinitätsstudie

Immer weniger 12- bis 17-Jährige probieren Alkohol aus: 

  • Im Jahr 2025 hatten 60,7 Prozent der männlichen und 57,0 Prozent der weiblichen Jugendlichen zumindest einmal im Leben Alkohol getrunken. Das sind rund ein Drittel weniger als 2001 (männlich: 88,3 %; weiblich: 85,5 %). 

Weniger 12- bis 17-jährige Jugendliche und weniger junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren konsumieren aktuell Alkohol. Die Anteile derer, die innerhalb der letzten 30-Tage Alkohol konsumiert haben, ist zurückgegangen: 

  • Bei den 12- bis 17-Jährigen sanken die Werte der 30-Tage-Prävalenz von 58,4 Prozent in 2004 auf 32,9 Prozent in 2025.
  • Bei 18- bis 25-Jährigen verringerten sich die Werte von 84,4 Prozent in 2004 auf 69,3 Prozent in 2025. 

Rauschtrinken, also der Konsum größerer Mengen Alkohol bei einer Gelegenheit, geht nur bei jungen Frauen zurück:

  • Rauschtrinken wurde 2025 von knapp 15 Prozent der Jugendlichen in den letzten 30 Tagen vor der Erhebung praktiziert (männliche Jugendliche: 14,8 %, weibliche Jugendliche: 14,7 %). Damit war Rauschtrinken ähnlich weit verbreitet wie vor der Corona-Pandemie. 
  • Auch bei den jungen Männern veränderte sich das Rauschtrinken (2025: 45,8 %) im zeitlichen Verlauf nur wenig. Bei den jungen Frauen kam es zwischen 2023 und 2025 jedoch zu einem statistisch signifikanten Rückgang auf 26,1 Prozent. Zuvor lagen die Werte – mit Ausnahme der Corona-Pandemie – immer bei 30 Prozent oder mehr.

Rauschtrinken ist für junge Menschen besonders riskant, weil sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Alkohol kann diese Prozesse stören und erhöht zugleich das Risiko für Unfälle, Verletzungen und riskantes Verhalten. Denn das Gehirn ist mit 18 noch nicht ausgereift: Bis mindestens Anfang 20 finden wichtige Entwicklungsprozesse statt, die Alkohol beeinträchtigen kann.

Wöchentlicher Alkoholkonsum geht in allen Gruppen weiter zurück:

  • Positiv haben sich die Anteile der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt, die in den letzten zwölf Monaten wöchentlich Alkohol konsumiert haben. Die Anteile haben sich deutlich reduziert und lagen in 2025 mit 6,8 Prozent bei Jugendlichen und 25,0 Prozent bei jungen Erwachsenen auf einem historischen Tiefstand.

Die aktuellen Studiendaten zeigen auch, dass der Einstieg in den Alkoholkonsum heute später als noch vor 20 Jahren erfolgt: So hat sich das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol von 14,1 Jahren in 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025 erhöht.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Junge Menschen trinken heute seltener, sie beginnen später mit Alkohol, und der regelmäßige Konsum liegt auf einem historischen Tiefstand. Das ist ermutigend. Es wäre aber falsch, daraus Entwarnung abzuleiten. Gerade beim Rauschtrinken sehen wir, dass riskanter Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Männern weiterhin weit verbreitet ist.
Alkohol trifft junge Menschen in einer Lebensphase, in der sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Deshalb müssen unsere Regeln zu dem passen, was wir heute über diese Risiken wissen. Die Abschaffung des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren ist daher ein längst überfälliger Schritt. Das ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Jugendschutz muss dort besonders klar sein, wo gesundheitliche Risiken besonders groß sind.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Daten zeigen, dass Prävention wirkt – aber nicht alle jungen Menschen gleichermaßen erreicht. Besonders der Rückgang des Rauschtrinkens bei jungen Frauen ist erfreulich. Bei Jugendlichen und jungen Männern bleibt riskanter Alkoholkonsum dagegen weiterhin ein Thema. Deshalb setzen wir früh an: Mit ‚Klar bleiben‘ erreichen wir Schulklassen direkt, über unsere digitalen Angebote informieren wir verständlich über Risiken und unterstützen junge Menschen dabei, gute Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig helfen wir Kommunen mit Vortiv, Alkoholprävention vor Ort wirksam umzusetzen.“

BIÖG-Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025“
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals BZgA) untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juli 2025 befragt.

Ein Infoblatt mit ausgewählten Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie zum Alkoholkonsum der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland ist im Pressebereich zum Download hinterlegt: www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention

Der Bericht „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025. Teilband Alkohol.“ ist ebenfalls als Download verfügbar: www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/

Aufruf zur Teilnahme am „Oktober ohne Alkohol“
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ruft zur Teilnahme am „Oktober ohne Alkohol“ auf: Ziel ist es, den eigenen Alkoholkonsum zu reflektieren, neue Gewohnheiten auszuprobieren und die positiven Effekte einer Alkoholpause – etwa auf Schlaf, Wohlbefinden oder Leistungsfähigkeit – selbst zu erleben. 
Mit praktischen Tipps (als Newsletter oder bei WhatsApp) motiviert und unterstützt das BIÖG dabei, den Verzicht im Alltag erfolgreich umzusetzen: www.kenn-dein-limit.de/oktober

Informationsangebote des BIÖG zur Alkoholprävention
www.kenn-dein-limit.de für Erwachsene und Fachkräfte
www.alkoholfrei-sport-geniessen.de für Sportvereine
www.instagram.com/nullalkoholvollpower/
www.instagram.com/alkohol_kenndeinlimit/
www.tiktok.com/@alkohol_kenndeinlimit
www.youtube.com/alkoholkenndeinlimit
www.facebook.com/alkoholkenndeinlimit
Schulklassenwettbewerb: www.klar-bleiben.de 

Broschüren und Flyer des BIÖG
als Printmedien bestellbar oder zum Download: 
shop.bioeg.de/alle-kategorien/suchtvorbeugung/alkoholpraevention/

Telefonische Beratung zur Suchtvorbeugung:
Unter der Telefonnummer 0221 - 89 20 31. Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr zum Preis entsprechend der Preisliste des Telefonanbieters für Gespräche in das deutsche Festnetz. 
Das BIÖG kooperiert bei vielen Angebote zur Alkoholprävention mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen
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Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ motivierte mehr als 19.000 Menschen zum Rauchstopp

Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ motivierte mehr als 19.000 Menschen zum Rauchstopp

Rückblick zum Weltlungenkrebstag: Mehr als 3.200 Teilnehmende blieben den gesamten Mai rauchfrei

Köln, 30. Juli 2026. Jeder Rauchstopp zählt: Diese Botschaft steht auch am Weltlungenkrebstag am 1. August im Mittelpunkt. Denn Rauchen ist nach wie vor der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Lungenkrebs. Wie viele Menschen aufhören wollen, zeigt die hohe Beteiligung am Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“: Über 19.000 Menschen haben dieses Jahr gemeinsam den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben gemacht. 

Nach Abschluss der Aktion ziehen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Deutsche Krebshilfe eine positive Bilanz: Von den 5.077 Teilnehmenden, die sich bislang zurückgemeldet haben, gaben 3.279 an, den gesamten Mai über rauchfrei geblieben zu sein. Damit haben knapp 17 Prozent aller Teilnehmenden den Ausstieg im Aktionsmonat geschafft.

Ein starkes Ergebnis, denn mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht leicht. Zum Vergleich: Bei Rauchstoppversuchen ohne Unterstützung bleiben Studien zufolge nur etwa drei bis fünf Prozent dauerhaft rauchfrei. Angebote wie „Rauchfrei im Mai“ können die Erfolgschancen deutlich steigern. 

Gemeinschaft und attraktive Preise motivierten zusätzlich
Das Gefühl, den Rauchstopp gemeinsam mit zahlreichen anderen Menschen anzugehen, stärkte die Motivation – ebenso wie die Aussicht auf einen attraktiven Gewinn. Unter allen, die im Aktionsmonat rauchfrei geblieben waren, wurden insgesamt 17 Geldpreise verlost. Den Hauptgewinn in Höhe von 1.000 Euro gewann ein Teilnehmer aus Köln. Um einen Preis zu erhalten, mussten die Gewinnerinnen und Gewinner mit einem ärztlich begleiteten Test nachweisen, dass sie tatsächlich nicht mehr geraucht hatten.

Auch die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld wurde gewürdigt: Wer eine nahestehende Person beim Rauchstopp begleitet hatte, konnte einen von zehn Geldpreisen in Höhe von jeweils 150 Euro gewinnen. Insgesamt nahmen 1.474 der Unterstützerinnen und Unterstützer am Gewinnspiel teil.

