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Hirngesundheit: Bei welchen Diagnosen das Gehirn schneller altert

Vorzeitige Hirnalterung betrifft nicht nur Menschen mit Demenz, sondern auch Suchtkranke und andere psychisch Kranke. Nur zwei von neun untersuchten Störungen sind nicht betroffen.

© dani3315 / Getty Images / iStock

19.10.2026 | S 7(10)/2026 | Starterkit Kinder-und Jugendpsychiatrie im ÖGD-Teil 10: Medizinethische Perspektiven der Kinder-und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der zehnte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit medizinethischen Fragestellungen im Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie: Die Arbeit im Fachgebiet der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie ist nicht allein von medizinischen und therapeutischen Entscheidungen geprägt - auch ethische Fragestellungen durchziehen unser tägliches Tun. Häufig unbemerkt wird unser Handeln von moralischen Intuitionen und ethischen Grundannahmen geleitet, die wir für selbstverständlich oder sogar für universell gültig halten. So mag beispielweise unsere Haltung in der Frage nach der Berechtigung von „wohltätigem Zwang“ (Deutscher Ethikrat 2018) beeinflussen, welche Empfehlungen wir im Kontext rechtlicher Unterbringungen nach § 1631b BGB gegenüber Sorgeberechtigten und Familiengerichten abgeben. Die Fortbildung lädt dazu ein, die moralische Basis des eigenen ärztlich/therapeutischen Handelns bewusster wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen. Neben einer Einführung in grundlegende Ideen medizinethischer Methodik wird der Fokus auf konkrete ethische Herausforderungen im kinder- und jugendpsychiatrischen und psychotherapeutischen Setting gelegt.

Letzte Änderung: 05.06.2026

30.09.2026 | S 24/2026 | Autismus im Erwachsenenalter - erkennen, verstehen, selbstständig leben

Autismus-Spektrum-Störungen wurden seit ihrer Erstbeschreibung in den 1940er-Jahren sehr lange als eine Entwicklungsstörung von Kindern angesehen. Mittlerweile weiß man, dass sich Autismus nicht „auswächst“, sondern über die ganze Lebensspanne bestehen bleibt. Autismus bei Erwachsenen hat vielfältige Erscheinungsformen und tritt sowohl bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und hohem Unterstützungsbedarf als auch in Verbindung mit überdurchschnittlicher Intelligenz und selbstständiger Lebensführung auf. In den Diagnosehandbüchern wird eine Autismus-Spektrum-Störung über typische Auffälligkeiten in der sozialen Kommunikation und über eingeschränkte Verhaltensmuster und Interessen definiert. In dieser Fortbildung soll gezeigt werden, was diesen Auffälligkeiten biologisch und kognitiv zugrunde liegt und welche Schwierigkeiten mit einer anderen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung einhergehen. Dabei soll auch die Erlebensperspektive autistischer Menschen mit einbezogen werden, mit Beispielen für die häufig unsichtbaren autismustypischen Stressfaktoren in Wahrnehmung, sozialer Kommunikation und exekutiven Funktionen. Bewältigungs- und Hilfestrategien und Kriterien für autismusgerechte Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen werden daraus abgeleitet. Lernziel ist ein besseres Verstehen, Akzeptieren und Unterstützen von erwachsenen Menschen im Autismusspektrum.

Letzte Änderung: 02.06.2026

25.09.2026 | S 7(9)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 9: Autismus

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der neunte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Autismus. Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) manifestieren sich oft schon im Kleinkindalter. In dieser Fortbildung werfen wir einen Blick auf die frühen Entwicklungsschritte und Verhaltensweisen, die auf ASS hinweisen können, und zeigen auf, wie sich die Störung im Verlauf der Kindheit und Jugend weiter ausprägen kann und mit welchen Besonderheiten sie einhergeht. Auf aktuelle Studien und klinische Erfahrung hinsichtlich der Zunahme an (Verdachts-) Diagnosen und die Bedeutung für schulische Inklusion wird gezielt eingegangen.

