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Gestern — 27. Mai 2026Pressemitteilungen

Seltener Gast an der Lippe: Fischotter nach Jahrzehnten wieder nachgewiesen

27. Mai 2026 um 12:01

Passend zum „Tag der Artenvielfalt“ an diesem Freitag, 22. Mai, kann der Lippeverband eine besonders erfreuliche Nachricht verkünden: Der vom Aussterben bedrohte Fischotter ist an die Lippe zurückgekehrt. Erste Hinweise auf die Rückkehr des Tieres gab es bereits vor einigen Jahren, als der scheue „Wassermader“ an der Lippe zufällig beobachtet wurde. Seitdem wird er von Wissenschaftler*innen regelmäßig über Spurensuche nachgewiesen. Die Ansiedlung des Fischotters wertet der Lippeverband daher als Beleg für das Gelingen der Flussrenaturierung. Wie erfolgreich diese war, wird im Juli beim „Tag der lebendigen Lippe“ untersucht – wobei auch interessierte Bürgerinnen dann selbst mitforschen können.

„Auch wenn sich der Otter bisher noch nicht überall entlang der Lippe etabliert hat, zeigt die Entwicklung deutlich, dass die neu geschaffenen Lebensräume zunehmend angenommen werden. Fischotter brauchen saubere Gewässer, ruhige Ufer und genug Nahrung, weshalb ihr Vorkommen als Indikator für eine gute Gewässerqualität und intakte Ökosysteme gilt“, sagt Gunnar Jacobs, Mitarbeiter beim Lippeverband und Experte für Artenvielfalt.

Renaturierung als Schlüssel

Der Wasserwirtschaftsverband hat in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um das Fluss-System wieder naturnaher zu gestalten: So wurde im Verbandsgebiet die Reinigungsleistung der Klär- und Regenwasserbehandlungsanlagen optimiert und zugleich umfassende Renaturierungsmaßnahmen entlang der Lippe durchgeführt. Dabei wurden Uferbereiche naturnah umgestaltet, befestigte Abschnitte des Flusses wieder geöffnet und außerdem die ökologische Durchgängigkeit des Fluss-Systems verbessert.

Der eurasische Fischotter (Lutra lutra) ist ein semiaquatischer Säuger aus der Familie der Marder (Mustelidae). Er steht in Deutschland nach Bundesnaturschutzgesetz unter strengem Schutz und galt dennoch in Nordrhein-Westfalen jahrzehntelang als ausgestorben. Denn vor allem die starke Flussverschmutzung sowie der Gewässerausbau im Zuge der Industrialisierung hatten seine Lebensbedingungen erheblich verschlechtert.

Die Rückkehr des Fischotters zeigt nun: Die Maßnahmen des Lippeverbandes zum Schutz und zur Renaturierung der Lippe wirken. Denn nicht nur der Fischotter profitiert – auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten besiedeln inzwischen die neu geschaffenen Lebensräume. Als Spitzenprädator stärkt der Fischotter zudem das ökologische Gleichgewicht im Fluss. Da er vor allem alte, schwache und kranke Fische frisst, trägt er so aktiv zu gesunden Fischbeständen bei.

Mittendrin in der Forschung

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Wasserwirtschaftsverbandes laden der Lippeverband, der NABU NRW und die Landschaftsagentur Plus zum „Tag der lebendigen Lippe“ in Datteln ein. Erstmals im Lippe-Gebiet nehmen Forscher*innen am 11. und 12. Juli die Natur am Haus Vogelsang unter die Lupe. Über 24 Stunden werden Tier- und Pflanzenarten gesichtet und dokumentiert, um die Artenvielfalt zu analysieren.
Am 12. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr können auch Besucherinnen selbst forschen. Spannende Mitmach-Aktionen für Klein und Groß laden dazu ein, die Flusslandschaft zu erkunden – etwa beim Keschern, am Mikroskop oder beim Basteln von Saatkugeln. Darüber hinaus bieten Expertinnen Führungen an. Themen sind unter anderem die Umbaumaßnahmen an der Lippe sowie Amphibien und Vögel.


