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Gestern — 29. Mai 2026GWF – News

Elisabeth Jreisat erneut in den LDEW-Vorstand gewählt

29. Mai 2026 um 14:22

Elisabeth Jreisat, Geschäftsführerin von Hessenwasser, ist auf der aktuellen Mitgliederversammlung des Landesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. (LDEW) in Fulda erneut in den Vorstand gewählt worden. Dem Gremium gehört Jreisat bereits seit vielen Jahren an.

Interessenvertretung der Energie- und Wasserwirtschaft

Der LDEW vertritt die Interessen von rund 270 Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft in Hessen und Rheinland-Pfalz gegenüber Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Gemeinsam sichern die Unternehmen die regionale Infrastruktur, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.

Fokus auf Versorgungssicherheit und Infrastruktur

„Viele zentrale Rahmenbedingungen für die Energie- und Wasserwirtschaft werden aktuell auf europäischer, Bundes- und Landesebene neu verhandelt. Umso wichtiger ist es, die Perspektive unserer Branche in Hessen und Rheinland-Pfalz mit starker Stimme einzubringen““, erklärte Elisabeth Jreisat nach der Wahl. „Gerade bei Fragen der Versorgungssicherheit, der klimaresilienten Infrastruktur und einer langfristig tragfähigen Finanzierung braucht es praxistaugliche Lösungen. Ich freue mich, in den nächsten zwei Jahren auch im LDEW-Vorstand an der Ausgestaltung dieser Rahmenbedingungen in Hessen/Rheinland-Pfalz mitwirken zu dürfen.“


Quelle: Hessenwasser

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Jetzt bewerben: Stiftungspreis für Wasser- und Energieprojekte

29. Mai 2026 um 08:02

Die Prof. Joachim Lenz Stiftung vergibt im Jahr 2026 erneut ihren Preis zur Förderung herausragender ingenieurwissenschaftlicher Projekte und Arbeiten mit besonderem gesellschaftlichem Mehrwert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 39. Oldenburger Rohrleitungsforums „Resiliente Netze – Das Rückgrat unserer Gesellschaft“ im Februar 2027 statt. Gesucht werden praxisnahe Projekte und Ingenieurarbeiten, die sich mit den lebenswichtigen Ressourcen Wasser und/oder Energie befassen.

Bewerbungen aus dem In- und Ausland möglich

Bewerben können sich Einzelpersonen oder Teams aus Deutschland und allen anderen Ländern mit Projekten oder ingenieurwissenschaftlichen Arbeiten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf der Wasserwirtschaft oder Energiewirtschaft, bevorzugt mit Bezug zu Leitungsinfrastrukturen wie Transport, Verteilung, Erfassung oder Digitalisierung.

Das eingereichte Projekt beziehungsweise die Arbeit darf vor nicht mehr als drei Jahren begonnen worden sein. Zudem sollen die Projekte entweder eine hohe Praxisrelevanz aufweisen oder durch einen herausragenden theoretischen Ansatz überzeugen. Auch die Inspiration und Einbindung junger Menschen ist ausdrücklich erwünscht.

Ein weiteres Kriterium ist die internationale Wirkung der eingereichten Projekte oder Arbeiten. Diese sollen die Beziehungen zwischen Deutschland und mindestens einem weiteren Land stärken, kulturelle Vielfalt fördern und demokratische Strukturen unterstützen. Voraussetzung ist außerdem, dass die Projekte mindestens bilateral getragen werden.

Digitale Einreichung bis Ende Oktober 2026

Die Bewerbung kann in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden. Erforderlich sind eine allgemeinverständliche Kurzfassung, eine ausführliche Beschreibung des Projekts beziehungsweise der Ingenieurarbeit im vorgegebenen Formular, die Darstellung der erfüllten Kriterien sowie eine Bestätigung, dass alle Rechte an der eingereichten Arbeit bei den Bewerbenden liegen.

Einsendeschluss für digitale Bewerbungen ist der 31. Oktober 2026. Mit der Einreichung werden die Teilnahmebedingungen des Stiftungspreises, das Recht zur Veröffentlichung der Bewerbungsunterlagen sowie die Datenschutzbestimmungen anerkannt. Der Stiftungsausschuss behält sich vor, das Preisgeld auf bis zu drei Preisträgerinnen oder Preisträger aufzuteilen.

 

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Ältere BeiträgeGWF – News

Wiederherstellung von Auen: BUND fordert klare Ziele

28. Mai 2026 um 10:57

Deutschland muss bis September im Rahmen der EU-Wiederherstellungsverordnung einen nationalen Wiederherstellungsplan für geschädigte Ökosysteme vorlegen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fordert dabei ambitionierte Ziele für die Renaturierung von Flüssen und Auen, darunter 2.000 Kilometer frei fließende Flüsse. Hintergrund ist unter anderem, dass in Deutschland nur noch ein Drittel der ursprünglichen Auen erhalten und weniger als zehn Prozent davon ökologisch intakt sind. Wie wichtig lebendige Auen für Hochwasserschutz, Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Klimaschutz sind, zeigen erfolgreiche Praxisbeispiele wie die Deichrückverlegung in Lenzen an der Elbe.

Lenzener Elbtalaue als Vorbildprojekt

Das Naturschutzgroßprojekt Lenzener Elbtalaue zeigt, dass Renaturierung gleichzeitig Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz stärkt. Auf rund 420 Hektar haben der BUND und das Land Brandenburg über zehn Jahre dafür gesorgt, dass die Elbe wieder mehr Raum bekommt. Eine aktuelle Auswertung (2025) zeigt: Die Aue trägt messbar zum Hochwasserschutz bei, erhöht die Biodiversität und bindet Kohlenstoff.

BUND-Vorsitzender Olaf Bandt: „Wenn Deutschland die EU-Vorgaben ernst nimmt, müssen wir jetzt großflächig in die Wiederherstellung von Auen investieren. Lenzen zeigt: es funktioniert – und es bringt konkrete Vorteile für Mensch und Natur“, sagte er bei einem Projektbesuch heute vor Ort im Beisein von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), der die Ergebnisse des BUND-Projekt ebenfalls würdigte.

Renaturierung stärkt Hochwasserschutz und Artenvielfalt

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Das Renaturierungsprojekt in der Lenzener Elbtalaue hat Maßstäbe für den integrierten Natur-, Gewässer- und Hochwasserschutz gesetzt. Das ist gut für die Natur und für die Menschen vor Ort: Es entstehen wieder natürliche Überschwemmungsflächen, das verbessert den Hochwasserschutz. Wasser wird in der Aue gehalten und bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden neuen Lebensraum. Die Lenzener Elbtalaue ist auch ein gutes Praxisbeispiel für die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung. Wo Flüsse wieder frei fließen, kann sich Natur erholen. Wir stärken damit das Netz der natürlichen Infrastruktur, das wir erhalten und für den Klimawandel fit machen wollen.“

Intakte Auen sind zentrale Bausteine gegen Klimakrise und Artensterben. Der Handlungsbedarf für ihren Erhalt ist groß. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sieht in erfolgreichen Projekten wie Lenzen eine Blaupause für die anstehenden nationalen Wiederherstellungspläne.

Bandt: „Es ist entscheidend, Maßnahmen gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu entwickeln. So können Renaturierungsprojekte auch zu echten Gemeinschafts- und Demokratieprojekten werden. Wenn Hochwasserschutz, Landwirtschaft und Naturschutz vor Ort zusammenarbeiten, entstehen Lösungen, von denen Klima, Mensch und Natur gleichermaßen profitieren. Die neue Überschwemmungsfläche ist heute Hotspot für Biodiversität, eine Erholungsoase für Anwohner*innen und Gäste und hat beim Jahrhunderthochwasser 2013 erheblich zum Schutz der Region beigetragen.“

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Quelle:BUND

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Blau und sehr klein: neuer Oktopus auf 1800m Tiefe entdeckt

28. Mai 2026 um 09:15

Erstmals entdeckt wurde das Tier 2015 während einer Expedition mit der E/V Nautilus, durchgeführt in Zusammenarbeit mit der Charles Darwin Foundation und der Galápagos-Nationalparkverwaltung. Mithilfe eines ferngesteuerten Unterwasserroboters untersuchte das Team den Meeresboden nahe Darwin Island. In 1.773 Metern Tiefe stieß die Kamera auf den kleinen Oktopus.

„Er ist winzig!“ – „Er ist blau!“

So reagierten die Forschenden laut Tonaufnahmen der Expedition auf den Fund. Das Tier, etwa so groß wie ein Golfball, wurde geborgen und später an der Charles-Darwin-Forschungsstation untersucht. Da unklar war, welcher Art es angehörte, wandten sich die Forschenden an die Oktopus-Expertin Janet Voight vom Field Museum in Chicago.

„Ich wusste sofort, dass es etwas ganz Besonderes war“, sagt Voight, Hauptautorin der Studie, in der die neue Art beschrieben wird. „So etwas hatte ich noch nie gesehen.“

Untersuchung ohne Beschädigung

Ventrale Betrachtung des kleinen Oktopus. (Quelle: © Charles Darwin Foundation)

Forschungsteam der Forschungsstation auf den Galápagos-Inseln konservierte den Körper des Oktopus in Alkohol und Formalin und schickte das Exemplar von den Galápagos-Inseln nach Chicago, damit Voight es im Field Museum untersuchen konnte. Der kleine Oktopus war in der Tat ein Unikat, was für die wissenschaftliche Forschung eine Herausforderung darstellte. Und weil nur ein einziges Exemplar vorlag, wollte das Forschungsteam den seltenen Fund nicht für Untersuchungen beschädigen. Stattdessen nutzten die Wissenschaftler CT-Scans, um die inneren Strukturen sichtbar zu machen. So konnten wichtige anatomische Merkmale untersucht werden, ohne das Tier aufzuschneiden.

„Wenn man eine neue Tintenfischart beschreibt, muss man alle Teile betrachten, einschließlich des Mauls, des Schnabels und der Zähne. Und um diese Dinge zu sehen, muss man das Exemplar aufschneiden. Wir hatten nur dieses eine Exemplar, also wollte ich es nicht auseinandernehmen“, sagt Voight.

Die neue Art trägt den Namen Microeledone galapagensis. Der kleine, gedrungene Tiefsee-Oktopus besitzt kurze Arme mit wenigen Saugnäpfen und weist mehrere ungewöhnliche Merkmale auf. Besonders auffällig sind seine nahezu pigmentfreie Oberseite, die dichte Färbung der inneren Mantelmuskulatur sowie anatomische Besonderheiten, die ihn von verwandten Arten unterscheiden.