Letzte Änderung: 21.07.2026

15.09.2026 | S 23/2026 | FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung) - Von der Diagnose zur Teilhabeermöglichung

Hunderttausende Menschen mit Fetalem Alkoholsyndrom leben in Deutschland. Zahlreiche Betroffene bekommen nie oder nur sehr spät eine Diagnose. Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) leiden oft unter veränderten Hirnfähigkeiten mit Einschränkungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Konsequenzabschätzung oder Impulskontrolle mit entsprechenden Anpassungsschwierigkeiten in ihrer sozialen Umwelt. Die betroffenen erwachsenen und minderjährigen Menschen passend zu unterstützen ist auch eine Aufgabe der Kinder- und Jugenddienste, der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste und der Sozialpsychiatrischen Dienste. Diese Fortbildung bietet einen Überblick über die Symptomatik, Diagnosestellung und mögliche Hilfen, um eine gesunde Entwicklung ohne reaktive Selbstabwertungen oder Verhaltensauffälligkeiten zu ermöglichen.

Letzte Änderung: 02.06.2026

24.08.2026 | S 21/2026 | Fallvignetten: mitbringen - vorstellen - besprechen

Die Fortbildung bietet Fachkräften aus den Sozialpsychiatrischen Diensten einen strukturierten Rahmen, um anhand von Fallvignetten gemeinsam zu reflektieren und voneinander zu lernen. Durch die multiprofessionelle Zusammensetzung der Teilnehmenden entstehen vielfältige Perspektiven, die die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bereichern. Im Mittelpunkt steht das Prinzip „mitbringen - vorstellen - besprechen“: Teilnehmende bringen eigene Fallvignetten oder auch bestimmte Fragestellungen aus ihrem Alltag mit, stellen diese im Plenum vor und wir diskutieren anschließend in moderierter Runde. Der Fokus liegt auf prägnanten Fragestellungen oder Entscheidungssituationen, die gemeinsam analysiert und um kreative Lösungsansätze erweitert werden. Die Fortbildung schafft einen geschützten, wertschätzenden Raum, in dem Erfahrungen praxisnah eingebracht und kritisch reflektiert werden können. Durch den Austausch unterschiedlicher beruflicher Hintergründe eröffnen sich neue Sichtweisen, die Handlungssicherheit im Umgang mit komplexen Situationen fördern. Die Teilnehmenden sind ausdrücklich eingeladen, eigene Fallvignetten zur Diskussion vorab einzusenden. Fallvignetten können bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail bei Frau Folgner eingereicht werden. Die Kontaktdaten von Frau Folgner finden Sie unter folgendem Link: https://www.akademie-oegw.de/die-akademie/unser-team/kersting-folgner

Letzte Änderung: 20.07.2026

15.07.2026 | S 20/2026 | Kernaufgaben und Krankheitsbilder - Die Arbeit im Sozialpsychiatrischen Dienst

Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDis) nehmen eine zentrale Rolle in der gemeindenahen Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Betroffene in ihrem Lebensumfeld zu unterstützen, Teilhabe zu ermöglichen, Krisen frühzeitig zu erkennen und im besten Falle abzuwenden. Damit leisten die SpDis einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Klinikaufenthalten und zur Stabilisierung im Alltag. Kernaufgaben der SpDis sind Beratung, Krisenintervention, Begleitung in psychosozial belasteten Lebenssituationen sowie die Koordination von Hilfen im Netzwerk mit Ärztinnen und Ärzten, Kliniken, Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe, Angehörigen und weiteren sozialen Diensten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf niedrigschwelliger Erreichbarkeit, aufsuchender Arbeit und der Förderung von Selbstständigkeit. Die Fortbildung vermittelt Grundlagen zu diesen Kernaufgaben und stellt die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder vor, mit denen SpDi-Mitarbeitende regelmäßig konfrontiert sind - hierzu zählen affektive Störungen, Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen und dementielle Störungen. Neben der Darstellung typischer Symptome und Verläufe wird aufgezeigt, welche Unterstützungs- und Interventionsmöglichkeiten in der sozialpsychiatrischen Praxis besonders relevant sind. Ziel der Fortbildung ist es, ein vertieftes Verständnis für die Arbeitsweise der SpDis und die Bedarfe der Klientinnen und Klienten zu schaffen sowie Handlungssicherheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu fördern.