Und auch nach dem Mitmachmonat lohnt sich ein Rauchstopp: Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und senkt sein Krebsrisiko deutlich. Noch immer ist Rauchen die Hauptursache für Lungenkrebs und verursacht viele weitere Erkrankungen. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Nach dem Rauchstopp: Positive Effekte schnell spürbar
Wer mit dem Rauchen aufhört, spürt die ersten gesundheitlichen Verbesserungen schon nach kurzer Zeit: Das Herzinfarktrisiko sinkt bereits innerhalb eines Tages und auch die Sauerstoffversorgung im Körper verbessert sich schnell. Nach einigen Wochen lassen häufig auch Beschwerden wie Husten und Kurzatmigkeit nach. Langfristig verringert sich das Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen – darunter Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden und chronische Atemwegserkrankungen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit der richtigen Unterstützung kann ein Rauchstopp gelingen. Die vielen Teilnehmenden von ‚Rauchfrei im Mai‘, die dieses Jahr den Absprung vom Nikotin geschafft haben und in ein gesünderes und freieres Leben gestartet sind, zeigen dies deutlich. Und auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, bleiben Sie optimistisch und bleiben Sie dran. Das BIÖG unterstützt Sie das ganze Jahr über mit Rauchstopp-Angeboten auf Ihrem Weg zur Rauchfreiheit.“

Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Tabakkonsum ist mit Abstand der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Fast 20 Prozent aller Krebsfälle in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück – bei den Lungenkrebsfällen sind es sogar rund 90 Prozent. ‚Rauchfrei im Mai‘ bietet vielen Menschen eine Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören und damit die eigene Gesundheit nachhaltig zu verbessern.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung: „In den letzten Jahren ist die Anzahl ernsthafter Rauchstoppversuche gesunken. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ möchten wir diesem Trend etwas entgegensetzen, indem wir Menschen zum Rauchstopp motivieren und beim Start in ein nikotinfreies Leben begleiten. Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner sind Vorbild und Ansporn für andere: Jeder kann es schaffen, rauchfrei zu werden.“

Die Aktion „Rauchfrei im Mai“ wurde bereits zum dritten Mal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Die Organisation übernahm wieder das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel.

Ein Rauchstopp lohnt immer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt dabei mit zahlreichen Angeboten:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit unterstützender täglicher E-Mail und einem Forum mit Hilfe durch die rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/ 
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de /
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird: www.instagram.com/rauchfrei_info

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Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit in den Sozialen Medien:

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Sechs Wochen ohne Alkohol: Hamburger Schulklasse gewinnt bundesweiten Wettbewerb „klar bleiben“

Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg erhält Hauptpreis von 1.000 Euro

Berlin/Köln, 1. Juli 2026. Die Entscheidung gegen Alkoholkonsum hat sich für die Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg wortwörtlich ausgezahlt: Die Jugendlichen haben den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis der aktuellen Wettbewerbsrunde gewonnen. Das Besondere der diesjährigen Ziehung: Mit Prof. Dr. Hendrik Streeck konnte das Projekt einen neuen prominenten Schirmherrn gewinnen. Der Beauftragte für Sucht- und Drogenfragen der Bundesregierung gratuliert den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg und ihrem konsequenten Verzicht auf Alkohol.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Ich gratuliere der Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums herzlich zu diesem Preis. Zugleich müssen wir ehrlich sagen: Dass wir junge Jugendliche überhaupt dafür auszeichnen, keinen Alkohol zu trinken, zeigt, wie tief Alkohol in unserem Alltag verankert ist.

Alkohol wirkt toxisch. Für junge Menschen, deren Körper und Gehirn sich noch entwickeln, ist er besonders riskant. In diesem Alter sollte Alkohol keine Rolle spielen. Deshalb werden wir auch das sogenannte begleitete Trinken abschaffen. Ein 14-Jähriger braucht kein Bier oder Wein unter Aufsicht, sondern Erwachsene, die klare Grenzen dagegen setzen.

Leider ist die Realität eine andere. Alkohol wird in Deutschland viel zu oft verharmlost. Genau deshalb sind Projekte wie ‚klar bleiben‘ wichtig: Sie stärken Jugendliche früh, bevor Alkohol selbstverständlich wird. Die Klasse 9b zeigt, dass man dazugehören, gemeinsam etwas schaffen und trotzdem klar bleiben kann.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit ‚klar bleiben‘ wollen wir Jugendliche darin bestärken, Alkohol kritisch zu sehen und bewusst eigene Entscheidungen zu treffen. Das bleibt wichtig: Zwar trinken Jugendliche heute deutlich seltener regelmäßig Alkohol als noch vor 20 Jahren. Aber dieser positive Trend stagniert seit einiger Zeit. Deshalb müssen wir dranbleiben und weiter über den Konsum von Alkohol aufklären. Mit Prävention, die junge Menschen erreicht, sie ernst nimmt und ihnen im Alltag hilft.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), das den Wettbewerb entwickelt hat und organisiert: „Der Gewinnerklasse gratuliere ich herzlich zu ihrem verdienten Preisgeld. Ein ebenso großer Dank gebührt den Lehrkräften und den Schulsozialarbeitenden: Trotz der Belastungen im Schulalltag haben sie eindrucksvoll bewiesen, wie moderne Gesundheitsförderung gelingt.“

„Klar bleiben“ ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Alkoholprävention an Schulen. Über sechs Wochen verpflichtet sich eine Klasse gemeinsam, komplett auf Alkohol oder besonders riskanten Konsum wie Rauschtrinken zu verzichten. Dieser gemeinschaftliche Ansatz macht einen verantwortungsbewussten Umgang zur sozialen Norm in der Gruppe. Das Projekt unterstützt Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit dabei, Gesundheitsförderung interaktiv und lebensnah in den Schulalltag zu integrieren.

Mehr Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb „Klar bleiben“: 
www.klar-bleiben.de  
www.klar-bleiben.de/gewinnziehung

Medien des BIÖG zur Suchtprävention für Lehrkräfte:
https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/?schwerpunkt=49 

Informationen zum Alkoholkonsum für Jugendliche und Erwachsene: 
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Weltdrogentag 2026: Kokainkonsum unter jungen Erwachsenen nimmt zu

Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Konsum illegaler Drogen bei jungen Menschen in Deutschland

Berlin/Köln, 24. Juni 2026. Immer mehr junge Erwachsene konsumieren Kokain: Das belegen aktuelle Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags 2026 am 26. Juni erstmals veröffentlicht. Bei Jugendlichen bleibt der Konsum illegaler Drogen auf einem insgesamt niedrigen Niveau.

Insgesamt 2,5 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen gaben an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. Zwischen Jungen und Mädchen zeigten sich dabei keine Unterschiede.
Bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen lag dieser Anteil mit 18,7 Prozent deutlich höher. Dabei hatten nahezu doppelt so viele junge Männer wie Frauen Erfahrungen mit illegalen Drogen (23,8 % gegenüber 12,9 %). 

Auffällig ist die Entwicklung beim Kokainkonsum: Im Zehnjahresvergleich stieg der Konsum bei Männern und Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren von 1,2 auf 4,1 Prozent.
Gaben 2015 noch 1,8 Prozent der jungen Männer an, in den zwölf Monaten vor der Befragung (mindestens einmal) Kokain konsumiert zu haben, lag dieser Anteil im Jahr 2025 bei 5,7 Prozent.
Bei den jungen Frauen stieg der Anteil innerhalb von zehn Jahren von 0,5 auf 2,4 Prozent.
Abwasseranalysen im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in deutschen Städten deuten ebenfalls auf eine Zunahme des Kokainkonsums in den letzten Jahren hin.
Bei den Jugendlichen zeigten sich über den gleichen Zeitraum keine bedeutsamen Veränderungen beim Kokainkonsum.

Insgesamt am häufigsten genannt wurden in beiden Altersgruppen Erfahrungen mit Lachgas. 1,3 Prozent der Jugendlichen sowie 8,0 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, in ihrem Leben schon (mindestens) einmal Lachgas konsumiert zu haben.

Erst nach der Erhebung der Studiendaten traten am 12. April 2026 Änderungen des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes in Kraft. Unter anderem ist seitdem der Verkauf von Lachgas an Minderjährige sowie über den Versandhandel und über Automaten verboten. Damit soll insbesondere der Missbrauch durch Jugendliche unter 18 Jahren eingeschränkt werden. 

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Sucht ist immer ein Spiegel unserer Gesellschaft und zeigt auch unsere Verletzlichkeit. Deshalb bin ich besorgt, wie hoch der Konsum unter jungen Menschen ist und wie schnell sich der Drogenmarkt gerade verändert. Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen. Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind. Besonders der Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen alarmiert mich. Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung. Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen. Kokain zerstört aber auch weit über den einzelnen Konsum hinaus. Jede Linie finanziert kriminelle Netzwerke, die von Gewalt, Menschenhandel und Korruption leben. Wir brauchen deshalb eine ehrliche Prävention, die junge Menschen früher und auf Augenhöhe erreicht, auch im digitalen Raum. Und wir brauchen verlässliche Beratung und Hilfe. Gerade in schwierigen Haushaltszeiten entscheidet sich, ob wir Sucht verhindern oder ihre Folgen später teuer bezahlen.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten jungen Menschen nehmen keine illegalen Drogen – das ist die gute Nachricht. Aber wir sehen auch: Junge Erwachsene greifen heute deutlich häufiger zu Kokain als noch vor zehn Jahren. Genau hier müssen wir früh ansetzen, Risiken klar benennen und junge Menschen dort erreichen, wo sie Informationen suchen. Mit drugcom.de bieten wir dafür ein kostenfreies Angebot, mit dem sich im vergangenen Jahr knapp sechs Millionen Menschen informiert haben – besonders oft zu Kokain und Amphetaminen.“

Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, ehemals BZgA, untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum junger Menschen in Deutschland. Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 baut auf den früheren Erhebungen auf und analysiert längerfristige Veränderungen im Konsum legaler und illegaler Drogen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren. Dafür wurden im Zeitraum April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen dieser Altersgruppe befragt.