Warum der Fund biologisch bedeutsam ist

Die Entdeckung ist auch wissenschaftlich relevant: Bislang galt die Familie der Megaleledonidae als ausschließlich großwüchsig und im Südlichen Ozean beheimatet. Der Fund vor den Galápagos-Inseln stellt diese Einordnung nun infrage und könnte zu einer Neubewertung der gesamten Tiergruppe führen. Die Forschenden vermuten zudem, dass die kurzen Arme und die geringe Zahl an Saugnäpfen evolutionäre Anpassungen darstellen könnten, die mehr Energie für die Fortpflanzung verfügbar machen.

Tiefsee der Galápagos bleibt voller Rätsel

Die Entdeckung zeigt, wie wenig die Tiefsee und damit die Tintenfischfauna rund um die Galápagos-Inseln bisher erforscht ist. Jede neue Art liefert wichtige Hinweise auf verborgene Ökosysteme – und darauf, warum ihr Schutz so entscheidend ist.

Entdeckungen wie diese zeigen, wie wichtig das Zusammenspiel von Wissenschaft und Naturschutz ist, um die Ozeane besser zu verstehen und Schutzgebiete wirksam zu verwalten“, sagt Lorena Sánchez, Direktorin des Galápagos-Nationalparks. „Jede neue Studie hilft, die marine Biodiversität besser zu verstehen – und unterstreicht, wie wichtig der Schutz dieser einzigartigen Ökosysteme für künftige Generationen ist.“

Die Forschungsergebnisse sind auf der Webseite der Fachzeitschrift Zootaxa als Open Access Paper zugänglich.


Quelle: Charles Darwin Foundation

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Seltener Gast an der Lippe: Fischotter nach Jahrzehnten wieder nachgewiesen

27. Mai 2026 um 12:01

Passend zum „Tag der Artenvielfalt“ an diesem Freitag, 22. Mai, kann der Lippeverband eine besonders erfreuliche Nachricht verkünden: Der vom Aussterben bedrohte Fischotter ist an die Lippe zurückgekehrt. Erste Hinweise auf die Rückkehr des Tieres gab es bereits vor einigen Jahren, als der scheue „Wassermader“ an der Lippe zufällig beobachtet wurde. Seitdem wird er von Wissenschaftler*innen regelmäßig über Spurensuche nachgewiesen. Die Ansiedlung des Fischotters wertet der Lippeverband daher als Beleg für das Gelingen der Flussrenaturierung. Wie erfolgreich diese war, wird im Juli beim „Tag der lebendigen Lippe“ untersucht – wobei auch interessierte Bürgerinnen dann selbst mitforschen können.

„Auch wenn sich der Otter bisher noch nicht überall entlang der Lippe etabliert hat, zeigt die Entwicklung deutlich, dass die neu geschaffenen Lebensräume zunehmend angenommen werden. Fischotter brauchen saubere Gewässer, ruhige Ufer und genug Nahrung, weshalb ihr Vorkommen als Indikator für eine gute Gewässerqualität und intakte Ökosysteme gilt“, sagt Gunnar Jacobs, Mitarbeiter beim Lippeverband und Experte für Artenvielfalt.

Renaturierung als Schlüssel

Der Wasserwirtschaftsverband hat in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um das Fluss-System wieder naturnaher zu gestalten: So wurde im Verbandsgebiet die Reinigungsleistung der Klär- und Regenwasserbehandlungsanlagen optimiert und zugleich umfassende Renaturierungsmaßnahmen entlang der Lippe durchgeführt. Dabei wurden Uferbereiche naturnah umgestaltet, befestigte Abschnitte des Flusses wieder geöffnet und außerdem die ökologische Durchgängigkeit des Fluss-Systems verbessert.

Der eurasische Fischotter (Lutra lutra) ist ein semiaquatischer Säuger aus der Familie der Marder (Mustelidae). Er steht in Deutschland nach Bundesnaturschutzgesetz unter strengem Schutz und galt dennoch in Nordrhein-Westfalen jahrzehntelang als ausgestorben. Denn vor allem die starke Flussverschmutzung sowie der Gewässerausbau im Zuge der Industrialisierung hatten seine Lebensbedingungen erheblich verschlechtert.

Die Rückkehr des Fischotters zeigt nun: Die Maßnahmen des Lippeverbandes zum Schutz und zur Renaturierung der Lippe wirken. Denn nicht nur der Fischotter profitiert – auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten besiedeln inzwischen die neu geschaffenen Lebensräume. Als Spitzenprädator stärkt der Fischotter zudem das ökologische Gleichgewicht im Fluss. Da er vor allem alte, schwache und kranke Fische frisst, trägt er so aktiv zu gesunden Fischbeständen bei.

Mittendrin in der Forschung

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Wasserwirtschaftsverbandes laden der Lippeverband, der NABU NRW und die Landschaftsagentur Plus zum „Tag der lebendigen Lippe“ in Datteln ein. Erstmals im Lippe-Gebiet nehmen Forscher*innen am 11. und 12. Juli die Natur am Haus Vogelsang unter die Lupe. Über 24 Stunden werden Tier- und Pflanzenarten gesichtet und dokumentiert, um die Artenvielfalt zu analysieren.
Am 12. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr können auch Besucherinnen selbst forschen. Spannende Mitmach-Aktionen für Klein und Groß laden dazu ein, die Flusslandschaft zu erkunden – etwa beim Keschern, am Mikroskop oder beim Basteln von Saatkugeln. Darüber hinaus bieten Expertinnen Führungen an. Themen sind unter anderem die Umbaumaßnahmen an der Lippe sowie Amphibien und Vögel.


Quelle: Emschergenossenschaft / Lippeverband

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GeoTHERM 2027 startet Call for Papers zum 20-jährigen Jubiläum

27. Mai 2026 um 07:55

Mit rund 8.600 Fachbesuchern und 302 ausstellenden Unternehmen aus aller Welt hat die GeoTHERM Expo & Congress 2026 ihre Rolle als weltweit führende Fachmesse mit Kongress für Geothermie erneut bestätigt. Auch 2027 bietet die Veranstaltung wieder eine zentrale Plattform für Innovationen, fachlichen Austausch und Vernetzung innerhalb der Branche. Zudem feiert die GeoTHERM, die am 25. und 26. Februar 2027 in Offenburg stattfindet, ihr 20-jähriges Bestehen.

Call for Papers eröffnet

Begleitend zur Fachmesse widmet sich der wissenschaftliche Kongress der GeoTHERM 2027 aktuellen Entwicklungen in der Tiefen und Oberflächennahen Geothermie. Ab sofort können Beiträge zu diesen Themenfeldern sowie zum Fokusthema der kommenden Veranstaltung eingereicht werden.

Der wissenschaftliche Kongress deckt die gesamte Bandbreite der Geothermie ab und richtet sich an Fachleute aus Forschung, Entwicklung und Praxis.

Tiefe Geothermie

Gesucht werden Beiträge rund um die Nutzung tiefer geothermischer Ressourcen. Im Fokus stehen technische, wissenschaftliche, wirtschaftliche und regulatorische Fragestellungen entlang der gesamten Projektkette – von Exploration und Erschließung über Speicherung bis hin zu Betrieb und Wärmenutzung.

Eingereicht werden können Beiträge zu aktuellen Entwicklungen, Anwendungen und Praxiserfahrungen im Bereich der oberflächennahen Geothermie. Willkommen sind Themen aus Planung, Technik, Betrieb, Innovation und Monitoring ebenso wie Praxisbeispiele aus Gebäuden, Quartieren und kommunalen Versorgungskonzepten.

Fokusthema 2027: Sektorenkopplung und Synergien mit Öl, Gas und Bergbau

Ein besonderer Schwerpunkt der GeoTHERM 2027 liegt auf der Sektorenkopplung sowie auf Schnittstellen zwischen Geothermie und den Bereichen Öl & Gas, Bergbau und Untergrundnutzung.

Für den GeoTHERM Congress werden hierzu Beiträge zu Technologien, Infrastruktur, Know-how-Transfer und Transformationsstrategien gesucht, die bestehende Kompetenzen und Ressourcen dieser Industrien für geothermische Anwendungen nutzbar machen.

Eingereicht werden können unter anderem Praxisbeispiele, Forschungsarbeiten, innovative Konzepte sowie Erfahrungsberichte aus nationalen und internationalen Projekten. Auch interdisziplinäre Ansätze und Forschungsergebnisse aus angrenzenden Bereichen der Geothermie sind ausdrücklich erwünscht.

Die Einreichung erfolgt online über die GeoTHERM-Journal-Plattform. Vorgeschlagen werden können Vorträge oder wissenschaftliche Poster in deutscher oder englischer Sprache. Voraussetzung ist ein erweiterter Abstract mit maximal drei DIN-A4-Seiten, inklusive Titel, Vortragenden, Vortragssprache und Zuordnung zum jeweiligen Themenbereich.

Beiträge zum Congress der GeoTHERM können bis zum 31. August 2026 übermittelt werden. Die Auswahl der Einreichungen erfolgt durch den wissenschaftlichen Beirat im Double-Blind-Verfahren.
Reine Produkt- oder Unternehmenspräsentationen ohne fachlich-wissenschaftlichen Mehrwert können leider nicht berücksichtigt werden.

Mehr Informationen


Quelle: GeoTHERM

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Neue Regeln für Phosphorrezyklate und Klärschlammaschen

26. Mai 2026 um 15:10

Für aus Klärschlamm zurückgewonnenen Phosphor muss es eine klare Perspektive für eine wirtschaftliche Verwertung geben. Als Düngemittel geeignete Phosphorrezyklate müssen rechtssicher in der Landwirtschaft eingesetzt werden können. Für Klärschlammaschen ohne verfügbare Rückgewinnungsoptionen ist eine befristete, rechtssichere und praxistaugliche Übergangslösung erforderlich. Die Umweltminister der Länder und des Bundes haben auf der Umweltministerkonferenz (UMK) am 8. Mai in Leipzig wichtige Weichen für die Zukunft der Phosphorrückgewinnung gestellt. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) begrüßt den UMK-Beschluss ausdrücklich.

„2029 werden keine ausreichenden Kapazitäten zur Phosphorrückgewinnung zur Verfügung stehen. Der Beschluss der Umweltminister ist ein wichtiger Schritt, um die Umsetzung der Phosphorrückgewinnung realistisch, verlässlich und innovationssicher zu gestalten, wie es die DWA bereits vor einigen Wochen angeregt hat“, betont DWA-Präsident Prof. Uli Paetzel.

Übergangsphase braucht klare Regeln

Die Klärschlammverordnung (AbfKlärV) schreibt ab 2029 die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm vor. Betreiber größerer Kläranlagensind verpflichtet, den in Klärschlamm oder Klärschlammasche enthaltenen Phosphor technisch zurückzugewinnen oder entsprechende Recyclingwege zu nutzen. Bis 2029 werden hochwahrscheinlich keine ausreichenden technischen Kapazitäten für die flächendeckende Rückgewinnung aus Klärschlamm und Klärschlammaschen zur Verfügung stehen. Darauf weisen auch die Umweltminister im UMK-Beschluss „Phosphorrückgewinnung stärken – Düngemittelverordnung zügig anpassen, um die Phosphorrückgewinnung nach Klärschlammverordnung sicherzustellen“ ausdrücklich hin. Für die daraus resultierende Übergangsphase müssen klare und belastbare Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Entsorgungssicherheit gewährleisten und zugleich Investitionen in Monoverbrennungs- und Phosphorrückgewinnungskapazitäten schützen.