Letzte Änderung: 02.07.2026

13.07.2026 | S 19/2026 | Psychosen verstehen - Klientinnen und Klienten gezielt unterstützen

Menschen mit psychotischen Erfahrungen begegnen Fachkräften in den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis) in unterschiedlichen Lebenssituationen - von akuten Krisen bis zu stabilen Phasen der Alltagsbewältigung. Die Fortbildung unterstützt (SpDi) Mitarbeitende dabei, psychotische Symptome besser einzuordnen, individuelle Belastungen zu verstehen und mit angemessenen Haltungs- und Handlungsstrategien darauf zu reagieren. Im Mittelpunkt steht das Erleben der Betroffenen: Wie fühlt sich eine psychotische Episode an? Welche Rolle spielen Angst, Misstrauen oder Rückzug? Durch praxisnahe Fallbeispiele, Gruppenarbeit und interaktive Übungen werden Situationen aus dem Arbeitsalltag aufgegriffen. Die Teilnehmenden reflektieren eigenes berufliches Handeln und erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie sich Vertrauen, Orientierung und Sicherheit im Kontakt mit Klientinnen und Klienten fördern lassen. Anhand von Fallbeispielen besprechen wir, wie Gesprächsführung auch in besonders schwierigen Situationen, etwa bei Angst, Aggression oder Realitätsverkennung, gelingt - mit dem Ziel der Deeskalation, des Beziehungserhalts und um die Selbststeuerung der Klientinnen und Klienten zu unterstützen. Wir erarbeiten eine Erweiterung des professionellen Handlungsrepertoires im Umgang mit psychotischen Menschen, so dass Unsicherheiten im Kontakt reduziert werden. Spezifische Anforderungen an einzelne Mitarbeitende, an das Team und das Netzwerk zur Versorgung der Zielgruppe werden beschrieben, bearbeitet und reflektiert. Anhand der Arbeit mit Fallbeispielen werden mögliche Handlungswege dargestellt und diskutiert und die Sensibilität der Teilnehmenden für die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen hierdurch erhöht. Die Veranstaltung bietet Raum für fachlichen Austausch, Selbstreflexion und praxisnahe Entwicklung von Handlungskompetenzen - für mehr Sicherheit, Empathie und Wirksamkeit in der Begleitung psychoseerfahrener Menschen. Es kann Zeit für mitgebrachte Fälle eingerichtet werden. Eigene Fallbeispiele können bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail eingereicht werden an: folgner@akademie-oegw.de oder/und froehmel@akademie-oegw.de

Letzte Änderung: 08.07.2026

09.07.2026 | S 16/2026 | Schizophrenien und Psychose - Was ist was?

Das zweitägige Seminar „Schizophrenien und Psychose - Was ist was?“ bietet für Einsteigerinnen und Einsteiger einen praxisbezogenen Überblick über psychotische Störungsbilder und vor allem über die verschiedenen Formen der schizophrenen Störungen. Das Seminar richtet sich vorrangig an nicht ärztliche Berufsgruppen oder fachfremde Ärztinnen und Ärzte. Es handelt sich um ein Einstiegsseminar mit dem Ziel, das breite Spektrum der psychotischen Erkrankungen und deren vielfältige und sehr variable Ausgestaltung kennenzulernen. Symptome wie Wahnerleben, optische oder akustische Halluzinationen, formale Denkstörungen und sozialer Rückzug belasten Menschen, die an Psychose erkrankt sind, oft sehr. Im Seminar werden das Krankheitsbild und damit verbundene Verhaltensweisen der erkrankten Menschen besprochen. Dem Verständnis des Krankheitsbildes dient das biopsychosoziale Modell. Neben Ursachen und Symptomen werden Problemkonstellationen diskutiert. Wir wollen uns mit dem Erleben der Betroffenen anhand von Fallbeispielen auseinandersetzen und auch ihren Fallgeschichten und Erlebnissen Raum geben. Das Ziel ist die Entwicklung eines besseren Verständnisses für die Erkrankung und des damit verbundenen Verhaltens. Dabei ist uns die Darstellung multi- und interprofessioneller Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialpsychiatrischen Dienste und dem weiteren Hilfesystem wichtig. Nutzen: Reflexion der eigenen Haltung tiefergehendes Verstehen der verschiedenen Symptome Vernetzung Inhalt: theoretische Grundlagen zu Psychosen multi- und interdisziplinäre Zusammenarbeit praktische Übungen