Ein Infoblatt mit ausgewählten Grafiken zum Thema finden Sie hier:
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/ 

Der Bundesdrogenbeauftragte hat die Schirmherrschaft für die Sucht- und Drogen-Hotline des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit übernommen. 
Die Hotline, Telefonnummer 01806 313031, bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch erfahrene Fachkräfte aus der Drogen- und Suchthilfe (erreichbar Mo. – So. von 8 bis 24 Uhr, kostenpflichtig, 0,20 € pro Anruf aus dem Festnetz und aus dem Mobilfunknetz)

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
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20 Jahre regionales Netzwerk „Quit the Shit“:

14.000 Menschen fanden bereits Hilfe beim Online-Angebot zum Cannabis-Ausstieg 

Beraterinnen und Berater blicken zurück auf prägende Gespräche und besondere Momente aus 20 Jahren Online-Beratung

Köln, 16. Juni 2026. Weniger kiffen, den Konsum besser kontrollieren oder ganz aufhören: Viele Cannabis-Konsumenten nehmen sich genau das vor und merken dann, wie groß die Herausforderung im Alltag ist. Seit zwei Jahrzehnten kooperiert das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit einem Netzwerk kommunaler Suchtberatungseinrichtungen bei „Quit the Shit“. Mehr als 14.000 Menschen haben das Angebot seit dem Start der Kooperation im Jahr 2006 genutzt. 

Seit April 2024 ist Cannabis in Deutschland für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Neben Alkohol und Tabak ist es die am häufigsten konsumierte Droge in Deutschland. Rund acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen und fast die Hälfte der jungen Erwachsenen haben bereits Cannabis konsumiert, zeigt die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die meisten nutzen Cannabis nur gelegentlich oder stellen den Konsum nach einer Weile wieder komplett ein. Doch bei knapp elf Prozent der Jugendlichen und 13 Prozent der jungen Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, entwickelt sich ein problematisches Verhalten: Sie konsumieren weiter, obwohl sie bereits negative Folgen erleben, etwa Konflikte mit nahestehenden Menschen oder nachlassende Leistungen in Schule, Studium oder Beruf. 

Für Menschen, die ihren Konsum verändern wollen, bietet „Quit the Shit“ niedrigschwellige Unterstützung. Das kostenlose Online-Programm ist Teil des Suchtpräventionsangebots www.drugcom.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Bundesweit unterstützen derzeit zehn Suchtberatungseinrichtungen das Netzwerk. Jedes Mitglied der multiprofessionellen Beratungsteams verfügt über eine psychotherapeutische oder Beratungsausbildung sowie Erfahrungen in der Online-Beratung.
Zum Angebot gehören ein digitales Konsumtagebuch, wöchentliche Rückmeldungen durch eine Beratungsperson sowie ein Einstiegs- und Abschlussgespräch per Chat. Die regelmäßige Dokumentation – auch konsumfreier Tage – soll helfen, Konsummuster zu erkennen und Veränderungen sichtbar zu machen. 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Viele Ratsuchende haben mit Hilfe von ‚Quit the Shit‘ ihren Cannabiskonsum deutlich reduzieren oder sogar ganz stoppen können. Das Programm wirkt – das zeigen auch mehrere wissenschaftliche Studien. Besonderen Anteil am Erfolg haben die Beraterinnen und Berater, die sich mit viel Empathie individuell auf die Belange jedes und jeder Ratsuchenden einstellen. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement.“

Ilka Andersen, psychologische Psychotherapeutin, seit 2006 bei „Quit the Shit“ tätig: „Manche Teilnehmende melden sich selbst nach längerer Zeit noch einmal bei mir und erzählen, dass sie wieder mit dem Laufen angefangen und sogar einen Marathon geschafft haben. Andere schreiben, dass sie ihr Studium oder ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Das zeigt mir immer: Da ist eine persönliche Verbindung entstanden – auch wenn das Programm nur online stattfindet. Und wenn die Teilnehmenden stolz erzählen, was sie erreicht haben, berührt mich das sehr. Wenn der Konsum nach und nach weniger Raum einnimmt, entsteht wieder Platz für andere Dinge: für Hobbys, Beziehungen, Interessen und das eigene Leben. Zu sehen, wie dadurch wieder mehr Energie, Lebensfreude und Lebensqualität entstehen, ist toll.“

Laura Eißler, Sozialarbeiterin und Suchttherapeutin, seit 2024 bei „Quit the Shit“ tätig: „Was ich an ‚Quit the Shit‘ ganz toll finde, ist, dass das Programm sehr eigenverantwortlich ist. Es gibt nicht die eine Zielvorgabe, die alle erreichen müssen. Man muss nichts Bestimmtes erfüllen, sondern kann genau an den Themen oder Zielen arbeiten, die das eigene Leben besser machen. Das kann bedeuten, für sich eine andere Form des Konsums zu finden. Es kann natürlich auch Abstinenz sein. Entscheidend ist, dass am Ende ein Umgang entsteht, der für die jeweilige Person persönlich zu einem besseren Leben beiträgt."

Andreas Schön, Sozialpädagoge und Suchttherapeut: „Ich bin seit 20 Jahren als Berater tätig. ‚Quit the Shit‘ bedeutet für mich den Einstieg in den Ausstieg. Ich bin nach wie vor fasziniert darüber, wie viel Veränderung innerhalb eines doch relativ überschaubaren Zeitraums möglich ist.“ 

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von „Quit the Shit“ haben Beraterinnen und Berater kurze Videos aufgenommen, in denen sie persönliche Erinnerungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit teilen. Die Beiträge sind auf dem Instagram-Kanal des Bundesinstituts zu sehen.

Beratungs- und Unterstützungsangebote des Bundesinstitus für Öffentliche Gesundheit für Anliegen rund um Sucht und Drogen:

  • Das kostenlose und anonyme Online-Beratungsangebot Quit the Shit richtet sich an alle Menschen, die ihren Cannabiskonsum reduzieren oder ganz beenden möchten. Die Teilnahme erfolgt über eine Online-Anmeldung. Nach der Registrierung werden die Teilnehmenden persönlich beraten und während des Programms unter anderem durch ein Konsum-Tagebuch begleitet.
  • Mit dem Online-Selbsttest „Cannabis-Check“ kann der individuelle Cannabis-Konsum überprüft werden.
  • Anonyme Chat-Beratung (Montag, Dienstag, Donnerstag: 15:00 - 17:00 Uhr und Mittwoch, Freitag: 13:00 - 15:00 Uhr)
  • Anonyme E-Mail-Beratung für Ratsuchende
  • Übersicht von Beratungsstellen sowie weiterführende Hilfe- und Therapieangebote
  • Das BIÖG-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung, Tel. 0221 89 20 31, bietet persönliche Beratung und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort (erreichbar Mo. – Do. von 10 bis 22 Uhr und Fr. – So. von 10 bis 18 Uhr, Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)

Alle BIÖG-Informationsangebote zur Cannabisprävention auf einen Blick (PDF):

Social-Media-Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene:

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte:
www.cannabis-kompakt.de/

Fortbildung zur Durchführung von Cannabis-Elternabenden
www.cannabiselternabend.de/

Online-Kurs „Cannabispraevention - Wissen, verstehen, handeln“:
www.zpg-bayern.de/online-kurs-cannabispraevention.html

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Weltnichtrauchertag 2026: Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch

Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Rauchverhalten und Nikotinkonsum von jungen Menschen in Deutschland 

Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen. Das zeigen repräsentative Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltnichtrauchertags 2026 (31. Mai) erstmals veröffentlicht.

Demnach rauchte 2025 fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenläufige Entwicklung zum langfristigen Rückgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen rauchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren.

In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen sank der Anteil Rauchender von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025

Weiter auf dem Vormarsch ist bei jungen Menschen das Vapen: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent

Neun von zehn Konsumierenden nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden. 

Auch Nikotinbeutel gewinnen an Bedeutung und das, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen.

Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewinnen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung. Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel können für junge Menschen attraktiv wirken, obwohl sie gesundheitliche Risiken bergen und Nikotinabhängigkeit fördern können.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Die Drogenaffinitätsstudie ist ein klares Warnsignal. Jugendliche rauchen und vapen wieder häufiger, und Nikotinprodukte sind für junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfügbar und oft gezielt attraktiv gemacht. Hier dürfen wir nicht einfach nur zusehen. E-Zigaretten und Nikotinbeutel sind nicht harmlos. Nikotin macht abhängig, belastet Herz und Kreislauf und kann junge Menschen früh an dauerhaften Konsum binden. Bei E-Zigaretten werden zusätzliche Stoffe inhaliert, die in Mund, Rachen und Lunge gelangen. Bei Nikotinbeuteln wird Nikotin direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Das ist kein Lifestyleprodukt, sondern ein Gesundheitsrisiko. Besonders verantwortungslos ist die Aufmachung vieler Produkte. Wenn Nikotin nach Cola, Kiwi, Kaugummi oder Menthol schmeckt und in bunten Verpackungen daherkommt, dann ist das keine zufällige Produktgestaltung. Das senkt die Hemmschwelle und macht Nikotin für junge Menschen attraktiv. Zum Teil sind diese Zusatzstoffe gesundheitsschädlich oder krebserregend und gehören nicht in die Lungen – erst recht nicht in die Lunge von Jugendlichen. Deshalb brauchen wir klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung. Gesundheitsschädliche und jugendaffine Aromen gehören verboten. Nikotin darf nicht über Geschmack und Design bei jungen Menschen landen. Nikotinbeutel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Zigaretten und E-Zigaretten gehören nicht in Jugendhände – an unter 18-Jährige dürfen sie nicht verkauft werden, aber das muss auch durchgesetzt werden.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten Jugendlichen leben rauchfrei, das ist erst einmal eine gute Nachricht. Gleichzeitig rauchen wieder mehr Jugendliche und auch Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden häufiger konsumiert. Das bereitet uns Sorge, denn Nikotin macht schnell abhängig und kann den Einstieg ins Rauchen erleichtern. Deshalb klären wir früh auf, unterstützen beim Ausstieg und setzen uns für klare Regeln ein, die junge Menschen schützen.“

Ein Faktenblatt mit ausgewählten Grafiken und weiteren Ergebnissen der Repräsentativbefragung steht hier zum Download bereit: 
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/

Der Teilband „Tabak und andere nikotinhaltige Produkte“ der Drogenaffinitätsstudie 2025 findet sich hier:
www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/drogenaffinitaetsstudie-2025/

Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit:
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit untersucht regelmäßig mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juni 2025 befragt.

Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:

  • Kostenfreie Informationsmaterialien, u. a. zu neuartigen Nikotinprodukten: https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/foerderung-des-nichtrauchens/
  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: www.rauchfrei-info.de/mein-rauchstopp/
  • rauchfrei-Chat: Unter Leitung einer Fachperson tauschen sich Gleichgesinnte über ihre Erfahrungen mit dem Rauchstopp aus, an jedem Dienstag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de/ 
  • rauchfrei-Kanäle auf Instagram und TikTok:
    www.instagram.com/rauchfrei_info 
    www.tiktok.com/@rauchfrei_crew

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Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen 
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
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„Kinder stark machen“-Tour 2026 startet am 1. Mai in Recklinghausen

Bundesweite Mitmach-Initiative zur Suchtprävention eröffnet beim Kulturvolksfest auf dem Grünen Hügel

Recklinghausen/Köln, 28. April 2026. Die Initiative „Kinder stark machen“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geht wieder auf Tour: Ab Mai 2026 macht das interaktive „Erlebnisland“ Station auf Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland. Ziel ist es, Kinder zu stärken, damit sie im Jugendalter weniger suchtgefährdet sind. Schirmherr der Initiative ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr.  Hendrik Streeck. Los geht es am 1. Mai beim Kulturvolksfest in Recklinghausen.

Im „Erlebnisland“ können Kinder vielfältige Bewegungs- und Mitmachangebote ausprobieren – vom Klettergarten über den Vertrauensparcours bis zur Spielbühne. Im Spiel sammeln sie Erfolgserlebnisse, überwinden Herausforderungen und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie in andere. Gleichzeitig erhalten Eltern und Bezugspersonen Ideen, wie sie Kinder im Alltag unterstützen können – durch Anerkennung, Freiräume und eine aktive Begleitung ihrer Entwicklung.

Ein besonderes Highlight ist der Besuch von „Kinder stark machen“-Botschafterin und KiKA-Moderatorin Singa Gätgens, die Kinder zum Mitsingen und Tanzen einlädt.

Ergänzend bietet ein Beratungszelt fundierte Informationen rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern. Vor Ort ist zudem die Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest e.V. (DROB), die ihre regionalen Unterstützungsangebote vorstellen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Kinder, die früh ihre eigenen Stärken und Schwächen kennenlernen, können später leichter Nein zu Drogen wie Alkohol oder Tabak sagen. Genau hier setzt unsere Mitmach-Initiative an: Die Kinder erleben spielerisch Erfolge und lernen gleichzeitig, mit Rückschlägen umzugehen. Und Eltern erfahren, wie sie ihren Kindern solche ‚starkmachenden‘ Erlebnisse auch im Alltag ermöglichen können.“

Insgesamt besucht das „Kinder stark machen“-Erlebnisland in diesem Jahr 18 Städte bundesweit und lädt Familien zum Mitmachen ein. Weitere Informationen zur Initiative, zu allen Tour-Stationen 2026 sowie zu Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.kinderstarkmachen.de.

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Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ startet – jetzt noch anmelden

Bundesdrogenbeauftragter und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rufen zum Rauchstopp auf mit Fachleuten und prominenten Gästen

Berlin/Köln, 24. April 2026. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung zum Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ am 27. April 2026 rufen der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit Partnern aus dem Gesundheitssystem zum gemeinsamen Rauchstopp auf. Die online übertragene Veranstaltung im Bundesministerium für Gesundheit rückt noch einmal das Ziel der bundesweiten Mitmachaktion in den Fokus: 31 Tage im Mai rauchfrei bleiben – und so den Einstieg in ein dauerhaft rauchfreies Leben schaffen.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen Gespräche mit Expertinnen und Experten aus Medizin und Prävention und persönliche Erfahrungsberichte. So berichtet unter anderem Entertainer Hugo Egon Balder über seinen Rauchstopp nach mehr als 60 Jahren. Ergänzt wird das Programm durch Talkrunden zu gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie kurze „Spotlights“, die erfolgreiche Wege aus der Nikotinabhängigkeit aufzeigen. Vor und nach der Veranstaltung lädt zudem ein „Markt der Möglichkeiten“ dazu ein, sich über konkrete Angebote zur Unterstützung beim Rauchstopp zu informieren.

Mit dem bundesweiten Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ setzen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord ein starkes Zeichen für Prävention und Gesundheit. Die Schirmherrschaft übernimmt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck.

Wer sich bis zum 30. April auf der Website www.rauchfrei-im-mai.de anmeldet und den Monat erfolgreich ohne Nikotin durchhält, hat die Chance auf einen Geldpreis von bis zu 1.000 Euro. Teilnehmende profitieren von täglichen Tipps und Motivationsnachrichten. Der Mitmachmonat setzt bewusst auf den positiven Gruppeneffekt, um die oft schwierige Anfangsphase des Rauchstopps zu erleichtern. Studien zeigen: Wer sich professionelle Unterstützung sucht, erhöht seine Chancen deutlich, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören.

Bundesdrogenbeauftragter Prof. Dr. Hendrik Streeck: „Als Arzt sehe ich jeden Tag, welche Folgen Rauchen hat – von Atemnot bis Krebs. Die gute Nachricht ist: Wer aufhört, gewinnt Gesundheit zurück. Genau dafür steht ‚Rauchfrei im Mai‘ – ein klarer Moment, um neu anzufangen. Jeder Rauchstopp ist ein Gewinn: für die eigene Gesundheit und für ein längeres Leben.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Wir wissen sehr genau, wie schädlich Rauchen ist, und trotzdem fällt vielen der Ausstieg schwer. Deshalb brauchen wir leicht zugängliche, motivierende Angebote wie ‚Rauchfrei im Mai‘. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord: „Der Rauchstopp kann gelingen und ist immer ein Gewinn. Initiativen wie ‚Rauchfrei im Mai‘ geben Menschen Orientierung, Motivation und konkrete Unterstützung; genau das macht den Unterschied.“

Rauchen ist nach wie vor das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Neben klassischen Zigaretten werden zunehmend auch E-Zigaretten und Vapes konsumiert – insbesondere von jungen Menschen. Der Aktionsmonat richtet sich daher an alle, die ihren Konsum überdenken und verändern wollen. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 21.000 Menschen an der Aktion teil.

Mehr Informationen zu „Rauchfrei im Mai“ und Möglichkeiten zum Mitmachen unter: www.rauchfrei-im-mai.de

Hinweis für Redaktionen:
Termin: Montag, 27. April 2026, 11.00–12.00 Uhr (Einlass ab 10.00 Uhr)
Ort:      Bundesministerium für Gesundheit, Konferenzzentrum
             Mauerstraße 27, 10117 Berlin
Akkreditierung: Anmeldung erforderlich unter: rauchfrei(at)neueshandeln.de
Bitte gültiges Ausweisdokument mitbringen.

Livestream: https://youtube.com/live/PS8sst6bvm4?feature=share
Start des Streams ist 11.00 Uhr.

Im Anschluss stehen Gesprächspartner für Interviews zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird live auf YouTube übertragen. Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden.

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Einsteigen in den Ausstieg: Jetzt rauchfrei werden und gesunde Lebensjahre gewinnen

Bundesweiter Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ startet – Anmeldung bis 30. April möglich

Köln, 11. März 2026. Viele Raucherinnen und Raucher möchten aufhören – doch oft fehlt der konkrete Anlass. Der bundesweite Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ bietet genau diesen Startpunkt. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Bundesdrogenbeauftragte, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord rufen auch 2026 wieder dazu auf, gemeinsam den Rauchstopp zu wagen.

Das Ziel ist klar: Im Mai 31 Tage rauchfrei bleiben und so den Grundstein legen für ein rauchfreies Leben. Wer sich anmeldet, erhält motivierende Nachrichten, praktische Tipps und Unterstützung auf dem Weg in ein rauchfreies Leben. Unter allen erfolgreichen Teilnehmenden werden Geldpreise von bis zu 1.000 Euro verlost. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind bis zum 30. April 2026 unter www.rauchfrei-im-mai.de möglich. Der bundesweite Auftakt der Aktion fand heute mit den Kölner Verkehrs-Betrieben als Partner statt.

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland: Jedes Jahr sterben etwa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, rund 90 Prozent der Lungenkrebsfälle entstehen durch das Rauchen. Wer aufhört, senkt sein Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen deutlich.