Rezyklate rechtssicher nutzbar machen

Besonders wichtig ist aus Sicht der DWA die Aufforderung an das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, kurzfristig eine rechtssichere und praxistaugliche Übergangslösung für Klärschlammaschen zu schaffen, für die noch keine verfügbare Rückgewinnungsoption besteht. Um die erforderliche Technologiereife und die großtechnische Umsetzung von Anlagen zur Phosphorrückgewinnung insbesondere auch für schadstoffbelastete Aschen zu erreichen, ist es erforderlich, ausgehend von dem in der AbfKlärV vorgesehenen „Start“ der Phosphorrückgewinnung in 2029, eine Übergangsphase vorzusehen, die eine ambitionierte Rückgewinnung mit der technischen Machbarkeit harmonisiert. Die DWA wird hierzu entsprechende Vorschläge in die weitere Diskussion einbringen.

Der UMK-Beschluss bestätigt zentrale Forderungen der DWA. Dazu gehört neben einer praxistauglichen Übergangslösung die zügige Anpassung der Düngemittelverordnung. Hochwertige Phosphorrezyklate und geeignete Klärschlammaschenströme brauchen verlässliche und praktikable rechtliche Rahmenbedingungen, damit sie tatsächlich in den Stoffkreislauf zurückgeführt und als Düngemittel nutzbar gemacht werden können.


Quelle: DWA

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Wasserwirtschaft fordert rechtssichere Nitratregelungen

26. Mai 2026 um 10:48

Wissenschaftler:innen der Universität Paderborn haben gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam eine neue Methode entwickelt, mit der sich giftige Arsen-Varianten in Böden und Gewässern schnell und präzise nachweisen lassen. Die Studie wurde im Fachmagazin Royal Society of Chemistry veröffentlicht und zeigt, wie vergleichsweise einfache Technologien aufwendige und teure Laborverfahren ersetzen können. Gleichzeitig eröffnet die Methode die Möglichkeit, Analysen direkt vor Ort durchzuführen.

Unterschiedliche Arsen-Formen im Fokus

Arsen ist ein giftiges Schwermetall, das natürlicherweise in Böden und Gewässern vorkommen kann. Entscheidend ist dabei nicht nur die Konzentration, sondern auch die chemische Form, in der das Arsen vorliegt. Forschende unterscheiden deshalb gezielt zwischen Arsen(III) und Arsen(V).

„Diese beiden Formen verhalten sich in der Umwelt völlig unterschiedlich und haben auch unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Bisher waren Messungen auf diesem hohen Niveau aber sehr teuer und kompliziert“, erklärt Prof. Dr. Thomas Zentgraf vom Department Physik der Universität Paderborn.

Aufwendige Analyseverfahren bisher Standard

Für den Nachweis kleinster Arsen-Spuren wird bislang meist das sogenannte SERS-Verfahren eingesetzt (SERS = „Surface-Enhanced Raman Scattering“). Dabei handelt es sich um eine hochsensitive analytische Methode, bei der die klassische Raman-Spektroskopie mit nanostrukturierten Metalloberflächen kombiniert wird. Dadurch lässt sich das Raman-Signal von Molekülen millionenfach verstärken, sodass selbst geringste Mengen chemischer oder biologischer Stoffe eindeutig identifiziert werden können.

Allerdings ist die Herstellung solcher Systeme bislang aufwendig. Häufig sind spezielle Maschinen, teure Materialien und zusätzliche chemische Behandlungen notwendig, damit die Sensoren zuverlässig funktionieren.

„Auch die Auswertung der Daten erfordert häufig leistungsstarke Computer und teure Messgeräte, die nicht einfach vor Ort eingesetzt werden können“, ergänzt Prof. Zentgraf.

Neue Nanostruktur vereinfacht den Nachweis

Die Forschenden entwickelten deshalb eine alternative Lösung auf Basis einer sogenannten „Loch-Sphäre-Nanogap-Plattform“. Hierfür werden Gold-Nanopartikel verwendet, die sich selbstständig auf einer Goldoberfläche anordnen. Anschließend wird die Oberfläche erhitzt und leicht angeätzt. Dadurch kann auf die ansonsten notwendige Lithografie – also die Strukturierung mittels Belichtung – verzichtet werden.

Das entstandene System arbeitet äußerst stabil und liefert sehr konstante Messergebnisse. Nach Angaben der Forschenden verstärkt die Methode das Lichtsignal um den Faktor 100 Millionen. Selbst kleinste Mengen von Arsen lassen sich dadurch sichtbar machen. Da die Struktur vollständig aus Metall besteht, entstehen zudem keine störenden Signale aus anderen Materialien, was die Zuverlässigkeit der Messungen erhöht.

Einsatz auch mit Smartphones möglich

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Methode liegt in ihrem einfachen Aufbau. Weder teure Maschinen noch spezielle Chemikalien sind erforderlich. Zudem funktioniert die Plattform auch dann zuverlässig, wenn die eingesetzten Messgeräte keine besonders hohe Präzision besitzen.

Die Forschenden konnten nachweisen, dass sich die verschiedenen Arsen-Varianten sogar mithilfe einfacher Filter oder Smartphones erkennen lassen. Dadurch eignet sich die Methode insbesondere für den mobilen Einsatz, etwa auf Baustellen oder in der Landwirtschaft.

Zum Paper


Quelle: Schwermetalle in Boden und Wasser erkennen: Neue Methode für die Vor-Ort-Analyse

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AWS setzt auf Wasserrückführung und Feuchtgebietsrenaturierung

26. Mai 2026 um 07:30

Amazon Web Services (AWS) hat zwei Projekte zur Wasserrückführung in Deutschland vorgestellt. Geplant sind eine Initiative zur Erkennung von Wasserlecks in Frankfurter Gebäuden sowie die Renaturierung von Feuchtgebieten im Spessartwald. Gemeinsam sollen die Projekte künftig jährlich mehr als 370 Millionen Liter Wasser zurückführen. Dafür arbeitet AWS mit dem Wassertechnologie-Unternehmen Shayp und dem Naturprojektentwickler EcoTree zusammen.

Die hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus erklärt: „Hessen ist eine Schlüsselregion für innovative sowie nachhaltige Rechenzentrumsentwicklung, daher stärkt das Vorhaben von AWS auch Hessen als führenden Standort. Mit unserer regionalen Rechenzentrumsagenda wollen wir unseren Status als digitales Kraftzentrum in Europa festigen und ausbauen, indem wir Wachstum, Nachhaltigkeit und technologische Stärke miteinander verbinden.“

„Städte stehen vor zunehmenden Herausforderungen bei der Wasserversorgung. Deshalb tragen wir Verantwortung dafür, Wasser sorgfältig einzusetzen und innovative Lösungen zu unterstützen, damit jeder Liter zählt“, sagt Michael Hanisch, Head of Technology Deutschland bei AWS. „Die Projekte in Deutschland zeigen, wie Technologie und naturbasierte Lösungen helfen können, Wasser effizienter zu nutzen, Verluste zu reduzieren und diese lebenswichtige Ressource langfristig zu sichern.“

Leckageerkennung in 500 Gebäuden

Im Mittelpunkt des Frankfurter Projekts steht die frühzeitige Erkennung von Wasserlecks in Gebäuden. Amazon finanziert bis 2028 die Installation intelligenter IoT-Überwachungssysteme von Shayp in insgesamt 500 Gebäuden. Dazu zählen unter anderem Schulen, Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen. Ziel ist es, Wasserverluste schneller zu erkennen und unnötige Verschwendung zu vermeiden. Die Sensoren sollen noch in diesem Jahr installiert werden und dauerhaft Daten zur Überwachung liefern. Die Cloud-Technologie auf Basis von AWS ermöglicht Echtzeit-Analysen und schnelle Reaktionen auf erkannte Lecks. Shayp arbeitet dabei mit der Gebäudemanagementgruppe WISAG zusammen, um geeignete Gebäude für das Projekt zu gewinnen.

Gregoire de Hemptinne, CEO von Shayp, erklärt: „Wir sind stolz, mit Amazon an diesem wegweisenden Projekt in Frankfurt zusammenzuarbeiten. Unsere AWS-gestützte Technologie wird der Stadt helfen, Wasserverschwendung um mehr als 320 Millionen Liter zu reduzieren. Das zeigt, wie Innovation drängende Umweltherausforderungen bewältigen kann.“

Renaturierung im Spessartwald

Parallel dazu setzt EcoTree ein Projekt zur Feuchtgebietsaktivierung und Renaturierung im Spessartwald bei Würzburg um. Auf rund 200 Hektar sollen Feuchtgebiete gestärkt und neue Feuchtlebensräume geschaffen werden. Durch gezielte Erdarbeiten soll Wasser länger in der Fläche gehalten und die Grundwasseranreicherung verbessert werden. Nach Abschluss Ende 2027 werden jährlich mehr als 57 Millionen Liter Wasser erwartet. Darüber hinaus soll das Projekt neue Lebensräume für bedrohte Arten schaffen, Mikroklimata stabilisieren und die Kohlenstoffspeicherung im Mischwald unterstützen. Gleichzeitig verweist EcoTree auf die Bedeutung solcher Maßnahmen angesichts zunehmender Dürren und Extremwetterereignisse.

Christian Bergius, Managing Director EcoTree Deutschland, erklärt: „Wir befinden uns in einer Ära der Wasserextreme: entweder zu viel, zu wenig oder oft zu stark verschmutzt. Das löst Dürren und Überschwemmungen aus und bedroht die Gemeinden, Ökosysteme und Unternehmen in ganz Deutschland direkt. Genau deshalb müssen wir die Wiederherstellung und Anpassung von Ökosystemen und ihrem hydrologischen Gleichgewicht beschleunigen. Wir freuen uns besonders über Amazons strategischen Beitrag zu diesem Leuchtturmprojekt.“

Die neuen Projekte sind Teil der weltweiten Wasserschutzmaßnahmen von Amazon. Nach Unternehmensangaben wurden bislang mehr als 50 Wasserprojekte angekündigt, die zusammen jährlich über 21 Milliarden Liter Wasser zurückführen sollen. Zusätzlich investiert Amazon weiter in CO2-freie Energieprojekte und Maßnahmen zur Klimaanpassung, darunter auch Miniwälder in Berlin.