Quelle: Emschergenossenschaft / Lippeverband

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GeoTHERM 2027 startet Call for Papers zum 20-jährigen Jubiläum

27. Mai 2026 um 07:55

Mit rund 8.600 Fachbesuchern und 302 ausstellenden Unternehmen aus aller Welt hat die GeoTHERM Expo & Congress 2026 ihre Rolle als weltweit führende Fachmesse mit Kongress für Geothermie erneut bestätigt. Auch 2027 bietet die Veranstaltung wieder eine zentrale Plattform für Innovationen, fachlichen Austausch und Vernetzung innerhalb der Branche. Zudem feiert die GeoTHERM, die am 25. und 26. Februar 2027 in Offenburg stattfindet, ihr 20-jähriges Bestehen.

Call for Papers eröffnet

Begleitend zur Fachmesse widmet sich der wissenschaftliche Kongress der GeoTHERM 2027 aktuellen Entwicklungen in der Tiefen und Oberflächennahen Geothermie. Ab sofort können Beiträge zu diesen Themenfeldern sowie zum Fokusthema der kommenden Veranstaltung eingereicht werden.

Der wissenschaftliche Kongress deckt die gesamte Bandbreite der Geothermie ab und richtet sich an Fachleute aus Forschung, Entwicklung und Praxis.

Tiefe Geothermie

Gesucht werden Beiträge rund um die Nutzung tiefer geothermischer Ressourcen. Im Fokus stehen technische, wissenschaftliche, wirtschaftliche und regulatorische Fragestellungen entlang der gesamten Projektkette – von Exploration und Erschließung über Speicherung bis hin zu Betrieb und Wärmenutzung.

Eingereicht werden können Beiträge zu aktuellen Entwicklungen, Anwendungen und Praxiserfahrungen im Bereich der oberflächennahen Geothermie. Willkommen sind Themen aus Planung, Technik, Betrieb, Innovation und Monitoring ebenso wie Praxisbeispiele aus Gebäuden, Quartieren und kommunalen Versorgungskonzepten.

Fokusthema 2027: Sektorenkopplung und Synergien mit Öl, Gas und Bergbau

Ein besonderer Schwerpunkt der GeoTHERM 2027 liegt auf der Sektorenkopplung sowie auf Schnittstellen zwischen Geothermie und den Bereichen Öl & Gas, Bergbau und Untergrundnutzung.

Für den GeoTHERM Congress werden hierzu Beiträge zu Technologien, Infrastruktur, Know-how-Transfer und Transformationsstrategien gesucht, die bestehende Kompetenzen und Ressourcen dieser Industrien für geothermische Anwendungen nutzbar machen.

Eingereicht werden können unter anderem Praxisbeispiele, Forschungsarbeiten, innovative Konzepte sowie Erfahrungsberichte aus nationalen und internationalen Projekten. Auch interdisziplinäre Ansätze und Forschungsergebnisse aus angrenzenden Bereichen der Geothermie sind ausdrücklich erwünscht.

Die Einreichung erfolgt online über die GeoTHERM-Journal-Plattform. Vorgeschlagen werden können Vorträge oder wissenschaftliche Poster in deutscher oder englischer Sprache. Voraussetzung ist ein erweiterter Abstract mit maximal drei DIN-A4-Seiten, inklusive Titel, Vortragenden, Vortragssprache und Zuordnung zum jeweiligen Themenbereich.

Beiträge zum Congress der GeoTHERM können bis zum 31. August 2026 übermittelt werden. Die Auswahl der Einreichungen erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat im Double-Blind-Verfahren.
Reine Produkt- oder Unternehmenspräsentationen ohne fachlich-wissenschaftlichen Mehrwert können leider nicht berücksichtigt werden.

Mehr Informationen


Quelle: GeoTHERM

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BGBl. 2026 I Nr. 136

Verordnung zur Anpassung von Luftgrenzwerten im Anhang der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge an die Richtlinie (EU) 2024/869 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. März 2024 und zur Änderung der Biostoffverordnung vom 11. Mai 2026

BGBl. 2026 I Nr. 135

Dreiundsechzigste Verordnung zur Änderung der Zweihundertfünfundfünfzigsten Durchführungsverordnung zur Luftverkehrs-Ordnung (Festlegung von Streckenführungen, Meldepunkten und Reiseflughöhen für Flüge nach Instrumentenflugregeln im kontrollierten Luftraum innerhalb der Bundesrepublik Deutschland) vom 11. Mai 2026
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