Letzte Änderung: 23.06.2026

02.07.2026 | S 7(8)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 8: „Systemsprenger:innen

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der achte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema „Systemsprenger:innen“. Immer häufiger berichten Fachkräfte aus verschiedenen Systemen, dass sie mit jungen Menschen arbeiten, die mit den bestehenden Strukturen und Angeboten nicht zurechtkommen. Diese Jugendlichen werden oftmals als „Systemsprenger:innen“ bezeichnet - ein Begriff, der kritisch hinterfragt werden sollte. Themenschwerpunkte der Veranstaltung Analyse der grundlegenden und konkreten Faktoren, die dazu führen, dass junge Menschen als nicht systemkonform wahrgenommen werden Vorstellung und Diskussion von Ansätzen und Strategien, um diesen Jugendlichen wirksam zu begegnen - sowohl präventiv als auch in akuten Situationen Einblick in die besonderen Bedarfe und Herausforderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren und Institutionen des Gesundheitswesens Umgang mit eigenen Gefühlen von Resignation und Frustration im Berufsalltag - wie können wir auf der Beziehungsebene empathisch, wohlwollend und feinfühlig bleiben? Ziele der Fortbildung Sensibilisierung für die Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen mit komplexem Hilfebedarf Stärkung der eigenen Handlungssicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen Förderung des fachlichen Austauschs und der interdisziplinären Zusammenarbeit Entwicklung neuer Perspektiven und Lösungsansätze für die Praxis

Letzte Änderung: 25.06.2026

30.06.2026 | S 15/2026 | Deeskalationstraining „Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag - Handeln in Krisen“

Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag: In verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen mit individuell erhöhter Aggressions- und Gewaltbereitschaft treffen, die das Risiko physischer und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein erhöhen. Professionelle Qualität und Kompetenz zeigen sich darin, wie Beschäftigte mit heiklen und extrem herausfordernden Situationen und Personen in kritischem Zustand umgehen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Situationen werden grundsätzlich als weniger belastend wahrgenommen, wenn Mitarbeitende auf den Kontakt in und mit Menschen in aggressiven und/oder schwierigen Ausnahmesituation vorbereitet sind. Das Ziel der Veranstaltung ist, das Risiko verbaler und körperlicher Gewalt einschätzen zu können, um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren. Die Fortbildung orientiert sich an den beruflichen Erfahrungen und Notwendigkeiten der Teilnehmenden. Auf der Handlungsebene wird eine Checkliste zur Risikoeinschätzung und -minimierung erarbeitet. Daraus wiederum werden Handlungsoptionen erarbeitet und geübt. Die angebotenen Inhalte erfahren einen Abgleich mit den Wünschen der Teilnehmenden. Methodisch kommen Vortrag, Gruppen- und Kleingruppenarbeit sowie Rollenspiele zum Einsatz.

Letzte Änderung: 24.06.2026

25.06.2026 | S 17/2026 | Persönlichkeitsstörungen im ÖGD: ICD-10 Einordnung, sichere Kommunikation und rechtssichere Versorgungspfade