Quelle:AWS

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BDEW warnt vor Abschaffung der Stoffstrombilanz

22. Mai 2026 um 09:25

Anlässlich der Verhandlungen zur Novellierung des Düngegesetzes im Agrarausschuss des Bundesrates hat Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser Martin Weyand die Bedeutung einer verbindlichen betrieblichen Nährstoffbilanzierung betont. Aus Sicht der Wasserwirtschaft sei sie weiterhin notwendig, um Stickstoffüberschüsse verursachergerecht zu erfassen und gezielt zu reduzieren.

Wirkungsmonitoring ersetzt keine flächendeckende Bilanzierung

Das geplante Wirkungsmonitoring umfasse zwar zusätzliche Datenzugänge, Modellregionen und Auswertungen, könne jedoch keine systematische und flächendeckende Erfassung der Nährstoffflüsse ersetzen. Ohne einen Ersatz der bisherigen Stoffstrombilanz durch ein vergleichbares verbindliches Instrument würden die Anforderungen an eine nachvollziehbare Nährstoffbilanzierung nicht erfüllt.

Mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei nun eine rechtssichere und zugleich praxistaugliche Umsetzung der Vorgaben erforderlich. Nach Ansicht der Wasserwirtschaft braucht es zeitnah klare Lösungen für die bestehende Rechtslage, insbesondere im Zusammenhang mit den sogenannten roten Gebieten. Die rechtssichere Ausweisung dieser Gebiete im Sinne der europäischen Nitratrichtlinie sei dringend notwendig.

Warnung vor Folgen bei unzureichender Umsetzung

Nach Einschätzung des Verbandes könnten bei einer unzureichenden Umsetzung der Nitratrichtlinie nicht nur die Nitratbelastungen weiter bestehen bleiben. Zudem drohe eine Wiederaufnahme des Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU-Kommission. Offen sei außerdem weiterhin, wie ein wirksames nationales Nitrat-Aktionsprogramm umgesetzt werden solle. Erfolgreich könne ein solches Programm nur sein, wenn damit eine tatsächliche Verringerung der Nitrateinträge erreicht werde.


Quelle: BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft )

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Nachruf: Berthold Bleser mit 69 Jahren verstorben

21. Mai 2026 um 14:58

Mit Berthold Bleser verliert die SITW eine Persönlichkeit, die den Verband über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat. Von September 2015 bis Oktober 2023 stand er der Fachvereinigung als 1. Vorsitzender vor und setzte sich mit großem persönlichem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und klarer Haltung für die Weiterentwicklung, Öffnung und stärkere Wahrnehmung der SITW innerhalb der Branche ein. Er gestaltete die konstruktive Arbeit in zahlreichen Gremien aktiv mit und trug mit seinem Sachverstand, seiner Verlässlichkeit und seiner integrativen Persönlichkeit wesentlich zur positiven Entwicklung des Verbandes bei.

Einsatz für Qualität und technische Standards

Sein Ziel war es stets, den Stellenwert der qualitätsgesicherten Instandsetzung von Trinkwasserbehältern zu stärken und das Bewusstsein für die hohen technischen und hygienischen Anforderungen in diesem sensiblen Bereich der Wasserversorgung weiter zu schärfen.

Seine hohe fachliche Expertise gründete dabei auch auf seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Geschäftsführer der GFB Gesellschaft für Bauwerksanierung und Instandsetzung mbH. Die Entwicklung dieses Unternehmens zu einem anerkannten Spezialunternehmen der Bauwerkssanierung gestaltete er maßgeblich mit. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die SITW zu einer anerkannten Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Planung und ausführenden Unternehmen. Berthold Bleser war überzeugt davon, dass der langfristige Schutz und die sachgerechte Instandsetzung von Trinkwasserbehältern nur durch fundiertes Fachwissen, hohe Qualitätsstandards und die konsequente Anwendung anerkannter Regeln der Technik gewährleistet werden können. Diese Überzeugung prägte sein Wirken im Verband nachhaltig.

Fachlicher Austausch im Mittelpunkt

Die Förderung qualifizierter Ausführung, die Bedeutung von Hygieneanforderungen sowie die Zertifizierung nach den Vorgaben des DVGW waren ihm daher ein besonderes Anliegen. Mit seinem Wirken trug er maßgeblich dazu bei, die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung in Deutschland dauerhaft zu sichern.

Die Mitglieder der SITW schätzten Berthold Bleser nicht nur als erfahrenen Fachmann und verlässlichen Vorsitzenden, sondern ebenso als integrative und menschlich zugewandte Persönlichkeit. Mit seiner ruhigen Art, seiner Verlässlichkeit und seinem hohen Anspruch an Qualität und Verantwortung war er für viele ein geschätzter Wegbegleiter und Impulsgeber.

Würdigung eines prägenden Wegbegleiters

Die SITW wird Berthold Bleser ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Engagement für die Fachvereinigung, für Qualität in der Trinkwasserversorgung und für den offenen fachlichen Austausch innerhalb der Branche bleibt auch künftig Maßstab und Verpflichtung zugleich.


Quelle: SITW

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Bau der Klärschlammverwertungsanlage in Hürth schreitet voran

21. Mai 2026 um 12:57

Die Arbeiten an der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage der Klärschlamm-Verwertung Rheinland GmbH (KVR) in Hürth-Knapsack schreiten weiter voran. Der Massivbau der Ofenhalle ist inzwischen abgeschlossen, gleichzeitig hat der Ausbau der technischen Anlagen begonnen. Bereits montiert wurden erste Bauteile des Ofens für die Wirbelschichtverbrennung sowie Komponenten des Kessels.

Bei einer Baustellenbesichtigung am 19. Mai 2026 informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der Aufsichtsgremien und Vorstände von Erftverband, Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und RWE Power gemeinsam mit Hürths Bürgermeister Dirk Breuer über den aktuellen Stand des Projekts. Die drei Partner hatten 2024 das Tochterunternehmen KVR gegründet, um die Anlage gemeinsam zu errichten und künftig zu betreiben.

„Die Arbeiten gehen sichtbar voran und wir sind auf Kurs. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2028 vorgesehen“, betonten die KVR-Geschäftsführer Stefan Ruchay und Peter Lindemann während des Termins.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner in der KVR GmbH, die mit dem Projekt befasst sind.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner in der KVR GmbH, die mit dem Projekt befasst sind. Quelle:KVR GmbH

 

Langfristige Entsorgungslösung für Klärschlamm

Mit dem Projekt wollen der Erftverband und der Wasserverband Eifel-Rur die Entsorgung ihrer Klärschlämme langfristig absichern. Ab 2029 sollen jährlich bis zu 148.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm aus den Kläranlagen der beiden Wasserverbände nach Hürth-Knapsack geliefert werden. RWE Power übernimmt zusätzlich die Logistik für weitere Mengen bis zur Gesamtkapazität der Anlage von 180.000 Tonnen.

Der Klärschlamm wird dort künftig thermisch verwertet. Die Monoverbrennung gilt zugleich als wichtige Voraussetzung für die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm.

Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer erklärte dazu: „Eine nachhaltige Wasserwirtschaft braucht verlässliche Entsorgung und Ressourcenschonung. Die Monoverbrennung schafft die Voraussetzung, Phosphor ab 2029 gezielt zurückzugewinnen – ein wichtiger Schritt im Interesse unserer Verbandsmitglieder.“

Weitere Anlagenteile sollen 2026 folgen

Im weiteren Verlauf des Jahres sind zusätzliche Baufortschritte vorgesehen. Bis zum Sommer soll der Klärschlammbunker fertiggestellt werden, der als Zwischenspeicher vor der eigentlichen Verbrennungsanlage dient. Für den Herbst ist der Einhub der beiden Trockner geplant. Diese senken den Wassergehalt des mechanisch entwässerten Klärschlamms auf rund 60 Prozent und gehören gemeinsam mit Ofen und Dampferzeuger zu den zentralen Komponenten der Anlage.

WVER-Vorstand Joachim Reichert betonte: „Mit der gemeinsamen Anlage setzen wir die Vorgaben der Klärschlammverordnung um und schaffen Planungssicherheit. Das Projekt verbindet Umweltziele mit einer langfristig wirtschaftlichen Lösung für die Menschen in der Region.“

Auch RWE Power sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung des Standorts Knapsack.

Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, sagte: „Der Bau der neuen Anlagen und die Partnerschaft mit den Wasserverbänden sind wichtige Schritte für die Zukunft des Knapsacker Hügels nach dem Kohleausstieg. Künftig wird der Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft, Entsorgungssicherheit und nachhaltiger Energieerzeugung liegen.“


Quelle:KVR GmbH

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25 Jahre sichere Trinkwasserversorgung an der Ruhr

21. Mai 2026 um 08:19

Strukturwandel als Ausgangspunkt

Die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) wurde im Jahr 2001 von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und der Gelsenwasser AG gegründet. Hintergrund war der deutlich gesunkene Wasserverbrauch im Ruhrgebiet infolge des Strukturwandels. Durch die Schließung vieler Betriebe aus Kohle-, Stahl- und Brauindustrie entstanden Überkapazitäten in den bestehenden Wasserwerken. Ziel der neuen Gesellschaft war es deshalb, die Trinkwasserproduktion effizienter zu organisieren und die vorhandenen Anlagen besser auszulasten.

Zum Start wurden acht Wasserwerke und rund 175 Mitarbeitende in der neuen Gesellschaft zusammengeführt. Aufgabe der WWW ist seitdem die Gewinnung, Aufbereitung und Förderung von Trinkwasser für die Gesellschafter. Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der Wasserwerke schrittweise reduziert. Mit der Stilllegung des Werks Villigst Ende vergangenen Jahres ist dieses Ziel nun erreicht. Heute sichern fünf modernisierte Wasserwerke mit weitergehender Aufbereitungstechnik die Versorgung großer Teile Westfalens.

Fokus auf Klimawandel und Versorgungssicherheit

Der Klimawandel gehört zu den zentralen Herausforderungen für die WWW. Besonders die trockenen und heißen Jahre zwischen 2018 und 2020 machten deutlich, dass neue Strategien für Niedrigwasserphasen notwendig sind. Gemeinsam mit weiteren Wasserwerken entlang der Ruhr setzte sich die WWW deshalb für eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen zur Wasserbewirtschaftung ein. Seit 2025 kann der Ruhrverband flexibler auf Trockenperioden reagieren und die Wasserabgabe aus den Talsperren vorausschauender steuern.

Gleichzeitig rückte auch das Thema Hochwasserschutz stärker in den Fokus. Das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2021 verursachte erhebliche Schäden an Wassergewinnungsanlagen und Wehren entlang der Ruhr. Trotz der extremen Wetterlage blieb die Trinkwasserversorgung jederzeit stabil. Seitdem investiert die WWW verstärkt in die Anpassung der Infrastruktur an höhere Pegelstände und häufigere Extremwetterereignisse.