Positive Effekte zeigen sich schneller, als viele denken: Schon nach wenigen Wochen verbessert sich die Lungenfunktion, nach einem Jahr sinkt das Risiko für Herzkrankheiten erheblich. Gleichzeitig schützt ein Rauchstopp auch Familie, Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen vor den Gefahren des Passivrauchens.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Bundesdrogenbeauftragter: „Rauchen bleibt eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Als Arzt sehe ich, wie viel Krankheit dadurch entsteht. Gleichzeitig wissen wir, wie viel Gesundheit Menschen zurückgewinnen können, wenn sie aufhören. Schon wenige Wochen ohne Zigaretten machen einen Unterschied. ‚Rauchfrei im Mai‘ gibt vielen den richtigen Moment, diesen Schritt zu gehen. Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und bewahrt wertvolle Lebenszeit.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Jeder Tag ist ein guter Tag, um aufzuhören. Jeder rauchfreie Tag stärkt Ihre Gesundheit. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“

Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Rauchen ist der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Etwa 20 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ haben in den letzten beiden Jahren tausende Menschen den Rauchstopp geschafft – und damit ihr persönliches Krebsrisiko gesenkt.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung: „Wir freuen uns über jeden, der im Mai wieder richtig durchatmen möchte und sich anmeldet. Das Mitmachen ist kostenlos und ganz einfach. Online anmelden und im Mai unterstützende Nachrichten erhalten. Am Ende winkt auch noch die Chance, bis zu 1.000 Euro zu gewinnen – ein zusätzliches Argument für den Start in die Rauchfreiheit.“

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Aktionsmonat unter www.rauchfrei-im-mai.de.

Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum, unterstützender täglicher E-Mail und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de/  
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird: www.instagram.com/rauchfrei_info

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Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32, 53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 72990-96
presse(at)krebshilfe.de
www.krebshilfe.de

IFT-Nord Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung gGmbH
Harmsstraße 2, 24114 Kiel
Tel: +49 (0)431 570 29 0
rauchfrei-im-mai(at)ift-nord.de
www.ift-nord.de 


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Gesünder ins neue Jahr starten: Vier Vorsätze, ein Ziel

Köln, 29. Dezember 2025. Mehr Bewegung, bewusster Medienkonsum, weniger Alkohol, mit dem Rauchen aufhören– gute Vorsätze, die bei vielen zum Jahreswechsel auf der To-Do-Liste stehen. Damit es auch klappt mit der Umsetzung, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ein paar Tipps für Sie.

1. Mehr Bewegung

Bewegung und Sport sind entscheidend für ein gesundes Leben. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit vorbeugen, Stress abbauen, das Immunsystem stärken und die psychische Gesundheit verbessern.

Sie möchten mehr in Bewegung kommen und etwas für Ihre Gesundheit tun? Aber Sie wissen noch nicht, wie Sie anfangen sollen?

Weitere Informationen zum Thema: https://shop.bioeg.de/themen/bewegung/

2. Medienkonsum reduzieren

Ein hoher Medienkonsum kann Körper, Psyche und soziale Beziehungen belasten: Bewegung kommt zu kurz, der Schlaf leidet und die Konzentration nimmt ab.

Sie sind viel online? Kein Problem – wenn Sie es im Griff haben. Probieren Sie für den Anfang unsere Challenge 7 Tage Digital Detox aus:

Tag 1: Bildschirmzeit tracken
Tag 2: Push Notifications abschalten
Tag 3: Essen ohne Smartphone
Tag 4: Ein Nachmittag nur für Dich (Smartphone im Flugmodus)
Tag 5: Ein Abend ohne Social Media
Tag 6: Ein halber Tag ohne Smartphone
Tag 7: Ein ganzer Tag ohne Smartphone

Mehr Informationen und Beratung, insbesondere für Jugendliche und Eltern, unter: www.ins-netz-gehen.de 

3. Weniger Alkohol trinken

Alkohol wirkt im Körper wie ein Gift. Er kann Zellen zerstören, Organe schädigen und das Gehirn beeinträchtigen. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko für zahlreiche Krankheiten, zum Beispiel Erkrankungen der Leber und verschiedene Krebsarten.

Sie möchten weniger Alkohol trinken?

  • Machen Sie unseren Selbsttest: Sechs Fragen sollen Ihnen dabei helfen, Ihren Umgang mit Alkohol zu überprüfen – und Sie auf mögliche Risiken und Probleme aufmerksam machen: www.kenn-dein-limit.de/alkohol-tests/alkohol-selbsttest/
  • Starten Sie in den „Dry January“: Der Verzicht auf Alkohol im ersten Monat des Jahres hilft dem Körper – das Herz-Kreislauf-System wird entlastet und die Leber kann sich von der Belastung durch Alkohol etwas erholen. www.kenn-dein-limit.de/aktion/

Weitere Tipps für einen reduzierten Alkoholkonsum finden Sie hier: www.kenn-dein-limit.de/alkoholverzicht/weniger-alkohol-trinken/

4. Mit dem Rauchen aufhören

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben hierzulande circa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Sie planen im neuen Jahr einen Rauchstopp?

  • Tipp 1: Umfeld vorbereiten: Entfernen Sie zu Hause alles, was ans Rauchen erinnert – Feuerzeuge, Aschenbecher, angebrochene Packungen. Erklären Sie alle Innenräume konsequent zu rauchfreien Zonen.
  • Tipp 2: Unterstützung suchen: Ein Rauchstopp fällt deutlich leichter, wenn Sie ihn nicht allein schaffen müssen. Außerdem lohnt ein Blick in die rauchfrei-Community auf unserem Online-Portal www.rauchfrei-info.de. Dort engagieren sich erfolgreiche Ex-Rauchende als „rauchfrei-Lotsen und -Lotsinnen“ und unterstützen Sie beim Rauchstopp.
  • Tipp 3: Rauchmuster erkennen: Machen Sie sich bewusst, in welchen Momenten Sie zur Zigarette greifen. So finden Sie passende Alternativen, die Sie künftig genau in diesen Situationen unterstützen. Zum Beispiel können eine Tasse Tee oder eine Entspannungsübung die „Pausenzigarette“ ersetzen.

Hilfe beim Rauchstopp bietet das kostenlose Ausstiegsprogramm des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/

Mehr Tipps und Infos gibt es unter: www.rauchfrei-info.de

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Neues Angebot stärkt Kommunen bei der Suchtprävention

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und PKV bieten kostenlose Online-Schulung für gelingendes Networking an

Köln, 16. Dezember 2025. „VORTIV – Vor Ort Aktiv“, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) für kommunale Suchtprävention, bietet Kommunen ab sofort umfangreiche Unterstützung bei der suchtpräventiven Netzwerkarbeit an.
Im Mittelpunkt steht die neue Online-Schulung auf der Lernplattform vortiv.gesundheit-gestalten.de. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an alle Akteure der kommunalen Suchtprävention und fördert sowohl den Aufbau neuer als auch die Weiterentwicklung bestehender Netzwerke.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit unserem Angebot VORTIV wollen wir die Kommunen bei der Suchtprävention unterstützen und stärken. Funktionierende Netzwerke sind dabei unerlässlich. Mit der neuen digitalen Schulung und der Möglichkeit zur individuellen Beratung bieten wir interessierten Akteuren jetzt eine niedrigschwellige Form der Weiterbildung an.“

Dr. Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands: „Wirksame Suchtprävention muss junge Menschen in ihren Lebenswelten erreichen – also dort, wo sie ihren Alltag verbringen, lernen und ihre Freizeit gestalten. Nur durch die enge Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort können wir präventive Strukturen schaffen, die nachhaltig wirken. Genau dabei möchten wir Kommunen mit dem neuen Angebot unterstützen.“

Die Serviceplattform für kommunale Suchtprävention
VORTIV unterstützt Kommunen bei der Planung und Umsetzung suchtpräventiver Maßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene. Das neue Angebot zum Netzwerkmanagement erweitert das bestehende Portfolio von VORTIV für Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Suchtprävention um das erste digitale Schulungsangebot.

In acht Modulen lernen Teilnehmende, wie erfolgreiche Netzwerkarbeit aufgebaut und gestaltet werden kann – von grundlegenden Netzwerkkenntnissen über gemeinsame Zielfindung und die Gewinnung relevanter Akteure bis hin zu Koordination und nachhaltiger Sicherung eines Netzwerkes. Ergänzend stehen persönliche Beratungen sowie digitale Sprechstunden mit Expertinnen und Experten zur Verfügung. Die gemeinsam mit dem Netzwerkexperten Prof. Dr. Herbert Schubert entwickelte Schulung wird über eine Lernplattform zur Verfügung gestellt, die Teil von "Gesundheit gestalten" ist – eine vom PKV-Verband entwickelte Infrastruktur für Beratung, Schulung sowie Vernetzung in der lebensweltorientierten Prävention.

Alle Informationen zum Netzwerkmanagement, den weiteren Angeboten von VORTIV und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier:

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Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
Gustav-Heinemann-Ufer 74 c, 50968 Köln
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Wissen statt Tabu: Jedes Jahr informieren sich Millionen Ratsuchende auf drugcom.de zu Drogen und Sucht

Mit dem Online-Portal drugcom.de bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit seit über 20 Jahren unabhängige und anonyme Beratung

Köln, 4. Dezember 2025. Was tun, wenn man merkt, dass jemand im Freundeskreis Kokain konsumiert? Macht Lachgas abhängig? Und was kann ich bei einer Opiat-Überdosis tun? Wissen schützt – denn wer informiert ist, kann Risiken deutlich senken. Deshalb bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit www.drugcom.de ein kostenfreies Online-Angebot, das seit 24 Jahren über legale und illegale Drogen aufklärt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Website fast sechs Millionen Besucherinnen und Besucher – pro Tag knapp 16.000. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer suchten nach Informationen zu Amphetaminen und Kokain.