Mitarbeitende im öffentlichen Gesundheitsdienst stehen häufig vor komplexen Situationen mit Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Benötigt werden eine ICD-10-basierte, funktionsorientierte Einordnung, deeskalierende Gesprächsstrategien, strukturierte Risikoabwägung und rechtssichere Dokumentation - insbesondere an Schnittstellen zu Kliniken, Praxen und sozialen Diensten. Die Fortbildung vermittelt praxisnah die ICD-10-GM-Diagnostik (F60.*), typische Verlaufs- und Krisenbilder sowie DBT-/MBT-informierte Mikrointerventionen. Berücksichtigt werden die S3-Leitlinie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (DGPPN) sowie - zur Orientierung - zentrale Empfehlungen aus NICE (CG78/CG77) und ein kurzer Ausblick auf relevante Konzepte der ICD-11. Der Dozent leitet einen Sozialpsychiatrischen Dienst und bringt langjährige klinische Erfahrung aus einer BPS-Schwerpunktstation ein. Lernziele (kompetenzorientiert): Häufige Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10-GM sicher einordnen und Fallkonstellationen im Gesundheitsamt erkennen Mindestens drei deeskalierende Gesprächsinterventionen anwenden (Validierung, klare Grenzen, verbindliche Absprachen) Akute Gefährdung strukturiert prüfen, PsychKG-Relevanz entscheiden und dokumentieren Versorgungspfade und Schnittstellen koordinieren (Krisendienste, ambulante Psychotherapie, Kliniken) Nutzen für die Praxis: Kompakte Checklisten für Risikoabwägung und Dokumentation Gesprächsleitfaden mit praxiserprobten Satzbausteinen Entscheidungsbaum für Alternativen zur Unterbringung und PsychKG-Schwellen Format/Methoden: Impuls mit Leitlinien-Update, Fallvignetten, Übungssequenzen zur Gesprächsstruktur sowie kollegialer Austausch mit Transferaufgaben für den Behördenalltag Leitlinienbezug: DGPPN S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (14.11.2022); NICE CG78/CG77, zuletzt überprüft am 30.07.2024; aktuelle ICD-10-GM 2025 (BfArM). (register.awmf.org)

Letzte Änderung: 10.06.2026

24.06.2026 | S 7(7)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 7: Essstörungen

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der siebte Teil der Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Essstörungen: Nach einer Phase relativer Stagnation hat die Zahl betroffener überwiegend Mädchen und jungen Frauen in den letzten Jahren wieder zugenommen. Gesellschaftliche Bedingungen wie auch technologische Veränderungen sind gut untersuchte pathogene bzw. aufrechterhaltende Faktoren für die Entstehung dieser häufigen Erkrankung. Essstörungen treten überwiegend in der pubertären und adoleszenten Lebensphase auf, in der Körperbild und Selbstwertgefühl die wesentlichen Entwicklungsthemen darstellen. Die Anorexia nervosa ist die kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung mit der höchsten Mortalität. Frühe Anzeichen wie starke Gewichtsveränderungen, heimliches Essen oder übermäßige Beschäftigung mit Kalorien fallen oft erstmals im schulischen Kontext auf - entsprechende Sensibilisierung von Fachpersonen ist daher besonders wichtig. Eine frühzeitige Diagnose und Leitlinien basierte psychotherapeutische Behandlung, die das System des betroffenen Kindes bzw. der Jugendlichen aktiv einbezieht, sind entscheidend für eine prognostisch erfolgreiche Behandlung. Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Gesundheitsdiensten, Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sind im Bereich der Essstörungen besonders wichtig. Im Rahmen der Veranstaltung sollen bestehende und weiterzuentwickelnde Konzepte gerade auch im Bereich der Prävention und Früherkennung diskutiert werden.

Letzte Änderung: 16.06.2026

22.06.2026 | S 13/2026 | Psychische Störungen im Rahmen der Beratungen und des Sozialpsychiatrischen Dienstes

Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Rund zehn Prozent der Fehltage bei den Berufstätigen gehen auf Erkrankungen der Psyche zurück. Weltweit zählen Depressionen, Alkoholerkrankungen, bipolare Störungen und Schizophrenien zu den häufigsten Erkrankungen. Themenschwerpunkte sind u.a. Affektive Störungen und Alltag Suchterkrankungen und Alltag Psychosen und Alltag Psychosomatik und Herausforderung der Beratung

Letzte Änderung: 17.06.2026

29.06.2026 | S 14/2026 | Deeskalationstraining „Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag - Handeln in Krisen“

Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag: In verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen mit individuell erhöhter Aggressions- und Gewaltbereitschaft treffen, die das Risiko physischer und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein erhöhen. Professionelle Qualität und Kompetenz zeigen sich darin, wie Beschäftigte mit heiklen und extrem herausfordernden Situationen und Personen in kritischem Zustand umgehen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Situationen werden grundsätzlich als weniger belastend wahrgenommen, wenn Mitarbeitende auf den Kontakt in und mit Menschen in aggressiven und/oder schwierigen Ausnahmesituation vorbereitet sind. Das Ziel der Veranstaltung ist, das Risiko verbaler und körperlicher Gewalt einschätzen zu können, um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren. Die Fortbildung orientiert sich an den beruflichen Erfahrungen und Notwendigkeiten der Teilnehmenden. Auf der Handlungsebene wird eine Checkliste zur Risikoeinschätzung und -minimierung erarbeitet. Daraus wiederum werden Handlungsoptionen erarbeitet und geübt. Die angebotenen Inhalte erfahren einen Abgleich mit den Wünschen der Teilnehmenden. Methodisch kommen Vortrag, Gruppen- und Kleingruppenarbeit sowie Rollenspiele zum Einsatz.

Letzte Änderung: 24.06.2026

04.05.2026 | S 12/2026 | Ist das ein Messie-Syndrom oder das „Symptom Wohnung“? Vom Horten und Sammeln bis zur Wohnungsverwahrlosung

Das Sammeln und Aufbewahren von Gegenständen aller Art bei Vernachlässigung des persönlichen Lebensraumes führt dazu, dass Wohnungen unbewohnbar und darüber hinaus Menschen im näheren Wohnumfeld beeinträchtigt werden. Gleichzeitig ziehen sich die betroffenen Menschen häufig aus dem sozialen Umfeld zurück und wehren sich gegen Hilfen. Mitarbeitende von Gesundheitsämtern, Sozialämtern, Pflegediensten, des ambulant betreuten Wohnens ebenso wie gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer und Mitarbeitende anderer psychosozialer Institutionen stoßen in ihrer Arbeit immer wieder auf Menschen in desolaten Wohnverhältnissen. Diese Fälle sind nicht selten und bedürfen häufig eines großen Ressourceneinsatzes. In den vergangenen Jahren hat diese Problematik vermehrt Eingang gefunden in die wissenschaftliche Diskussion und die praktisch-sozialpsychiatrische Arbeit (Hoarding Disorder im DSM 5 und ICD 11 aber z. B. auch Vermüllungssyndrom nach Dettmering). Die Veranstaltung bietet einen Überblick über mögliche Ursachen und die damit am häufigsten assoziierten Krankheitsbilder, die in diesem Zusammenhang auftreten, um hieraus mögliche Hilfsmöglichkeiten ableiten zu können. Zur Veranschaulichung erfolgt die Erarbeitung des Themas an Fallbeispielen in der Großgruppe. Schwerpunkt werden dabei Fragestellungen und praktische sozialpsychiatrische Handlungsmöglichkeiten sein, die sich für Mitarbeitende des ÖGD aus den Bereichen Sozialpsychiatrie, Umweltschutz und Hygiene ergeben.

Letzte Änderung: 21.04.2026

08.05.2026 | S 7(6)/2026 | Starterkit Kinder- & Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 6: Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorders, FASD)

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrundeliegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der sechste Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorders, FASD). Zahlreiche Kinder und Jugendliche mit Fetalem Alkoholsyndrom leben in Deutschland. Viele Betroffene bekommen nie oder nur sehr spät eine Diagnose. Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) leiden oft unter veränderten Hirnfähigkeiten mit Einschränkungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Konsequenzabschätzung oder Impulskontrolle mit entsprechenden Anpassungsschwierigkeiten in ihrer sozialen Umwelt. Die Fortbildung bietet einen Überblick über die Symptomatik, Diagnosestellung und mögliche Hilfen, um eine gesunde Entwicklung ohne reaktive Selbstabwertungen oder Verhaltensauffälligkeiten zu ermöglichen.

Letzte Änderung: 21.04.2026
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