Ausbau regenerativer Energien

Neben der Trinkwasserproduktion setzt die WWW zunehmend auf regenerative Energiegewinnung. Bereits heute erzeugt das Unternehmen mit Wasserkraft-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen einen großen Teil des benötigten Stroms selbst. Neue Photovoltaikanlagen auf den Dächern der weitergehenden Aufbereitungsanlagen sowie zusätzliche Freiflächenanlagen sollen die Eigenstromversorgung weiter erhöhen.

Ergänzend dazu bezieht die WWW seit Anfang des Jahres zusätzlichen Grünstrom aus regionalen Windkraftanlagen über sogenannte Power-Purchase-Verträge. Die Nutzung regenerativer Energien verbessert nicht nur die CO₂-Bilanz der Trinkwasserproduktion, sondern stärkt auch die Versorgungssicherheit bei möglichen Stromausfällen. Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigte sich zuletzt im Wasserwerk Echthausen, das mehrere längere Stromausfälle ohne Einschränkungen der Versorgung überbrücken konnte.

Zukunftssichere Infrastruktur und resiliente Systeme

Neben technischen Investitionen spielen auch Digitalisierung, Sicherheitsmaßnahmen und Personalentwicklung eine wichtige Rolle für die Zukunft des Unternehmens. Dazu gehören unter anderem Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe, moderne Sicherheitskonzepte für die Anlagen sowie die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Darüber hinaus arbeitet die WWW gemeinsam mit ihren Gesellschaftern am weiteren Ausbau regionaler Versorgungsverbünde. Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung langfristig zuverlässig, effizient und qualitativ hochwertig sicherzustellen – auch unter sich verändernden klimatischen und gesellschaftlichen Bedingungen.

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Neue KI soll Extremwetter besser vorhersagen

20. Mai 2026 um 07:41

Extreme Wetterereignisse wie Stürme oder Dürren entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Landoberfläche und Wasserkreislauf. Forschende aus dem ETH-Bereich haben nun ein neues KI-Modell entwickelt, das diese Zusammenhänge eigenständig analysieren kann. Das sogenannte Earth System Foundation Model (ESFM) verarbeitet dabei unterschiedlichste Umwelt- und Wetterdaten gemeinsam und kann sogar fehlende Informationen ergänzen. Ziel ist es, Wetter- und Klimaprozesse präziser zu verstehen und langfristig bessere Vorhersagen zu ermöglichen.

Supertaifun Doksuri als Praxistest

Die Folgen waren gravierend: In kürzester Zeit verstärkte sich der Tropensturm Doksuri im Juli 2023 zu einem Supertaifun. Aussergewöhnlich starke Winde rissen entlang der Küsten Chinas und der Philippinen Dächer von Häusern, entwurzelten Bäume, und sintflutartige Regenfälle überfluteten Strassen und Wohngebiete. Vielerorts kam das öffentliche Leben vorübergehend zum Erliegen.

Extreme Ereignisse wie der Supertaifun Doksuri sind für Wetter- und Klimamodelle besonders schwer vorherzusagen, da sie aus komplexen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Landoberfläche und Wasserkreislauf entstehen. Forschende aus dem ETH-Bereich haben nun ein neues Modell der künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt, das genau diese Rückkopplungen selbstständig – und ohne menschliche Anleitung – erlernt hat und im Vergleich zu bisherigen KI-Modellen präziser versteht, wie Luft, Land und Wasser auf der Erde zusammenspielen.

Die Forschenden testeten ihr Modell am Beispiel des Supertaifuns Doksuri. Dieser war nicht Teil der Trainingsdaten. Dennoch sagte ESFM die Windstärke über mehrere Tage hinweg mit bemerkenswerter Genauigkeit voraus und bildete zugleich realistisch ab, wo sich der Sturm jeweils befand, wie schnell er sich bewegte und wie er sich räumlich ausdehnte. Dabei zeigte sich, wie gut das neue Modell sehr grosse, komplexe und heterogene Datensätze gemeinsam verarbeiten kann.

KI verknüpft Luft, Land und Wasser

Das neue Earth System Foundation Model (ESFM) behandelt atmosphärische und hydrologische, also wasserbezogene Prozesse nicht isoliert, sondern bildet sie als Teil des vernetzten Systems der Erde ab.

«Bisherige KI-Wettermodelle konzentrieren sich oft stark auf die Atmosphäre. Unser Modell dagegen verknüpft gezielt atmosphärische Wetterdaten mit hydrologischen und landbezogenen Daten. Auf dieser Grundlage erkennt die KI zentrale Muster, Trends und Zusammenhänge im Wettergeschehen auf der Erde – und erstellt darauf basierend Prognosen, selbst wenn wichtige Daten fehlen», erklärt Fanny Lehmann.

Sie ist Mathematikerin, ETH AI Center Postdoctoral Fellow und Mitglied des Teams, das das neue Modell entwickelt hat.

«Die eigentliche Stärke unseres Modells liegt darin, dass es die für das Wetter entscheidenden Wechselwirkungen aus verschiedenen Datenquellen erlernt. Dadurch kann das ESFM sehr unterschiedliche und schwer vergleichbare Datentypen zusammenführen und erstmals gemeinsam auswerten.»

Umgang mit unterschiedlichen und fehlenden Daten

Der integrative Ansatz des ESFM entspricht einem Bedarf in den Klima- und Umweltwissenschaften. In der Forschungspraxis sind Daten oft sehr unterschiedlich: Manche stammen aus Satellitenbildern, andere aus Wetterballons, Bodenstationen oder weiteren Sensoren. Entsprechend reichen sie von hochaufgelösten, kurzfristigen Messungen bis hin zu grossräumigen, langfristigen Beobachtungen. Auch die Datentypen unterscheiden sich stark: Während Satellitenbilder und Klimamodelle ihre Daten in Form grossflächiger Rasterkarten liefern, erfassen Bodenstationen oder Messbrunnen typische Grössen wie Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit oder Wasserstand punktuell an bestimmten Orten und zu definierten Zeitpunkten.

Um diese unterschiedlichen Umweltdaten zusammenzuführen, verfolgt das ESFM einen integrativen, mehrstufigen Ansatz: Statt alle Daten von Beginn an in ein einheitliches Format zu zwingen, behandelt es sie zunächst je nach Typ getrennt – ob es Satelliten- oder Stationsdaten sind – und versieht sie mit Angaben dazu, wann und wo sie gemessen wurden. So lassen sich sehr unterschiedliche Daten in einem gemeinsamen räumlichen und zeitlichen Rahmen zusammenführen, ohne dass die datenspezifische Information dabei verloren geht. Auf dieser Grundlage erlernt das Modell die typischen, wiederkehrenden Prozessketten und die grundlegenden Wirkungszusammenhänge zwischen Land, Luft und Wasser.

Präzisere Vorhersagen trotz Datenlücken

«Frühere KI-Modelle für Wettervorhersagen wurden – anders als ESFM – oft nur mit einem einzelnen Datentyp oder wenigen, ähnlich aufgebauten Datensätzen trainiert», erklärt Firat Ozdemir, leitender Entwickler des ESFM-Teams und Senior Data Scientist am gemeinsamen Swiss Data Science Center von ETH Zürich und EPFL. «Sie verlieren oft an Leistungsfähigkeit, wenn sie mit sehr heterogenen oder unvollständigen Daten arbeiten müssen. ESFM hingegen integriert Daten aus mehreren Quellen und schliesst Datenlücken deutlich effizienter.»

«Das ESFM ist weder ein klassisches Klimamodell noch ein reines Wettervorhersage- oder spezielles Sturmwarnmodell, sondern es gehört zu einer eigenen Modellkategorie, die als flexible Basis für verschiedene Aufgaben in der Klima- und Wetterforschung dienen kann», sagt der Atmosphärenwissenschaftler Sebastian Schemm, Professor an der University of Cambridge und zuvor an der ETH Zürich. «Sein Vorteil liegt in einem erlernten Systemverständnis, dank dem es in vielen Fällen auch bei unvollständigen oder lückenhaften Daten plausible Vorhersagen liefern kann.»

Das ESFM hingegen ist nun gezielt darauf ausgelegt, mit fehlenden Daten umzugehen und unvollständige Beobachtungen intern zu rekonstruieren – etwa lückenhafte Satellitenbilder. Nach dem Training gelingt es dem Modell sogar selbst bei Satellitendaten, bei denen nur rund drei Prozent der Bildpunkte verfügbar sind, zuverlässige Vorhersagen zu liefern.

Die Forschenden, zu denen auch Benedikt Soja, Professor für Weltraumgeodäsie an der ETH Zürich, zählt, konnten sowohl für Wetterdaten aus Bodenstationen als auch für den langfristigen globalen ERA5-Datensatz zeigen, dass ihr Modell Datenlücken zuverlässig schliesst. Darauf aufbauend kann das Modell plausible Vorhersagen zum Wettergeschehen erstellen.

Flexible Einsatzmöglichkeiten des Modells

«Durch das Training mit sehr unterschiedlichen Datentypen erwerben Modelle wie das ESFM eine Art Grundwissen und können flexibel vielfältige Aufgaben lösen. In der KI-Forschung gelten sie daher als Basismodelle – oder auf Englisch: Foundation Models», sagt Torsten Hoefler, Informatikprofessor an der ETH Zürich, der am Supercomputing-Zentrum CSCS in Lugano federführend an neuen KI-Ansätzen mitwirkt.

Wie alle Basismodelle lässt sich das ESFM für verschiedene Aufgaben einsetzen und zudem gezielt an konkrete Anwendungen anpassen – in einem Prozess, der als Fine-Tuning bezeichnet wird. Das Team konnte zeigen, dass das ESFM grundlegende physikalische Gesetzmässigkeiten konsistent und zuverlässig anwendet – auch bei neuen Fällen oder Messgrössen, für die es nicht speziell trainiert wurde. Künftig können das ESFM oder gezielt feinjustierte Versionen somit zuverlässige Vorhersagen von Wetter- und Wasserprozessen liefern. «Wir wollen die Stärke des Modells für Bereiche wie Landwirtschaft, Biodiversität und Hydrologie erschliessen», sagt Mathieu Salzmann, Senior Scientist an der EPFL und stellvertretender Chief Data Scientist am Swiss Data Science Center (SDSC).