Über Drogen aufklären: Nicht erst, wenn eine Sucht entsteht
Seit 2001 bietet das Online-Portal Ratsuchenden eine unkomplizierte Möglichkeit, professionelle Beratung zu erhalten – anonym, vertraulich und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Geschulte Beraterinnen und Berater sind über Telefon, E-Mail und Chat erreichbar und stehen für Fragen zur Verfügung. Im Jahr 2024 standen vor allem Fragen zu Abhängigkeit und Therapieoptionen im Fokus. Auch Angehörige, die sich um eine betroffene Person sorgen, griffen verstärkt auf das Beratungsangebot zurück. In den meisten Fällen drehten sich die Beratungen um den Konsum von Cannabis. Einen Anstieg der Anfragen nach der Einführung des neuen Cannabisgesetzes (CanG) ist bislang nicht zu erkennen.

Stephanie Eckhardt, Leiterin Referat Suchtprävention im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): „Jugendliche und junge Erwachsene begegnen Drogen in Filmen, Musiktexten, auf dem Schulhof, im Nachtleben oder über Social Media und oft bleiben Fragen unbeantwortet. Viele suchen ihre Antworten im Internet. Doch ausgerechnet dort finden sich oft irreführende oder gefährliche Falschdarstellungen über Drogen. Das Online-Portal drugcom.de bietet Interessierten deshalb verlässliche, wissenschaftlich fundierte Informationen, die dabei helfen, Mythen zu hinterfragen, Risiken realistisch einzuschätzen und frühzeitig zu lernen, wie Gefahren und Schäden minimiert werden können – idealerweise bevor eine Sucht überhaupt entsteht.“

Beratungs- und Unterstützungsangebote für Anliegen rund um Sucht und Drogen:

Informationsangebote für Fachkräfte und Ratsuchende:

Bestellung von kostenlosen Materialien unter:
www.drugcom.de/materialien/
www.shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/illegale-drogen/
www.shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/alkoholpraevention/

Pressekontakt
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail pressestelle(at)bioeg.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


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Welt-COPD-Tag 2025: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und Bundesdrogenbeauftragter rufen zu Rauchstopp auf

„Short of Breath, Think COPD“, auf Deutsch: „Denken Sie bei Kurzatmigkeit an COPD“ – so lautet das Motto des diesjährigen Welt-COPD-Tages am 19. November. Kurzatmigkeit ist eines der häufigsten Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. In Deutschland leiden knapp sieben Prozent der über 40-Jährigen an COPD – viele, ohne es zu wissen.

Risikofaktor Nr. 1 ist das Rauchen: Mehr als acht von zehn COPD-Erkrankungen gehen darauf zurück. Um das Risiko zu minimieren, empfehlen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragte daher den Rauchstopp.

Wenn die Luft knapp wird: Warnsignale ernst nehmen

Eine COPD (engl. chronic obstructive pulmonary disease) entwickelt sich schleichend und wird deshalb im frühen Erkrankungsstadium oftmals übersehen oder als „Raucherhusten“ verharmlost. Typische Symptome einer COPD sind Atemnot, Husten und Auswurf: die sogenannten AHA-Symptome. Im späteren Verlauf einer COPD drohen lebensbedrohliche Krankheitsschübe.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „COPD ist eine chronische Krankheit – und doch in den meisten Fällen vermeidbar. Hauptursache bleibt das Rauchen.

Jede nicht gerauchte Zigarette schützt Lunge, Herz und Leben. Sie senkt nicht nur das persönliche Krankheitsrisiko – Rauchen verursacht auch jedes Jahr volkswirtschaftliche Schäden von rund 100 Milliarden Euro. Kosten, die am Ende wir alle tragen. Wir müssen als Gesellschaft und Politik den Mut haben, Prävention endlich zur Priorität zu machen – und das Rauchen als das zu benennen, was es ist: schädlich für die Gesundheit, schädlich für die Wirtschaft, schädlich für die Gesellschaft. Als Arzt kann ich nur raten: Ein Rauchstopp verbessert nachweislich die Lungenfunktion und senkt das Risiko schwerer Folgeerkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wir sollten jeden Hebel nutzen, um mehr Menschen beim Rauchstopp zu unterstützen – für ihre Gesundheit und für unsere Gesellschaft.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Eine gesunde Lunge ist ein echtes Kraftwerk für den Körper: Sie versorgt uns mit Sauerstoff, schützt vor Krankheitserregern und transportiert Kohlendioxid wieder ab. Rauchen bringt dieses System aus dem Gleichgewicht. Die Schadstoffe im Tabakrauch dringen tief in die Atemwege ein und schädigen das empfindliche Lungengewebe. Mit der Zeit entstehen chronische Entzündungen und Veränderungen. Die gute Nachricht: Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt das Risiko für COPD und Lungenkrebs deutlich. Wir unterstützen Sie mit unseren Angeboten gern dabei.“

Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/
  • rauchfrei-Chat: Unter Leitung einer Fachperson tauschen sich Gleichgesinnte über ihre Erfahrungen mit dem Rauchstopp aus, an jedem Dienstag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de/
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird: https://www.instagram.com/rauchfrei_info

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
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Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Drogenaffinitätsstudie 2025:

Cannabiskonsum bei Jugendlichen seit zehn Jahren kaum verändert, Konsum bei jungen Männern steigt

Köln, 23. September 2025. Die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen konsumiert heute deutlich häufiger Cannabis als noch vor zehn Jahren. Laut Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) stieg der Anteil junger Männer, die innerhalb des letzten Jahres Cannabis konsumierten, von 20,6 Prozent (2015) auf 31,6 Prozent im Jahr 2025. Bei jungen Frauen gab es im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 9,7 auf 18,8 Prozent. Im Jahr 2023 gaben 26,9 Prozent der jungen Männer an, in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Bei den Frauen in dieser Altersgruppe lag der Anteil bei 19,4 Prozent.

Bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hingegen hat sich der Cannabiskonsum in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert: 4,6 Prozent der Mädchen und 7,2 Prozent der Jungen gaben in diesem Jahr an, in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Das sind etwas weniger als 2015, damals waren es 6,3 Prozent der Mädchen und 8,1 Prozent der Jungen. Im Jahr 2023 lagen die Werte in einem ähnlichen Bereich. So gaben im Jahr 2023 insgesamt 6,1 Prozent der Mädchen und 7,4 Prozent der Jungen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Unsere Daten zeigen: Bei Jugendlichen hat sich der Konsum nicht erhöht. Bei jungen Erwachsenen hingegen ist der Konsum leicht angestiegen, insbesondere bei Männern zwischen 18 und 25 Jahren. Wir müssen diese Entwicklung sehr aufmerksam beobachten. Denn für junge Menschen ist Cannabis besonders gesundheitsschädlich: Der Konsum kann die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen, zu Konzentrations- und Gedächtnisproblemen führen und die Gesundheit langfristig gefährden. Deshalb bleibt es unsere Aufgabe, junge Menschen umfassend über die Risiken aufzuklären und ihnen niedrigschwellige Hilfsangebote zu machen. Prävention und Beratung sind entscheidend, damit Jugendliche und junge Erwachsene eine bewusste und gesunde Entscheidung treffen können.“

Weitere Ergebnisse im Überblick:

  • 8,5 Prozent der Jungen und 6,2 Prozent der Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren haben schon einmal Cannabis konsumiert (2015: 11,2 % und 8,2 %). Der Trend ist bei Jungen leicht rückläufig, bei Mädchen weitgehend stabil.
  • 54,5 Prozent der jungen Männer und 40,6 Prozent der jungen Frauen zwischen 18 und 25 Jahren gaben an, im Laufe ihres Lebens Cannabis konsumiert zu haben (2015: 41,9 % und 26,6 %). Bei jungen Frauen wie Männern stieg der Konsum zwischen 2015 und 2021 deutlich. Seitdem verbleibt er auf ähnlich hohem Niveau.
  • Von den Befragten, die in den letzten zwölf Monaten Cannabis konsumiert hatten, zeigten 10,7 Prozent der Jugendlichen und 13,2 Prozent der jungen Erwachsenen ein problematisches Konsumverhalten.
  • 2025 waren 12,6 Prozent der männlichen und 9,5 Prozent der weiblichen Jugendlichen der Meinung, es sei für sie sehr leicht, innerhalb von 24 Stunden Cannabis zu beschaffen. Zwischen 2023 und 2025 kam es hier zu keiner signifikanten Veränderung. Bei den jungen Erwachsenen lag die Zahl mit 45,8 Prozent der jungen Männer und 32,1 Prozent der jungen Frauen deutlich höher. Hier stieg der Anteil derjenigen, die es sehr leicht finden, innerhalb von 24 Stunden Cannabis zu beschaffen, zwischen 2023 und 2025 deutlich an.

Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, ehemals BZgA, untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum junger Menschen in Deutschland. Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 baut auf den früheren Erhebungen auf und analysiert längerfristige Veränderungen im Cannabiskonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren. Dafür wurden im Zeitraum April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen dieser Altersgruppe befragt.