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-Originalpublikation: Ozdemir F, Cheng Y, Mohebi S, Lehmann F, Adamov S, Trentini L, Huang L, Lingsch L, Zhang Z, Fuhrer O, Soja B, Mishra S, Hoefler T, Schemm S, Salzmann M: ESFM – A foundation model framework for heterogeneous data integration. EGU General Assembly 2026, Wien, 3. –8. Mai 2026, EGU26-18011. DOI: 10.5194/egusphere-egu26-18011

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Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze

19. Mai 2026 um 07:31

 

Ausreichend große und clever angelegt Solarparks könnten das Wetter in küstennahen Wüstengebieten so beeinflussen, dass es regnet. Ein ähnlicher Effekt lässt sich voraussichtlich auch durch künstliche Dünen mit mehreren 100 Meter Höhe erreichen. So lauten die Einschätzung eines Forschungsteams der Universität Hohenheim. Ihre These wollen sie jetzt in der Wüste der arabischen Halbinsel erhärten. Geplant sind intensive 3-D-Wetter-Analysen und hochauflösende Computer-Simulation. Möglich macht dies ein hochdotierter Forschungspreis der Vereinigten Arabischen Emirate: Das sogenannte UAEREP-Programm schreibt jedes Jahr 5 Millionen US-Dollar aus, um internationale Spitzenforschung für verstärkten Regen in Wüsten und Halbwüsten zu verwirklichen. In diesem Jahr erhielten insgesamt drei Forschungsteams die Spitzenförderung – aus weltweit insgesamt 120 Einreichungen. Die Universität Hohenheim ist bereits zum zweiten Mal darunter.

Forschung zu Wetterprozessen in der Wüste

Das Wetter in Wüsten studieren sie bereits seit über zehn Jahren. Und auch mit den Wüsten der arabischen Halbinsel sind sie bereits gut vertraut: Dr. Oliver Branch und Prof. Dr. Volker Wulfmeyer von der Universität Hohenheim. Nun glauben die Erdsystem-Wissenschaftler, einen neuen Ansatz gefunden zu haben, um Regen in die Trockenregion zu bringen.

Die Forschung von Dr. Branch und seinem Team vom Institut für Physik und Meteorologie könnte dazu führen, das Landschaftsbild in küstennahen Wüstenregionen einmal radikal verändern. Ihre Vision: eine Kulturlandschaft, in der riesige Solarparks schwarz in der Sonne glitzern. Dazwischen bauen großflächige Felder mit Ölfrüchten wie Jojoba oder Jatropha neuen Boden auf. Aus dieser Ebene ragen pyramidenförmige Dünen auf – aufgeschüttet von Menschenhand und mehrere 100 Meter hoch.

Wie Solarparks Regen fördern könnten

In dieser Zukunft treibt ein Bruchteil des Solarstroms die Pumpen an, die die Pflanzungen mit Grundwasser aus Zisternen bewässern. Die Pflanzen kühlen die heiße Luft herunter, was den Wirkungsgrad der Solarmodule erhöht. Vom nahen Meer strömen Winde heran. Im Sommer bilden sich an günstigen Tagen Wolken, die sich mit Regen entladen. Den Effekt, den die Forscher nutzen wollen: Schon jetzt erwärmt sich die Luft über schwarzen Solarmodulen stärker als in der Umgebung. Vom Meer strömen feuchte Winde nach. Die warme Luft steigt auf und Turbulenz entsteht.

„Unser Kalkül: Sobald künftige Solarparks eine bestimmte Größe überschreiten, würden sie der warmen Luft genug Auftrieb geben, dass diese Atmosphärenschichten erreicht, in denen sich Wolken bilden können. Dort kondensierte das Wasser. Es entstehen Regen und Gewitter“, erklärt Dr. Branch.

Eine ähnliche Wirkung könnten auch große künstliche Dünen haben. „Aus der Forschung wissen wir, dass zum Beispiel Bergkuppen Windströmungen so umleiten, dass sie aufeinanderprallen, aufsteigen, Wolken formen und abregnen“, ergänzt der Institutsleiter, Prof. Dr. Volker Wulfmeyer.

Komplexe Analysen und Wettermodelle

So einfach die Theorie erscheinen mag, so komplex ist der Forschungsbedarf: „Die Grundprinzipien sind bekannt, für ein solches Projekt kommt es auf die Details an. Dazu müssen wir die Prozesse vor Ort ganz genau studieren“, so Dr. Branch.

Für diese Messungen setzt das Team der Universität Hohenheim auf Hochleistung-Lasersysteme, die sie neben bestehende Solarparks aufstellen: sogenannte LiDARs.

„Mit diesen LiDARs können wir die Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Windbewegungen dreidimensional vermessen: vom Solarpark bis zur Küste und senkrecht hoch bis in die Luftschichten, in denen Wolken entstehen.“

Dabei hilft, dass in den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits einige der größten Solaranlagen der Welt stehen. Darunter der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solar Park nahe Dubai als weltgrößter Standort. Mit diesen Messdaten entwickelt die Arbeitsgruppe der Universität Hohenheim ein hochauflösendes Computermodell, das die Prozesse genau simuliert.

„Im ersten Schritt trainieren wir das Modell mit den Messdaten, bis es die realen Prozesse genau abbildet. In einem zweiten Schritt können wir dann Vorhersagen machen: Wie wirkt es sich aus, wenn wir den Solarpark vergrößern oder Form und Größe einer künstlichen Düne verändern? Auf diese Weise können wir dann den optimalen Standort, das optimale Ausmaß und passende Design von Solarparks und Kunstdünen ermitteln.“

Bis auf 100 Meter genau soll das Computermodell die Wettervorgänge darstellen. Möglich ist dies nur im Verbund mit den Hochleistungsrechnern „Hunter“ und „HoreKa“ an der Universität Stuttgart und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Forschungspreis und Herausforderungen vor Ort

Mit diesem Ansatz überzeugte der Wissenschaftler der Universität Hohenheim auch die Fachgremien des Research Programm für Rain Enhancement Sciences. In diesem Programm schreibt die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) jährlich weltweit 5 Millionen US-Dollar für internationale Spitzenforschung aus. Das Ziel sind wissenschaftlich fundierte Methoden, um die Regenbildung über Wüsten und Halbwüsten zu verstärken. Jedes Jahr sollen maximal fünf Forschungsprojekte für jeweils drei Jahre finanziert werden.

Verliehen wurde die Forschungsförderung in Form eines Preises bei einem Gala-Abend am 22. Januar in Abu Dhabi (VAE). Neben dem Projekt von Dr. Branch wurden noch je ein Team aus Österreich und aus den USA ausgezeichnet. Für Prof. Dr. Wulfmeyer war es bereits das zweite Mal, dass er sich bei diesem Event unter den Gästen befand: 2015 gehörte er selbst zu den ersten drei Preisträgern des Programms. Damals als junger Postdoc in seinem Team: Dr. Branch, der diesmal als Projektleiter geehrt wurde.

Auf ihre damaligen Arbeiten kann Dr. Branch nun zurückgreifen – und weiter in Richtung Praxisreife entwickeln.

Damals betraten die Meteorologen auch technisches Neuland in der Wüste: „Selbst in Europa müssen wir unsere Laser kühlen. Die Wüstentemperaturen waren für diese Klimaanlagen eine besondere Herausforderung, denn ohne zusätzliche Kühlung hätte es leicht passieren können, dass die Elektronik heiß läuft oder die Optik sich verbiegt“, so Prof. Dr. Wulfmeyer.

Ein weiteres Problem, das die Wissenschaftler im Auge behalten müssen: freilaufende Kamele.

„Wir wurden gewarnt, dass die Tiere nachts gern mal Kabel durchknabbern“, berichtet Dr. Branch.

Doch auch dafür werden er und sein Team noch eine Lösung finden.

Weitere Informationen

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-Quelle: Strom & Regen: Solar-Parks und Kunst-Dünen sollen Regen in Wüsten auslösen

 

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Neuer Ansatz gegen Nitrat im Trinkwasser

18. Mai 2026 um 15:27

Sauberes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit, auch wenn wir es im Alltag oft so behandeln. Einer der Gründe dafür ist Nitrat, eine Verbindung, ohne die die moderne Landwirtschaft nicht denkbar wäre und die zugleich in vielen Regionen zu einem Problem für Umwelt und Gesundheit wird.

„Konventionelle Verfahren wie Ionentausch, Osmose oder klassische Filtration dienen zwar als Ausgangspunkt für die Entfernung von Nitrat aus dem Wasser, führen jedoch meist nur zu einer Verlagerung der Schadstoffe in konzentrierte Nebenströme“, erläutert Markus Gallei, Professor für Polymerchemie an der Universität des Saarlandes, den Status quo.

Nicht nur aus dem Wasser entfernen

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Graz (federführend: Prof. Jörg Schachner, Institut für Chemie) verfolgen er und sein Team nun einen neuartigen Ansatz, um das Nitrat nicht nur aus dem Wasser zu entfernen, sondern es gleich ganz aus der Welt zu schaffen: In Graz wurde im Rahmen eines ersten vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts „Catalytic reduction of nitrate and beyond with non-biological Oxidorhenium(V) complexes“ bereits in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sich mit einer besonderen Klasse von Rhenium-Metallkomplexen Perchlorat selektiv zu harmloseren Produkten wie Chlorid und auch Nitrat reduzieren lassen, idealerweise sogar zu Stickstoff.

„Besonders interessant ist dabei, dass diese Katalysatoren gegenüber Luft und Wasser stabil bleiben und damit für diese Reaktion ein ungewöhnlich robustes Profil aufweisen“, erklärt Markus Gallei.

Schadstoffe in unbedenkliche Substanzen überführen

In einem zweiten, aktuell geförderten Projekt mit der Bezeichnung „Aqueous catalysis with Oxidorhenium(V) Complexes“ wird diese Chemie gezielt weiterentwickelt, so dass sie letztendlich auch in wässrigen Systemen funktionieren kann.

„Während diese neuen vielversprechenden Verbindungen in Graz weiterentwickelt werden, entwickeln wir in der Polymerchemie an der Universität des Saarlandes poröse Membranen, die als Durchflussreaktoren in Wasser zum Einsatz kommen“, so Professor Gallei über das Ziel des saarländischen Projektteils.

Ziel ist es, die chemischen Katalysatoren so in die Membranen zu integrieren, dass die Reaktion direkt im Material und unter kontinuierlichen Strömungsbedingungen abläuft, so dass sich die Schadstoffe im Wasser in unbedenkliche Substanzen überführen lassen.

„Hinter all dem steht letztlich eine einzige Frage: Kann das Material mehr leisten als trennen? Wir denken: ja – und arbeiten daran, es zu zeigen“, erklärt Professor Gallei.

Das Projekt „Aqueous catalysis with Oxidorhenium(V) Complexes“ läuft seit Anfang März 2026. Es wird bis Anfang März 2029 mit 444.500 Euro vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert.


Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Markus Gallei, markus.gallei@uni-saarland.de

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Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau

18. Mai 2026 um 10:46

Emscher-Gebiet. Hochwasserschutz, Klimafolgenanpassung und die ökologische Verbesserung der Gewässer gehören weiterhin zu den zentralen Aufgaben der Emschergenossenschaft. Bei einer Sitzung des Genossenschaftsrates in der Bochumer EBZ Business School informierte der Wasserwirtschaftsverband über den aktuellen Stand verschiedener Projekte in der Region. Insgesamt plant die Emschergenossenschaft jährliche Investitionen von rund 300 Millionen Euro.

„Ein wirksamer Hochwasserschutz ist für unsere Region von zentraler Bedeutung – er schützt Menschen, Infrastruktur und damit auch die Lebensqualität in der gesamten Region. Gerade in einer dicht besiedelten Industrieregion wie dem Emscher-Gebiet sind vorausschauende Maßnahmen dringend geboten, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Mit Blick auf die zunehmenden Extremwetterereignisse gewinnen Investitionen in den Hochwasserschutz und in die ökologische Verbesserung der Gewässer zusätzlich an Bedeutung“, sagt Dr. Frank Dudda, Vorsitzender des Genossenschaftsrates der Emschergenossenschaft und Oberbürgermeister der Stadt Herne.

Der Genossenschaftsrat der Emschergenossenschaft ist das Aufsichtsgremium des Wasserwirtschaftsverbandes. Die Mitglieder werden alle fünf Jahre demokratisch gewählt. Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedskommunen sowie weiterer institutioneller Mitglieder zusammen.

Deichertüchtigung entlang der Emscher

Mit dem Deichertüchtigungsprogramm hat die Emschergenossenschaft nach dem Emscher-Umbau ein weiteres langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt gestartet. In Oberhausen-Eisenheim erfolgte in diesem Frühjahr der Baustart des ersten Bauabschnitts. Dieser gilt als Pilotprojekt für weitere Maßnahmen entlang der Emscher.

Auf Höhe des Gasometers wird der Deich derzeit auf einer Länge von 300 Metern saniert, um die Anlage langfristig widerstandsfähiger zu machen. Hintergrund der Maßnahmen sind unter anderem das zunehmende Alter der Emscher-Deiche sowie häufiger auftretende Extremwetterereignisse. Die Emschergenossenschaft berücksichtigt dabei einen Klimawandelfolgenzuschlag von 20 Zentimetern bei der Erhöhung der Anlagen. Die Arbeiten in Oberhausen-Eisenheim sollen voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen werden. Das Gesamtprojekt ist Teil der „Roadmap Krisenhochwasser“, mit der die Emschergenossenschaft und der Lippeverband den Hochwasserschutz in der Region weiter ausbauen wollen.

Renaturierung des Hörder Bachs

Auch die ökologische Verbesserung des Hörder Bachs in Dortmund-Hörde wird aktuell weiter vorangetrieben. Gemeinsam mit der Stadt Dortmund arbeitet die Emschergenossenschaft an der Umgestaltung des letzten rund 600 Meter langen Abschnitts. Dabei werden Betonsohlschalen zurückgebaut und naturnahe Uferbereiche geschaffen.

Neben dem Hörder Bach wird auch ein Abschnitt des städtischen Marksbachs in die Maßnahmen einbezogen. Beide Gewässer werden dadurch an das bereits renaturierte Emscher-System angebunden. Für die blaugrüne Bachrevitalisierung investieren die Emschergenossenschaft und die Stadt Dortmund insgesamt rund 850.000 Euro. 70 Prozent der Kosten übernimmt die Emschergenossenschaft, 30 Prozent entfallen auf die Stadt Dortmund. Zusätzlich werden Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Förderrichtlinie „Hochwasserrisikomanagement und Wasserrahmenrichtlinie“ eingesetzt. Die Emschergenossenschaft erhält dabei eine Förderung von 70 Prozent ihres Anteils, die Stadt Dortmund eine Förderung von 80 Prozent.

Arbeiten an der Aspelflötte in Bottrop

In Bottrop laufen parallel die Arbeiten zur ökologischen Verbesserung der Aspelflötte. Das Projekt ist Teil des interkommunalen Stadtentwicklungsprojektes „Freiheit Emscher“. Auf einer Länge von rund 930 Metern werden bestehende Betonsohlschalen entfernt und das Gewässer naturnah umgestaltet. Zusätzlich wird die Aspelflötte auf weiteren rund 1265 Metern komplett neu angelegt und modelliert.

Insgesamt investiert die Emschergenossenschaft 24,1 Millionen Euro in das Vorhaben. Rund 16,3 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Just Transition Fonds (JTF) des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die Stadt Bottrop sowie die RAG beteiligen sich jeweils mit rund 2,7 Millionen Euro, die Emschergenossenschaft übernimmt rund 2,4 Millionen Euro. Die Emschergenossenschaft wurde am 14. Dezember 1899 gegründet und ist gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband heute Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Zu den Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens zählen die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.

Bekanntestes Projekt war der Emscher-Umbau, der zwischen 1992 und 2021 umgesetzt wurde. Dabei entstanden 436 Kilometer neue unterirdische Abwasserkanäle und vier Großkläranlagen. Insgesamt werden rund 340 Kilometer Gewässer renaturiert. Darüber hinaus entstanden gemeinsam mit kommunalen Partnern mehr als 360 Kilometer Rad- und Fußwege entlang der Emscher und ihrer Nebenläufe.

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Quelle:EGLV

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„Der Mensch bleibt die letzte Entscheidungsinstanz“

13. Mai 2026 um 07:41

Herr Dr. Waider, 2016 sagten Sie in einem Interview mit uns, das Thema Digitalisierung sei in der klassischen Wasserwirtschaft noch nicht wirklich angekommen. Heute, zehn Jahre später, wirkt die Lage deutlich anders. Wie angekommen ist die Digitalisierung inzwischen – gerade vor dem Hintergrund von KI?

Digitalisierung ist in der Wasserwirtschaft heute eindeutig angekommen, aber anders, als man das aus klassischen Industrie-4.0-Umfeldern kennt. Bei uns verläuft diese Entwicklung eher evolutionär als disruptiv. Sie ist stark sicherheits-, prozessund gemeinwohlgetrieben. Das heißt: Es geht weniger um maximale Automatisierung oder Time-to-Market, sondern um Versorgungssicherheit, Resilienz und nachhaltige Betriebsführung. Bei Gelsenwasser sehen wir das ganz konkret an der Digitalisierung interner Verwaltungs- und Instandhaltungsprozesse, an datenbasierten Assistenzsystemen im Wasserwerksbetrieb und an einer deutlich intensiveren OT- und IT-Überwachung als Teil unserer KRITIS-Resilienz. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht nur Chatmodelle, die sehr gut darin sind Text und Sprache zu analysieren und aufzubereiten, auch die Analyse von großen Datenmengen zur Bestimmung von Mustern und Ableitung von Handlungsempfehlungen ist ein Bereich, in dem KI große Vorteile ausspielen kann. KI wird bei Gelsenwasser aber nicht als Autopilot für die Versorgung genutzt, sondern als Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung und Effizienzsteigerung.

Sie haben schon vor zehn Jahren betont, dass Gelsenwasser Daten- und Netzstrukturen im Zweifel komplett entkoppeln kann. Ist das in einer heute viel stärker vernetzten Infrastruktur überhaupt noch realistisch?

Ja, absolut. Eine konsequente Trennung beziehungsweise Entkopplung ist in der Wasserversorgung auch heute weiterhin realistisch und sinnvoll – allerdings nicht mehr als starres Alles-oder-nichts-Prinzip. Moderne Infrastrukturen sind heute viel stärker vernetzt, aber genau deshalb ist die saubere Trennung von Bereichen so wichtig. Wir teilen Netze bewusst in klar abgegrenzte Segmente auf, um Risiken einzudämmen.

Welche Segmente sind das?

Besonders schützenswert sind die operativen Systeme unserer Wasserwerke und Netze. Diese OT-Netze sind vom restlichen IT-Umfeld weitgehend abgeschottet und unterliegen den höchsten Sicherheitsanforderungen. Informationen werden dort in der Regel nur nach außen gespiegelt, etwa für Überwachung oder Auswertung. Eine Rückübertragung zur direkten Steuerung aus anderen Netzen ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Zusätzlich halten wir die Fähigkeit vor, Verbindungen gezielt zu unterbrechen und Anlagen isoliert weiterzufahren – und das wird aktiv geübt. Für KRITIS-Betreiber bleibt diese Architektur zentral: Sie begrenzt mögliche Auswirkungen von Störungen oder Angriffen und stellt sicher, dass die Versorgung auch bei IT-Problemen stabil aufrechterhalten werden kann.

Wie real ist aus Ihrer Sicht das Szenario eines gezielten Cyberangriffs auf die Wasserversorgung in Deutschland?

Sehr real. Wir nehmen diese Gefahr sehr ernst. Unsere Systeme zur Angriffserkennung registrieren täglich Angriffsversuche auf unsere IT- und OT-Infrastrukturen. Im IT-Umfeld sehen wir vor allem Bedrohungen wie Ransomware, also Versuche, Systeme zu verschlüsseln, Lösegeld zu erpressen oder gezielt den Ruf eines Versorgers zu beschädigen. Im OT-Umfeld ist das Lagebild noch einmal anders. Dort gehen wir eher von staatlichen oder staatlich unterstützten Akteuren aus, die sich langfristig in Systeme einnisten, Informationen sammeln und im Ernstfall gezielt ausnutzen wollen. Dabei stehen nicht nur technische Systeme im Fokus, sondern ebenso Menschen, Dienstleister und Lieferketten. Genau deshalb ist für uns ein tiefes Prozessverständnis im eigenen Haus so wichtig.

Wie reagieren Sie auf die zunehmende Bedrohung, um weiterhin Ihre kritische Infrastruktur bestmöglich zu schützen?

Mit einem ganzheitlichen Sicherheitsansatz. Bei Gelsenwasser tragen eigene spezialisierte Expertinnen und Experten Verantwortung für Governance, Standards, technische Schutzmaßnahmen, Angriffserkennung, Incident Response und regelmäßige Übungen. Prävention hat einen sehr hohen Stellenwert. In internen Risikoworkshops identifizieren wir systematisch Schwachstellen und schließen blinde Flecken. Gleichzeitig bereiten wir uns bewusst auf den Ernstfall vor – mit Wiederanlaufkonzepten,…

>> Lesen Sie das komplette Interview in der Maiausgabe der gwf Wasser+Abwasser (ET: 22. Mai 2026)

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Der Wassertwist

13. Mai 2026 um 06:50

Wasser ist das wohl wichtigste Molekül auf der Erde. Grenzflächen von Wasser spielen eine entscheidende Rolle bei zahlreichen Prozessen in der Physiologie, an der Meeresoberfläche und in der Atmosphäre. Bei diesen Prozessen bestimmt vor allem der unglaublich dünne Wasserbereich direkt an der Grenze ihr Verhalten. Entscheidend ist, dass allein die Existenz der Grenzfläche die Molekülstruktur des Wassers stört und spezifische Anordnungen sowie ein verändertes Netzwerk aus Wasserstoffbrücken erzeugt, was zu grundlegend geänderten Eigenschaften des Wassers in dieser Schicht führt. Obwohl diese einzigartigen Strukturen den Kern vieler Grenzflächenphänomene bilden, ist ihre Charakterisierung enorm schwierig.