Erste Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie zum Cannabiskonsum sind publiziert unter: www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/

Ein Infoblatt mit ausgewählten Grafiken zum Thema finden Sie hier: www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/ 

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Alle BIÖG-Informationsangebote zur Cannabisprävention auf einen Blick (PDF):

Social-Media-Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte: „Cannabis Kompakt“ www.cannabis-kompakt.de/ 
Fortbildung zur Durchführung von Cannabis-Elternabenden: www.cannabiselternabend.de/  
Online-Kurs „Cannabispraevention - Wissen, verstehen, handeln“: www.zpg-bayern.de/online-kurs-cannabispraevention.html 

BIÖG-Unterstützungsangebote zur Konsumreduktion:
Mit dem Online-Selbsttest „Cannabis-Check“ kann der eigene Konsum überprüft werden: www.drugcom.de/tests/selbsttests/cannabis-check 
Das qualitätsgesicherte Online-Verhaltensänderungsprogramm „Quit the Shit“ unterstützt individuell und persönlich bei der Konsumreduzierung bzw. dem Konsumstopp. Es kann kostenfrei und anonym genutzt werden: www.quit-the-shit.net 

Das BIÖG-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung, Telefonnummer 0221 89 20 31, bietet persönliche Beratung und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort (erreichbar Mo. – Do. von 10 bis 22 Uhr und Fr. – So. von 10 bis 18 Uhr, Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)

 

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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Weltkindertag in Köln: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit lädt ein zum großen Kinder- und Familienfest

Kinderrechte im Fokus – gemeinsam für gesundes Aufwachsen

Köln, 18. September 2025. Spiel, Spaß und starke Botschaften: Am 21. September verwandelt sich der Kölner Rheinauhafen in ein buntes Fest zum Weltkindertag. Mit einer eigenen Bühne am Schokoladenmuseum, bunten Ständen, Mitmachaktionen und Informationsangeboten lädt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Kinder und Familien zum Feiern ein. KiKA-Moderatorin Singa Gätgens führt als Botschafterin der Initiative „Kinder stark machen“ durch das Bühnenprogramm. Außerdem dabei sind die Maus aus der „Sendung mit der Maus“, die Kölner Band Cat Ballou sowie die UNICEF-Botschafter Jana Ina und Giovanni Zarrella. Der Weltkindertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“. Zahlreiche Organisationen, Verbände und Initiativen nutzen den Tag, um gemeinsam auf die Bedeutung von Kinderrechten aufmerksam zu machen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Alle Kinder haben das Recht darauf, gesund aufwachsen zu können. Sie brauchen dafür Vertrauen, Aufmerksamkeit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig müssen wir Erwachsenen Kindern Freiräume schaffen, in denen sie sich selbst ausprobieren und aus Fehlern lernen können. Auch die Möglichkeit mitentscheiden zu dürfen, stärkt Kinder in ihrem Selbstwertgefühl. Die Mitmach-Initiative ‚Kinder stark machen‘ fördert diese wichtigen Eigenschaften als Grundlage für ein suchtfreies Leben.“

Die Bühne des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit befindet sich an der Spitze des Kölner Rheinauhafens neben dem Schokoladenmuseum. KiKA-Moderatorin Singa Gätgens und das „Kinder stark machen“-Team gestalten von 12 bis 18 Uhr ein unterhaltsames Bühnenprogramm mit Musik, Spielen und Mitmachaktionen für die ganze Familie. Die Maus lädt Kinder und Eltern zum Tanzen ein, während eine drehende Kletterscheibe neben der Bühne sportliche Herausforderungen bietet. Wer zwischendurch zur Ruhe kommen möchte, findet im Beratungszelt des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit Informationsangebote für Erziehende rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern.

Das Programm auf der BIÖG-Bühne:
12:00 Uhr: Begrüßung mit Singa Gätgens
12:15 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
12:45 Uhr: Offizielle Eröffnung des Festes zum Weltkindertag mit Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, Isabella Neven Dumont, Cat Ballou und weiteren Gästen
13:00 Uhr: „Maus-Show“
13:30 Uhr: Singas Mitmach-Show
14:00 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
14.30 Uhr: Auszeichnung der Kita Hunoldstraße durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
14:45 Uhr: „Maus-Show“
15:15 Uhr: Singas Mitmach-Show mit den UNICEF-Botschaftern Jana Ina und Giovanni Zarrella
15:45 Uhr: Tanzgruppe der Offenen Ganztagesschule Forststraße mit Fug & Janina, Katholische Jugendagentur Köln
16:00 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
16:30 Uhr: Die Rampenlichter – Artistinnen und Artisten des Kölner Spielecircus
17:00 Uhr: „Singas Mitmach-Show“
17:30 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
18:00 Uhr: Finale

Informationen zur Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“: www.kinderstarkmachen.de

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So fördern Eltern einen gesunden Umgang mit dem Handy

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt Tipps für einen ausgewogenen Medienkonsum bei Kindern

Köln, 12. September 2025. Pünktlich zum Beginn des Schuljahres rückt die Diskussion um ein Handyverbot an Schulen wieder in den Fokus: Einige Bundesländer haben klare Regelungen getroffen, andere überlassen es den Schulen selbst, wie sie mit der Handynutzung auf dem Schulgelände umgehen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit setzt mit seiner Präventionskampagne Ins Netz gehen vor allem auf Aufklärung. Im Zentrum stehen die Fragen: Wie erkenne ich eine problematische Mediennutzung bei meinem Kind – und was kann ich dagegen tun?

Anzeichen für eine exzessive Nutzung
Eine zeitweise intensive Beschäftigung mit dem Smartphone führt nicht immer zwingend in eine Abhängigkeit – die Übergänge sind allerdings fließend. Hinweise auf eine beginnende Sucht können sein:

  • das ständige Prüfen von Nachrichten ohne Anlass,
  • das Kind reagiert gereizt, wenn es keinen Zugang zum Handy hat,
  • dauerhafte gedankliche Beschäftigung mit den Lieblingsspielen auf dem Handy oder sozialen Netzwerken,
  • erfolglose Versuche, die Mediennutzung zu reduzieren,
  • Vernachlässigung der (außer-)schulischen Verpflichtungen und sozialen Kontakte,
  • körperliche Begleiterscheinungen wie Kopf- und Rückenschmerzen oder Schlafmangel,
  • Verheimlichung oder Verharmlosung des Nutzungsverhaltens und Folgeprobleme.

Wie können Eltern vorbeugen?
Eltern haben es in der Hand, den Umgang mit dem Smartphone von Anfang an zu begleiten:

Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
www.ins-netz-gehen.de
www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/
Themendossier „Tipps für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien“: www.bioeg.de/presse/themendossiers/

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Für die Gesundheit Ihres Kindes: Kein Alkohol in der Schwangerschaft

Berlin/Köln, 5. September 2025. Werdende Mütter sollten in der Schwangerschaft ganz auf Alkohol verzichten – dazu ruft das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen anlässlich des Tags des alkoholgeschädigten Kindes am 9. September auf. Denn schon geringer Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann dem Ungeborenen schaden: Betroffene Kinder zeigen später Verhaltensauffälligkeiten wie Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Lern- und Sprachprobleme. In Deutschland werden jährlich rund 10.000 Kinder mit diesen sogenannten Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren. Etwa 3.000 von ihnen leiden unter der schwersten Form, dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), bei dem Fehlbildungen der Extremitäten und des Gesichts sowie Nierenschäden und Herzfehler hinzu kommen können.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Alkohol ist ein Zellgift. In der Schwangerschaft gelangt er ungefiltert über die Plazenta in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes. Dort kann er das empfindliche Nervensystem schädigen, Organe fehlentwickeln lassen und das Wachstum beeinträchtigen. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben, kämpfen oft ein Leben lang mit sozialen, körperlichen und psychischen Problemen. Trotzdem ist FASD in Deutschland kaum bekannt und wird bis heute nicht als Behinderung anerkannt – was es den Betroffenen noch schwerer macht, die nötige Unterstützung zu erhalten. Dabei ist klar: FASD ist zu 100 Prozent vermeidbar – wenn in der Schwangerschaft konsequent auf Alkohol verzichtet wird.“ 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Bitte verzichten Sie in der Schwangerschaft konsequent auf Alkohol. Schon geringe Mengen können die Entwicklung Ihres Kindes beeinträchtigen, denn alles, was Sie trinken, erreicht auch das Ungeborene. Wer in dieser besonderen Zeit alkoholfrei bleibt, schützt sein Kind am besten. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt Sie dabei mit umfassenden Informationen, praktischen Tipps und der anonymen Online-Beratung IRIS. Auch werdende Väter können viel bewirken, indem sie ihre Partnerin aktiv bestärken, alkoholfrei zu bleiben.“

Angebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Thema alkoholfreie Schwangerschaft:

Informationsangebote des BIÖG für Schwangere und ihr Umfeld:

Beratungsplattform für Schwangere zur Konsumreduzierung IRIS:
Schwangere, denen es schwerfällt, auf Alkohol ganz zu verzichten, werden durch das Internetportal IRIS online und anonym beim Konsumstopp unterstützt: www.iris-plattform.de

BIÖG-Beratungsleitfaden „Alkoholfrei in der Schwangerschaft“:
Der Leitfaden richtet sich an Berufsgruppen, die Frauen und deren Angehörige während der Schwangerschaft und Stillzeit begleiten und unterstützt dabei, die Thematik „Alkoholfreiheit während der Schwangerschaft“ angemessen und zielgerichtet anzusprechen:
https://shop.bioeg.de/bewusst-verzichten-alkoholfrei-in-der-schwangerschaft-praxismodule-32040000/

Printmaterialien:


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Neustart ohne Nikotin: Mehr als 21.000 Teilnehmende bei der Aktion „Rauchfrei im Mai“

Bundesweiter Mitmachmonat feiert Erfolge

Ein Monat, ein Vorsatz und viele Erfolgsgeschichten: Mehr als 21.000 Menschen haben in diesem Jahr bei der Aktion
„Rauchfrei im Mai“ mitgemacht und damit den Schritt in ein rauchfreies Leben gewagt. Zum heutigen Welt-Lungenkrebstag ziehen der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Deutsche Krebshilfe eine positive Bilanz der Mitmachaktion. Rauchen ist die Hauptursache für Lungenkrebs – wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und
senkt sein Krebsrisiko deutlich.