Die extrem dünne Grenzflächenbereich des Wassers

Der Grenzflächenbereich des Wassers ist unglaublich dünn (~8 Angström) und besteht nur aus etwa vier Schichten von Wassermolekülen. Unterhalb dieser Grenzschicht nimmt das Wasser seine regulären Eigenschaften an. Um Einzelheiten über die molekulare Struktur des Wassers in der Grenzschicht herauszufinden, müssen Forschende genau diese ersten vier Wasserschichten untersuchen und Informationen über die molekulare Anordnung in jeder einzelnen davon gewinnen. Bislang war die Realisierung entsprechender Experimente jedoch nicht möglich, sodass die genaue molekulare Struktur des Wassers in der Grenzschicht trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung unbekannt bleibt.

Tiefenaufgelöste Schwingungsspektroskopie in Kombination mit Simulationen

Das Forschungsteam am Fritz-Haber-Institut meisterte diese Herausforderung mithilfe seiner kürzlich entwickelten tiefenaufgelösten Schwingungsspektroskopie, bei der die Wasseroberfläche mit einer Kombination aus Infrarot- und sichtbaren Lasern bestrahlt wird, um nichtlineare Schwingungen in den Wassermolekülen anzuregen. Dabei entstehen zwei neue Laserstrahlen mit unterschiedlichen Frequenzen im sichtbaren Bereich, die sogenannten Summen- und Differenzfrequenzsignale.

Durch die Ausnutzung kleiner Unterschiede in der Phase und Amplitude dieser Signale gelang es dem Team, präzise Tiefeninformationen zu gewinnen und die Schwingungssignale aus dem Grenzflächenbereich des Wassers zu isolieren. Die resultierenden Spektren wurden anschließend mit umfangreichen Computersimulationen des Teams der FU Berlin kombiniert, um ein klares Bild der Ausrichtungen der Wassermoleküle im Grenzflächenbereich zu erhalten.

Mithilfe dieses kombinierten Ansatzes und ihrer neuartigen experimentellen Technik konnten die Forschenden zeigen, dass die Wassermoleküle in den ersten vier Schichten eine sehr klar definierte Anordnung annehmen, bei der sich die Kipp- und Twistwinkel der Moleküle von Schicht zu Schicht abwechseln. Der Kippwinkel ist dabei als Winkel zwischen dem Wasserdipol und der Oberflächennormalen definiert, während der molekulare Twistwinkel eine Drehung um die Dipolachse beschreibt.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse konnte das Forschungsteam zeigen, dass die gängige Strukturanalyse von Grenzflächenwasser, in der die Moleküle als „nach oben oder unten“ gerichtet beschrieben werden, weitgehend unzureichend ist. Sie heben die Bedeutung der bislang vernachlässigten, tiefenabhängigen Verteilung des molekularen Twistwinkels an der Grenzfläche zur Luft hervor. Dies führt zu einem revidierten Bild von der Struktur des Wassers an Grenzflächen, was wichtige Auswirkungen auf unser Verständnis der Vorgänge an wässrigen Grenzflächen hat.

Zusammenarbeit zwischen FHI und FU Berlin

Diese Studie belegt die sehr ergiebige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen in Berlin (FHI und der FU Berlin), bei der theoretisches und experimentelles Fachwissen gebündelt wird, um lange bestehende Forschungsfragen zu klären. Die Autoren planen, ihre Untersuchungen auf ein breiteres Spektrum wässriger Grenzflächen auszuweiten, darunter auch solche in elektrochemischen Bauelementen wie Batterien.


Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Martin Thämer, thaemer@fhi-berlin.mpg.de

Originalpublikation:
Alexander P. Fellows et al., The importance of layer-dependent molecular twisting for the structural anisotropy of interfacial water.Sci. Adv.12,eadz5505(2026).DOI:10.1126/sciadv.adz5505


Quelle: Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft

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Antibiotikaresistenzen: Städtische Seen stark betroffen

12. Mai 2026 um 07:11

Das Team vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (Leibniz-IGB) untersuchte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Potsdam und Wien Wasser- und Sedimentproben aus dem Weißen See und dem Müggelsee in Berlin, dem Stechlinsee und dem Dagowsee in Brandenburg, dem Haussee in Mecklenburg-Vorpommern, aus einem Teich inmitten von Feldern in Brandenburg sowie aus dem Zu- und Abfluss einer großen Wasseraufbereitungsanlage in Berlin. Anschließend wurde die DNA der in den Proben vorhandenen Bakterien untersucht. Die dabei entdeckten Antibiotika-Resistenzgene (ARG) wurden sogenannten Resistenzgen-Klassen zugeordnet. Dafür setzten die Forschenden unterschiedliche bioinformatische Methoden und genetische Datenbanken ein.

„Dieser breite methodische Ansatz erlaubte es uns, im Erbgut der in den Proben vorkommenden Bakterienarten jene Gene zu identifizieren, die für Antibiotikaresistenzen verantwortlich sind“, erklärt Pau de Yebra Rodó, Erstautor der Studie und Doktorand am Leibniz-IZW und am Leibniz-IGB. „Die nachgewiesenen Resistenzgene gekörten zu insgesamt 18 Klassen dieser Resistenzgene – in unterschiedlicher Vielfalt und Häufigkeit an den verschiedenen Standorten.“

Spur der bakteriellen Antibiotika-Resistenzgene auch nach Wasseraufbereitung noch überdeutlich

Im Zufluss der Wasseraufbereitungsanlage kamen Antibiotika-Resistenzgene aller 18 Resistenzgen-Klassen vor, im Abfluss immerhin noch 16, wenngleich auch in etwas reduzierter Häufigkeit. Die Aufbereitung konnte offenkundig nur die ARGs zweier Resistenzgen-Klassen entfernen oder ausreichend stark verdünnen (ARGs gegen Glykopeptid-Antibiotika und gegen Nitroimidazole), alle anderen Resistenzgen-Klassen waren im aufbereiteten Wasser weiterhin vertreten. An zweiter Stelle im Ranking rangieren die städtischen Gewässer: im Oberflächenwasser des Müggelsees wurden neun Klassen von antibiotikaresistenten Genen nachgewiesen, im Sediment des Weißen Sees – also Bodenschichten, die Oberflächen- und Grundwasser filtern – waren es noch neun. Hingegen waren die Oberflächenwasser des Haussees, des Stechlinsees und des Dagowsees frei von nachweisbaren ARGs.

„Interessant und besorgniserregend ist hingegen der Nachweis von bakteriellen Resistenzgenen in Sedimentproben der Seen im ländlichen Raum“, sagt Prof. Alex Greenwood, Leiter der Abteilung für Wildtierkrankheiten am Leibniz-IZW und Seniorautor der Studie. „Wassernahe Bodenschichten speichern offenbar Belastungen mit antibiotikaresistenten Bakterien und halten diese in der Umwelt vor, auch wenn das Oberflächenwasser keine nachweisbare Belastung (mehr) aufweist.“

Insbesondere Vertreter der gegen Aminoglykosid-Antibiotika gerichteten Resistenzgen-Klasse waren in den Sedimenten in höherer Gesamtlast präsent als im Wasser.

Teiche im ländlichen Raum sind ebenfalls stark belastet

In den Wasserproben des inmitten von Feldern im westlichen Brandenburg gelegenen Teiches wurden mit lediglich sechs zwar weniger unterschiedliche Resistenzgen-Klassen nachgewiesen als im Müggelsee-Wasser und in den Zu- und Abflüssen der Aufbereitungsanlage, es waren aber mehr als im Wasser von Stechlinsee, Haussee oder Dagowsee. Die Resistenzgen-Klassen der Teichbakterien deckten sich größtenteils mit jenen, die auch in den städtischen Gewässern nachgewiesen wurden: Aminoglykoside, Phenicole and Tetracycline. Dies sind Antibiotika, die sowohl beim Menschen als auch in der Nutztierhaltung eingesetzt und durch menschliche und landwirtschaftliche Abwässer in die Umwelt eingetragen werden.

Dass bei städtischen Gewässern nicht nur deren unmittelbare Nähe zu menschlichen Siedlungen für den Eintrag antibiotika-resistenter Bakterien entscheidend ist (in dieser Hinsicht sind sich Müggelsee, Weißer See und Haussee relativ ähnlich), sondern auch die Intensität der Gewässernutzung, berichtet Prof. Hans-Peter Grossart, Leiter der Abteilung für Plankton- und Mikrobielle Ökologie am Leibniz-IGB. „Im Wasser des Müggelsees wurden erheblich mehr Resistenzgen-Klassen nachgewiesen als in den beiden anderen städtischen Seen, was sehr wahrscheinlich an der intensiveren Nutzung durch die Fischerei, den Schifffahrtsbetrieb und viele Badende liegt.“

Weitere Studien sind erforderlich

Antibiotikaresistente Bakterien werden in medizinischen Fachkreisen als große globale gesundheitliche Herausforderung angesehen.

„Mit unserer Forschung versuchen wir zu verstehen, wie sich antibiotikaresistente Bakterien in der Umwelt verbreiten und dort möglicherweise auch längerfristig überdauern“, fasst de Yebra Rodó zusammen. „Der Eintrag durch menschliche Aktivitäten ist sicher die Hauptquelle für ARG-tragenden Bakterien in der Umwelt. Dies geschieht vor allem über das Abwasser von Krankhäusern, landwirtschaftlichen Betrieben und privaten Haushalten.“

In ihrer Studie sahen sich die Forschenden mit großen methodischen Herausforderungen konfrontiert. So konnten sie im Vergleichen zwischen Wasserproben, Proben aus Sedimenten und Proben aus der Wasseraufbereitungsanlage unterschiedliche Sequenzierungstiefen (ein Gütegrad der DNA-Analyse) erzielen. Die gefundenen Unterschiede in der Vielfalt und Häufigkeit der Resistenzgene in den Bakteriengenomen waren jedoch groß genug, um belastbare Aussagen zuzulassen. Weitere Studien, die ein breiteres Spektrum an Gewässern, mehr Proben pro Gewässer und einen längeren Zeitraum umfassen, seien jedoch erforderlich, um Unterschiede in den bakteriellen Antibiotikaresistenzprofilen städtischer und ländlicher Süßwasserökosystemen genauer charakterisieren zu können.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Pau de Yebra Rodó
Doktorand in der Abteilung für Wildtierkrankheiten
rodoizwpau@gmail.com

Prof. Dr. Alex D. Greenwood
Leiter der Abteilung für Wildtierkrankheiten
Telefon: +49(0)30 5168255
greenwood@izw-berlin.de

Originalpublikation:
De Yebra P, Zoccarato L, Galdindo JA, Numberger D, Abdulkadir N, Grossart HP, Greenwood AD (2026): Diversity of antibiotic resistance genes increases in urbanized lakes: a multi-tool screening. iScience 115892. DOI: 10.1016/j.isci.2026.115892


Quelle: Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.

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