Motivation durch gemeinsame Ziele und attraktive Preise
Gute Gründe zum Mitmachen gab es viele: bessere Gesundheit, freies Durchatmen, mehr Lebenszeit – und die Chance auf attraktive Preise: Unter den erfolgreichen Teilnehmenden
wurden insgesamt zehn Geldpreise verlost, der Hauptpreis in Höhe von 1.000 Euro ging nach Köln. Die Gewinnerinnen und Gewinner mussten durch einen Cotinin-Test beim Arzt nachweisen, dass sie rauchfrei geblieben sind. Von den
insgesamt 21.110 angemeldeten Teilnehmenden haben sich bisher 5.573 zurückgemeldet. Davon waren 60,1 Prozent – also 3.349 Teilnehmende – den gesamten Mai über rauchfrei. Oft machte auch die Unterstützung von Familie und Freundeskreis den entscheidenden Unterschied: 2.106 Teilnehmende gingen
den Rauchstopp deshalb gemeinsam mit einer rauchfreien Vertrauensperson an. Auch sie hatten die Chance, 100 Euro zu gewinnen.

Ein Rauchstopp wirkt schnell und dauerhaft
Wer mit dem Rauchen aufhört, spürt die positiven Effekte meist schon nach Stunden: Die Sauerstoffversorgung im Körper verbessert sich, das Herzinfarktrisiko sinkt innerhalb eines Tages. Im Laufe eines Monats reduzieren sich typische Beschwerden wie Husten und Kurzatmigkeit. Langfristig sinkt das Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden und chronische Atemwegserkrankungen.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Rauchen und seine gesundheitlichen Auswirkungen stellen in Deutschland weiterhin ein großes Problem dar. Auch in meiner Familie hat Tabakkonsum tiefe Spuren hinterlassen: Mein Großvater, meine Großmutter und mein Onkel starben an Lungenkrebs – alle drei waren starke Raucher. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig vor dem Einstieg zu schützen und Aufklärung und Entwöhnung auf Augenhöhe zu stärken. Gleichzeitig gilt es, neuen Trends mit Vapes, Tabakerhitzern und Pouches entgegenzuwirken. Denn ein bloßer Produktwechsel – weg von der Zigarette hin zum vermeintlichen Lifestyle-Produkt – ist gesundheitspolitisch kein Fortschritt. Wir brauchen einen nachhaltigen Rauchausstieg – und die Entschlossenheit, ihn auch umzusetzen.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Nichtrauchen ist die beste Entscheidung, die Sie für Ihre Gesundheit treffen können. Und die tollen Erfolge der ‚Rauchfrei im Mai‘-Teilnehmenden zeigen, dass der Rauchausstieg mit der richtigen Unterstützung und Motivation gelingen kann. Und für alle, bei denen es diesmal nicht geklappt hat: Bleiben Sie dran. Unsere rauchfrei-Angebote unterstützen Sie das ganze Jahr auf Ihrem Weg zur Rauchfreiheit.“

Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe: „Es gibt in jedem Alter gute Gründe, mit dem Rauchen aufzuhören. Langfristig sinkt dadurch nicht nur das Lungenkrebsrisiko, sondern auch das Risiko für mindestens 14 weitere Krebsarten. Tabakkonsum ist der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor. So sind rund 80 Prozent aller Lungenkrebsfälle durch das Rauchen verursacht. Auch die Betroffenen von Rachen- und Kehlkopfkrebs sind überwiegend Raucherinnen und Raucher.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung: „In den letzten Jahren ist die Anzahl ernsthafter Rauchstoppversuche kontinuierlich gesunken. Wir freuen uns, dass wir mit ‚Rauchfrei im Mai‘ eine bundesweite Aktion umsetzen können, die Menschen zum Rauchstopp motiviert. Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner sind Vorbild und Ansporn für andere: Jeder kann es schaffen, rauchfrei zu werden.“

Die Aktion „Rauchfrei im Mai“ wurde bereits zum zweiten Mal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Die Organisation übernahm in diesem Jahr wieder das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel.

Ein Rauchstopp lohnt immer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt dabei mit zahlreichen Angeboten:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit unterstützender täglicher E-Mail und einem Forum mit Hilfe durch die rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis
    donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags
    von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich
    werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft
    und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt
    oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter:
    www.shop.bioeg.de
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe,
    praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein
    dauerhafter Rauchstopp wird:
  • www.instagram.com/rauchfrei_info

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen
Friedrichstraße 108
10117 Berlin
Tel. +49 (0) 30 18441-1445
presse-drogenbeauftragter@bmg.bund.de
www.bundesdrogenbeauftragter.de

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161
50825 Köln
Tel. +49 (0) 221 8992-332
pressestelle@bioeg.de
www.bioeg.de

Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32
53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 72990-96
presse@krebshilfe.de
www.krebshilfe.de

IFT-Nord Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung gGmbH
Harmsstraße 2
24114 Kiel
Tel: +49 (0) 431 570 29 0
rauchfrei-im-mai@ift-nord.de
www.rauchfrei-im-mai.de
www.ift-nord.de

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Nein zu Zigaretten, Vapes und Co.

Schulklasse aus Aurich bleibt rauchfrei und gewinnt Hauptpreis des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit

Die Klasse 9b der Integrierten Gesamtschule in Aurich (Niedersachsen) hat im bundesweiten Klassenwettbewerb „Be Smart – Don‘t Start“ den Hauptpreis gewonnen. Sie bleibt nicht nur rauchfrei, sondern hat schon mehrfach erfolgreich teilgenommen. Dafür erhalten die Schülerinnen und Schüler nun 5.000 Euro vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) für ihre Klassenkasse.

Über 6.900 Schulklassen aus ganz Deutschland haben in diesem Jahr teilgenommen. Die Idee ist einfach: Bei „Be Smart – Don‘t Start“ verpflichten sich die teilnehmenden Klassen, ein halbes Jahr lang nicht zu rauchen – auch keine E-Zigaretten oder Shishas. Wer das schafft, kann gewinnen. Neben dem Hauptpreis belohnt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit weitere 80 Klassen aus dem gesamten Bundesgebiet mit jeweils 300 Euro für ihre erfolgreiche wiederholte Teilnahme.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Mit dem Wettbewerb ‚Be Smart – Don’t Start‘ zeigen junge Menschen: Nichtrauchen ist stark, gesund und vor allem smart. Als Arzt weiß ich, wie zerstörerisch Tabakkonsum ist – deshalb ist es mir ein zentrales Anliegen, dass wir gemeinsam Kinder und Jugendliche früh schützen durch Aufklärung, Bildung und Prävention. Die meisten Suchterkrankungen entstehen im Jugendalter; hier müssen wir genauer und früher hinschauen und handeln. Darum unterstütze ich auch ‚Be Smart‘, weil es junge Menschen stark macht, eigene Entscheidungen gegen das Rauchen zu treffen – frei, selbstbewusst und gesund. Wer heute Nein zur Zigarette sagt, sagt Ja zu einem langen, gesunden Leben – genau das leben die Teilnehmenden von ‚Be Smart – Don’t Start‘ vor. Ich gratuliere der Gewinnerklasse. Natürlich hätten eigentlich alle einen Preis verdient.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Zwar rauchen immer weniger Jugendliche, trotzdem dürfen wir in der Prävention nicht nachlassen. Angebote wie ‚Be Smart – Don‘t Start‘ sind dabei besonders wichtig, denn sie erreichen die Jugendlichen in der Schule ganz direkt. Seit dem Start haben rund 5,5 Millionen Schülerinnen und Schüler mitgemacht und sich gegen Zigaretten, Shisha und Co. entschieden. Das ist ein großer gemeinsamer Erfolg. Ein herzliches Dankeschön an alle Lehrkräfte und Schulleitungen, die das möglich machen! Und der Gewinnerklasse gratuliere ich zum Hauptpreis: Ihr habt ihn wirklich verdient!“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord): „In diesem Schuljahr haben 6.916 Klassen aus ganz Deutschland mit ihrer Teilnahme an ‚Be Smart – Don‘t Start‘ klar ‚Nein‘ zum Rauchen in jeder Form gesagt, ob zu E-Zigaretten oder bunten Einweg-Vapes, Wasserpfeife oder klassischer Tabakzigarette. Das sind deutlich mehr Klassen als in den vergangenen Jahren. Die Gewinnerklasse war schon zum dritten Mal dabei. Wenn wir heute ihre glücklichen Gesichter sehen, freue ich mich mit ihnen. Diese Jugendlichen mit ihrem überzeugten Statement sind die besten Botschafter für ein rauch- und nikotinfreies Leben.“

Der Wettbewerb „Be Smart – Don‘t Start“ wird seit vielen Jahren vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sowie der Stiftung Deutsche Krebshilfe, dem AOK-Bundesverband und weiteren öffentlichen und privaten Institutionen gefördert und seit 1997 vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert. Im Bundesland Niedersachsen wird der Wettbewerb vom Niedersächsischen Kultusministerium gefördert und koordiniert.

Weiterführende Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Thema:

  • Alle Informationen zu „Be Smart – Don’t Start“, dem Klassenwettbewerb zur Förderung des Nichtrauchens, stehen unter: www.besmart.info
  • Die Kampagne „rauchfrei“ des BIÖG informiert unter: www.rauchfrei-info.de

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